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Cover der Zeitschrift Geistige Welt, Heft 3/2023 zum Thema Adam – der erste Mensch
Geistige Welt 3/2023
Adam – der erste Mensch
Beschreibung

Das letzte Themenheft handelte vom Paradies, vom ersten Plan zur Heimführung der einst aus dem Himmel gestürzten Geister. Es wurde dargelegt, wie Adam und Eva mit den Ihren in dieser geistigen Sphäre auf ihren Gehorsam gegenüber Gott geprüft wurden, sie die Prüfung jedoch nicht bestanden und das Paradies verlassen mussten.
In vorliegenden Heft geht es um den zweiten Plan zur Heimführung der Gefallenen, der ihre Rückkehr in die himmlische Heimat über einen beschwerlicheren, dafür aber sicheren Weg über die materielle Welt ermöglichen soll. Geistlehrerin Lene berichtet von der Erschaffung der Erde und auf welche Weise hohe Geister Gottes tätig wurden, damit Adam als erster Mensch auf der Erde Fuss fassen konnte. Sie zeigt auf, wie hart das Leben Adams war und wie ihn die Gotteswelt lehrte, was er für sein Überleben brauchte und für seine spätere Gefährtin und die Nachkommen vorzukehren hatte. Lene schildert zudem, wie die ersten Menschen schon bald auch Kontakt mit der niederen Geisteswelt pflegten, was fortan zu einem steten Kampf zwischen Gut und Böse führte.

Themenheft 3/2023: Adam – der erste Mensch

Inhalt
Der Weg zur Menschwerdung

Lene, 25. September 1974

Der Weg zur Menschwerdung

Das letzte Themenheft handelte vom ersten Plan der Heimführung der gefallenen Geister. Es erklärte die Bedeutung des Paradieses und der Prüfung seiner Bewohner. Es wurde dargelegt, wie diese Geistwesen unter der Führung von Adam und Eva ihre Prüfung nicht bestanden und das Paradies verlassen mussten. Nach diesem erneuten Fall ging die Gotteswelt daran, einen zweiten Plan zur Heimführung der einst aus dem Himmel gestürzten Wesen zu verwirklichen. Jetzt ging es darum, andere, neue Bedingungen zu schaffen, die allen Gefallenen die Rückkehr in ihre himmlische Heimat ermöglichen sollten. Lene berichtet in diesem Vortrag von der Erschaffung der Erde und auf welche Weise hohe Geister Gottes tätig werden mussten, damit Adam als erster Mensch auf dieser Erde Fuss fassen und leben konnte.

Lene: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, liebe Freunde, gestern habe ich wohl eure Gemüter etwas bewegt durch die Erklärungen, die ich euch gegeben habe [siehe den Vortrag von Lene vom 24. September 1974 im Themenheft 2/2023]. Ich habe euch aber von Anfang an versprochen, gewisse Lücken auszufüllen, die in der christlichen Lehre und in der Bibel, in den heiligen Schriften sind. So möchte ich es weiter tun – ich will es so weit tun, als es für euer Seelenheil von Nutzen ist.

Natürlich würde die Möglichkeit bestehen, die ganze Schöpfung noch viel genauer und ausgedehnter zu erklären, aber dazu reicht ja mir und auch euch die Zeit nicht. Ich versuche euch das darzulegen, was für euer gläubiges, christliches Leben notwendig und für euer Seelenheil bedeutsam ist. Ich weiss wohl – ich habe es selbst gehört, und anderseits ist es mir zugetragen worden –, man möchte so gerne dieses oder jenes wissen. Es ist menschliches Wissen, für die Seele aber ist solches ganz unbedeutend – ja ich möchte sagen, man sollte sich vielmehr auf das verlegen, was wirklich geistig von Wichtigkeit ist. Man sollte auch selbst darüber nachdenken und womöglich meditieren, ob es wichtig ist, dieses oder jenes zu wissen. Und dann kann ich euch auch verraten, dass es gewisse Dinge gibt, die ich euch nicht erkläre, mit Vorsatz – ich habe meine Gründe; doch vielleicht kommt die Zeit, wo ich es dann erklären darf.

Wenn ich mich mit meinen Geistgeschwistern etwas zurückziehe, dann reden wir auch über euch. Wir sehen ja eure Gedanken, und man hört die Gespräche mit an. Ich habe auch meine geistigen Berater, die mir empfehlen, dieses oder jenes, was weniger verstanden wurde, noch nachzuholen; dass es doch ratsam sei, auf genau dieses Gebiet mehr Gewicht zu legen und nicht von anderem lange zu erzählen. So höre ich zu, was man mir sagt, und je nachdem, wie es mir im Gespräch mit euch gelegen ist, werde ich die Wünsche meiner geistigen Geschwister erfüllen. Doch man überlässt es mir – man gibt mir einfach Hinweise und Ratschläge, was behandelt werden soll. Aber eines kann ich euch verraten: Wenn ich auf alle Wünsche, die mir von allen Seiten von meinen erhabenen Geistgeschwistern gegeben werden, eingehen müsste oder eingehen würde, dann müsste ich die ganze Nacht mit euch reden – und ich glaube, das würde euch und auch mir doch etwas zu viel.

Nun, ich möchte in meinen Ausführungen nicht weiter ausholen, sondern jetzt da weiterfahren, wo ich gestern mit den Erklärungen über den Schöpfungsplan aufgehört habe. Ich erklärte euch, dass Gott einen Weg geebnet oder geschaffen hat, damit all die Geistgeschwister, die ausgestossen wurden, wieder die Möglichkeit haben zurückzukehren. Dieser Gedanke wurde erst dann fest gefasst, und man fing an, es zu verwirklichen, als Adam die erste Prüfung [im Paradies] nicht bestanden hatte. Man war in Hoffen und Bangen, ob er diese Prüfung bestehen könnte. Gott aber traute diesem Adam nicht – das kann ich wohl schon ganz offen sagen. Hier hört ihr wieder die Bestätigung, dass es eben doch so ist, dass Gott seinen Wesen den freien Willen und die persönliche Entscheidungskraft gibt, selbst zu entscheiden, was man tun will und was man lassen will. Adam hatte eben diesen freien Willen zu entscheiden.

Nun, er hat die Prüfung nicht bestanden. Somit ging man in der Gotteswelt – ich kann nicht sagen in grosser Eile, aber eifrig – daran, die Geisteswelt für den Aufstieg vorzubereiten. Ich habe euch gesagt, dass sich ganze geistige Welten geleert haben und unendlich viele Geistwesen diese Himmel verlassen mussten, dass grosse Trauer herrschte. In der Hoffnung, dass es wieder möglich sein könnte, dass die Ausgestossenen zurückkommen, gingen die Zurückgebliebenen – also die Getreuen, die sich ganz besonders eng um ihren König geschart hatten – daran, die Vorbereitungen zu treffen, auch schon Vorbereitungen in der göttlichen Welt. In diesen einstmals seligen Sphären oder Ebenen in ihrer Pracht und Schönheit musste manches geändert werden. Und zudem ging es ja nun auch darum, die Erde zu gestalten. Das habe ich euch bereits erklärt, und darüber seid ihr schon längst unterrichtet worden, dass die Erde für neues Leben geschaffen werden sollte und dass man dementsprechend vieles tun musste, um Leben auf diese Erde zu bringen.

Nun, ich brauche nicht zu wiederholen, wie lange es gedauert hat, bis es mit der Erde nur einigermassen so weit war, dass Leben auf ihr überhaupt möglich wurde. Ich brauche euch auch dies nicht in dem Masse bis ins Einzelne zu erklären, kann euch aber sagen, dass die Abkühlung der Erde nicht an allen Orten gleichmässig stattgefunden hatte, dass es eben Teile dieser Erde gab, wo es grössere Fortschritte gab und Möglichkeiten geschaffen waren, um dort Leben aufzubauen und so den Anfang für eine neue Heimat zu schaffen. Dazu musste – sagen wir es einmal so – Leben auf die Erde gebracht werden. Das waren doch zuerst die Pflanzen, das Pflanzenreich, und es war das Tierreich, welches nun seinen Platz auf dieser Erde finden sollte.

Ich möchte aber nicht unterlassen zu sagen – dies ist mir noch nahegelegt worden –, dass man nicht in der Vorstellung leben sollte, dass sich die Erde überall gleichmässig abkühlte und überall dieselbe Möglichkeit geschaffen war, Leben aufzubauen. Es gab Erdteile. Das Innere der Erde spie noch sehr viel Feuer aus. Die Meere waren noch nicht in dem Sinne geteilt wie heute. Die Erde, die Gesteine, waren noch sehr in Bewegung. Man soll sich die Erde zu jener Zeit nicht so vorstellen, wie sie heute ist; aber das brauche ich euch ja nicht zu sagen. Ihr kennt dies selbst aus euren eigenen Forschungen und wisst, wie die Erde vor Millionen und vor Milliarden von Jahren ausgesehen hat. Betonen möchte ich nur, dass gewisse Teile der Erde dafür bevorzugt wurden, um mit dem Leben auf der Erde zu beginnen.

Jetzt möchte ich die Erklärungen geben und darlegen, wie solches geschehen ist. In den himmlischen Welten, da gibt es genauso ein Pflanzenreich, ein Tierreich, ein Mineralreich. Alles das ist in der Gotteswelt vorhanden. Ich muss also auf eine gewisse Ursubstanz zurückgreifen. Ich habe, wenn ihr sehr aufmerksam zugehört habt, in den Anfangserklärungen [am zweiten Abend dieser Meditationswoche] gesagt, dass diese hohen Geister um sich und in sich selbst sehr viel schöpferische Kraft hatten. Sie ist von einer solchen Reinheit, und diese Reinheit ist für sie die schaffende und bildende Kraft, um zu gestalten oder geistige Materie zu formen, sie aufzubauen und in ihrem Wachstum zu fördern. Diese schöpferische Kraft hatte sich aber dann mit der Verbreitung und weiteren Entfaltung der geistigen Familien vermindert. Jene Nachkommenden kamen nicht mehr in den Besitz von denselben Kräften, wie sie ursprünglich vorhanden waren; es war ihnen also immer etwas weniger von dem gegeben, was die hohen Geister empfangen hatten.

Jedes Wesen hatte aber an und für sich noch so viel schöpferische Kraft, um mit seinem Willen und seiner Einstellung, mit seinem Verhältnis zu Gott seine Kraft zu mehren. Es war so, dass in einem jeden Wesen, das in grösster Harmonie – nicht in einer heuchlerischen, sondern in einer wahren Harmonie – zu Gott stand, die Kraft so entfaltet war, dass es, auch wenn es nicht zu diesen höheren und erhabenen Geistwesen gehörte, die Möglichkeit hatte, an vielen Orten so tätig zu sein, und seine Werke waren zu bewundern. Dies noch nebenbei.

Als es dann darum ging, Leben auf die Erde zu bringen, da wurden die Geister Gottes aus den Himmeln berufen und auf den Befehl Gottes zu dieser Erde gebracht. Sie traten zur Erde hin, die nun für Erdenleben vorbereitet war. Noch war ja kein Leben vorhanden; noch gab es, sagen wir, nur Wasser, Feuer, Schlamm und Gestein. Diese Geister Gottes mit schöpferischen Talenten waren zu einem ganz bestimmten Erdteil hin berufen worden. Dort sollten sie die eigene Schöpferkraft, die ihnen zur Verfügung stand, einzusetzen versuchen, denn sie waren reine Wesen und hatten in sich eine solch mächtige Kraft und die Fähigkeit, Wachstum zu fördern. Sie brachten sozusagen die geistige Substanz oder – ich könnte auch sagen – den göttlichen Samen mit sich, der für das neue Leben auf dieser Erde notwendig war.

Es sollte aber [später] noch menschliches Leben auf die Erde gebracht werden – es sollte Leben auf die Erde gebracht werden, dem ein neuer Anfang gegeben wurde. Zuallererst musste aber die Möglichkeit geschaffen werden, einfaches Leben auf der Erde aufzubauen. Und ohne die erwähnte geistige Substanz, die zuerst zur Erde getragen werden musste, wäre es niemals möglich gewesen, die Entfaltung so hinzubringen, wie sie heute ist. Das ganze Wachstum wäre niemals möglich gewesen, wenn nicht im Ursprung diese Ursubstanz auf die Erde gebracht worden wäre – das war eine Notwendigkeit. Diese geistigen Kräfte waren also zuerst einmal notwendig zur Schaffung neuen, noch niederen Lebens. So wurden das Pflanzenreich und das Tierreich geschaffen.

Nun sollte dieses neue Leben verbunden werden mit dem Geistesleben, das unter der Herrschaft Luzifers stand. Hierzu kam die Gotteswelt in jene oberen Sphärenbereiche, wo sich geistige Wesen befanden, die in ihrem Verschulden nicht so stark gezeichnet waren. Diese Gotteswesen kamen und holten von den einst gefallenen Geschwistern welche heraus, nahmen sie mit in einen Vorhimmel oder eine Vorhölle – ich kann dies nicht so genau bezeichnen. Aber nicht nur von jenen, die auf den obersten beziehungsweise den oberen Stufen der Hölle waren, also von den weniger Verschuldeten, nahmen die göttlichen Wesen welche heraus, sondern sie gingen durch die Hölle hindurch in diese Weiten und holten sich einmal da, einmal dort eine Schar geistiger Wesen heraus.

Luzifer konnte nichts dagegen ausrichten, obwohl alles unter seiner Herrschaft stand. Er wusste genau, dass er durch Gottes Willen, durch sein Wort in diese Hölle gestürzt worden war, und er wusste auch, dass sie alle wieder zu ihm zurückkommen würden. Luzifer hatte ja den Plan, der von der Gotteswelt aufgebaut worden war, durchkreuzt; er ahnte darum, denn er war, um es in eurer Sprache, nach euren Begriffen zu sagen, doch sehr intelligent. Aber nicht nur das, überaus schlau und wohlüberlegend war er – hatte er doch etwas, was ihm nicht genommen und nicht abgesprochen werden konnte, nämlich eine gewisse Form von, und jetzt muss ich das menschliche Wort aussprechen, Medialität oder medialer Kraft, die ihm zur Verfügung stand. Er war ja ein Sohn Gottes. Obwohl alles an Schönheit in ihm erloschen war, ist in ihm doch eine bestimmte Kraft geblieben. Er übt eine Herrschaft aus; er hat die Macht, Verwandlungen vorzunehmen, um zu täuschen. Dies alles ist ihm geblieben. Das noch als Ergänzung.

