GL Zürich Login Plus
Mehr Inhalte entdecken: Audioarchiv, Onlineliteratur – mittlerweile über 50 Bücher –, Stichwortsuche sowie Fragen und Antworten.


In weiten Teilen der Christenheit tut man sich schwer mit dem Glauben an die Reinkarnation. Dabei kommt gerade im Wiedergeborenwerden die grosse Weisheit und Güte Gottes zum Ausdruck. Untugenden und grosse Schwächen können meist nicht in einem einzigen Erdenleben abgelegt werden; man wird daher so lange mit denselben Schwächen und Untugenden wiedergeboren werden, bis man sie vollständig überwunden hat. Durch wiederholte Erdenleben ist dem Menschen die Möglichkeit gegeben, geistig zu reifen und sich zu bewähren.
Das Themenheft zeigt auf, wie aufsteigende Geistwesen auf ihr neues Erdenleben vorbereitet werden. Es wird auch erklärt, warum es Gott so eingerichtet hat, dass der Mensch keine Kenntnis von seinen früheren Erdenleben hat beziehungsweise nicht weiss, wer er war.
Josef, 12. Juni 1976
Durch wiederholte Erdenleben ist dem Menschen die Möglichkeit gegeben, sich weiter zu läutern und seine Prüfungen zu bestehen, um schliesslich als gereifter Geist das wahre Glück zu finden. In der Christenheit tut man sich jedoch schwer mit dem Glauben an die Wiedergeburt – und dies aus verschiedenen Gründen. Wer aber Zeit zu innerer Einkehr findet und um höhere geistige Erkenntnis bittet, gelangt zur Einsicht: “So wie es in der Natur ein ständiges Kommen und Vergehen gibt, so muss es auch beim Menschen sein: Auch er ist einbezogen in diese Bedingungen des Kommens und Gehens, in die Notwendigkeit der Wiedergeburt – bis zu dem Zeitpunkt, wo er in die Herrlichkeit Gottes eintreten darf.”
Josef: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, mancher Christ will von einer Wiedergeburt nichts wissen; er will nichts wissen von dem Wiedergeborenwerden als Mensch auf dieser Welt. Denn zum einen wünscht er dies nicht, zum andern ist es für ihn eine Frage der Besorgnis vor einem zukünftigen menschlichen Dasein. Er möchte einfach nicht wieder geboren werden. Eine Ausnahme ist vielleicht ein Mensch, dem es in seinem jetzigen Leben gut geht und der glaubt, es könnte auch in seiner späteren Zukunft so sein. Doch solche Menschen sind eine Ausnahme.
In der christlichen Lehre wird doch gelehrt: “Gesät wird in Schwachheit, auferstehen wird es in Kraft und Herrlichkeit” 1. Kor. 15, 43) – anderseits spricht man aber vom Jüngsten Tag, an dem alle mit Leib und Seele auferstehen würden. Wie sollte es denn möglich sein, mehrere Male geboren zu werden, wenn man am Jüngsten Tage mit Leib und Seele auferstehen würde? So sind doch in dieser Beziehung Widersprüche vorhanden.
Dann möchte ich auf Folgendes aufmerksam machen – es heisst auch: “Gesät wird in Verweslichkeit, in Vergänglichkeit” (1. Kor. 15, 42). Der gebildete, schriftkundige Mensch von heute würde sich kaum dieser Ausdrucksweise bedienen. Damit möchte ich nur darauf hindeuten, dass die Menschen einerseits den überlieferten Wortlaut annehmen, dieser aber anderseits für sie unbedeutend ist. Sie denken nicht darüber nach, dass dieser Wortlaut ja eigentlich nicht mit dem gegenwärtigen Sprachgebrauch übereinstimmt. Man denkt nicht weiter darüber nach, auch deshalb nicht, weil Christus im Allgemeinen so vieles symbolisch dargelegt und in Bildern gesprochen hat.
Kommen wir aber zurück auf die Wendung “Auferstehen wird man in Kraft und in Herrlichkeit”. Es wird doch wohl niemand behaupten wollen, dass dieser oder jener Mensch in Kraft und Herrlichkeit auferstehen wird, wenn man genau weiss, wie verwerflich sein Erdenleben gewesen ist. Man wird diese Wendung also nicht verallgemeinern. Statt zu sagen: “Gesät wird in Verweslichkeit, aber auferstehen wird man in Kraft und Herrlichkeit”, wäre es doch bestimmt viel besser, wenn man es nach der heutigen Ausdrucksweise formulieren würde: “Es wird ein Leib geboren, der verwesen wird; und ein Verstorbener kann auferstehen, eingehen in Gottes Kraft und seine Herrlichkeit.” So wird es einem jeden klar: Der Leib, mit dem er auf diese Welt geboren wurde, ist verweslich; aber das, was ewig ist, das wird auferstehen und zurückkehren in Gottes Herrlichkeit und in seine Kraft hinein. Doch in diese Herrlichkeit auferstehen wird nur ein solcher Mensch, der auch dementsprechend gelebt und an Gottes Kraft und seine Herrlichkeit geglaubt hat.
Widersprüchlich ist auch die Auffassung, man würde am Jüngsten Tage mit Leib und Seele auferstehen. Dieser Leib ist doch schon längst der Verwesung anheimgefallen! Und so heisst es ja auch: “Du bist von Staub und Asche und wirst wieder zu Staub und Asche werden” (1. Mos. 3, 19). In dieser Beziehung sind also viele Widersprüche, und zweideutig wird über diese Dinge gesprochen. Aber Menschen nehmen sich nicht die Mühe, all dem nachzugehen und nach der Wahrheit zu forschen – was da auferstehen wird, wer in Gottes Herrlichkeit eingehen wird und was es mit diesem Jüngsten Tage auf sich hat. Denn diesem Jüngsten Tage wird so viel zugeschoben. Was alles an diesem Jüngsten Tage oder beim Letzten Gerichte geschehen soll ... Dabei hat dieser Jüngste Tag und dieses Letzte Gericht ja schon längst stattgefunden, nämlich damals, als Christus seinen Auftrag erfüllt hatte.
So denken die Menschen nicht näher über diese Dinge nach, und schon gar nicht liegt es in ihrem Willen, wiedergeboren zu werden. Aber darüber bestimmen ja nicht die Menschen. Man betet doch: “Dein Wille geschehe im Himmel wie auf Erden.” Wenn es also Gottes Wille ist, dass etwas geschieht, kann sich der Mensch dem nicht entziehen. Denn Gottes Wille geschieht wahrhaftig im Himmel und auf dieser Erde.
Eine weitere Antwort darauf, warum Menschen nicht an die Wiedergeburt glauben, liegt in Folgendem: Sie können es nicht verstehen, wiedergeboren zu werden, weil sie ja den Sinn ihres Lebens nicht kennen; sie kennen ja die Aufgabe nicht, die die Schöpfung zu erfüllen hat. Und so scheint ihnen ihre eigene persönliche Auffassung richtig zu sein.
Im Wiedergeborenwerden ist so viel Weisheit Gottes enthalten; aber nicht nur seine Weisheit kommt da zu Worte, sondern auch seine grosse Gnade, die er walten lässt über den Seinen. Dennoch wollen es Menschen nicht annehmen. Dabei würde einem doch nichts abgehen, wenn man akzeptieren würde, dass man wiedergeboren wird. So wie man in der Natur das ständige Werden und Vergehen erlebt, das notwendig ist für die weitere Entfaltung der Schöpfung, so ist auch der Mensch, der auf diese Welt gestellt ist, mit einbezogen in diese Bedingungen und in diese Notwendigkeit des Kommens und Gehens, des Wiedergeborenwerdens.
Das Erdenleben ist für einen jeden eine Prüfung. Diese Prüfung muss bestanden werden, um auch wieder einen Schritt in der Entwicklung vorwärtszukommen. Würde man sich etwas mehr Gedanken machen über das geistige Reich, über das geistige Leben und seinen Aufstieg, so müsste man doch von selbst zur Erkenntnis kommen, dass es wahrhaftig verschiedene Stufen des geistigen Aufstiegs geben muss – verschiedene Stufen einmal in der Natur, bei allem, was sich um den Menschen bewegt und für sein Leben notwendig ist, und dann beim Menschen selbst, der das bedeutendste und höchste Geschöpf ist, das auf dieser Welt lebt. Auch bei ihm gibt es doch verschiedene Stufen des Aufstiegs. So muss sich ein denkender Mensch doch sagen, dass er dereinst, wenn er in die Ewigkeit eintritt, seinen Platz bestimmt nicht teilt mit allen Menschen, mit denen er auf der Erde gelebt hat – dass er beispielsweise seinen Platz nicht teilt mit einem Verbrecher, der nur darauf ausging, den Mitmenschen zu betrügen oder sonst zu schädigen. Gerade als Christ sollte man sich doch darüber seine Gedanken machen.
Wohl kenne ich die Ansicht jener Christen, die sagen, durch Christi Blut wäre man doch reingewaschen worden [von allen Sünden]. Ja, wäre das denn wirklich eine Gerechtigkeit, wenn Gott – den der gläubige Christ als den liebenden und den gerechten Vater preist – alle in der geistigen Welt zusammenführen liesse, gleich welcher geistigen Gesinnung sie einst gewesen sind? Wäre das denn eine Gerechtigkeit, wenn jener, der sich in seinem Leben für seine Mitmenschen aufopferte und im wahren Sinn des Wortes ein edles Leben geführt, Opfer gebracht und sich hohe innere Werte verdient hat, nun den Himmel teilen soll mit einem, der in der Welt nur darauf ausging, den Mitmenschen zu schädigen? Sollten tatsächlich beide an denselben Platz kommen – so wie Menschen meinen, dass auch der Verbrecher durch Christi Blut von allen seinen Sünden befreit worden sei? Man sollte doch einmal darüber nachdenken, dass dieses doch gewiss nicht in der Ordnung und in den Gesetzen Gottes liegen kann.