Luzifer wusste genau, dass es sinnlos wäre und er gar nicht die Möglichkeit gehabt hätte, dagegenzuhalten, wenn die Geisterscharen Gottes in die Tiefe kamen und – einmal da, einmal dort – ganz bestimmte Geistwesen herausnahmen. Natürlich war ganz besonders in den ersten Zeiten ein grosses Weinen und Wehklagen, dass man in diese Dunkelheit, in diese Not hineingekommen ist und man von diesem Luzifer so getäuscht worden war. Die Wesenheiten äusserten sich das eine Mal schimpfend über Luzifer, das andere Mal waren sie unzufrieden mit Gott, dass er kein Erbarmen zeige. Sie waren also durch dieses Denken in ihrem inneren Gemüte so durcheinander und kamen so weit weg von Gott. Von dem wunderbar leuchtenden Gottesfunken, den sie doch einst in sich trugen, der ihnen die Möglichkeit gab, auf den verschiedenen Gebieten tätig zu sein und in wirklichem Frieden zu leben – von diesem Gottesfunken sah man nichts mehr. Auch wussten die Gefallenen nicht mehr, woher sie in Wirklichkeit kamen; sie hatten keine Vorstellung mehr von der einstigen Seligkeit – ihnen war dieses Bewusstsein genommen. Sie wussten aber noch, dass sie hatten fliehen müssen – fliehen. Dass Gott von ihnen nichts mehr wissen wollte, das war ihnen noch bewusst. Aber sie wussten nichts mehr von ihrer Stellung, die sie einst eingenommen, vom Frieden, den sie einst hatten; davon wussten sie nichts mehr. Es war nur noch Unglück, eine unselige Zeit für sie.

Wenn da ein strahlendes geistiges Lichtwesen in diese Dunkelheit kam, so riefen sie ihm zu. Sie drängten sich um das Wesen, knieten nieder, flehten und baten, es möge sie doch mitnehmen und ans Licht bringen. Es wurde ihnen also klar, dass irgendetwas über sie ergangen war, und klar wurde ihnen auch, dass sie einen Herrscher hatten und dieser schuld war an ihrer Unseligkeit. Was genau geschehen war, das wussten sie nicht mehr. Sie wussten aber noch, dass sie von Gott getrennt und verstossen waren.

Nun sollte ja für all diese Gefallenen eine neue Möglichkeit der Rückkehr gegeben werden. Auch jene in den tiefsten Tiefen der Hölle wurden geprüft. Diejenigen, die Verständnis und Einsicht zeigten, fingen an, von ihrer Dunkelheit etwas aufzulösen. So vermochten sie – vielleicht auf diesem Weg dank der einigermassen höheren Erkenntnis oder dem guten Willen – aus den Tiefen zu entweichen; sie fanden also auf diesem Weg etwas nach oben. Deshalb spricht man oder sprechen wir auch von den sogenannten Besserungsstufen oder Aufstiegsstufen, die es sogar in der Hölle gibt für jene Wesen, die zur Einsicht gelangen. So kommt es eben ganz darauf an, in welcher Weise das Einzelne sich einstmals belastete oder wie sehr der göttliche Funke in Dunkelheit liegt. Je dunkler nun dieser Funke ist, umso weiter ist man von Gott entfernt, umso grösser ist der Hass, der Unfriede und die Eifersucht. Es ist dann wirklich das Böse, das sich in einem solchen Wesen entfaltet und ständig zum Ausdruck kommt.

Aber nicht alle sind so; es gibt solche, die zur Erkenntnis gekommen sind, dass sie doch aus dieser Düsterheit herauswollen und in eine bessere Welt hinübertreten möchten. So bekamen sie dann Unterstützung von den Geistern, die den Weg aus den Himmeln zu ihnen fanden. Sie spendeten ihnen Trost, indem sie sagten: “Gott hat sich euer erbarmt. Wann die Zeit kommen wird, wo ihr befreit und erlöst werdet, das kann man euch noch nicht sagen. Aber es gibt für die einen wie für die andern die Möglichkeit, schon jetzt in eine neue Prüfung hineinzutreten.” Doch keiner konnte von sich aus sagen: “Ich bin bereit, holt mich jetzt für die neue Prüfung; ich werde sie sicher bestehen.” So ging es nicht.

Die Engelwesen selbst wählten in Gerechtigkeit aus den verschiedensten Ebenen der Tiefen jene Geister aus. Sie holten mitunter auch solche heraus, die ganz tief gefallen waren und deren Gottesfunke ganz verdunkelt war. Warum taten sie das? Sie brauchten sie alle – denn jetzt wurden all jene, die von den Engelschaften aus der Hölle herausgenommen wurden, in eine besondere Ebene oder Sphäre hineingeführt, in einen tiefen Schlaf geführt und umgewandelt. Sie waren Geistwesen, sahen, möchte ich sagen, fast wie Menschen aus. Der Mensch jedoch ist grobstofflich, während ein Geist von feinstofflicher Art ist. Aber jene dunklen Wesen waren nicht mehr Lichtgestalten, sondern es war alles nur dunkler Nebel an ihnen, und diese Dunkelheit zeichnete ihre geistige Form, sodass man sie als geistige Gestalt, als Wesen, erkannte. Ihr Antlitz hatte die Feinheit verloren; die Glieder ihrer Hände waren nicht mehr so fein wie einst – es war alles an ihnen von wirklich grobstofflicher, unansehnlicher Art. Und so waren diese Wesen, je nach ihrem Verschulden, unschön anzusehen.

Warum hatte man auch solche Tieferstehenden geholt und sie in diese Ebene geführt? Der Grund ist folgender: Diese neue Welt war geschaffen worden, um die einstigen Geschwister auf einem noch viel längeren und weiteren Weg zurückzuführen, denn man wollte ihnen nun eine ganz sichere Möglichkeit zur Heimkehr geben. Aber die Zeitspanne bis zum Eintreten in die himmlischen Gefilde kann ebenso lange dauern, wie es dauerte, bis sich die irdische Erde abgekühlt, oder so lange, wie Luzifer einst in den himmlischen Welten gewirkt hatte. Ich möchte mich da nicht in Zahlen ausdrücken, ich kann nur sagen: eine unübersehbar lange Zeit. Diese so sehr belasteten Wesen sollten nun umgewandelt und in einen neuen Leib eingekleidet werden. Ihr neuer Leib sollte, der Erde angepasst, verdichtet werden und in seiner äusseren Form im selben Verhältnis oder Zustand sein wie die geschaffene materielle Welt.

Diese Welt, die in Vorbereitung war, sollte ebenso in einer grossen Vielfalt geschaffen werden, wie es die himmlische Welt an und für sich selbst in ihrer Vielfalt ist. Es sollte die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch auf der Erde die Vielfalt in allen Teilen vorhanden sein kann. Also bereitete man das neue Leben vor, und dafür waren göttliche Wesen verantwortlich, und sie haben ihre Aufgaben erfüllt. Es wurden niederste geistige Wesen auf die Erde geführt, und da gab es nun einmal diese Kriechtiere. Niederste geistige Wesen sollten ihren langen Weg über die Erde antreten. Man hatte ihnen entsprechend den Leib gegeben, den sie verdienten. Sie sollten jetzt ihren Anfang nehmen können auf dieser neu geschaffenen Sphäre, der Erde.

Aber noch war nicht Leben in ihrem verdichteten Leib. Sie waren zwar bereits umgewandelt, aber damit waren noch nicht lebendige Wesen auf dieser Erde. Damit sie in der Form, wie es in den verschiedensten Entwicklungsstufen vorgesehen war, zum Leben kamen, brauchte es die Mithilfe der Gotteswelt. Das Leben musste auf der Erde geweckt oder eingefügt werden. Das war durch die persönliche Schöpferkraft dieser Geistwesen möglich, indem sie nun eben diesen umgewandelten, zuerst noch wie toten Körper, wenn ich so sagen darf, diesen noch nicht zum Leben erwachten neuen Leib, der ihnen gegeben wurde, genau so zum Leben erweckten, wie es das geistige Gesetz vorsah. Dies geschah derart, wie es für die Möglichkeit von erstem Leben oder von Erstlingen niedersten Lebens auf der Erde notwendig war.

Es brauchte dazu also geistige, göttliche Kraft, die auf diese neuen, gewandelten Leiber übertragen wurde. Auf diese Art und Weise ward ihnen das Leben eingehaucht. Ich glaube, “eingehaucht” ist nicht das richtige Wort – man hat mithilfe von göttlicher Kraft in dieses neue Leben Bewegung gegeben. Und so mussten die geistigen Wesen, die da umgewandelt wurden, in eine solche Niedrigkeit – sie waren der Anfang für neues Leben auf der Erde.

In solcher oder ähnlicher Art und Weise geschah dies auch mit höheren Tieren; auch sie wurden ins Dasein gerufen. Dazu waren geistige Wesen notwendig, und zwar jene, die sich weniger belastet hatten. Sie wurden aus bestimmten Sphären geholt, wie ich es euch vorhin angedeutet habe. Sie sollten auf dieser Erde ein neues Leben beginnen und Erstlinge einer noch niederen Stufe sein – denn es sollte zuerst tierisches Leben aus ihnen werden, das die Erde bewohnen würde. So wurde eines nach dem andern geholt; und mithilfe eines besonderen Schlafes, in den sie versetzt wurden, erfolgte die Umwandlung: Aus dem geistigen Leib, den sie doch einst hatten, wurde ihnen die Form eines Tieres gegeben. Und bei diesem Tier sollte es in gleicher Art und Weise wie bei einem auf niederster Stufe stehenden Kriechtier geschehen, in selber Weise, mithilfe eines Geistes Gottes.

Er gab in dieses Gebilde, das in grobstofflicher Art und Weise geformt wurde, von seiner Schöpferkraft – zusammen mit grobstofflichen Kräften, welche auf der Erde vorhanden waren. Auf diese Weise wurde Bewegung in dieses Gebilde gebracht. Es wurden so von den geistigen Wesen verschiedenste Formen und Arten gebildet. So gab es auf Erden erstes Leben, welches nun eine Zeit lang da sein Dasein fristen musste. Es brauchte aber auch Pflanzen.

Die Tiere wurden in grösserer Anzahl und in den verschiedensten Gattungen und Arten auf diese Weise ins Leben gebracht. Sie waren nun in einen materiellen Leib eingehüllt. Jetzt bedurften sie der Nahrung – sie brauchten also ihre Speisen, wenn ich es so sagen darf. Zuerst sollte tierisches, pflanzliches Leben auf der Erde sein – das sollte einmal der Anfang sein. Man soll sich nun aber nicht vorstellen, dass die Tiere ein Leben von unbestimmter Zeit haben durften, sondern ihr irdisches Leben war begrenzt.

Damit die Möglichkeit der Zeugung unter diesen Tieren geschaffen werden konnte zu ihrer weiteren Verbreitung und Entfaltung, wurden männliche wie auch weibliche Tiere gegeben. So ward dieses Leben geschaffen. Die Tiere hatten manchmal nur ein kurzes Leben, denn es fehlte ihnen teilweise an Nahrung; dafür hatten sie die Möglichkeit, sich auf der Erde zu bewegen. Diesen Tieren wurde – im Vergleich zu jenen Geistwesen, die das Paradies bewohnt hatten – keine Grenze gesetzt, die nicht überschritten werden durfte. Sie waren freie Tiere und konnten wandern. So gingen sie umher und kamen zum grössten Teil gewaltsam um; entweder indem sie sich durch gegenseitigen Kampf umbrachten oder indem sie durch das aus der Erde herausspeiende Feuer vernichtet wurden, oder sie kamen auf andere Weise um – sei es durch Fluten, die da tobten.

Die Zeitspanne, während der diese Tiere lebten und das Pflanzenreich sich vermehrte und entfaltete, kann ich euch in Jahren nicht darlegen – das dauerte seine Zeit. Ebenso dauerte es lange Zeit, bis es möglich wurde, dass sich die Erde immer mehr beruhigte, denn sie bebte noch immer zeitweise und schaffte noch von innen heraus. Man wartete aber nicht, bis die Erde zur Ruhe gekommen war und alles so war wie heute. Es dauerte Millionen von Jahren, bis die Erde zur Ruhe kam, und so hat auch die Entwicklung dieses Lebens seine Zeit gebraucht.

Es kam der Zeitpunkt, wo höheres Leben die Erde bevölkern sollte, denn auf das Hineinbringen dieses höheren Lebens kam es ja an. Doch zuerst wurde das niedere Leben geschaffen – es musste zuerst geschaffen werden –, und von diesem niederen Leben sollte höheres Leben entstehen. Jene Tiere, die nun diese Welt verlassen hatten, wurden wieder an genau denselben Ort hingeführt, von wo sie ausgegangen waren; dort sollten sie auf eine weitere, neue Wiederverkörperung warten. Geistige Wesen hatten sie in Empfang genommen und wieder eine bestimmte Zeitspanne gewartet. Wenn es für richtig befunden wurde, dass der Zeitpunkt für dieses tierische Leben gekommen war, wurde ein Wesen in ein weiteres, neues irdisches Dasein hineingeführt. Ergänzen möchte ich, dass dasselbe Tier in derselben Gestaltung einige Male hintereinander auf der Erde leben musste.

Ich möchte jetzt auf den Zeitpunkt zu sprechen kommen, den die göttliche Welt für gekommen fand, dass nun für ein ganz bestimmtes, höchstentwickeltes Tier die Möglichkeit bestand, es für ein neues, besseres, höheres Leben vorzusehen. Das war dann der Zeitpunkt, da die Geisterwelt Gottes an diese Tierwelt heranging, um das höchstentwickelte Tier so umzugestalten, zu wandeln, dass es möglich wurde, aus seinem tierischen Leib einen Menschen zu bilden.

Aus dem Tier, das nun diese erhöhte Geistesstufe angenommen hatte, wurde das geistige Urprinzip – es war ja als höheres geistiges Wesen in ihm – wieder in seine Klarheit oder in seine Form gebracht, und es wurde auf diese Weise ein menschliches Wesen gebildet; jedoch war es vorerst noch ein menschliches Wesen ohne Leben. Es wurde geformt durch eine bestimmte Kraft – ich kann es nach euren heutigen Begriffen so erklären: Es brauchte Od, das aus diesem Tier kam, Od, das aus den Pflanzen kam, Od, das die Erde, das Wasser und die Luft lieferten. Und die Geister Gottes mussten nun von ihrer schöpferischen Kraft dazutun, gestaltend tätig sein, um so einen Menschen zu formen, zu bilden – ihm Leben und Bewegung zu geben. Der Erste, der den Weg auf diese Weise zum Menschen durchlaufen hat, war der einstmalige Fürst Adam. Er erwachte als Erster auf der Erde – er war wiederum der Erstling.

Nun wisst ihr auch um die Erklärung, die sich in der Bibel findet, dass dem Adam eine Rippe entnommen und so ein Mensch gebildet worden wäre (1. Mos. 2, 21–22). Ich möchte sagen, diese Darlegung ist sehr ungeschickt – genauso ungeschickt und unmöglich wie jene mit dem Apfel. Mir scheint es, dass zu jener Zeit, wo dieses Menschen so dargelegt wurde, sie noch nicht so intelligent waren wie heute. Ich glaube nicht, dass man heutzutage Menschen solches sagen könnte – das glaube ich nicht. Aber es hatte ja auch seinen Grund, warum es dazumal möglich war, dass Menschen solches glaubten.

Die Geister Gottes mussten erneut tätig werden, um Eva ins Menschenleben zu rufen. Sie hatten jetzt Adam als menschliches Geschöpf. Sie liessen ihn in einen Schlaf kommen – genau so, wie es notwendig war, geistige Wesen für ihre Umwandlung in eine niedere Stufe in Schlaf zu versetzen. Geister Gottes mussten von seiner fertig gebildeten menschlichen Form Kräfte feinstofflicher Art sowie Substanzen seines irdischen Leibes entfernen, das heisst entnehmen. Ich möchte sagen, vom Od lebenswichtiger Organe, die Adam ein Leben auf dieser Erde ermöglichten, mussten sie nehmen, um aufs Neue wieder eine solche menschliche Gestalt formen zu können. Gottesgeister mussten wiederum verschiedene Kräfte, so wie ich es erklärt habe, zur Bildung des Leibes beiziehen, und sie mussten mit ihrer eigenen schöpferischen Kraft in diese unbelebte Materie, die als Gebilde dalag, einwirken. Man könnte es nach euren Begriffen vielleicht so sagen: Das Gebilde sah einem menschlichen Leichnam ähnlich – es hatte die Form und das Aussehen eines Menschen, aber es war kein Leben darin. Das Leben, die Bewegung musste daher in dieses Wesen hineingebracht werden, sodass es ein Mensch werden konnte, der sich mit dem andern, den er sah, verständigen konnte.

Nun, ich werde von meinen Geistgeschwistern darauf aufmerksam gemacht, dass ich etwas unterlassen hätte zu sagen. Man muss sich nicht vorstellen, dass nach Adam schon am folgenden Tag die Eva erschaffen worden wäre [siehe auch die Fussnote auf S. 18]. Wohl heisst es, für den Menschen sei es nicht gut, wenn er allein ist (1. Mos. 2, 18). Das mag sein, doch hatte Adam lange Zeit allein zu leben – es eilt nämlich dem lieben Gott nie –, und er hatte auch seine Kämpfe auszutragen. Es waren Tiere um Adam, und er musste leben. Und wie musste er leben, wovon? Ja, das Leben war dazumal für diesen Menschen einsam und sehr bescheiden.

Ich soll euch noch sagen, dass Adam in der Anfangszeit allein war mit diesen Tieren. Da brauchte er doch den Beistand einer höheren Welt. Die geistigen Wesen mussten sich mit ihm in Verbindung setzen. Sie mussten sich ihm zu erkennen geben und ihm den Weg zeigen. Sie erklärten Adam: “Du lebst jetzt als Mensch auf der Erde, du bist der Erstling da. Schau um dich, die vielen Tiere – es wird der Zeitpunkt kommen, wo du eine Gefährtin bekommst. Aber du sollst und musst warten.” Und so ging Adam immer wieder auf die Suche nach diesen Tieren, um Umschau zu halten, ob wohl die Zeit gekommen wäre. Man kann sich doch vorstellen, dass es ihm nicht sehr angenehm war, so ganz alleine zu sein in dieser Welt, auf dieser Erde, die ständig bebte, wo einmal da ein Feuerstrahl aus der Erde herausdrang und einmal dort Wasser aus dem Innern der Erde herauskam. Ach, es sah gar nicht so aus, wie es euch die Bibel darlegt. So einfach, gemütlich und schön war das Leben für diesen ersten Menschen gar nicht – es war hart, sehr hart. Adam ernährte sich von Wurzeln und führte ein ganz bescheidenes Leben.

Adam war aber immer wieder von Zeit zu Zeit im Gespräch mit diesen jenseitigen Wesen. Mit wem sollte er sich denn sonst unterhalten? Diese taten sich ihm kund – er war ja von geistigen Wesen geschaffen worden. Sie hatten mit ihrer Schöpferkraft etwas von ihrem reinen Od auf diesen Erstling, diesen Menschen, übertragen; daher besass Adam wieder etwas von dieser wunderbaren, besonderen Kraft. Nicht nur die irdische Materie, die seinen Leib zeichnete und für sein Leben notwendig war, war äusserst wichtig, sondern von grösster Wichtigkeit war auch eine odische Kraft, die Lebenskraft, die Adam von den geistigen Wesen bekommen hatte. Diese Odkraft machte es ihm möglich, die Verbindung zur Geisteswelt zu halten. Adam hatte dank seiner eigenen odischen oder magnetischen Kraft – wie ihr es haben möchtet – die Verbindung zu jenen, die ihm diese odische Kraft gegeben hatten. Es bestand dadurch sozusagen ein Band der Verbundenheit – eine gegenseitige Verbindung. Daher konnte sich dieser Menschenerstling mit den geistigen Wesen unterhalten und mit ihnen reden. Sie zeigten sich ihm auch in ihrer Gestalt, jedoch nicht in ihrem Lichterglanz, in dem sie waren, sondern sie mussten die Schwingungen ihres Leibes entsprechend anpassen, sodass es dem Geschöpf Adam möglich war, sie als Wesenheiten zu sehen und mit ihnen zu sprechen; denn Adam war als Mensch nun von noch grobstofflicherer Art, und sein menschliches Auge war nicht in der Lage, Feingeistiges oder Feinstgeistiges wahrzunehmen. Die Wesenheiten hatten sich ihm gegenüber als Geschöpfe Gottes vorgestellt und bekundet. So ward nun ein Anfang für ihn geschaffen.

Und nun komme ich wieder auf das zurück, was ich vorhin gesagt habe. Es war ja die Zeit gekommen, Adam eine Gefährtin zu geben. So sollten sie gemeinsam, zu zweit, mit diesen Tieren auf der Erde leben, die immer noch bebte und unruhig war. Sie aber waren zwei Geschöpfe, die nun in ihrem Gottesglauben stark blieben. Sie glaubten an Gott, und die Geister Gottes, die stets mit ihnen in Verbindung traten, zeigten ihnen den Weg und erklärten ihnen, was sie zu tun hatten.

Habt ihr euch schon Gedanken darüber gemacht, wie die beiden denn miteinander geredet haben? Was für eine Sprache hatten sie überhaupt? Jetzt komme ich auf den ‘Wortschatz’ zurück, wovon ich gesprochen habe. Nein, Adam und Eva unter sich hatten einander mit Worten nicht verstanden. Aber sie hatten die Möglichkeit, Laute von sich zu geben. Sie mussten erst eine Sprache erlernen; dabei waren ihnen die Geister Gottes behilflich, dass sie sich gegenseitig verstehen konnten. Aber Sprachstunden und Sprachschulen, wie es sie heute gibt, und eine Grammatik, wie ihr sie kennt, wo alles so genau – Punkt auf Komma – stimmen muss, das gab es nicht; das ist euch doch verständlich. Es ging der Gotteswelt gar nicht darum, diesen beiden Menschen eine solche Sprache zu geben; sie erhielten aber so viele Worte, um einander verstehen zu können.

Doch nicht nur eine Sprache lehrte man sie; von noch grösserer Bedeutung war die Zeichensprache, denn man verstand sich – trotz der Belehrung aus der göttlichen Welt – nicht von heute auf morgen. Man meinte und verstand nicht immer genau dasselbe. Man machte daher Zeichen aller Art – diese Möglichkeit gab es schon. Dafür mussten entsprechende Gegenstände gefertigt werden, um diese Zeichen, sagen wir, in einen Stein einzuritzen, wenn die Möglichkeit dazu bestand. Man hatte auch Zeichen in den Schlamm gezeichnet. Auf diese Weise versuchte man sich gegenseitig zu verständigen. Diese Zeichensprache war umfangreich und ist über Tausende von Jahren geblieben. So hatten die verschiedenen Völker ihre eigenen Zeichen, und das war ihre eigentliche Sprache. Das sollte zugleich auch dazu dienen, dass Eindringlinge, wie sie von diesen Völkern betrachtet wurden, diese Zeichensprache nicht verstehen konnten. Und so musste dementsprechend gesucht und geforscht werden, was mit diesen Zeichen gemeint war. Aber die Familien oder Gemeinschaften, die in dieser Zeichensprache ja auch belehrt wurden, wussten dann Bescheid über die Dinge, die sie wissen mussten.

Eigentlich brauche ich mich dabei nicht länger aufzuhalten. Das Weitere über die Nachkommenschaft dieser beiden Erstlinge ist in der Bibel festgehalten, und daher brauche ich nicht weiter besondere Lücken auszufüllen. Auf diese Art und Weise ist das Leben vor sich gegangen – so hat es sich langsam entfaltet.

Das ist natürlich nicht das Ende der Schöpfung, und es ist nicht das, womit ich abschliessen möchte, obwohl mich schon wieder jemand darauf aufmerksam macht, dass die Zeit fortgeschritten sei und ich mich damit zurechtfinden müsse. Ich finde, man gibt mir dies als Ratschlag, da meine Geistgeschwister unter den Anwesenden gewisse Freunde sehen, die unter Ermüdung leiden.

Aber ich möchte euch noch fragen: Habt ihr euch auch schon Gedanken darüber gemacht, wie es mit der Schöpfung weiterging? Es leben ja schliesslich nicht nur weisse Menschen. Es gibt doch auch andersfarbige Völker, beispielsweise Menschen von dunkler Hautfarbe, die ein ganz anderes Aussehen haben. Wie ist denn das möglich? Steht davon etwas in der Bibel? Habt ihr ein Wissen über solches Leben? Ich denke nicht, und daher versuche ich jetzt noch etwas dazu zu sagen, und dann haben wir ja später immer noch Zeit, uns weiter darüber zu unterhalten.

Ich habe ja am zweiten Abend von den Söhnen Gottes gesprochen. Sie haben ihr Leben, ihr Dasein, Christus zu verdanken; sie sind aus ihm entstanden. Ich möchte dies natürlich nicht direkt mit dem Werden niederen Lebens auf der Erde vergleichen, aber prinzipiell hat es doch seine Ähnlichkeit, wenn es darum geht, erstes Leben zu schaffen, das heisst, wie die Geistwesen ihren Beitrag auf dieser Erde geleistet haben beziehungsweise wie aus dem Schöpfer heraus neues Leben geschaffen wurde.

Vielleicht habe ich noch unterlassen zu sagen, dass bei den Erstlingen und den niederen Tieren, die ihr Leben auf der Erde bekamen, dieser Gottesfunke in ihnen wach geworden ist. Er übernahm wieder seine Funktion, wirksam zu werden, doch war er von einem Schleier der Dunkelheit überdeckt. Genauso war es bei Adam: Sein Gottesfunke, der ja in seinem einstigen geistigen Leibe war und dann auch im Tierleib, wurde sozusagen hinübergepflanzt in seinen menschlichen Leib – beziehungsweise möchte ich es so sagen: Er wurde aufs Neue geweckt, ihm wurde Kraft zum neuen Leben gegeben. Es brauchte einen Antrieb dazu, um das Leben wirklich funktionsfähig zu machen.

Nun, wie die Gottessöhne erschaffen wurden, die Christus ihr Leben verdanken, erwähnte ich bereits: Christus als Ebenbild Gottes hat selbst so unendlich viel an Vielfalt schöpferischer Kraft aller Art von Gott empfangen. Die himmlische Welt sollte schon von allem Anfang an eine Welt der Vielfalt sein, auch unter den Engelwesen. Keines, auch nicht von den Söhnen Gottes, sollte in seinem Aussehen dem andern ähnlich sein. So unterschied sich ein jedes einmal in seiner äusseren Form und Gestalt, und sie unterschieden sich auch in ihrem geistigen Ausdruck, in ihrer Pracht, in den geistigen Kleidern. Unter diesen Söhnen Gottes waren auch welche – ich sage es jetzt so –, die ein besonderes Aussehen hatten. Ihr müsst euch aber nicht das Unvollkommene, das Unschöne vorstellen, das man an Menschen auf der Erde sehen kann, sondern die himmlische Welt und das, was aus Christus geschaffen wurde, kann ja nur Vollkommenheit sein: Vollendung, Schönheit – bewunderungswürdig, bestaunenswert. Also unterschieden sich auch die Söhne Gottes voneinander.