Gott hat die Gesetze und die Ordnung so wunderbar gestaltet. Diese Gesetze sind bis in die letzten Einzelheiten festgelegt worden beim Letzten Gericht, das längst stattgefunden hat. Christus, dem Herrn und Erlöser der Menschheit, wurde das Recht zugestanden, dieses Letzte Gericht zu halten. Es fand statt, als er nach seinem Kreuzestod in die Unterwelt drang und seinen Widersacher Luzifer besiegte. Damals wurde dieses Letzte Gericht gehalten; es kam zu einer Verurteilung, und diesem Satan wurden seine uneingeschränkten Rechte genommen, sodass er nicht mehr die Möglichkeit hat, unter allen Umständen die Menschen zu seinen Opfern zu machen. Seither ist der guten Geisteswelt vermehrt die Möglichkeit gegeben, die Menschen zu beeinflussen für das Gute. Die guten Geister haben die Möglichkeit, die Menschen auf ihre Seite zu ziehen, so diese willens sind, auf ihre Seite zu treten.
Über dieses Letzte Gericht und über den Jüngsten Tag habe ich in der letzten Zeit ausführlich gesprochen. Und dieses aus ganz besonderen Gründen. Denn diese Worte sollen nun wahrhaftig in das Gedächtnis des Zuhörers hineingehen. Wir betrachten doch die Menschen hier auf dieser Erde und wie sie ihr Leben führen. Kehren sie dann ins geistige Reich ein, stehen wir an ihrer Seite und stellen fest, wie es um ihre Gesinnung bestellt war in ihrem Erdenleben. Da kann einer wohl an Gott geglaubt haben oder behaupten, ein Gläubiger zu sein – aber er hatte sich selber nicht nach der göttlichen Ordnung und nach den Gesetzen Gottes ausgerichtet. Doch als gläubiger Christ möchte er dann in dieser Geisteswelt auch seinen Platz einnehmen dürfen.
Diese Gegenüberstellung der Verstorbenen mit den Geistern Gottes ist so verschieden. Die göttlichen Wesen betrachten zuerst einmal die Gesinnung eines Heimgekehrten. Erkennen sie dann bei einem, der von sich behauptet, so gläubig gewesen zu sein, dass er es nicht annehmen konnte, dass Gott einen wieder in ein menschliches Dasein zur Erde sendet, so fragen sie ihn manchmal als Erstes: “Was hast du dazu zu sagen: Glaubst du, dass du wiedergeboren werden kannst?” Und er, der dies in seinem Leben verneinte, verneint es auch im geistigen Reich; er sagt Nein, denn seine Gesinnung hat sich nicht geändert. Und so wird die Geisterwelt Gottes ihm gegenübertreten und ihm sagen: “Aber es ist so, du musst wiedergeboren werden, denn du hast die Aufgaben in deinem Leben überhaupt nicht erfüllt. Es ist das Ziel, dass ein jeder, dass alles, was da auf dieser Erde lebt, zurückkehrt zum Vater. Zurück müssen sie alle; alle müssen wieder einkehren ins Reich Gottes. Du kannst aber nicht einkehren ins Reich Gottes, wenn du nicht bereit bist, deine Aufgabe zu lösen; denn du hast sie nicht bestanden. Dir ist Gelegenheit geboten worden, diese Aufgaben entfernt von Gott zu erfüllen.”
Bei einem Heimgekehrten, der nicht daran glaubt, dass er wiedergeboren werden muss, gibt man sich keine bedeutende Mühe, ihn im Einzelnen darüber aufzuklären: “Doch es ist so, du musst wieder ins Dasein treten, du musst wiedergeboren werden.” Man wird es ihm mit wenigen Worten erklären, dass es eine Notwendigkeit ist für ihn, diesen Weg zu beschreiten, und damit ist die Angelegenheit für lange, lange Zeit erledigt.
Wer als Heimgekehrter mit seinen Worten Ausdruck gibt, dass er nicht glaubt, was in den Gesetzen Gottes steht, der wird eben draussen stehen, so wie ich es euch jeweils darlege. Er ist wohl zurückgekehrt an seinen Ort in der jenseitigen Welt; aber diese geistige Welt und diese geistigen Ebenen haben so viele Stufen und so viele Vorräume, wo man jene hinbringt, damit sie dort zu warten haben, bis es für sie Zeit geworden ist, dass sie wieder ihren Platz da einnehmen können, von wo sie ausgegangen sind. In diesem Vorraum, wo sie verweilen können, haben sie die Möglichkeit, mit ihresgleichen zusammenzukommen. Sie haben auch die Möglichkeit, ihre alte Welt wieder aufzusuchen. Sie gehen wieder in ihr Haus zurück, sie suchen Menschen aus, um bei ihnen zu wohnen und sich bei ihnen so auszuleben, wie sie es gewohnt waren im täglichen Leben von einst. Und dann kommt es eben des Öftern vor, dass gerade jene, die es nicht glauben wollen, dass man wiedergeboren werden muss, für ihre Anschauung kämpfen. Finden sie Zugang zu Menschen, die sie auf irgendeine Art und Weise inspirieren oder von denen sie sogar Besitz nehmen können, dann werden sie es mit ihrer ganzen Kraft zum Ausdruck bringen und ihnen erklären: “Es gibt keine Wiedergeburt, man wird nicht wiedergeboren.” Dieses bringen sie bei Menschen an, die in ihrem Denken und in ihrem ganzen Wesen schon von sich aus bereit sind, diese Ansicht zu bejahen. Zu ihnen gehen jene Wesenheiten hin und bestärken sie in ihrem Glauben, es gebe keine Wiedergeburt.
Weil solche Geister sich Menschen, die auf dieser Welt leben, nähern können, sind diese ihren Versuchungen ausgesetzt. Und der Herrscher des Totenreiches und seine Gehilfen, die diese Welt regieren, haben doch alles Interesse daran, solche Inspirationen zu unterstützen. Und so macht ein solcher Geist jenen aus dem Totenreich wohl den grössten Gefallen, wenn er auf diese Weise Einfluss nimmt auf den Menschen und ihn zu überzeugen versucht. Bei diesen Geistern handelt es sich also um verstorbene Menschen, die ihren Anschluss in jener göttlichen Welt nicht gefunden haben, von der gesprochen wird: “Und auferstehen wird man in Kraft und in Herrlichkeit.” Bei ihnen ist keine Rede von dieser Herrlichkeit und von dieser Kraft.
Menschen begegnen aber auch Mitmenschen, die behaupten, es wäre noch niemand zurückgekommen und hätte die Bestätigung gebracht. Oh doch – so viele sind zurückgekehrt und haben die Bestätigung dafür gebracht. Aber wenn Menschen es nicht auf ihre Art und Weise – entsprechend ihrer Vorstellung von der Geisteswelt – vernehmen können, sind sie eben auch nicht bereit, es zu glauben.
Will man in diese weiten Himmel, in diese Ewigkeit, hinüberschauen und hineinhören, kann man dies wohl kaum mit dem menschlichen Auge und dem menschlichen Ohr. Aber es gibt ein inneres Auge, und es gibt ein inneres, geistiges Ohr, und damit kann man Geistiges sehen und hören. Aber um dieses zu erreichen, muss man sich eben von der Herrschaft dieser Welt etwas abwenden. Man sollte sich nicht voll und ganz dieser Welt verschreiben. Solange ein Mensch unter der Herrschaft dieser Welt steht, kann sein geistiges Auge nicht die Fähigkeit besitzen, in eine höhere Welt hineinzuschauen, und so vermag er auch nicht nach innen zu hören. Denn das Inwendige, nach dem man sich auszurichten hätte, ist bei ihm ein Durcheinander. Keine Klarheit liegt in der Seele eines solchen Menschen. Nur Dunkelheit, nur Unglaube, Zweifel sind herrschende Gefühle in seiner Seele. Und aus dieser Seele heraus dringen diese Gefühle, dringt diese Macht, die inwendig ist und den ganzen Menschen beherrschen kann. So hört dann dieser Mensch nicht nach innen, sondern kehrt sich dieser Welt zu; und so kann er niemals die richtige Antwort finden.
Es braucht für einen jeden Menschen eine gewisse Hingabe, die er zu erfüllen hat. Er muss die Zeit innerer Einkehr finden, er muss um höhere geistige Erkenntnis bitten, er muss nach den hohen geistigen Werten der Seele suchen. Er muss sich darüber klar werden, dass noch etwas in ihm ist, das zu Worte kommen möchte, dass es seine Seele ist, die auch mitreden möchte bei seinem ganzen Wirken. Wenn man aber diese Seele nicht als solche anerkennt, sich nicht bewusst ist, dass im Menschen etwas Unvergängliches, Ewiges ist, dann kann man ja auch nicht auf den Gedanken kommen, sich nach innen zu wenden, nach innen zu horchen. Und so ist man dann auch nicht bereit, sich auf das Geistige auszurichten und zu begreifen, dass es eine Wiedergeburt gibt und man von einem Leben zum andern etwas zu verbessern hat – dass es in Gottes Weisheit liegt, der Menschheit oder dem einzelnen aufgestiegenen Menschen noch die weitere Möglichkeit zu geben, sein wahres Glück zu finden als ein geläuterter, gereifter Geist, als ein Wesen, das Verständnis aufbringt für viele Dinge, seien sie auf dieser Erde oder in der Himmelswelt. Verständnis für höhere Dinge erhält man nur dann, wenn man auch das Seinige getan hat für die Läuterung seiner Seele.