Die Söhne Gottes hatten doch alle ihr Reich, ihre Besitzungen, ihre grossen, geistigen Familien, über die sie Fürsten waren und für die sie verantwortlich waren. Ihr kennt sie, diese Gottessöhne. Es ist euch auch bekannt, dass ihre Zahl nicht vollständig ist, welche von ihnen fehlen. Nun, diese sind eben auch mit Luzifer gefallen und hatten den Anhang ihres Reiches mitgenommen. Luzifer hatte sich zuerst ja ganz besonders mit ihnen angefreundet, und sie waren sich mit ihm ganz einig und verschuldeten sich dadurch tief. Sie kamen in grösste Verschuldung, weil sie selbst im Reiche Gottes so zu den andern gingen und sie in Versuchung führten. Auf diese Art und Weise hatten sie grösste Belastung und grösste Schuld auf sich geladen; daher wurden eben jene Geisterscharen in die Tiefen der Hölle hinuntergestossen.

Ich habe euch heute Abend erklärt – so ihr aufmerksam zugehört –, dass Geister Gottes in der Hölle von überallher Geister für ein neues Dasein, ein neues Leben auf der Erde holten. Es waren also solche dabei, die weniger belastet waren, und solche, die sich sehr, sehr belastet hatten. Auch sie wurden geholt und sollten für ein neues menschliches Dasein ihren Anfang nehmen. Ich habe euch auch erklärt, dass die Entwicklung der Erde nicht überall in gleicher Weise verlief, dass sie noch sehr unruhig war und sich diese Teile der Erde sehr voneinander unterschieden.

Gleichwohl war vorgesehen worden, andere Teile der Erde mit jenen [andersfarbigen] geistigen Wesen zu bevölkern, um auch ihnen die Möglichkeit für ein menschliches Dasein zu geben. Dieses wurde auf gleiche Weise getan, wie ich es euch erklärt habe. Geister Gottes holten ebenfalls von jenen Wesenheiten und wandelten sie um; diese machten also denselben Entwicklungsweg mit – sie wurden aber, da sie sich mehr belastet hatten, in eine niederere geistige Entwicklungsstufe eingereiht. Ihr Aufstieg sollte langsamer vor sich gehen. Solche unter ihnen, die sich weniger belastet, hatten die Möglichkeit, früher in ein menschliches Dasein zu treten. Aber es wurde ihnen als Schicksal ein hartes menschliches Leben gezeichnet. Als es sich dann ergab, dass diese Völker, diese Menschen, den Weg zueinander fanden, da unterdrückten die einen die andern.

Die Gotteswelt setzte sich auch mit ihnen in Verbindung und versuchte, ihnen den Weg zu zeigen. Aber nicht nur die Gotteswelt hat das Ihrige getan, um ihnen den Weg zu zeigen, sondern auch die andern, denn noch standen sie unter der Herrschaft Luzifers. Sie waren noch nicht von der Erlösung durch Christus betroffen – die Erlösung hatte ja noch nicht stattgefunden. Daher führte ihr Weg nach dem irdischen Sterben wieder zurück in die Herrschaft Luzifers, und sie standen wieder unter seiner Herrschaft. Das Himmelreich war nicht offen – auch nicht für diesen Adam. Nach seinem Tode musste er wie die Seinen wieder zurück, aber nicht in die Tiefen der Hölle. Ich erklärte euch vielmehr, und darüber wisst ihr Bescheid, dass die Hölle Aufstiegsstufen hat und es sogenannte Vorhöllen oder Vorhimmel gibt, wenn man es so ausdrücken will, wo die Wesenheiten nicht mehr so der quälenden Herrschaft Luzifers ausgesetzt waren, wenn sie von einem Erdenleben zurückkehrten. Wohl standen sie auch dort unter seiner Herrschaft. Aber sie wurden darüber belehrt und wussten davon, dass ein Weg für sie offen sein werde, der sie zurückführe zu Gott, zu einem Gott der Liebe und der Gerechtigkeit. Sie wurden belehrt, dass sie diese Liebe nachzuahmen hätten und Gefolgschaft leisten müssten. Sie müssten lernen, Gerechtigkeit zu geben, und fähig sein, die geistigen Gebote zu befolgen, die ihnen von den Engeln in den luziferischen Bereichen unterbreitet wurden; es wurde ihnen gesagt, was sie tun und was sie lassen müssten, damit für sie die Möglichkeit einer schnelleren geistigen Entwicklung bestand.

Nun waren sie aber immer wieder der Verführung durch die luziferischen Kräfte ausgesetzt. Die luziferischen Geistwesen hatten doch Ein- und Ausgang, denn sie alle standen unter der Herrschaft Luzifers. Doch diese Gottesengel erzwangen sich das Recht, in die Herrschaft Luzifers einzudringen, und er konnte es ihnen nicht verwehren. Aber Luzifer tat das Seine mit den Seinigen, um diese Wesen immer wieder zu täuschen, und er sagte ihnen: “Glaubt nicht, was euch da gesagt wird. Das alles stimmt doch nicht. Ihr lebt mit mir, und ich übe die Herrschaft aus – ihr habt mir zu gehorchen. Und wenn ihr das tut, was ich euch sage und von euch verlange, dann werdet ihr einst zu einem seligen, schönen Leben kommen.” Er war, wie es heisst, von jeher “der Vater der Lüge” (Joh. 8, 44).

Gerade diese stärker verschuldeten Geistwesen standen doch ganz besonders unter seiner Gewalt, unter seinem Einfluss – auch wenn sie nach ihrem Tod in eine obere Stufe der Hölle einkehren durften, so sie sich im Erdenleben weniger verschuldet hatten. Was hatten sie aber für ein qualvolles Leben hinter sich! Andere Völker, andere Menschen hatten sie ihrer Hautfarbe wegen unterdrückt. Luzifer ermöglichte es mit seiner Tätigkeit, dass die anderen Menschen sich anmassten, sie würden in höherer geistiger Entwicklung stehen. Er stiftete sie an, sich jener Andersfarbigen zu bemächtigen, denn deren Leben hätte nicht diesen geistig hohen Wert wie das ihrige; jene wären dafür bestimmt, ihre Sklaven zu sein, sie müssten für sie arbeiten und wirken.

So hatte der Teufel Macht über die Menschen, und diese war gross, sehr gross. Schon damals war es so, dass, wenn es darum ging, Besitztümer zu erlangen oder sich auf irgendeine Weise zu bereichern, es ihnen gefiel, stets Menschen für sich zu haben, die ihnen untertan waren und für sie arbeiteten. Sie wollten für sich ein Reich aufbauen und wollten sich persönlich bereichern. Die Welt von dazumal, diese Landschaften und Gebiete, waren ja frei – sie waren nicht gleich von irgendeinem Herrscher beansprucht worden. Die Herrscher kamen langsam, erkämpften sich die Gebiete und erklärten, dass von da bis dort das Gebiet ihnen gehöre. Sie zwangen die Menschen, Gehorsam zu leisten, und hatten dazu ihre Lockmittel, dass diese Menschen ihnen gehorsam wurden.

Das Leben als solches, das dazumal gelebt wurde, Nahrung und Obdach waren bescheiden. So hatte das Böse von allem Anfang an seine Macht ausgeweitet und die Menschen beeinflusst. Es war ein steter und ständiger Kampf zwischen Gut und Böse. Einerseits kamen die Inspirationen von der göttlichen Welt, um den Menschen Trost und Beistand zu geben und ihnen den Weg zum besseren Leben zu zeigen; anderseits waren es jene Mächte der Tiefe, die kamen und auf ihre Weise die Menschen beeinflussten. Und was ist dem Menschen näher, als wenn man ihm sagt: “Bemühe dich um irdischen Reichtum, dann hast du ein schönes Leben und kommst zu Ansehen. Bemühe dich um Reichtum; die andern sollen dir dazu behilflich sein.” Hört einer solche Worte und fühlt er sich körperlich und geistig stark genug, um sich durchzusetzen, so wird er es tun.

Zudem bestand von jeher die grosse Schwierigkeit, sich in einer Sprache zu verständigen. Die Zeichensprache, von der ich gesprochen habe, spielte dabei eine grosse Rolle. Nur langsam kam die Menschheit voran – die Entfaltung war noch sehr gering. Die Menschen, so sie einander während der weiten Wanderungen begegneten, fingen an, einander zu bekämpfen und zu töten. Das frühe Leben der Menschheit war kein schönes Leben, es war zum Teil grausam – auf grausame Art und Weise bekämpfte man sich. So glaubten die einen, sie könnten die Götter herbeirufen; das waren doch jene, die den düsteren Geistesmächten verfallen waren. Diese sollten ihnen Beistand leisten, denn sie standen mit ihnen in Verbindung und brachten ihnen dementsprechend ihre Opfer, Menschenopfer!

Nun, für heute habe ich genug zu euch gesprochen. Morgen werdet ihr ja wieder von mir hören. Ihr könnt euch aber aus dem bis zum heutigen Abend Vorgetragenen einigermassen ein Bild machen. Ich habe euch dargelegt, wie zuerst das geistige Wesen in seiner Feinheit lebte und wie es diese Feinstofflichkeit verloren hat, weil es sich von Gott entfernte und auf diese Weise der Glanz und die Herrlichkeit von ihm entwich; dass es jedoch in seinem Leben erhalten blieb, aber immer wieder in eine andere grobstoffliche Form eingekleidet wurde und so das Leben weitergehen sollte. Ein schweres und beschwerliches Leben hatte seinen Anfang genommen und nimmt seinen Fortgang bis zu dem Zeitpunkt, da Menschen zu höherer Erkenntnis kommen und den himmlischen Vater als den Schöpfer anerkennen, der er ist. Man muss zu diesem Bewusstsein kommen, dass man sein Geschöpf ist, aus seinem Willen geworden, und dass man in der Welt, in der man steht, eine grosse Aufgabe zu erfüllen hat. Die Menschheit, die auf dieser Erde lebt, muss gemeinsam zu höherer Erkenntnis und in die Einheit mit Gott gelangen, um so gemeinsam den Weg nach oben antreten zu können.

So ist es jedem Einzelnen hier in dieser Welt überlassen, sein Leben zum Teil selbst zu bestimmen. Er selbst vermag zu entscheiden, ob er an den Schöpfer und an den König der Geisterwelt Gottes glauben will. Es ist ihm überlassen, sein ganzes Denken und Wollen nach den Höhen auszurichten, um so seinen Aufstieg zu beschleunigen, um wieder in diese geistige Feinheit zu gelangen. Wenn er seinen irdischen Körper abgelegt hat, wird es zum Vorschein kommen, denn an seinem irdischen Körper sind so viele Kräfte. Diese Kräfte können prachtvoll und farbenreich sein – diese Kräfte können aber auch aus dunklen Strahlen bestehen. Der irdische Körper, der abgelegt wird, ist vergänglich und wird vernichtet; doch was die Seele zu Lebzeiten des Menschen auf den Körper auszustrahlen vermochte, wird von ihr wieder an sich gezogen. Entweder zieht die Seele das Feinstoffliche, das Feine, das Schöne, das Licht, das Farbenfrohe zu sich und gewandet den geistigen Leib damit ein, oder sie bedeckt ihn mit der Dunkelheit, mit jenen Taten, von denen wir immer sagen, dass man sie zu überwinden hat. Es sind die Eifersucht, die Herrschsucht, die Geltungssucht, die Habgier – es sind die Untugenden, die man bekämpfen muss. Dieses Gewebe ist es, das man im menschlichen Leben auflösen muss, damit das Feine, die Feinheit, die Schöpferkraft, die ja in einem jeden Menschen gegeben, aber eingeschlossen, unwirksam ist, sich wieder in Kraft entfalten kann und tätig wird und man so ins Licht kommt. Und so, angezogen vom Licht, wird man wieder ins Reich des Himmels eintreten, zu den Heerscharen des Glücks, der Freude, des Friedens und der Seligkeit, um dort wieder aufgenommen zu werden, umjubelt und voll der Freude, dass man seine Prüfung bestanden hat.

So entlasse ich euch mit dem Segen Gottes. Der Segen Gottes soll sich ausweiten über euch und eure Familien – er soll euch behüten. Durch diesen Segen Gottes und durch dieses euer Leben, durch das höhere Denken und Wollen, sollt ihr an Leib und Seele gesunden. Alles, was unrein ist, alles, was das Kranksein und Krankwerden eures Leibes ermöglichen könnte, soll sich in dieser reinen, göttlichen Kraft auflösen, sodass ihr mehr Geist als Mensch in diesem Leben seid. Gott zum Gruss.

Vortrag von Geistlehrerin Lene vom 25.9.1974 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner anlässlich der Meditationswoche 1974 in Flims Waldhaus (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Die Frühgeschichte der Menschheit

Lene, 26. September 1974

Die Frühgeschichte der Menschheit

Das Leben des ersten Menschen auf dieser Erde war überaus hart und bescheiden. Damit er sich in den gefährlichen Verhältnissen zurechtfinden konnte, bedurfte er des Beistandes der Gotteswelt. So stand Adam als Mensch mit Geistern Gottes in Kontakt, die ihn über alles unterwiesen, was er für sein Überleben brauchte und was er an Vorbereitungen zu treffen hatte für seine spätere Gefährtin und die Nachkommen. Lene schildert in diesem Vortrag, wie die ersten Menschen jedoch schon bald auch den Kontakt mit der niederen Geisteswelt pflegten, was fortan zu einem steten Kampf zwischen Gut und Böse führte.