Und so stimmt es manchen, der zu uns hinüberkommt, traurig, und er ist enttäuscht, dass diese himmlische Welt für ihn so etwas Begrenztes ist. Glaubte er doch als Christ, eine weite Himmelswelt zu finden, die offen wäre und ihn aufnehmen würde, wo alle Heiligen des Himmels sich über seine Heimkehr freuen und ihm entgegeneilen würden. Doch nun erkennt er, dass er draussen steht und von der Kraft und von der Herrlichkeit Gottes und des Himmels nichts sieht. Da braucht es seine Zeit, einen solchen Heimgekehrten zu überzeugen und ihm zu erklären, dass er sich Mühe geben müsse, in seinem Denken eine Änderung zu vollziehen. Und so ist es sehr unterschiedlich bei diesen Heimgekehrten, die von sich annehmen, sie seien gute Christen, die sich aber nicht an die Gebote Gottes halten und seinen Willen nicht erfüllen: Während sich die einen schneller überzeugen lassen, vertreten andere hartnäckig ihre Ansichten. Aber auch für sie wird die Zeit kommen, wo sie zur Erkenntnis gelangen, dass man wiedergeboren werden muss. Erkennt aber die Geisteswelt Gottes, dass sie nicht willens sind, dieses anzuerkennen, so hat sie doch die Möglichkeit, solche Geistwesen, ohne sie zu fragen, zur Vorbereitung für ein neues menschliches Dasein zu bringen. Und so haben diese dann eine neue Möglichkeit, in einem neuen Menschenleben vielleicht etwas zu gewinnen. Vielleicht kommen sie nun auf den Gedanken, dass man wiedergeboren wird, und halten diesen Glauben fest und achten mehr auf die Gebote Gottes, führen ein Gott gefälligeres Leben. Dann können sie nach ihrer Heimkehr wieder an ihren einstigen Ausgangsort geführt werden, wo sie eigentlich schon nach ihrem vorherigen Erdenleben hingehört hätten – wo sie damals aber nicht wieder einkehren durften, sondern in einem Vorraum verweilen mussten, weil sie nicht würdig waren, ihren Platz wieder dort einzunehmen.
Hat nun ein solches Wesen, das man sozusagen unter geistigem Zwang wieder in ein menschliches Dasein führte, in diesem Leben geistige Verdienste errungen, so führt man es nach seinem Heimgang zuerst wieder in diesen Vorraum hinein, von wo es zum letzten Erdenleben ausgegangen war. Man zeigt diesem verstorbenen Menschen die Umgebung, in die er abermals eingekehrt wäre, wenn er im Leben keine Verdienste erworben, sich aber auch nicht im Besonderen belastet hätte. Man führt ihn dahin, damit er Rückschau halten kann – doch nur dann, wenn er sich darum verdient gemacht hat, wenn er ein anderes, ein besseres Leben gelebt hat. Man zeigt ihm, wo er vor seiner letzten Menschwerdung gestanden ist und wie er ausgesehen hat; er kann hören, was er gesprochen hat. Und so werden jene, die ein erfülltes Leben zurückgelegt und einen Fortschritt erzielt haben, voller Dankbarkeit darüber, dass die Gotteswelt eingegriffen hat, dass – wenn ich dem so sagen darf – ein geistiges Schicksal stattgefunden hat und sie durch dieses Eingreifen eine Stufe höher geschoben wurden. Doch dies alles muss verdient werden.
So ist es möglich, dass der eine Bescheid weiss über sein vorheriges Leben und wie er sich in der Geisteswelt benommen hat. Wenn nun ein solches Wesen, das im Geistigen etwas erreicht hat, die Möglichkeit erhält, in die Nähe des Menschen zu kommen und ihn zu inspirieren und zu führen, so will es ihn doch auf den wahren Weg führen. Es will ihm zu verstehen geben – so gut es ihm als geistigem Wesen möglich ist, auf diesen Menschen Einfluss zu nehmen, sich seines Denkens zu bemächtigen und ihn im Denken zu führen –, dass es eine Wiedergeburt gibt, sodass dieser Mensch annimmt: “Durch eine Inspiration bin ich zu diesem Glauben gekommen, ich glaube daran, obwohl niemand mir den Beweis gegeben hat, dass es dieses gibt. Ich weiss es, ich weiss es von innen heraus: Es ist so. Es muss mich niemand davon überzeugen, denn ich habe inwendig in mir dieses Wissen.”
So vermag der eine Mensch zu sprechen, und auch ihr habt schon Mitmenschen sagen gehört: “Es ist für mich absolut nichts Neues, ich weiss das; niemand hat es mir gesagt, aber ich von mir aus weiss es selbst, dass das Wiedergeborenwerden das Natürliche ist in der Schöpfung Gottes.” So gibt es viele Wege, zu dieser höheren Erkenntnis zu kommen – sei es unter der Beeinflussung eines Geistes Gottes, unter der Beeinflussung eines Engelwesens, das einen im Leben begleitet, oder sei es aus eigenen inneren geistigen Erlebnissen heraus, die man mitgenommen hat in das menschliche Dasein. Ein solcher Mensch glaubt von innen heraus an die Dinge, die andere mit gleichem Glaubensbekenntnis nicht bejahen können. Er weiss einfach, dass es die Wahrheit ist, dass man wiederkommen muss, dass Gott dem Menschen die Gelegenheit gibt, in einem nächsten Erdenleben wieder zu verbessern. Er ist zu dieser Erkenntnis gekommen, er hat von innen heraus das Gefühl: “Es muss so sein. Denn so wie es in der Natur ein ständiges Kommen und Gehen gibt, so muss es auch beim Menschen sein – dass er geht und wieder kommt, dass es ein oftmaliges Kommen und Gehen gibt bis zu dem Zeitpunkt, wo man in die Herrlichkeit eintreten darf.”
Kommt nun ein Mensch zu uns, der sich im Leben Mühe gegeben hat, nach Gottes Gefälligkeit zu leben, und hat er höhere geistige Erkenntnisse – und damit meine ich nicht die letzten geistigen Einsichten, sondern einfach ein erhabenes Denken, ein höheres geistiges Wissen –, so wird er in Freuden aufgenommen; denn die geistige Welt braucht solche Heimgekommenen.
Ihr habt aus den verschiedensten Erklärungen schon erfahren, dass die einen Heimgekehrten in ein Gemeinschaftshaus geführt werden, von wo aus sie ihre Arbeit in geistigen Werkstätten auszuführen haben. Andere wiederum können vielleicht – wenn sie geistig höher aufgestiegen sind – sich höheren, schöneren geistigen Tätigkeiten widmen und in ihrer Arbeit Freude und Seligkeit erleben. Die Geisteswelt Gottes braucht aber auch viele Geistwesen, die sie zu Lehrern ausbilden kann. Zuerst sind diese aber selber Schüler, weil man sie unterrichten muss in den verschiedensten Schulen der geistigen Welt – über die Schöpfung, über den Heilsplan, über diese Welt und über alles, was mit dem Aufstieg zu tun hat. Wie vieles gibt es doch, was einem Heimgekehrten noch erklärt werden muss. Kommt einer mit einem Glauben und auch mit gewissen Erkenntnissen in die geistige Welt zurück, so haben es seine geistigen Lehrer leichter, ihn zu unterrichten. Er steigt in seiner Schule schneller aufwärts. Die geistigen Lehrer geben sich solche Mühe bei ihren Schülern; denn die göttliche Welt braucht unter den aufsteigenden Geistgeschwistern solche, die man zu geistigen Lehrern ausbilden kann.
Betrachtet einmal diese Welt. Ihr, die ihr schon einige Erkenntnisse habt, wisst doch, was alles von unten her noch im Kommen ist. Stellt euch die Einkehr vor von jenen, die von unten aufsteigen. Auch für sie ist der Himmel offen, und ein jedes wird bei seinem Namen gerufen; keines kehrt zurück, ohne dass es erkannt und bei seinem Namen gerufen wird. Betrachtet auch die Menschheit von heute näher, die Menschen, die alle dereinst in die geistige Welt einkehren werden. Die einen stehen in geistigem Verschulden, andere sind die Leidtragenden, die in Not und Elend leben und in Unterdrückung sterben. Doch für alle muss sich der Himmel auftun, und für alle müssen göttliche Wesen da sein, um sie zu führen und zu stützen. Glaubt mir, es ist nicht so einfach, wenn solche heimkehren, die ein beschwerliches Leben hinter sich haben, die unterdrückt worden sind und in Unkenntnis gelebt haben und nie über den wahren Glauben belehrt wurden. Sie können nicht verurteilt werden in der Gotteswelt, sie müssen belehrt werden.
So ist es eine grosse Aufgabe für jene geschulten Geistwesen, sich eines jeden Einzelnen anzunehmen, der da kommt. Denn so kommen welche zurück, die von so vielen Schicksalen, von so vielen inneren und äusseren Nöten gezeichnet sind, die so viel Unterdrückung erlebt haben und sich während ihres ganzen Menschseins nie ihres Lebens erfreuen konnten. So kommen sie zurück und sind noch voller Unwissenheit – aber man nimmt sich ihrer an, denn auch für sie ist der Himmel offen. Sie, die von unten aufsteigen und ein Menschenleben hinter sich gelegt haben, treten nun in diese Vorstufen des Himmels ein. Sie haben kein Wissen mehr von ihrer Vergangenheit; sie wissen nichts mehr darüber, dass sie einst vor ihrer Menschwerdung – als sie noch im Reich der Toten in jenen erhöhten Aufstiegsstufen der Hölle waren – schon einmal über die Güte und Gnade Gottes und über ihre Erlösung unterrichtet wurden. Verschwunden ist ihr Wissen, sie haben keine Erkenntnisse mehr; ausgelöscht wurde alles durch das menschliche Dasein – und auch dies geschah durch und in der Weisheit Gottes. So bedürfen sie alle der grossen Pflege, der Aufmerksamkeit, der Führung, der Liebe – dass man sich ihrer annimmt.
Solcher Wesen kann sich aber nur ein Geist annehmen, der sich in der Himmelswelt bewährt hat, der dafür ausgewählt worden ist und der Erkenntnisse besitzt über geistige Gesetze und über die Ordnung Gottes. Ihm darf seine Aufgabe nicht zu viel sein. Er muss Geduld haben und die Freude, zur Ehre Gottes einem aufsteigenden Geiste beistehen zu wollen, ihn zu unterrichten und zu ihm von der Zukunft zu sprechen – von einer höheren Zukunft, von einem Leben in Glück und Seligkeit. Er darf ihm aber die Wahrheit nicht verschweigen, dass es ein Wiedergeborenwerden gibt, das für den Menschen seine Schicksale und seine Nöte bringt, und dass diese Welt beherrscht wird vom Bösen. Er, der zum Lehrer geworden ist, soll wissen, auf welche Art und Weise er einen noch in Unkenntnis lebenden, doch auch im Aufstieg begriffenen Geist zu unterrichten hat.
So vermag einer, der mit geistigen Erkenntnissen und Verdiensten in die geistige Welt zurückkommt und seine Stellung einnimmt auf diese Weise, wie ich es jetzt erklärt habe, in der Himmelswelt noch weitere Verdienste zu erwerben. Aber auch für ihn, der so im Himmel wirkt, ist es nicht ausgeschlossen, dass er wiedergeboren wird, dass auch er in einem neuen menschlichen Dasein eben gerade zu beweisen hat, dass er selbst fähig ist, das durchzustehen, worüber er den andern belehrt hat. In einem neuen menschlichen Dasein hat er zu beweisen, dass er nicht nur als Geist in der Gotteswelt die Erklärungen über die Aufgaben und Pflichten des Menschenlebens abgeben kann, sondern dass sein Geist so gekräftigt und so gestärkt ist, dass er auch selber fähig ist, in einem menschlichen Dasein seine Aufgaben zu lösen, seine Pflichten zu erfüllen.
Und was einem solchen als Aufgabe überbunden wird für ein neues Dasein, das bestimmt in einem solchen besonderen Fall die Geisteswelt Gottes. Geht es doch nun darum, dass alles, was da lebt auf dieser Erde, sich den Höhen zu bewegt. So versucht die göttliche Welt auf allen Stufen – auch auf den niedrigsten – das Ihrige zu leisten und mit ihrer Kraft zu beschleunigen und zu fördern, dass dieser Aufstieg zustande kommt. Überall stehen Geister Gottes, auf allen Stufen des Aufstiegs, von der untersten Stufe bis nach oben, und tun das Ihrige. Und so braucht man jene Wesenheiten, die mit gewissen geistigen Erkenntnissen aus dem menschlichen Leben kommen und in das Himmelreich eintreten. Sie sollen dem andern auch ein Beistand sein und ihm zeigen, wie man den Weg zu Gott findet. In Liebe sollen sie mit ihren Schützlingen sprechen. Und sie sollen sich stets die Lehre Christi vergegenwärtigen, damit sie die Kraft erhalten, ihre Aufgaben als Betreuer auch zu erfüllen. So kann auch die Seele eines solchen, der zum geistigen Lehrer ausgebildet wird, weiter gestärkt werden.
Nicht vergessen darf man, dass ein solcher angehender Lehrer ebenfalls wieder seine eigenen Prüfungen zu bestehen hat. Und je mehr er im Geistigen schon erreicht hat, je höher er geistig steht, desto schwerer werden die Aufgaben sein, die er im menschlichen Dasein zu erfüllen hat. Darum sollte sich ein wahrer Christenmensch klar darüber sein: Wenn es in seinem Leben nicht immer so vorwärtsgeht, wie er es gerne haben möchte – und er selbst weiss nicht, warum er diesen Weg gehen muss, er selbst kennt die Gründe oder die Lenker seines Schicksals nicht –, so sollte er als gläubiger Christ Kraft holen bei Christus. Christus sagte doch, man solle sein Kreuz auf sich nehmen und ihm nachfolgen (Mat. 16, 24). Dies will heissen: In jener Zeit, als Christus diese Worte sprach, war der Kreuzestod eine übliche Todesstrafe, und es war üblich, dass die Verurteilten ihr Kreuz ein Stück weit selber tragen mussten. Christus sah doch dieses ihm bevorstehende Geschehen umso deutlicher vor sich, je mehr sich die Erfüllung seines Auftrags näherte. Er wusste um die Schwere dieses Auftrags, und so wollte er doch die Seinen trösten. Er sprach zu ihnen: “Folget mir nach. Wollt ihr mit mir ins Himmelreich eingehen, so müsst ihr mir nachfolgen. Ihr müsst fähig sein, das auf euch zu nehmen, was auch ich als Mensch für euch getan habe. Folget mir nach.” Mit diesen Worten ist nicht die Schwere seines Auftrages gemeint, sondern seine Duldsamkeit, seine Liebe zu den Menschen trotz all seiner Leiden. In seinen grössten Schmerzen, in seinem grössten Leid bat er noch den Vater: “Verzeih ihnen doch, sie wissen ja nicht, was sie tun.” Könnte das wohl auch ein Mensch sagen, wenn ihm schwerstes Leid zugeführt wird?
So gibt aber die Geisteswelt Gottes unter der Führung Christi dem Menschen die Möglichkeit, nach seiner Kraft zu wirken. Es steht ihm so viel Kraft zur Verfügung, dass er die Möglichkeit hat, seine Aufgaben zu erfüllen. Von keinem Menschen wird mehr verlangt, als er fähig ist zu leisten. Der Mensch soll versuchen, mit seinen geistigen Augen in die Zukunft zu schauen. Und so vermag er dann auch Kraft zu empfangen und die Hilfe herbeizuholen. Er soll sie herbeibitten, denn sie wird ihm gegeben. Wer für den Himmel wirbt, wer für den Himmel lebt, wird von den Bewohnern des Himmels gesehen. Man führt und man lenkt ihn, und man steht an seiner Seite und breitet die Hände aus, wenn er als Geist dem Geist Gottes gegenübersteht. Wie ist er dankbar und froh, geführt zu werden in der neuen Welt und kein Fremdling zu sein.
So, liebe Geschwister, versucht, über all das, was ich euch stets schon gesagt und euch auch in dieser Stunde dargelegt habe, nachzudenken. Versucht, euch nach den hohen Zielen des Lebens auszurichten und zu überwinden, was überwunden werden muss.
So, liebe Geschwister, wir sind in eurer Nähe. Wir scheiden nicht aus eurer Nähe – es sei denn, ihr verwerft uns. So behüten wir euch und beschützen euch, so gut es uns möglich ist. Mit eurem Willen und mit unserem Willen wollen wir eins werden für die hohen Ziele geistigen Lebens.
So möge Gottes Segen euch begleiten, behüten und beschützen. Gott zum Gruss.
Vortrag von Geistlehrer Josef vom 12.6.1976 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im grossen Saal des Musikkonservatoriums Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)
Josef, 18. Januar 1969 (Ausschnitt)
Untugenden wie Unzufriedenheit, Geltungsdrang und Streitsucht können meist nicht in einem einzigen Erdenleben abgelegt werden; man wird daher so lange mit denselben Schwächen und Untugenden wiedergeboren werden, bis man sie vollständig überwunden hat – bis das Innerste geläutert ist. Wohl ist es ein weiter Weg zur Harmonie, aber für einen jeden möglich, dies zu erreichen.
Josef: [...] Liebe Geschwister, Wiedergeborenwerden, Wiedergutmachen, ist doch wohl etwas Bedeutendes. Erst wenn der Mensch die Erkenntnis von der Wiedergeburt erfasst, kann er Gottes Weisheit und seine grosse Güte richtig erkennen. Er kann aber auch sich selbst besser kennenlernen, sein Innerstes selbst ergründen, warum es denn notwendig ist, wiedergeboren zu werden. Er kann überlegen, warum man nicht nur in der Geisteswelt Gottes den Aufstieg antreten kann. Wenn ihr darüber nachdenkt, dass in der Jenseitswelt andere Verhältnisse sind als hier, so sind dort auch die Möglichkeiten verschiedener Untugenden nicht gegeben. Denn in der Geisteswelt Gottes ist eine gestrengere Ordnung, als ihr sie hier habt. Es ist ein ganz anderes Leben, und somit können verschiedene Untugenden nicht zum Ausdruck kommen. Wohl können sie im Wesen des Einzelnen schlummern – sie sind also noch nicht überwunden.