Lene: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, liebe Freunde, ich möchte mit den Belehrungen fortfahren. Ich möchte euch aber auch zum Nachdenken aufrufen durch die Erklärungen, die ich euch geben durfte, wie das Leben von einst aussah, wie bescheiden es begann und welchen Fortschritt die Menschheit heute erreicht hat. Dann kann man sich fragen: Wohin führt dieser Fortschritt? Das Errungene des Menschen, dient es auch seiner Seele? Ebnet es ihm den Weg zu Gott? Findet der Mensch dadurch den Glauben zu ihm? Wie gestaltet er sein Leben? Findet er den Sinn und den Zweck seines Lebens? Oder ist alles für den Menschen so fremd, so weit weg gekommen, dass er keinen Glauben mehr findet an das, was dereinst geschah? Was ist schuld daran? Liegt die Schuld bei der Verkündung vom Worte Gottes? Ist dem Menschen Wichtiges unterschlagen worden, sodass er keine Zusammenhänge mehr findet zwischen seinem Menschsein auf der Erde und seiner Rückkehr zu Gott und dem Leben, das er in Einheit mit ihm führen sollte? Ja, es gäbe viele Fragen, und man könnte darüber auch meditieren.

Nun, ich erklärte es von Anfang an, es sind Freunde und Geschwister hierhergekommen – die einen möchten sich verinnerlichen, anderen ist es wichtiger und mehr daran gelegen, ihr Wissen zu bereichern. Beides mag sein Gutes haben. Das Sichverinnerlichen führt den Menschen ja auf den Weg zu Gott und wird ihm für sein jetziges Dasein Vorteile bieten. Besondere Vorteile wird es für ihn haben, wenn er dereinst in die Ewigkeit hinübertritt. Andere, die – ich möchte es so sagen – auf religiösem Gebiet ihr Wissen bereichern möchten, finden im Laufe ihres noch bevorstehenden Lebens da und dort die Möglichkeit, von dem, was sie in dieser Woche vernehmen durften, den Mitmenschen bessere Erklärungen zu geben und sie auf dieses oder jenes aufmerksam zu machen. Man kann den Mitmenschen auffordern, dass er über all diese Dinge nachdenken sollte, die dem gläubigen Menschen heute so oberflächlich dargelegt und verkündet werden und die man ihn gar noch aufzunehmen und zu glauben verpflichtet. Denn man kann darüber mehr sagen. Das Denken des Menschen ist heute ganz anders als früher.

Menschen sind heute an exakteres Denken gewöhnt. Sie sind kritischer geworden und auch nicht mehr so von einer ganz bestimmten religiösen Kirche geknechtet, dies zu glauben. Sondern es ist ja so, das darf man wohl sagen, dass sich dieses Blatt wendet und sich noch weiter wenden wird. So wie jene, die einst versuchten, den Menschen Verschiedenes glaubhaft zu machen, sie zu unterdrücken und mit Gewalt zum Glauben zu führen, versuchen nun heute Menschen ihrerseits, mit einer Art, vielleicht kann man sagen, leichteren Gewalt auf diese Kirche einzuwirken, um ihnen und ihr klarzumachen, was dem heutigen Menschen noch zuzumuten ist – und dass dem heutigen Menschen nicht mehr zugemutet werden kann, Dinge zu glauben, die dem Menschen früher vorgelegt wurden und an die er glauben musste.

Warum konnte er es früher glauben? Er hatte nicht die Schulbildung wie der heutige Mensch, es war ihm nicht möglich, sich zu bilden. Er besass noch nicht die Intelligenz, wie sie heute die Menschen haben. Man war kritiklos, und das stand sehr oft im Zusammenhang mit der Gewalt, die die Kirche ausübte, und zumal musste man in erster Linie für das tägliche Brot besorgt sein. Man wollte leben, hatte eine Familie und seine Verpflichtungen. So nahm man dann dieses in Kauf und tat eben so, wie einem befohlen.

Wir glauben jedoch, es ist nun so weit, dass diese neue Zeit wirklich angebrochen ist und das Rad der geistigen Entwicklung sich eben vorwärts dreht und nicht rückwärts, dass es ein Vorwärtsgehen wird, ein Schreiten nach oben. Vielen wird es nun auch unangenehm werden, die Wahrheit zu hören, und wenn sie damit auch nicht einverstanden sind, diese Wahrheit anzunehmen, so wird es ihnen dereinst, wenn sie in die jenseitige Welt kommen, umso schwerer fallen. Denn gerade jene, die glauben, im Auftrage Gottes in dieser Welt zu dienen und die Menschheit in ihrem religiösen Leben zu führen, werden ganz besonders von Gott zur Rechenschaft gezogen.

Dies darf ich hier sagen: Jene, die versuchten, auf diese Weise zu wirken, und es dem Menschen mit der ihnen zur Verfügung stehenden Gewalt und Macht darlegten – sie alle werden bestraft, ausnahmslos, und sie werden einen schweren Weg der Läuterung durchschreiten müssen. Denn sie konnten den Menschen nicht das lebendige Brot und das lebendige Wasser bringen; sie konnten ihnen keine geistige Nahrung geben. Wenn ein Mensch sich als solcher ausgibt und glaubt, im Namen Gottes zu wirken, und Menschen auf falsche Wege führt, wird es ihm nicht gut bekommen. Dieses möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Liebe Geschwister, ihr wisst, ich habe meine geistigen Freunde um mich. Ich habe von Anfang an gesagt: Ich bin nicht allein, sie stehen mir zur Rechten und zur Linken zur Verfügung. Sie stehen vorne vor dieser Bühne, und sie sind auch in den Reihen unter euch. Die einen stehen fest auf diesem Boden, andere schweben in diesem Raum. Ich habe euch auch erklärt, dass es Seelen gibt, die darauf warten, diese Worte zu hören, zu vernehmen. Für sie ist diese Stunde auch eine Stunde des Beglücktwerdens, des Trostes. Viele werden den Mut und den Weg finden, sich in die Ordnung Gottes einreihen zu lassen.

Und wenn ich unter euch, liebe Geschwister, nicht das fertigbringe, was ich erreichen möchte, was mein eigentliches Ziel ist, so habe ich wenigstens dazu noch einen Erfolg, indem es geistigen Geschwistern, die bis anhin in Unkenntnis lebten und die von der hohen Geisteswelt hierhergeführt wurden, zugutekommt. Sie hören, wie hier Menschen auf diese Art und Weise belehrt werden, und sie werden dadurch besser und eher den Weg nach oben finden. Dies nebenbei bemerkt.

Nun komme ich auf gestern Abend [S. 3 ff.] zurück und möchte mit meinen Erklärungen weiterfahren, wo ich stehen geblieben bin. Ich will aber nicht unterlassen zu bemerken, dass ich wirklich im Gespräch mit meinen geistigen Freunden bin. Dies habe ich euch gegenüber erwähnt, und so sagte das eine oder andere mir: “Dieses hast du vergessen, und jenes hättest du besser und deutlicher erklären sollen.” Ja, wenn ich sehe, dass es von Bedeutung ist, nehme ich das gerne an und bin ich auch bereit, dieses nachzuholen. Nun, man hat mich noch auf Folgendes aufmerksam gemacht, das ich euch jetzt erklären werde. Ich bin so frei und offen, es euch zu sagen: Auch mir kann es unterlaufen, dass ich dieses oder jenes zu wenig deutlich erkläre; denn ich habe mir ein genaues Programm vorgenommen und sozusagen die Tage dafür berechnet, worüber ich jeweils sprechen werde – das habe ich euch am Anfang gesagt. So stehen mir soundso viele Tage zur Verfügung, und diese Tage müssen dafür ausreichen. Am letzten Abend [dieser Meditationswoche] werden euch ja in dieser Weise keine Erklärungen mehr gegeben, denn dann wird euch das Abendmahl dargereicht.

Und nun komme ich zurück auf das, worauf man mich aufmerksam gemacht hat, dass ich es zu wenig deutlich erklärt hätte. Es geht um das Erdendasein Adams. Ich legte euch bereits dar: Dieser Adam lebte in grösster Bescheidenheit auf dieser Erde, die sich ‘bewegte’ – alles sah doch so bescheiden aus. Als Adam auf dieser Erde mitten unter Pflanzen und Tieren erwachte, da war es auch so, dass die Temperaturen nicht zu jeder Zeit dieselben waren, und so musste er sich vor Hitze und Kälte schützen. Zuerst hatte Adam keine Behausung, denn die Geisterwelt Gottes hatte ihm nicht etwa eine fertige Behausung zur Verfügung gestellt.

Nun zur Geisterwelt Gottes, auf welche Weise sie mit Adam in Verbindung war: Es war ihr möglich, ihn in seinem Hellsehen, Hellhören und Hellempfinden zu stärken. Es war der Geisterwelt Gottes möglich, sichtbar vor Adam hinzutreten und sich mit ihm zu unterhalten. Die andere Möglichkeit, mit ihm in Kontakt zu treten, war die direkte Stimme, ohne dass für Adam ein Geistwesen sichtbar war. Für die Gotteswelt bestanden also verschiedene Möglichkeiten, mit Adam in Verbindung zu kommen. Auf diese Dinge möchte ich nun etwas genauer eingehen.

Adam hatte noch keine Sprache. Laute und Worte, die er erlernen sollte, die er von sich aus zum Ausdruck bringen konnte, sein Denken und Wollen – dies alles wurde ihm durch das Einwirken der Gotteswelt ermöglicht. Sie gab ihm die ersten Worte und führte ihn in das erste Gespräch ein. Dazu mussten die geistigen Wesen vor Adam hintreten. Er hatte mit seinem ersten Erwachen diese geistigen Wesen gesehen, und sie versuchten, ihn in einer bescheidenen Sprache zu unterrichten. Es waren dies einzelne Worte von grösster Bedeutung – ich möchte sagen, Worte, die für sein Leben wichtig waren.

Die geistigen Wesen machten ihn auch aufmerksam auf gewisse Zeichen, die er erlernen sollte und die ihre Bedeutung hatten für das, was er zum Ausdruck bringen möchte. Man erklärte ihm, dass diese Zeichen auch für die spätere Zeit von Wichtigkeit seien, da er ja nicht immer allein zu leben habe. Man hatte Adam gleich von Anfang an erklärt, dass ihm eine Gefährtin gegeben werde, wenn die Zeit gekommen sei, und dass er nun dafür seine Vorbereitungen zu treffen habe, sodass er sich mit ihr verständigen könne. Die geistigen Wesen belehrten Adam auf eine bescheidene und einfache Weise.

Dies war möglich, denn Adam hatte, nach eurer Sprache, nach eurem Empfinden und Verständnis ausgedrückt, eine grosse mediale Fähigkeit. Er ist ja durch die Engel Gottes ins Leben gerufen worden. Sie gaben ihm einen Teil von ihrer eigenen odischen Kraft ab: Von ihrer Reinheit, die sie besitzen, übertrugen sie etwas auf den Leib Adams; doch nicht nur sein Leib, sondern seine Seele, sein ganzes Wesen sollte beeinflusst werden. Daher war es besser möglich, die Verbindung zur geistigen Welt aufrechtzuerhalten. Diese Verbindung erfolgte auf verschiedene Art und Weise, so wie ich es euch bereits angedeutet habe – nicht etwa ständig in diesem Erscheinen.

Ich werde später noch näher darauf eingehen. Doch nun zu dem, was ich noch zu sagen unterlassen habe: Dieser Adam sollte nun eine Behausung für sich aufstellen. Man erklärte ihm, dass er seinen Leib vor äusseren Einflüssen und vor Tieren zu schützen habe und dass er für sich ein Obdach aufbauen solle, das ihm diese Sicherheit gab. Diese Anweisung geschah auf Empfehlung der Geister Gottes. Man erklärte ihm, was er als Allererstes tun müsse, um sich einmal das notwendigste Werkzeug zu schaffen. Er sollte doch eine Behausung für sich aufstellen – es war eine ganz einfache Hütte. Sie bestand aus irdischer Materie, die ihm zur Verfügung stand; man könnte sagen, aus einer Masse, teils aus Lehm, teils aus Sand – es ist schwer für mich, die richtigen Worte zu finden für die ihm zur Verfügung stehenden Dinge –, es waren auch Steine, und um ihn war eine wässrige Masse von Sumpf. Man erklärte ihm genau, auf welche Art und Weise er für sich eine solche Behausung aufstellen könnte, und man gab ihm Anweisungen, wie er es tun sollte. Die Geisteswelt Gottes hatte ihn in dieser Weise unterrichtet und war ihm behilflich, diese Behausung, diese bescheidene Hütte oder Lehmhütte, wie ihr es vielleicht sagen würdet, aufzubauen, damit er für sich einen Ort hatte, der ihn vor äusseren Einflüssen schützte.

Nun hatte Adam ja einen irdischen Leib, und dieser bedurfte zu seinem Schutze einer Beklei–dung. Er erblickte ja nicht fertig gekleidet das Licht der Welt. Ich habe euch bereits erklärt, dass zuvor auf dieser Ebene der Erde Tiere lebten und dass diese Tiere, aus welchem Grund auch immer, sterben mussten, und es standen da oder dort, wenn ich so sagen darf, die Körper dieser toten Tiere zur Verfügung. Die geistigen Wesen, welche Adam erschaffen hatten, kleideten seinen irdischen Leib mit dem Fell eines Tieres. Um es klar zu sagen, da ihr ja in solchen Dingen besonders neugierig seid, erwähne ich noch, dass eben die Geisteswelt es vermochte, von einem solchen verstorbenen Tier das Fell zu lösen. Sie hatte die Zeit dazu, dieses Fell, um es in eurer Sprache auszudrücken, zu präparieren, damit Adam diese Bekleidung gegeben werden konnte. Adam trug also tatsächlich das Fell eines Tieres, und es wurde ihm gesagt: “Du siehst da diese verschiedenen Tiere, die gestorben sind.” Dies alles ist nach einer wunderbaren Fügung und in der Weisheit Gottes geschehen.

Ihr erinnert euch vielleicht noch, dass ich erklärt habe, aus den verschiedensten geistigen Ebenen, auch aus den tiefsten, seien Wesen herausgeholt worden [S. 5 f.]. Jedem wurde seiner Entwicklung oder seinem Verschulden entsprechend eine irdische Hülle gegeben: sei es jene, die der niedersten Stufe des Lebens entspricht, meinetwegen einem Kriechtier, oder bei Geistwesen, die eine höhere Ebene einnahmen, diejenige von verschiedenen höheren Tieren. Verstarben diese Tiere auf der Erde, löste sich ihr irdischer Körper nicht einfach auf. Diese toten Tiere lagen da, und sie sollten Adam das geben, was er brauchte. Es waren in erster Linie einmal bestimmte Gattungen, deren Felle für ihn nützlich und brauchbar waren. Von diesen Tieren konnte er die Felle entfernen, und von der Geisterwelt wurde er belehrt, wie diese Felle behandelt werden müssten.