Nehmen wir als Beispiel einen verstorbenen Menschen, der nun, sagen wir, ein unzufriedener Mensch und streitsüchtig war. Ich möchte diese beiden Dinge betonen, weil solches bei euch Menschen häufig vorkommt – Unzufriedenheit findet man bei Arm und Reich. Diese Untugend ist also nicht abhängig vom irdischen Besitz. Ein reicher Mensch kann sehr unzufrieden sein und noch streitsüchtig dazu, aber auch ein armer Mensch kann es in selbem Masse sein. Wenn nun ein solch Unzufriedener stirbt und in die geistige Welt hinübertritt, wird dort diese Unzufriedenheit anfangs auch zum Ausdruck kommen. Der Betreffende wird dann einer Arbeit zugeführt, die er unter strenger Aufsicht gewissenhaft auszuführen hat. Und da er im geistigen Reiche erkennt, dass es nur eine Macht gibt, die regiert, und dass diese Macht Gott ist, wird er eher bereit sein, sich zu fügen. Unter diesen Umständen ist es ihm ja nicht möglich, die Unzufriedenheit in dem Masse zum Ausdruck zu bringen wie im menschlichen Leben.
Im menschlichen Leben kann sich einer mit Unzufriedenheit, mit Streitsucht arg belasten, denn die Unzufriedenheit des Menschen ist eben nahe bei der Streitsucht. Wenn nun Menschen durch ihre Unzufriedenheit andere Menschen belästigen und kränken, fügen sie dem andern Leid zu, und womöglich belasten sie diesen damit, denn er wird manchmal hinuntergerissen – und dieses ist nicht gut, denn nicht jeder ist stark genug, mit den Schwächen des Mitmenschen fertigzuwerden.
Wenn nun ein Mensch so unzufrieden ist, hat das verschiedene Gründe. Betrachten wir seine Seele näher, dann stellen wir fest, dass verschiedene Begierden in der Seele eines solchen Menschen sind. Er hat einen Geltungsdrang, den er nicht zum Ausdruck bringen kann – er fühlt sich ständig zurückgesetzt, benachteiligt. So ist er der Meinung, er komme zu wenig zur Geltung, er würde von den Mitmenschen nicht anerkannt, wie er es wünscht. So steigert sich in ihm diese Unzufriedenheit. Man schenkt ihm nicht die Komplimente, die er gerne hören möchte. Würde man ihm ständig Komplimente machen, ihm ständig schmeicheln, könnte seine Unzufriedenheit gemildert werden. Doch ist dies eben auch nicht immer der Fall, dass Menschen da sind, die bereit sind, tagein, tagaus dem andern zu schmeicheln. Und so verstärkt sich diese Unzufriedenheit. Man weiss nicht, warum man unzufrieden und unglücklich ist. Und weil man eben unzufrieden ist, hat man schnell die Möglichkeit geschaffen, mit einem andern zu streiten. So sind Streitsucht und Unzufriedenheit nahe beieinander. Daher kann sich ein Mensch sehr schwer damit belasten, wenn er nicht die Kraft findet, den Weg zum höheren Leben zu finden, ein zufriedenes Leben zu führen und sein Denken und Wollen so zu gestalten, dass es ihm Harmonie bringt.
Nun, wenn so viele Untugenden beisammen sind, ist es schwer. Solche Menschen nehmen diese Untugenden eben mit ins andere Leben hinüber, und dort werden sie bestraft für das, was sie falsch gemacht haben. Ich betonte schon: Die Unzufriedenheit kann in der geistigen Welt nicht in dem Masse zum Ausdruck kommen, und auch der Streitsucht wird dort ein Riegel geschoben. Dafür stehen Engel Gottes da und sondern jene ab, die die Nächsten unglücklich machen wollen, da sie mit ihnen zu streiten anfangen. Daher kann dieses in der Geisteswelt nur oberflächlich überwunden werden.
Wenn nun die Geisteswelt Gottes über einen solchen urteilt, weiss sie ganz genau, dass es für einen solchen Geist nur eine Möglichkeit gibt: Er muss im nächsten Leben wiederum versuchen, diese Untugenden zu überwinden. Denn die Schwächen sind während seines Aufenthaltes in der Geisteswelt nicht weggeräumt worden – sie sind nur oberflächlich verschwunden, da er nicht so sehr die Möglichkeit hatte, seine Unzufriedenheit zu zeigen.
Das irdische Leben bringt andere, grössere Schwierigkeiten, und so kann man eben unzufrieden und streitsüchtig werden. Das menschliche Leben hat also viel schwerere Prüfungen, die bestanden werden müssen. Wenn man aber diese schweren, bedeutenden Prüfungen bestanden hat, dann sind diese Untugenden auch im Geistigen überwunden. Sie sind für das betreffende Geistwesen gar kein Problem mehr, und es kann später nur noch dann und wann zu einem oberflächlichen Straucheln kommen.
Nun ist es so, dass man mit denselben Schwächen wiedergeboren wird und dass dann die Verhältnisse eben in ähnlicher Weise sein werden – auf jeden Fall so, dass die Möglichkeit vorhanden ist, sein Inneres zum Ausdruck zu bringen: Entweder zeigt man, dass man überwunden hat, oder man lebt mit denselben Schwächen weiter. Man wird also so lange mit denselben Schwächen wiedergeboren werden müssen, bis man es fertiggebracht hat, sie zu überwinden. Erst dann, wenn sie überwunden sind, fängt jene Stufe der Harmonie an – ist doch dadurch das Innere des Wesens geläutert worden, und man tritt auf den Weg der Vollkommenheit. Wie lange mag es dauern, bis es so weit ist?
Ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, wie bedeutungsvoll die Erziehung junger Menschen ist; denn dieser Keim der Unzufriedenheit und der Streitsucht ist ja schon im jungen Menschen drin. Wenn Eltern wachsam sind, können sie diese Schwächen unterbinden. Erziehen Eltern ihre Kinder im wahren christlichen Sinne, so werden sie ihnen eine Stütze und helfen ihnen, die Schwächen auszumerzen. Es ist also auch eine Aufgabe der Eltern, die Kinder zu führen, denn die Eltern werden, was die Erziehung ihrer Kinder betrifft, ebenfalls zur Rechenschaft gezogen. Daher können Eltern und Erzieher eine ganz bedeutende Rolle spielen. Was junge Menschen mit ins Leben hinausnehmen, ist sehr wichtig. Gute Erinnerungen an ihre Erzieher und Lehrer, gute Erinnerung an ihre Eltern sind stets wichtig für ihr zukünftiges Leben.
Wenn aber die Schwächen trotz des Eingreifens der Eltern nicht überwunden werden und später wieder voll und ganz zum Ausdruck kommen, so kann den Eltern dafür kein Vorwurf gemacht werden. Aufgabe der Eltern ist es, das heranwachsende Kind zu stützen und ihm die Möglichkeit zu geben, seine Schwächen zu überwinden. Hört es nicht auf die Eltern, hat es dafür selbst die Verantwortung zu tragen.
Es kommt sehr oft darauf an, wie tief diese Unarten in der Seele sind. Sind sie nicht besonders tief, vermögen eben Eltern und Erzieher solche Schwächen auszumerzen; sind aber diese Begierden und Untugenden so tief in der Seele verankert, weil dieses menschliche Wesen von den untersten Stufen aufsteigt, dann vermögen weder Eltern noch Erzieher einen bedeutenden Einfluss auf ein solches Kind zu nehmen. Es muss auch hier unterschieden werden.
Man kann zu seinem eigenen geistigen Fortschritt viel beitragen – es braucht dazu die Überlegungskraft. Und wer eine Bindung zu Gott hat, sollte doch mit der Zeit mithilfe des Gebetes die Schwächen überwinden können. Man sollte, wenn man um solche Schwächen weiss, seine Mitmenschen oder seine Allernächsten bitten: “Mache mich darauf aufmerksam, hilf mir, und sei nachsichtig – ich will diese Schwächen überwinden.” Wenn einem nun dies ein Mensch auf diese Weise mitteilt, dann soll man sich seiner annehmen und ihm durch Zusprache, durch Erklärungen helfen, die Schwächen zu überwinden. So ist es eben möglich, einen Schritt vorwärtszukommen.
Doch wehe jenen, die nicht zuhören können und für die solche ermahnenden Worte nichts gelten – jene, die ihr ganzes Leben bis zur letzten Stunde in dieser Unzufriedenheit und Streitsucht lebten. Sie werden in der Geisterwelt Gottes darüber aufgeklärt werden, dass sie es wiedergutmachen müssten und dass es für sie nicht leicht sei.
Aber nicht nur das allein werden sie hören – jene Wesen befinden sich in der göttlichen Welt in keinem harmonischen Zustand. Wenn ein solches Wesen im irdischen Leben keine Zufriedenheit kannte, wird es im Geiste verschiedene Lücken zeigen. Denn durch seine Belastung, die es in die geistige Welt mitgenommen hat, wird es auch keine hohe Stufe einnehmen. So kommt es gleich von Anfang an in eine bedrängte Lage hinein.