Nun, liebe Geschwister, es war ja nicht so, dass Adam jeden Tag ein anderes Fell anziehen musste, sondern man erklärte ihm, dass er diese Felle für seine Behausung gebrauchen solle. Er hängte sie dann an die Wände und legte sie auf den Boden. Er brauchte diese Felle, denn sie gaben ihm Schutz vor Kälte und grosser Hitze. Und zumal wurde ihm auch gesagt, dass er, wenn die Zeit gekommen sei, für einen weiteren Geist, den man ihm zugesprochen hatte, die Vorbereitungen zu treffen habe. Dies war eine Aufgabe, die Adam auch zu erfüllen hatte. Ich habe euch auch gesagt, so schnell ging das nicht. Es ging lange Zeit, bis es so weit war, dass diese Eva die Stufe durch das Tierreich bis zur menschlichen Entwicklung erreicht hatte, um so ins Dasein zu gelangen.

Nun möchte ich noch nicht auf Eva zu sprechen kommen, denn die Zeitabstände sind ja für euch und für mich eigentlich unübersehbar, sie zu erklären ist schwierig, das habe ich euch schon gesagt, denn so schnell ging es ja nicht. Es steht auch in der Bibel: Man schaute umher, ob das geeignete Tier gekommen sei, um Adam nun eine Gefährtin zuzuführen (vgl. 1. Mos. 2, 20). Ich meine, wenn Menschen nur etwas nachdenken würden darüber, müssten sie sagen: “Hier ist doch eine Lücke, etwas stimmt nicht”, denn als Gefährtin konnte man Adam doch nicht ein Tier geben, mit dem er sein Leben teilen musste. Es sollte doch auch dieses wirklich klar dargelegt werden, was damit gemeint war, dass man auf der Suche nach diesem Tier war. Nun, ich habe es euch schon erklärt. Ich möchte mir Mühe geben, Dinge nicht zu wiederholen, von denen ich schon geredet habe. Aber ich werde Wiederholungen ausführen, wenn es dienlich ist, eine Angelegenheit besser zu erklären, denn ich möchte nicht nur mit Freunden rechnen, die die kurzen Worte, die ich gebe, verstehen. Ich muss mich schliesslich auch jenen fügen, die etwas längere Zeit dafür brauchen.

Nun war Adam also, wie ich es bereits erläuterte, in Verbindung mit der Geisterwelt Gottes. Auf verschiedene Art hatte er die Möglichkeit, diese Verbindung aufrechtzuerhalten. Es war die Geisterwelt Gottes, die da war und ihm den Weg zeigte. Man soll aber nicht etwa annehmen, dass nur die Geisterwelt Gottes tätig war. Da war ja diese Erde geschaffen und Adam als Mensch. Ihr wisst durch die Erklärungen, die euch gegeben worden sind: Die Menschen auf dieser Erde stehen unter der Herrschaft Luzifers, und es hatte damals noch keine Erlösung stattgefunden. Infolgedessen vermochte dieser Luzifer die Herrschaft über alle auszuüben, obwohl die göttliche Welt die Möglichkeit hatte, Einfluss auf das Einzelne zu nehmen, es in seinem Glauben zu prüfen, um festzustellen, wie seine Einstellung war; ob man treu am Gottesglauben hing und treu im Glauben Gott ergeben war oder eben nicht. Das sollte in erster Linie eine Prüfung sein.

Es war die niedere Geisteswelt, der es natürlich nicht gefiel, auf welche Art und Weise es ermöglicht wurde, dass Geister aus den verschiedensten Sphären geholt wurden und ihnen die Möglichkeit zu einem Aufstieg gegeben war. Also hatten auch sie ihrerseits Vorbereitungen getroffen für das weitere Leben, das sich auf dieser Erde entfalten sollte. Sie wollten nicht zu kurz kommen, denn sie wollten auch ihre Aufgaben erfüllen. Es ist euch bekannt, wie schlau dieser Luzifer ist und dass er dementsprechend auf die Seinen einwirkt.

Nun möchte ich einen grossen Schritt nach vorne tun, als die Zeit gekommen war, wo Eva diesem Adam zugeführt werden durfte. Ein bestimmtes Tier hatte jene Geistesstufe erreicht, wo der geistige Tierleib jenes Wesens gewandelt werden konnte, um in ein menschliches Dasein treten zu können. Dies habe ich euch bereits gestern erklärt. Auf welche Weise es geschehen ist, möchte ich nicht in allen Teilen wiederholen. Aber ich möchte meinen Geschwistern den Gefallen tun, es auf diese Weise näher zu erklären, da sie mich darum gebeten haben.

Betrachten wir nun einmal das Dasein dieses weiblichen Wesens, das nun Adam zugeführt wurde. Eva durfte also in diese Hütte eintreten, und daher bestand für sie schon ein gewisser Schutz. Sie war nicht irgendwelcher offener Willkür auf der Erde ausgesetzt, sondern Eva war einerseits unter dem Schutze Adams, und andererseits hatte sie eine ganz bescheidene Behausung.

Wie es mit der Sprache vor sich ging, das habe ich euch auch erklärt. Adam hatte die Möglichkeit, seiner Gefährtin Belehrungen zu geben. Eva, die selbst auch eine grosse mediale Kraft besass, war es möglich, ebenso schnell dieses zu erlernen, und man hatte sich für weitere Notwendigkeiten einfach mit Zeichen verständigt – man machte Zeichen. Und in der Zeit, als Adam alleine war, hatte er ja ganz bescheidene Gebrauchsgegenstände gefertigt, die er schon für sein Leben brauchte.

Adam hatte also auch im gewissen Sinne für seine Gefährtin zu sorgen, die ihm gegeben wurde. Er musste für die Nahrung besorgt sein, und er brauchte nun allerlei verschiedene Gegenstände. Ich möchte aus gewissen Gründen dazu keine nähere Erklärung geben. Es soll euch genügen, wenn ich sage, dass Adam für Eva besorgt war, dass sie Nahrung hatte, denn sie hatten doch auch das Verlangen nach Speise und Trank. Ihr Körper wurde durch die Materie der Erde ernährt, und nur auf diese Weise konnten sie am Leben bleiben. Und bereits zu jener Zeit begann das harte Leben, um das tägliche Brot für sich zu gewinnen.

Nun hatten diese beiden Menschen – ich drücke es so aus – ihre Nachkommenschaft. Sowohl Adam wie auch Eva bemühten sich, ihre Kinder zu erziehen, so gut es ihnen zu jener Zeit gelang. Es war auch so, dass man in Verbindung mit der Geisterwelt Gottes war und dass sie auch stets Anweisungen für das weitere Leben dieser Nachkommen gab. Als sie herangewachsen waren, wurde ihnen von der Geisterwelt Gottes befohlen, dass sie sich doch von ihren Eltern entfernen sollten, um ihr eigenes Leben zu leben. Die Landstriche seien dazu gross genug, und die Erde sei im gewissen Sinne dazu schon gut vorbereitet. Das wurde dann auch getan, die Nachkommenschaft entfernte sich aus dem Hause der Eltern, und sie gründeten ihre eigenen Familien.

Ich möchte betonen, dass das, was ich euch jetzt über die Geisteslehre sage, sehr wichtig und bedeutungsvoll ist. Es geht um die Verbindung des Menschen auf dieser Erde mit der Geisterwelt. Diese beiden Erstlinge hatten durch die höhere Welt eine besondere geistige Führung. Das will aber nicht heissen, dass es nicht auch Zeiten gab, wo sie von den andern, eben dieser niederen Geisteswelt, die auch tätig wurden, in Versuchung geführt wurden.

Es wurde Adam und Eva klargemacht, dass man nicht einfach auf Befehl hin in Verbindung zur höheren göttlichen Welt kommen könne, wie es zuerst im Wunsche dieses Adams war und auch geschah, als er noch allein lebte. So wusste Adam oft weder ein noch aus, dann kniete er nieder und bat Gott, er möge ihm Antwort geben, denn er wisse nicht, wie es weiter vorwärtsgehen solle. Er war doch ungeschickt, oder ich möchte auch sagen, in seinem Wissen beschränkt. Er brauchte doch die Hilfe. Und wo sollte er Rat holen? Man hatte es ihm gesagt: “Willst du Rat, willst du Bescheid, dann wende dich an Gott”, und dieses tat er dann auch. Er hatte stets in seiner Not zu Gott gefleht, und ihm wurde, den verschiedensten Möglichkeiten entsprechend, Antwort gegeben. Nicht jedes Mal stand auf seinen Wunsch hin ein geistiges Wesen vor ihm, denn es war auch für ein höheres Geistwesen mit Schwierigkeiten verbunden, sich Adam zu zeigen. Daher bestand die Möglichkeit, die direkte Stimme zu vernehmen oder dass er inspirativ geführt wurde. Adam war ja hellsehend und hellfühlend. So vermochte er, sagen wir, zu meditieren, sich dem Höheren zuzuwenden. So fühlte er sich geführt und konnte das Richtige ausführen. Das ging so seine Zeit, und dann kam ja seine Gefährtin hinzu. Auf diese Weise versuchte man in der ersten Zeit, es zu tun, denn man hatte doch viele Belehrungen und Hinweise nötig.

Nun wurde ihm klargemacht, dass, wenn seine Nachkommenschaft vorhanden wäre, es in der Art und Weise nicht mehr vorgesehen sei, dass seinem Wunsche entsprechend einfach ein Geistwesen vor ihm stehen würde und gleich die Antwort gäbe. Man erklärte ihm, dass er selbst etwas dazu tun müsse. Er müsse einen sogenannten Altar errichten – Altar ist nicht das richtige Wort, eine gewisse Opferstätte ist vielleicht der bessere Ausdruck dafür. Man erklärte ihm, wie diese Opferstätte errichtet werden müsse. Sie bestand aus aufgeschichteten Steinen, die mit einer Masse, die Adam zur Verfügung stand, verbunden wurden, und auf diese Weise hatte er eine bescheidene Opferstätte zuwege gebracht. Nun wurde ihm erklärt: “Du musst deinerseits Gott gewisse Gaben darbringen. Es soll ein Opfer von dir sein, und diese Gaben sind für Gott bestimmt.” Es wäre nicht richtig, wenn ich sagen würde, dass Adam einen Acker bestellen musste, jedoch suchte er wertvolle, kostbare Pflanzen aus, um sie als Opfergabe Gott darzubieten.

Auch wurde Adam gelehrt, wie man Feuer entfacht. Auch dieses musste ihm die Geisterwelt Gottes zeigen, und man hatte ihm auf diese Weise erklärt, wie es möglich ist, feine Gerüche, die zu den Wohlgerüchen Gottes gehören, herzustellen, was zugleich eine schnellere Verbindung zu den göttlichen Wesen ermöglichte. Man erklärte ihm, es sei notwendig, das auf diese Art und Weise zu erwirken, um in Verbindung mit geistigen Wesen zu kommen.

In der Zeit, als Adam und Eva allein lebten, vermochte er in dieser Inspiration und dank dem Entgegenkommen göttlicherseits die Antwort zu erhalten. Aber auch das sollte seine Änderung finden. Man erklärte es ihm, dass es in Zukunft unmöglich sei, einfach zu bitten und zu flehen, die Geisterwelt Gottes möge jetzt Antwort geben und Ähnliches. Es war schon zu jener Zeit manchmal so, dass sie um etwas baten und es keine Antwort gab. Denn Gott lässt sich nicht befehlen, und er verlangt auch – dies ist heute noch genauso –, dass der Mensch das Seinige tut, dass er überlegt und sich anstrengt. Gott wird dann dementsprechend eingreifen, wenn er es für gut und notwendig befindet.

Es sollte auch so sein, dass nicht mehr die allerhöchsten Geister des Himmels, die sich stets um Adam bemüht hatten und mit ihm in Verbundenheit waren, sie umsorgten, sondern es sollten andere Geistwesen die Aufgabe haben, die da kommenden Wesen in ihrem Menschsein zu betreuen. Sie sollten dann die Möglichkeit haben, durch die vorhin erwähnte Art der Bereitstellung von Opfergaben, die die notwendige Zusammensetzung geistiger Kräfte oder des geistigen Odes ermöglichten, gewisse Materialisationen zustande zu bringen, um entweder auf diese Weise die direkte Stimme hervorzubringen oder dass da ein Geistwesen neben dieser Opferstätte stand, ihnen die Antwort gab und so den richtigen Weg im Leben zeigen konnte.

Ihr sollt jetzt nicht denken oder euch eure Gedanken darüber machen, dass die Erfüllung der vorhin beschriebenen Massnahmen nicht nötig gewesen wäre – die Verbindung zur Gotteswelt hätte ja auch ohne das weitergehen können. Nein, liebe Geschwister, so hätte es nicht weitergehen können. Die Erstlinge waren ja der Anfang neuen Lebens, das geschaffen werden sollte, und sie sollten durch ihr Gebet den Weg zu Gott finden; es wurde erwartet, dass sie Gott bitten. Auch sollte es in späterer Zeit den Nachkommen nicht so leicht gemacht werden; sie mussten also Bedingungen erfüllen. Es brauchte einiges dazu, um in Verbindung mit diesen göttlichen Wesen zu kommen. Es wurden Bedingungen gestellt: “Wenn ihr die Gesetze befolgt, die wir euch geben, kommen wir und geben euch Antwort. Wenn ihr das tut, was wir euch anempfehlen, werden wir für euch da sein. Seid ihr ungehorsam, so werdet ihr das Wort Gottes nicht vernehmen; ihr werdet im Dunkeln tasten, und Gott wird euch bestrafen. Ihr müsst euch diese Verbindung zur Gotteswelt erwerben.”

Damit war eine gewisse geistige Entwicklungszeit, wenigstens zu einem kleinen Teil, abgeschlossen. Man konnte nicht mehr so einfach in direkte Verbindung mit der Geisterwelt Gottes kommen. Es wurde etwas verlangt: Diese Opferstätte musste aufgerichtet werden, und es wurde genau erklärt, welche Opfer auf welche Art und Weise dargebracht werden sollten. Und man musste beten, beten. Man musste Gott die Ehre geben und in tiefem Verlangen nach ihm sein, und so konnte man geführt werden. Menschen hatten im Alltag, im täglichen Leben, manche Fehler gemacht. Sie waren doch Menschen, und von der Vollkommenheit, die sie einst in der göttlichen Welt hatten, war nichts mehr vorhanden. Es kamen Zweifel über sie, es kam Unfriede. Dies alles, die Untugenden, waren doch schon Bestandteil ihres Wesens gewesen, und sie sollten sich Mühe geben, sie zu überwinden. Daher bekamen sie nicht zu jeder Zeit von Gott Antwort, wenn sie darum gebeten hatten.

Nun aber zur anderen Seite: Zu jenem Zeitpunkt hatten doch die düsteren und dunklen Geistesmächte gleich erkannt, welche Pflichten und Aufgaben diesen ersten Menschen gegeben wurden und was sie tun sollten, damit die Gotteswelt mit ihnen in Verbindung kam. Dies machten sie sich zunutze, denn für sie war es viel leichter, und so gingen sie zu diesen Menschen hin.

Ich mache nun zeitlich einen Schritt nach vorne und komme auf die Nachkommen von Adam und Eva zu sprechen. Als sie sich vom Hause ihrer Eltern entfernt hatten, wurden auch ihnen Aufgaben übergeben, das heisst, auch sie hatten die Aufgabe, einen solchen Opferaltar zu erstellen, um in Verbindung mit der göttlichen Welt zu kommen, um zu beten und um Gott die Ehre zu geben. Sie mussten oft lange zu Gott flehen und bitten, bis sie wieder eine wirkliche Antwort bekamen, einen wirklichen Hinweis, der für ihr Leben von grossem Nutzen und grosser Bedeutung war. Es war nicht so einfach, diesen Altar mit den notwendigen Opfergaben bereitzustellen und dann zu glauben, dass sich in ein paar Minuten oder Stunden, um es nach euren Begriffen zu sagen, der Himmel geöffnet hätte und ihnen die Antwort gegeben worden wäre. Sie mussten um das wahre Gotteswort kämpfen – sie mussten darum kämpfen.

Nicht kämpfen musste man aber um das Wort des Teufels, und dieser machte sich das zunutze. Er kam und bediente sich da dieser ersten Menschen und ihrer Nachkommen. Es war viel schneller möglich, eine Antwort von unten zu bekommen. Diese hatten sich das Ganze zunutze gemacht und den Menschen auch die direkte Stimme gegeben. Sie haben ihnen gesagt oder so getan, als wären sie Engel des Himmels, und sie gaben den Menschen Empfehlungen in einer Art und Weise, in der sie Erfolg sahen, bei der sie sich darüber freuen konnten. Es waren schmeichelhafte Worte, die den Menschen von der niederen Geisteswelt gegeben wurden, und solches gefiel den Menschen und gefällt ihnen auch heute noch. Auf diese Weise wurden sie vom Bösen eingelullt, getäuscht. Die Menschen waren so kritiklos und glaubten, dass diese Antworten doch nur von Geistern kommen könnten, die es gut mit ihnen meinten. Sie hatten nicht lange gefragt: “Ja ist das wirklich von Gott? Ist diese Antwort wirklich von Gott?” Nein, sie fanden an dem, was ihnen gesagt wurde, Gefallen, und es erschien ihnen einfach, klar und verständlich. Die Nachkommen von Adam und Eva glaubten, um sie vermöchten sich doch nicht andere als Gottesgeister zu bemühen. So nahmen sie die Antworten für wahr und befolgten dann das, was ihnen von der niederen Geisteswelt gesagt wurde. Sie hatten eben viel schneller eine Verbindung zur niederen Geisteswelt.

Und schon gab es unter diesen Nachkommen Streit. Die einen behaupteten: “Ja ihr, was tut ihr denn? Uns gelingt das immer gleich – wir bekommen sofort Antwort. Bei euch stimmt doch etwas nicht, dass ihr nicht sogleich Antwort bekommt.” Auf diese Weise konnten sie sich bereits mit ihrer Zeichensprache oder mit den Worten, die ihnen zur Verfügung standen, verständigen. Mit der Zeit konnten sie sich besser ausdrücken und verständlich machen – von Wortschatz will ich aber nicht reden. Auch ihre Zeichnungen wurden klarer, verständlicher; man hatte sich auf die Bedeutung bestimmter Zeichnungen geeinigt, die man machte.

So vermochte man auch schon gleich auf den andern loszugehen und zu sagen: “Ja warum nimmst du dir denn so lange die Mühe, bis du eine Antwort bekommst? Ich bekomme sie sofort, und das, was man mir gesagt hat, das stimmt doch alles. Ich bin durch diese Opferungen und durch das Flehen zu Nutzen gekommen.” Sie haben sich wohl hingesetzt oder sind niedergekniet und haben zu Gott gebetet. Aber nicht Gott hat ihnen sogleich auf dieses Rufen hin Antwort gegeben – Antwort bekamen sie von denen, die von unten sind. So mussten auch diese Menschen lernen, zu unterscheiden, was von oben kommt und was von unten ist, und das war sehr schwer. Es war wahrhaftig sehr schwer, diesen Menschen klarzumachen, dass es viel braucht, um Gottes Wort wirklich zu erleben.

Ich möchte nicht unterlassen zu sagen, dass Gott nicht nur Geistwesen von unten ins menschliche Dasein hineingeführt hatte, denn die Gotteswelt sah doch die grosse Gefahr, die auf diese Art und Weise den Menschen auf der Erde widerfahren konnte. Sie konnten diesen Versuchungen verfallen und ihre ganze Aufmerksamkeit wieder dem Bösen schenken. Das Böse versuchte, die Macht über jene Menschen zu nehmen, und es verstand wahrhaftig, diese Menschen für sich zu gewinnen. Luzifer war ja schon dazumal der Herrscher über die Menschen dieser Erde.

So wurde der Himmel aufgetan, und es kamen heilige Geistwesen, also getreue Geistwesen, ins menschliche Dasein. Diese Geistwesen aus den Himmeln sollten Führer dieser, sagen wir, jetzt noch bescheidenen Völkerfamilie werden, welche sich entfaltet hatte. Und diese Propheten, wie sie von den Menschen genannt wurden, verkündeten Gottes Wort und kamen durch ihre geistige Entwicklung, die sie hatten, schneller und eher in Verbindung mit der guten Geisteswelt, obwohl das Gesetz, das aufgestellt worden war, auch für sie Geltung hatte. Als sie ins menschliche Dasein kamen, sollten auch sie nicht wissen, dass sie von den Himmeln herkamen und was eigentlich ihre besondere Aufgabe war. Sie hatten durch ihre Menschwerdung das hohe göttliche Bewusstsein verloren, denn auch diese höheren Wesen, die ins menschliche Dasein berufen wurden, sollten ihrerseits den Beweis der Gottestreue geben, dass sie Gott treu ergeben sind.

So war es dann auch wirklich bei diesen inkarnierten Geistwesen, die aus den himmlischen Bereichen kamen: Sie waren Gott ergeben, ihr Glaube blieb ihnen und war tief. Keiner dieser Propheten, die aus den Himmeln kamen, hatte Gott verleugnet, sondern sie wurden zu Führern jener Menschen, die auf der Erde lebten. Diese Propheten hatten von Gott gesprochen und versucht, den Menschen den Gottesglauben näherzubringen, und auch sie bedurften dieser Opferstätte beziehungsweise eines gewissen Gemaches; auch ihnen wurden mit der Zeit anspruchsvollere Bedingungen gestellt, um eine bessere, klarere Verbindung zur Gotteswelt zu bekommen. Es brauchte dazu den Aufbau gewisser Kräfte, die es ermöglichten, solche Erscheinungen zu erleben, sei es, um die direkte Stimme zu hören oder hellsehend, hellhörend die Zukunft zu erkennen. Auf diese Weise kam es auch zu einer geistigen Priesterschaft.

Sie ihrerseits versuchten, diese Menschen zu beeinflussen. Aber das Niedere wurde so mächtig und gewaltig, und es übte seine Herrschaft über diese Menschen aus. Um die Menschen für etwas zu gewinnen, muss man einfach mit schmeichelnden Worten kommen; man muss ihnen nur Versprechungen machen und das sagen, was ihnen gefällt. Auf diese Weise gewann die niedere Geisteswelt den Menschen, und dies war dazumal so und gilt auch heute noch, liebe Geschwister – dies muss ich sagen.

Daher mussten jene Propheten einen schweren Weg gehen. Sie hatten mit diesen Geistern, die versuchten, Menschen irrezuführen, einen schweren Kampf auszufechten. Die Propheten ihrerseits waren jedoch hellsehend und erkannten gleich, dass diese in Verbindung mit der niederen Geisteswelt kamen. Und diese niedere Geisteswelt, das habe ich gestern angedeutet, hat in solch unmöglicher Art und tyrannischer Weise versucht, den Menschen Bedingungen zu stellen, beispielsweise auf welche Art Opfer erbracht werden müssten – es wurden sogar Menschenopfer gefordert. Und diese Menschen, blind geworden, gehorchten und waren so tatsächlich dem Bösen verfallen.

Ich habe es gleich am ersten Abend, von Anfang an, betont: Ich möchte nicht über Dinge reden, von denen ihr in gewissem Sinne bereits aus eurer Bibel orientiert seid und in deren Überlieferung der Funke der Wahrheit verblieben ist. Dazu könnte ich Verschiedenes anmerken – aber es liegt mir in der Hauptsache daran, euch über Dinge aufzuklären, von denen ihr nichts wisst, da es dereinst vernichtet worden ist.

Im Weiteren möchte ich kurz Folgendes ansprechen: Wenn ich von Zeit rede, liebe Geschwister, muss man nicht etwa der Auffassung sein, das Geschilderte sei von einem Jahr zum andern gegangen – es liegen immer grosse Zeitspannen dazwischen. Müsste ich euch die Schöpfung so erklären, wie sie geschehen ist und was alles im Einzelnen geschah – mir würde die Zeit dazu nicht reichen, und einiges habe ich ja schon gesagt. Ich müsste wochenlang Tag und Nacht sprechen, und ihr müsstet mir zuhören. Dazu hättet ihr die Kraft wohl nicht, und ich glaube, es würde auch mir zu viel.

Nun muss ich wiederum in eine andere Zeitspanne hineingehen. Ich erklärte euch – ich habe es nicht unterlassen zu sagen –, dass sich der Himmel aufgetan hatte und Propheten den Auftrag bekommen hatten, in die Menschwerdung einzutreten, um die Menschen vom Bösen wegzuführen. Es ist ihnen dies nicht durchaus gelungen – wahrhaftig nicht.

Und so kam wiederum einer, der von Gott gezeichnet war, um jene Menschen zu führen, und das war nun Mose. Er sollte auch ein Führer der Menschen werden, und Mose wurde von ihnen anerkannt. Er hat sie durch die Wüste geführt. Mose konnte mit der göttlichen Welt in Verbindung treten und mit Gott ins Gespräch kommen. Er konnte die direkten Worte Gottes hören. Er war ein Geist aus den Himmeln, der für das Volk gesandt wurde, um es zu führen und vom Bösen wegzuleiten. Diesem Volk, das nun dem Bösen verfallen war, ging es gar nicht immer in allen Teilen gut. Es wurde von Gott manchmal hart geprüft. Das Volk wurde hart bekämpft, und die Menschen hatten ein leidvolles Leben durchzustehen. In diesem Fall, in dem Mose dieses Volk anführte, nahm man an, dass es ein Volk sei, das den Gottesglauben am ehesten haben könnte. Das Volk, das Mose führte, sollte aber auch geprüft werden.

Und so zog Mose mit ihnen [aus Ägypten] aus. Er verliess mit ihnen jenen Ort und suchte ein anderes Gebiet, beziehungsweise wollte er dorthin, wo er glaubte, dass er mit seinem Volk in grösserem Frieden leben könne, ohne von andern bekämpft zu werden. So zog er mit diesem Volk aus. Aber auch Mose war mitten auf dem Wege, den er mit seinem Volk ging, ratlos. Er bedurfte wieder des Gesprächs mit Gott, denn er wusste nicht mehr ein und aus. Das Volk, das mit ihm zog, war schon so gross geworden. Sie machten ihm Vorwürfe, das Volk wurde unzufrieden, denn es musste Entbehrungen leiden. Und was blieb diesem Mose übrig? Er sagte: “Gut, ich will zu Gott flehen, ich will zu ihm beten.” So sonderte er sich von den Seinen ab und suchte sich einen Platz weit weg vom Volk, um in Ruhe zu sein, um zu flehen und zu rufen, dass Gott ihm Antwort gebe. Er musste lange rufen und lange flehen. Es war nicht so einfach, wie es in der Bibel geschildert wird, dass nun Mose mit Gott ins Gespräch gekommen sei. Wahrhaftig hatte er lange Zeit gebraucht, bis ihm Gott sein Wort gab, denn Gott war nämlich mit dem Tun und Wirken dieses Mose auch nicht in allen Teilen einverstanden.

Doch Mose hatte ausgeharrt. Sein Glaube an Gott war stark, und er bekam das Wort von Gott. Er konnte aber Gott in seiner Pracht, so wie er war, niemals erleben. Als Mensch konnte er, so wie ich es am zweiten Abend erklärte, unmöglich mit ihm in Verbindung treten. Es gab eine Erscheinung, wie dies eben in der Bibel steht: Es war ein Feuerbusch (vgl. 2. Mos. 3, 2), es war ein Feuer, und durch dieses Feuer vermochte er das Wort Gottes zu vernehmen. Er hörte so das Wort Gottes und seine Anweisungen. Aber dieser Mose, er hatte Tränen vergossen; er hatte verzweifelt um Hilfe gerufen. Es brauchte viel Flehen und Bitten, bis der Moment gekommen war, dass er es auf diese Weise vernehmen durfte.