Wenn aber Menschen darum wissen, dass sie alles wiedergutmachen müssen, was sie falsch getan haben – warum lebt man dann so leichtsinnig in den Tag hinein und macht dieselben Fehler mit ‘gutem Recht’ weiter? Ja, man hält sogar manchmal noch etwas darauf und bekennt sich mit Stolz zu seinen Schwächen und Fehlern. Es ist eine Schande, wenn man es nicht fertigbringt, diese Schwächen zu überwinden. Man hat doch die Erkenntnis: “Was ich jetzt in meinem Leben nicht fertigbringe, habe ich bei meiner Einkehr bei Gott wiedergutzumachen; ich werde mit denselben Schwächen ein neues Leben auf mich nehmen müssen und werde wieder neuen, schweren Prüfungen entgegengehen.” Ein Mensch, der nur einigermassen intelligent ist, überlegt es sich doch gut und sagt sich: “Ich will mir Mühe geben, meine Schwächen zu überwinden.”
Ein geistig ausgerichteter Mensch sollte doch täglich daran arbeiten, sich zu verbessern, sich innerlich zu heben, sodass er in ein harmonisches Verhältnis mit dem Mitmenschen und mit Gott kommt. Ihr werdet doch stets auf die Wesensgleichheit mit Gott hingewiesen – versucht doch, in eine Wesensgleichheit mit ihm zu kommen. Ihr werdet dafür von euren Mitmenschen geliebt und geachtet werden. Sie werden euch den Respekt geben, der euch gehört.
Überlegt einmal, wie gut es Gott wahrlich meint: Der Himmel muss doch rein werden; denn die aufsteigenden Geistgeschwister müssen doch, wenn sie in diese höchsten Ebenen hineinkommen, in ihrem vollkommenen Glanze sein. Sie müssen alle Schwächen überwunden haben, wenn sie in das göttliche Licht eingehen und eins werden mit ihm. Denn wie ich betonte, trägt jeder einen Funken vom Lichte Gottes in sich. Dieser Funke soll sich mit dem grossen Licht, dem grossen Meer von Lichtern, verschmelzen. Wohl ist es noch ein weiter Weg dazu, aber es ist kein unmöglicher Weg. Ihr müsst das Erklärte erreichen, und um dies erreichen zu können, werdet ihr ständig wieder ein Leben nach dem andern auf euch nehmen und eine Prüfung nach der andern bestehen müssen.
Die Erkenntnis um dieses Wissen sollte doch einen hohen Wert haben – die Geisterwelt Gottes weiss wohl, wie schwer es ist, unter Menschen zu leben, und wie schwer es ist, Menschen zu verstehen. Doch der eine oder andere besitzt die Kunst, grosses Verständnis für den andern zu zeigen und eine Leuchte in seiner Umgebung zu sein.
So, liebe Geschwister, denkt darüber nach. Fragt euch selbst, wo ihr steht. Seid ehrlich mit euch selbst, und fragt euch, welche Untugenden und Schwächen ihr noch besitzt. Ihr müsst diese Schwächen und diese Untugenden, die ihr habt, Gott erklären. Bittet Gott, er möge euch die Kraft geben, sie zu überwinden. Und er wird seine Getreuen aussenden, damit jene Bittenden die Kraft bekommen und ihnen geholfen werden kann. Denn dank dem Gebet wird sich die göttliche Welt euer annehmen, wenn dieses Gebet und euer Flehen aus der Tiefe des Herzens kommt.
So möget ihr alle gesegnet sein. Möget ihr, so ihr krank seid, gesunden an Leib und Seele. Gott zum Gruss.
Ausschnitt aus dem Vortrag von Geistlehrer Josef vom 18.1.1969 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im grossen Saal des Musikkonservatoriums Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)
Lene, 19. Juni 1963 (Ausschnitt)
Welcher Vorbereitungen bedarf es, damit ein Geistwesen wieder als Mensch auf Erden geboren werden kann? Geistlehrerin Lene unterrichtet über die sorgfältige Betreuung, die die Gotteswelt ihren Geschwistern angedeihen lässt, die für ein neues Erdenleben gezeichnet sind. Geister Gottes führen diese Wesen zur Umwandlung, berechnen die Bahnen, in welche sie hineingelenkt werden sollen, und öffnen ihnen den Weg zu einer geeigneten werdenden Mutter.
Lene: [...] Liebe Geschwister, ich möchte einmal auf die Umwandlung jener Wesen zu sprechen kommen, die für ein neues Erdenleben vorbereitet werden. Schon öfters haben einige von euch den Wunsch geäussert, etwas darüber zu erfahren, und wir sagten euch immer: “Wenn es Zeit ist, werden wir gerne darüber reden.”
Wenn nun eines der Geschwister für das neue Erdenleben vorbereitet wird, wird es fürs Erste innig betreut von seinem geistigen Begleiter wie von jenen, die die Aufgabe der Umwandlung für das neue Erdenleben an ihm erfüllen müssen. Es gibt eine innigere Verbundenheit mit dem Schutzgeist und den geistigen Führern, also mit jenen, die dann den Betreffenden im Leben beaufsichtigen werden. Diese innige Verbundenheit erlebt man aber nur von einer bestimmten Stufe an aufwärts.
Zu sehr belastete Wesen können diese innige Verbindung nicht erhoffen – sie würden sie ja auch nicht schätzen. Es gibt also auch noch eine andere Vorbereitung – ich möchte fast sagen: eine gewaltsame Vorbereitung. Es ist natürlich für das Wesen selbst sehr bedeutend, wie es vorbereitet werden kann. Wenn man vorher mit seinem zukünftigen Schutzgeist in inniger Verbindung stehen darf, dann ist es auch etwas Erfreuliches, obwohl man als Mensch wohl selten den Schutzgeist schauen darf. Schauen können ihn Menschen mit einer bestimmten Medialität; sie vermögen ihn vielleicht auch nur zu fühlen. Aber auch das sind wiederum nur Einzelfälle.
Wenn aber die Vorbereitung in einem innigen Verhältnis vor sich geht, versuchen die Engel dem fürs neue Erdenleben Gezeichneten so viel wie möglich an wirklicher Kraft zu geben. Wohl werden sie ihn wieder verlassen müssen, doch ihre guten Wünsche begleiten ihn. Nun versuchen sie von den Stationen, die schon in der Jenseitswelt für ihn gezeichnet wurden, zu sprechen. Es ist aber nur ein Versuch, den man unternimmt, denn man weiss nicht genau, in welche Lage er als Mensch kommen und wie er seine Aufgaben erfüllen wird.
Nach Beendigung dieses geistigen Zusammenseins im Jenseits und in dieser innigen Freundschaft wird das für das Erdenleben bestimmte Wesen an einen Ort geführt, wo nur solche zusammenkommen, die eben die Umwandlung über sich ergehen lassen müssen. Sie vollzieht sich nicht etwa in einer Läuterungssphäre, sondern man wird dazu an eine besondere Vorbereitungsstätte geführt, wo man für das neue Erdenleben vorbereitet wird. Es gibt deren sehr viele in allen Stufen – aber ein solcher Ort, wo auch viele Engel Gottes zusammenkommen, ist besonders gezeichnet.
Dorthin bringt man die Wesen und bettet sie zur Ruhe. Man versetzt sie in einen Schlafzustand, in dem sich die Umwandlung vollzieht. Nun muss ja so vieles abgeklärt und abgestimmt werden. So bleiben diese Wesen manchmal auch längere Zeit dort; für sie sind die Himmelsboten bestimmt, die genau die Bahnen öffnen und die Wege vorbereiten. Man muss nun in der irdischen Welt eine geeignete Mutter finden, die ein werdendes Kindlein in sich trägt, und man wird ihre Verdienste oder Belastungen prüfen. Dazu braucht es wieder Geister Gottes, denn dementsprechend wird ja auch ihr Kind zum Teil belastet sein – zum Teil. Das wisst ihr auch. So wird die Geisterwelt Gottes die Bahnen ebnen; es muss der Weg zur irdischen Welt geöffnet werden, und zwar werden die Engel Gottes zuerst die Mutter begleiten, sie mit einem odisch-magnetischen Mantel umgeben. Sie werden sie darin einhüllen. So ist also auch schon das werdende Kindlein im Mutterleibe von einem solchen Mantel umgeben. Die Engel Gottes haben diesen odisch-magnetischen Mantel aus den Kräften der Erde selbst aufgebaut; es muss eine Anpassung an die irdische Schwingung vollzogen werden.
Das Kindlein im Mutterleibe wächst – die Mutter nimmt Nahrung zu sich. Sie nimmt die Nahrung auch als odisch-magnetische Kraft, also in verfeinertem Zustand, zu sich. So werden also Engel Gottes diesen odischen und magnetischen Mantel herstellen. In der Geisteswelt muss nun derjenige Geist, der dazu bestimmt ist, in den Kindesleib einzugehen, mit diesem odischen Mantel in Verbindung gebracht werden. Man knüpft sozusagen die Fäden. Dieselben Geister Gottes sind es, die diese Kraftfäden ziehen und abstimmen, wer zu wem zu gehen hat. Somit gibt es eine Anziehungskraft. Wenn das Wachstum des Kindleins im Mutterleibe fortschreitet, wird der Geist angezogen, und es vollzieht sich dann die Einhüllung des Geistes.
Man darf aber nicht der Auffassung sein, dass von diesem Wesen, das im Umwandlungsschlafe liegt, etwa nur eine Verbindung besteht. Es ist wohl ein Faden dazu bestimmt, dass es zu einer irdischen Einhüllung kommt, doch sind noch verschiedene Fäden geknüpft, nämlich zu einer anderen Mutter. Diese Fäden können zwar locker sein. Denn es kann auch irgendein Missgeschick geschehen, wenn zum Beispiel das werdende Kindlein nicht fähig ist, einen Geist aufzunehmen, weil sein Wachstum behindert oder irgendwie gestört worden ist, sodass es also nicht zu einer Einkleidung kommen kann. So wird dann eben dieser Geist, der für diesen Kindesleib bestimmt war, dort einverleibt werden, wo die ähnlichsten Verhältnisse sind.
Es ist also vielseitig dafür gesorgt, und sollte da eine Einverleibung nicht möglich sein wie vorgesehen, dann wird eben der andere Weg eingeschlagen, der dem einzuverleibenden Geist die ähnlichsten Verhältnisse bietet. Das zu erklären, ist auch notwendig, damit ihr nicht der Auffassung seid, es würde nur gerade ein bestimmter Weg geebnet.
Nun erwartet die Geisterwelt Gottes bei der Mutter, zu der sie mit Umsicht die richtigen Bahnen anknüpft, eine grosse Aufgabe: Es muss das Gesetz erfüllt werden. Das geistige Gesetz darf nicht verletzt werden, es gibt kein Vorgehen aufs Geratewohl, sondern es ist alles wohldurchdacht. Die Geister des Himmels gehen wohlbesonnen vor.
Wenn nun Geister Gottes am Fortschritt eines ganz bestimmten Wesens besonders interessiert sind, werden sie natürlich auch dementsprechend die Bahnen ebnen. Es muss für die Zukunft des werdenden Menschen für günstige Einflüsse vorgesorgt werden – so viel spielt da zusammen. Denn dieses Band der gegenseitigen Anziehung, von dem ich gesprochen habe, ist ja von einer solchen Kraft und hat die Fähigkeit, von verschiedenen Seiten Kräfte und Einflüsse aufzunehmen. Es ist also von Bedeutung, in welcher Weise diese Fäden geknüpft worden sind.
Ihr versucht manchmal auch durch Horoskope etwas über euch, über eure Zukunft zu erfahren, und ihr stellt Berechnungen an aufgrund eurer Geburtsstunde. Dies geschieht nicht zu Unrecht, da die Einflüsse, die für das Schicksal des Menschen während seines ganzen Lebens von Bedeutung sind, davon abhängen. Der Mensch trägt seinen odischen Mantel durch das ganze Leben, so wie ihn die himmlischen Wesen gestaltet haben. Und dieser odische Mantel ist von einem Menschen zum andern verschieden. Trotzdem findet sich für jeden auf wunderbare Weise ein Anschluss.
Ich sagte vorhin, wenn Geister Gottes am Aufstieg eines Wesens interessiert sind, werden sie ja auch noch etwas Besonderes dazu beitragen. Sie werden sich für diese günstigen Einflüsse einsetzen und sogar das vorbereitete Wesen so lange umgeben, bis sie den Moment berechnet und erfasst haben, wo das Wesen wiedereinverleibt werden soll.
Ihr Menschen belächelt manchmal solche Horoskope. Freilich vermögen die Menschen es nicht so zu erfassen, und es ist wie bei allem: Auch beim Schönen und Edlen kann Unfug getrieben werden. Das ist es dann, was das Hohe und Edle erniedrigt, weil in solchen Fällen dieses Forschen von oberflächlichen Menschen betrieben und oberflächlich behandelt wird. Es stimmt aber, und man kann sagen, dass alle Menschen entweder unter einem guten oder einem weniger guten Stern stehen. Es sind die von den Engeln zusammengezogenen Strahlen und Einflüsse, die von der Einverleibung an den Menschen durchs Leben begleiten.
Nun werdet ihr euch Gedanken darüber machen, dass – wenn ein Wesen Besitz ergriffen hat vom Kindesleib – der umgewandelte Geist nicht mehr die Gestalt eines erwachsenen Geistes hat, so wie sie war, als er als erwachsener Mensch in die Geisteswelt eingetreten war. In der Vorbereitungs- und Umwandlungszeit, also vor der Geburt, wird der umzuwandelnde Geist ja wie in eine Narkose gelegt oder in einen tiefen Schlaf versetzt. Dann wird es zustande gebracht, dass die Gestalt diese kleine Form annimmt. Stirbt ein solches Kindlein wieder, so gelangt dieser kleine Geist ins Kinderparadies und wird dort erzogen. Sonst würde man ja keine Kinderparadiese brauchen. Mit dieser Umwandlung bewerkstelligt man also, dass die Gestalt verkleinert wird, sodass es dem einzuverleibenden Geiste möglich wird, in diesen kleinen Menschenleib einzudringen und mit ihm heranzuwachsen.
Nun, liebe Geschwister, habe ich euch heute als besondere Meditation diesen Einblick gegeben und damit neue Möglichkeiten, Fragen zu stellen. Man wird von unserer Seite bestimmt bereit sein, sie zu beantworten. Denn wir wussten, dass ihr euch schon längst mit diesen Problemen beschäftigt habt.
Nun noch etwas zu eurem eigenen Aufstieg. Wenn ihr in eurem Leben hier gottgefällig zu wirken versucht, dann werdet ihr auch dementsprechend eure besseren und höheren Geister bekommen, die euch begleiten. Sie werden euch treu sein, und sie werden euch mit jenen Geschenken beehren, die für euren Aufstieg notwendig sind. Und wenn es wieder zu einer menschlichen Geburt kommen müsste, werden sie euch begleiten. Sie werden versuchen, euch in jene glücklichen Bahnen zu führen, sodass es euch ermöglicht wird, ein gutes Leben unter einem guten Einfluss zu leben. Denn die himmlische Welt hat viele Möglichkeiten, den Menschen zu stützen und zu führen, oder sie kann an ihm eine gewisse Gleichgültigkeit bezeigen. Das wird nur da getan, wo Menschen selbst auch gleichgültig dahinleben. Wem es nicht gleichgültig ist, was mit ihm geschieht und wie er lebt, der weckt auch das Interesse der höheren Geisteswelt für sich.
So, liebe Geschwister, kehre ich wieder zurück. Ich überlasse euch alle dem Segen Gottes. Gott zum Gruss.
Ausschnitt aus dem Vortrag vom 19.6.1963 von Geistlehrerin Lene durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Erstveröffentlichung in der Zeitschrift Geistige Welt)
Ausschnitt aus dem Vortrag vom 22.1.1972 und Fragebeantwortungen von Geistlehrer Josef
Josef: Liebe Geschwister, wer die Wiedergeburt bejaht, möchte in vielen Fällen auch gerne wissen, wie sein vorheriges Leben aussah – wo er gewesen ist, wer er war. Das zu wissen, ist für das geistige Heil des Menschen ganz unwichtig. Gott hat eine wunderbare Ordnung – seine Gesetze sind so wunderbar, seine Weisheit ist so gross. Es ist gut eingerichtet, dass der Mensch nicht erkennt, wo er im früheren Leben gewesen ist und wer er war. Wenn er beispielsweise ein König gewesen wäre, würde er in seinem folgenden Leben ständig darauf anspielen und möchte auch dementsprechend behandelt werden. Während er noch auf den Lorbeeren, die ihm einst gegeben wurden, ausruhen würde, könnte anderseits jener Mensch, der womöglich ein Mörder oder sonst ein Verbrecher gewesen ist, enttäuscht werden und sich geplagt fühlen, wenn er erfahren müsste, wer er gewesen ist und was er getan hat. Das wäre für sein Seelenheil sicherlich nicht von Nutzen und bestimmt nicht gut, denn er würde nämlich darunter leiden. So hat es Gott ermöglicht und so eingerichtet, dass in einem neuen Menschendasein für einen jeden ein neuer Anfang geschaffen ist – so wie es heisst: “Für Gott gibt es kein Ansehen der Person.” Jedem, der wiedergeboren werden muss, soll die Möglichkeit eines neuen Anfangs gegeben werden. Er soll nicht wissen, wer er einst gewesen ist oder wo er gelebt hat, damit ihm dieses Wissen nicht hinderlich wird für seinen geistigen Aufstieg.
Es gibt Menschen, die eine bestimmte Zuneigung zu einem gewissen Land haben. Sie lieben die Mentalität dieser oder jener Völker und fühlen sich verbunden mit diesem oder jenem Volk. Es kann durchaus sein, dass innerlich – im Geiste des Menschen – noch etwas davon vorhanden ist, was er einst gehabt hat und wo er lebte. Es können sich bei einzelnen Menschen auch gewisse Fähigkeiten, die sie schon im früheren Leben hatten, in einem folgenden Leben noch mehr entfalten und zum Ausdruck kommen. Es kann aber auch sein, dass einem Fähigkeiten plötzlich genommen werden, die im letzten Leben vielleicht sogar in hohem Masse und in aller Grösse vorhanden waren. Er darf diese Fähigkeiten aus irgendeinem Grunde in einem folgenden Leben nicht mehr besitzen. Er darf sie dann nicht mehr besitzen, wenn jene Fähigkeiten ihm nicht zum geistigen Fortschritt verholfen haben und er sich womöglich dadurch belastet hatte. Auch hier gibt es beim einzelnen Menschen ein Eingreifen der Geisterwelt Gottes. Im Grunde genommen ist es ja so, dass jeder Mensch auf irgendeinem Gebiete bedeutendes Können, bedeutende Fähigkeiten hat und dass diese erst dann wieder in der ganzen Grösse zum Vorschein kommen können, wenn man sich allgemein im Geiste auf eine erhöhte Stufe emporgehoben hat und wieder in jene geistigen, göttlichen Ebenen eintritt, wo diese Fähigkeiten zur Verherrlichung Gottes ausgeübt werden.
Im Grunde genommen darf jeder Mensch stolz auf die Fähigkeiten sein, die in ihm schlummern. Er muss sie in seinem gegenwärtigen Leben nicht einmal kennen, aber das Bewusstsein, solches im Innersten auch zu besitzen, soll ihn beglücken und ihm Hoffnung und Freude geben – dass es bei ihm zu einem späteren Zeitpunkt auch verwirklicht wird. Vielleicht wird da einer mit etwas Neid auf den andern blicken, wenn er erkennt, dass jener besondere Talente hat. Ein solcher mag eben schon zu diesen Talenten gekommen sein. Ich habe es auch schon betont, dass Fähigkeiten nicht unbedingt mit der persönlichen geistigen Entwicklung zusammenhängen. Man kann nämlich grosse Fähigkeiten besitzen und geistig auf einer niederen Stufe stehen. Es kann aber geschehen, dass diese Fähigkeiten in einem folgenden Leben nicht mehr zur Entfaltung kommen, weil dann die Geisteswelt Gottes einschreiten wird.
Für den Geistesmenschen ist es so wichtig, zu erkennen, wie man zu leben hat und was für die Gotteswelt von Wichtigkeit ist. Wenn aber nun mancher denkt: “Wenn ich wüsste, wer ich im früheren Leben gewesen war, dann könnte ich mich ja dementsprechend einstellen oder umstellen.” Darauf möchten wir antworten: Dies alles sind Ausreden; es ist vielmehr die Neugierde, die da lockt. Deshalb hatte ich anfangs erklärt: Es ist für das geistige Heil des Menschen ganz unbedeutend, über das letzte Leben etwas zu wissen. Bedeutungsvoll ist, zu wissen, wie man leben muss und auf welche Art und Weise man diese geistigen Höhen erreicht. (Ausschnitt aus dem Vortrag vom 22.1.1972)
Lieber Josef, ist der Übergang in ein erneutes Erdenleben für den betreffenden Geist etwas Unangenehmes?
Josef: Eine Anzahl Geistwesen von der gleichen Entwicklung bilden jeweils eine Familie oder einen kleinen Plan. Wenn nun die Zeit zur Wiedergeburt eines Wesens heranrückt, wissen dies alle, die auf diesem Plane sind, so wie wenn man weiss, dass ein alter kranker Mensch bald aus dem Leben scheiden wird. So ist es bei diesen Wesen; sie wissen genau, wann die Zeit kommt. Es wird auch Abschied voneinander genommen, und jene anderen Wesen geben dann dem Scheidenden gute Ratschläge und Geschenke mit. Diese Geschenke sind auch dergestalt, wie wenn bei euch eine Mutter anlässlich der Geburt beschenkt wird. So geschieht es auch in der geistigen Welt. Ich will damit nicht sagen, dass die Einverleibung etwas Unangenehmes sei; das zur Wiedergeburt bestimmte Wesen wird allmählich in einen Schlaf versetzt. Es wird dann den Übergang überhaupt nicht spüren – nicht wie ein Mensch, der, wenn er stirbt, zuweilen ein Zerren oder Schmerz verspürt. Für die anderen Geistwesen auf diesem Plane bedeutet es hingegen eine gewisse Trauer, wenn nun dieser oder jener Geist, der nun ein Erdenleben zu verbringen hat, nicht mehr in ihrer Mitte weilt. Es stellt sich dann die grosse Frage: Wird er denn auch alle Prüfungen bestehen? Wie wird er sein Leben bewerkstelligen? Es ist, wie wenn ein Student bei euch eine Prüfung zu bestehen hat und seine Eltern darüber verängstigt oder besorgt sind. Die Menschen haben eben diese Gefühle von der geistigen Welt übernommen und ihren Verhältnissen angepasst. (1950)
Lieber Geistlehrer Josef, wie lange dauert im Allgemeinen der Aufenthalt einer Seele in der geistigen Welt vom Tode bis zu ihrer Wiedergeburt?
Josef: Der Aufenthalt einer Seele in der geistigen Welt ist verschieden; es können bis zur Wiedergeburt hundert bis fünfhundert Jahre vergehen, es kann aber auch tausend Jahre gehen. Es gibt keine Bedingung, sodass man sagen könnte, es dauere so oder so lange. Alles geschieht nach den Gesetzen Gottes, so wie er es anordnet, dass diese Seelen wieder inkarniert werden.
Es geschieht von Fall zu Fall auf besondere Weise: Wenn zum Beispiel eine Seele in der geistigen Welt in ihrer Entwicklung nicht vorwärtskommt, also keine Möglichkeit hat, sich Gott zu nähern, kann die Gnade Gottes dahin gehen, dass er sie schon nach zwanzig Jahren auf diese Erde inkarnieren lässt. In der Regel werden heute die meisten Seelen nach dreihundert bis fünfhundert Jahren wiedergeboren. Ich betone aber, dass es nicht eine allgemeine Regel ist. Es geschieht auch je nach der geistigen Entwicklung des betreffenden Geistes. (1.6.1952)
Lieber Josef, kann man sagen, wie oft ungefähr der Geist als Mensch auf dieser Erde inkarniert werden muss?
Josef: Man kann nicht generell sagen, wie oft es geschehen muss. Das kommt ganz auf das Leben des Menschen an – wie er sich bemüht. Wenn er in kurzer Zeit viel zu überwinden vermag und geistig aufbaut, verkürzt oder erlöst er sich von diesem Wiederkommenmüssen. Es spielen hier so viele Faktoren eine Rolle, denn mitunter ist einem Geistwesen die Möglichkeit gegeben, sich im geistigen Reiche weiterzuentwickeln, wenn es als Mensch im irdischen Reiche grosse geistige Verdienste erworben hat. Man kann also nicht sagen, dass jeder Mensch soundso oft in diesem Erdenreich zu leben hat. Es kommt ganz auf seine Anstrengungen im Leben an. (2.3.1955)
Lieber Josef, wenn man nach Bibelstellen gefragt wird, die die Wiedergeburt belegen – welche ist die wichtigste?
Josef: Es ist schwer, Menschen, die nicht daran glauben wollen, auf diese Weise von der Wiedergeburt zu überzeugen. Ihr kennt ja die Worte, die Christus zum ungläubigen Thomas sagte. Diese Menschen verlangen nach Beweisen. Es können dem einen oder andern auch Beweise gegeben werden; aber wenn sie nicht glauben können, genügen ihnen die gegebenen Beweise nie.
So ist es für suchende Menschen sehr gut, wenn sie in ihren Gebeten darum bitten, dass Gott sie in ihrem Glauben stärke und dass sie selbst zu eigenen geistigen Erlebnissen kommen möchten. Dazu ist doch die Meditation dem Einzelnen wunderbar dienlich. In der Meditation soll er es mit der Zeit erahnen können, denn wer nicht glauben will, hat ja wieder die Möglichkeit, die betreffenden Bibelstellen anzufechten. Er sagt dann einfach, es könnte eine falsche Übersetzung sein, oder er sagt, es könnte so und anders heissen. Der Mensch muss also den Willen haben, daran zu glauben. Um das zu können, muss er, wenn er es nicht schon von innen heraus bejahen kann, selbst um Erleuchtung bitten und eben diese Meditation pflegen.
Der Mensch sollte doch, wenn er vom Erlösungsplan weiss, sich darüber klar werden, dass ein Erdenleben allein nicht genügen kann, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Freilich kann man sich auch in der jenseitigen Welt emporarbeiten, aber die Möglichkeiten dafür sind viel geringer als hier. Wer in die himmlische Heimat zurück will, muss rein und geläutert sein. Er muss durch viele Prüfungen und Enttäuschungen hindurchgegangen sein, denn dadurch wird der Geist gereift und für das höhere Leben gestärkt.
Wohl kann man die Menschen auf Bibelstellen verweisen, beispielsweise als die Jünger Jesus auf die Frage antworteten, für wen ihn die Leute denn halten würden: “Etliche sagen, du seist der wiedergeborene Elia.” (Mat. 16, 13 –14.) Es gibt verschiedene solcher Bibelstellen, doch möchte ich nicht im Besonderen weiter darauf hinweisen, weil ich erkenne – wenn der Mensch nicht glauben will, hat er so viele Ausreden. Hier gibt es nur eines: Suche und du wirst finden. (1958)
Lieber Josef, weshalb finden wir von Christus selbst, in den Reden zu seinen Zuhörern, nicht mehr Hinweise auf die Wiedergeburt?
Josef: Zu jener Zeit war es so, dass ein Grossteil der gläubigen Menschen an eine Wiedergeburt glaubte. So musste es eigentlich von Christus gar nicht besonders betont werden. Es gab seinerzeit Glaubensrichtungen, die an die Wiedergeburt glaubten. Es ist vergleichsweise so, wie es heute Naturvölker gibt, denen es doch ganz selbstverständlich ist, dass es eine Wiedergeburt gibt.
Anderseits waren zur Zeit Christi die Menschen wohl im Gottesglauben, aber dieser Glaube war etwas zerrissen. Christus erkannte doch all dies und wusste, dass er den Menschen noch vieles hätte sagen können. Deshalb sagte er ihnen seinerzeit: “Ihr könnt es heute noch nicht begreifen und verstehen, aber ich werde dafür sorgen, dass ihr über diese Dinge unterrichtet werdet.” Damit meinte er: “Ich werde den Geist der Wahrheit senden, der euch in alle diese Dinge einweihen wird.” (Joh. 14, 26 und 16, 12 f.) (Vorstandssitzung vom 12.1.1972)