Und dann sollte doch diesem Volk endlich einmal eine Ordnung gegeben werden. Es wurden ihm Gesetze gegeben (2. Mos. 20, 1–17) – Gesetze sollten dem Volk dargelegt werden. Gehorsam sollte es nun zeigen und auf Gesetze verpflichtet, an sie gebunden werden. Diese sollten nicht nur dafür da sein, dass es auf der Erde unter den Menschen besser in Frieden leben konnte, sondern sie sollten auch für das Leben nach dem Tode ihre Bedeutung haben. Es sollte die Gesetze erfüllen und würde so auch in seiner geistigen Entwicklung einen Fortschritt machen.

Solange überhaupt keine Gesetze vorhanden waren, konnten sie niemals für ihre Untaten, die sie begangen hatten, bestraft werden. Wenn kein Gesetz vorhanden ist, kann doch auch niemand bestraft werden. Deshalb wurden die Gesetze gegeben, und sie hatten ihre Gültigkeit für die Menschen auf der Erde. Es oblag der Obrigkeit oder den führenden Menschen, jene, die das Gesetz verletzt hatten, schon im gewissen Sinne auf Erden zu bestrafen. Was jedoch von grösserer Bedeutung war, das war die geistige Strafe, die ihnen gegeben wurde. Hielten sie das Gesetz, das von Gott kam, nicht ein, wurden sie im Geiste bestraft. Und so wurden dann jene, die sich auf diese Art und Weise belastet und verschuldet hatten, in der geistigen Welt in andere Sphären geführt. Dort erhielten sie dann ihre gerechte Strafe – ihre wirkliche Strafe.

Ihr wisst auch, was in der Zeit der Abwesenheit von Mose geschehen war. Das Volk glaubte überhaupt nicht mehr, dass er zurückkommen würde. Und was hatten sie getan? Sie versuchten auch, eine Opferstätte zu bauen, und in den Schriften, in der Bibel, spricht man davon, dass sie ein goldenes Tier aufgestellt hätten (2. Mos. 32, 4). Also in der Weise stimmt es nicht, denn so viel Gold hatten nämlich diese Menschen nicht bei sich, um davon ein solches Tier zu formen. Wohl hatten Menschen von dazumal auch schon ihre Schmuckstücke, und auch dieses Volk hatte sie. Es gab zu jener Zeit Gold und Edelsteine, aber nicht so häufig. Es kam die Forderung auf, von dem zu geben, weil man wusste, dass darin eine ganz besondere Feinheit an Odstrahlung war. Man hatte nun ein solches Tier aus irdischer Materie geformt, gebaut, und jene Menschen hatten dann, entsprechend den Möglichkeiten jener Zeit, etwas Wertvolles, das sie an sich hatten, sozusagen in den Lehm hineingearbeitet. In dieses Tier waren also, sagen wir, gewisse Teile von kostbarem, besserem Edelmetall hineingearbeitet worden. Aber dass da nun so ein Tier, wie es euch in der Bibel erklärt und als goldenes Kalb dargelegt wird, geschaffen worden wäre ... Ja liebe Geschwister, man soll sich doch einmal überlegen, wie denn das hätte möglich sein sollen, so etwas zu machen. Dieses Tier wurde aus einfachen Mitteln geformt und gestaltet, und in den Lehm, in all diese Materie, hatten sie unter anderem irgendwelche Edelmetalle hineingesteckt.

Als Mose zurückgekommen war, sah er, was das Volk gemacht hatte. Er kam so in Zorn, dass er die Tafel zerschlug, die ihm Gott gegeben hatte, und zugleich vernichtete er auch diese Opferstätte, diese Opferform, die sie aufgebaut hatten, und er war sehr unglücklich, als er sehen musste, wie das Volk in so kurzer Zeit wieder dem Bösen verfallen war.

Und das ist so geblieben: Es gab immer Kämpfe zwischen Gut und Böse, und der Himmel blieb trotzdem offen, um Propheten den Weg frei zu lassen, damit sie zu diesen Menschen gehen konnten, um sie zu unterrichten. Aber es war auch so: Gott hatte das Volk bestraft. Es gibt jedoch heute noch Freunde unter euch, die glauben, dass die Schilderung in der Bibel von dieser Wasserflut, von diesem Feuer nur so eine Erklärung wäre, die gegeben worden sei ... (1. Mos. 7, 11–12 und 19, 24–25). Nein, Gott musste eingreifen. Er liess über die Menschen, ich muss sagen, Unglück kommen, und es starben dabei viele, viele Menschen. Denn nur auf solchem Weg liess sich aus jener Menschheit, die so dem Bösen verfallen war und die sterben musste, eine bessere Menschheit hervorbilden. Das Böse konnte nur auf diese Art und Weise vernichtet werden, indem die Strafe Gottes über sie kam und jene Menschen eben auf diese Weise sterben mussten, um besseren, neuen Menschen die Möglichkeit zu geben, in ein neues Erdenleben zu treten.

Gott hat gestraft, und es wäre falsch, wenn man heute der Meinung wäre: “So grausam kann Gott nicht sein.” Das hat mit Grausamkeit nichts zu tun, denn es war nur zum Heil des Menschen. Und es ist auch heute noch so: Gott kann beim einzelnen Menschen einschreiten und sein Leben kürzen lassen, wenn er sieht, dass dieser Mensch keine Fortschritte in seinem Leben macht; so gut wie er die Möglichkeit hat, diesem oder jenem das Leben zu verlängern, er wird es auch tun – so gut wie die Geisterwelt Gottes, wenn sie in Freundschaft mit dem Menschen steht, alles tun wird, damit es ihm auf der Erde besser geht und er ohne Leid leben kann. Sie wird das Ihrige dazu geben, denn sie fühlt sich verpflichtet, den Menschen auf diese Weise zu segnen und ihn zu bereichern. Und andererseits ist es so: Wendet man sich vom Göttlichen ab, dann kommt das Böse über den Menschen, beeinflusst ihn, und die Strafe folgt. Wenn nicht in diesem Leben, kommt die Strafe in einem folgenden Leben und kann dann sehr hart sein. Und die Strafe wird auch jedem gegeben, der in die jenseitige Welt hinüberkommt.

So hatte Gott mit seiner heiligen Geisterschar gewirkt. Das Böse musste immer wieder zurückgedrängt werden. Diese Menschen mussten also ihr Leben lassen, um dann wiederum in einem neuen menschlichen Dasein einen neuen Anfang für ein besseres Leben zu finden.

So war es stets geschehen. Die Menschen starben, und trotzdem war die Menschheit nicht ausgestorben. Sie entwickelte sich ständig und entfaltete sich vorwärts. So war doch der Zeitpunkt gekommen, auch darüber seid ihr belehrt, wo die Gotteswelt festgestellt hatte: Nun ist ein Volk da, es sind so viele Menschen da, die in ihrem Gottesglauben gefestigt sind, und jetzt kann eingegriffen werden, um den Aufstieg zu beschleunigen, denn das Böse sollte nun endlich einmal in die Schranken gewiesen werden – es sollte besiegt werden können. Nur so, auf diese Art und Weise, sollte es möglich werden, das Böse, das stets aus der Hölle herauskam, zu unterbinden, es in seine Schranken zu weisen. Es mussten neue Bedingungen geschaffen werden, um sozusagen eine neue Welt zu schaffen, einen neuen Himmel zu geben. Dieses ist, ich möchte sagen, nicht wörtlich zu nehmen, es ist symbolisch. Wenn ich sage “eine neue Welt”, so heisst es das, wie es in der Bibel gemeint ist (Jes. 66, 22; 2. Pet. 3, 13; Off. 21, 1) und wie es in Visionen erlebt wurde: eine neue Welt mit Menschen, die nach einer anderen Einstellung und einer höheren geistigen Entwicklung strebten. Sie sollten in den neuen Himmel, der für sie vorbereitet worden war, eingehen, wo man für ihren weiteren geistigen Aufstieg besorgt sein würde.

So mussten diese himmlischen Sphären auch umgewandelt werden, denn es mussten Sphären des Aufstiegs geschaffen werden. Es wurde ein Teil als neuer Himmel gestaltet für das, was die Geisteswelt sich vorgenommen und geplant hatte für die Erlösung oder die Heimkehr der Menschen. Der Gedanke, dass es möglich sein würde, die von unten Kommenden wieder in die Himmel zurückzubringen – es konnte nur auf dem Weg geschehen, wie es tatsächlich geworden ist, indem der eingeborene Sohn Gottes bereit war, unter der Menschheit den Kampf mit dem Bösen aufzunehmen.

Die Menschen oder die Gläubigen von heute haben in der Art und Weise gar keine richtige Vorstellung, was mit der Erlösung durch Christus eigentlich vollbracht wurde, dass es in erster Linie um einen geistigen Kampf ging. Es ging um das Unsichtbare, um das, was die Menschen von dazumal nicht sehen konnten, die aber wohl vermochten, sich eben durch Opferungen ganzen Geisterscharen von bösen Geistern hinzugeben. Diese Menschen hatten keinen Gottesglauben mehr. Doch es ging der hohen Geisteswelt in erster Linie nicht um sie, sondern es ging um jene, die einen Gottesglauben hatten, der aber nach ihrem Willen, nach ihrer Vorstellung ausgerichtet war – ich möchte sagen, so wie es auch heute noch zum Teil ist.

Es gibt Menschen, sie haben eine Vorstellung von Gott; sie haben einen Glauben, und dieser Glaube genügt ihnen. Sie fragen sich nicht, ob ihr Glaube richtig ist oder nicht. Sie stellen sozusagen ihre eigenen geistigen Gesetze auf. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Es gibt Menschen, die befehlen Gott, was er zu tun hat, und glauben dann, auf diesem Weg, auf diese Art und Weise, Gott gefällig zu sein, indem sie ihm sagen, was er zu tun hat.

Ja, liebe Geschwister, in vielen Beziehungen sind die Menschen in ihrer geistigen Entwicklung nicht alle so vorwärtsgeschritten, und man könnte welche, die heute auf dieser Welt leben, mit jenen von dazumal vergleichen; sie sind nicht viel anders. Es gab unter jenem Gottesvolk sogenannte Pharisäer. Es gab diese Priester, und sie waren doch gottgläubig, hatten aber ihre eigene Vorstellung von Gott. Sie liessen sich von Jesus, der kam und eine neue Lehre brachte, nicht belehren. Sie waren es, die glaubten, fromme Menschen zu sein, und sich als solche ausgaben. Sie waren Werkzeuge der niederen Geisteswelt und eigentlich nur scheinheilig-fromme Menschen. In Wirklichkeit waren sie gar nicht fromm. Sie waren in ihrem Innersten falsch und böse, und es ging ihnen nur um die irdischen Werte, um das äussere Ansehen, um all diese Dinge – das war ihnen das Wichtigste.

Der Kampf, der von Christus aufgenommen wurde, war ein schwerer Kampf – über das Leben Christi habe ich letztes Jahr [Meditationswoche 1973] ausführlich gesprochen. Ihr vermögt jetzt vielleicht das Leitwort, das ich euch am Anfang der Woche gegeben hatte, besser zu verstehen, als ich sagte: “Ich bin von oben, ihr aber seid von unten”, oder: “ihr kommt von unten” – es ist ganz gleich, ob dieses Wort so oder so ausgesprochen wird. Tatsächlich ist es so: Christus kam von oben; er kam von oben, um die, die von unten kamen, zu erlösen und zu befreien. Er hatte diesen Kampf durchgefochten, und er hat den Sieg errungen. So gab es dereinst in der himmlischen Welt einen grossen Jubel – dies habe ich auch angedeutet.

Man sagt mir, es sei Zeit – es ist immer wieder dasselbe. Aber ich glaube, es ist wahrhaftig so weit. Ich habe mich bemüht und vielleicht etwas schnell gesprochen. Aber ich möchte meine geistigen Freunde nicht enttäuschen, ihnen auch einigermassen den Gefallen tun. Wir kommen morgen wieder zusammen.

Nun, liebe Geschwister, habe ich euch wieder einiges dargelegt zu eurer weiteren Erkenntnis, und dies soll euch nicht einfach nur interessant erscheinen, sondern wahrhaftig euer Innerstes bereichern. Aus all dem, was ihr hier hört, sollt ihr geistigen Nutzen ziehen, und es soll eurem geistigen Fortschritt dienen. Es soll nicht einfach so sein, dass ihr hier zuhört, was erzählt wird, und sagt: “Das war interessant, das habe ich nicht gewusst. Ist es wirklich so?”, und dann eure Vergleiche macht. Meinetwegen könnt ihr dies tun, mir kann dies vielleicht gleich sein – ich sage nur, vielleicht.

Ich weiss aber, dass ich Freunde habe, die all das, was sie hier vernehmen, sehr schätzen. Und ich weiss auch – und dieses ist im Plane Gottes gezeichnet –, dass dies dereinst seinen Weg in die Welt hinaus finden wird, um die Wahrheit weiterzuverbreiten, die Lücken wieder auszufüllen. Aber glaubt, liebe Geschwister: So einfach ist das nicht. Man soll nicht annehmen und meinen, man könnte jetzt den Menschen einmal die Wahrheit sagen. Nein, liebe Freunde, denkt immer daran: Das Kostbare liegt nie auf der Strasse. Und bedenkt: Das Kostbare an irdischen Gütern wird ja auch nicht verschleudert, die Menschen wissen es wohl zu pflegen. Wie viel mehr sollt ihr das geistige Gut pflegen, behüten, beschützen und besorgt sein dafür. Es soll euch klar werden, und dies möchte ich sagen: Überlegt euch gut, wie ihr dieses geistige Gut bewahrt, wie ihr es beschützt, und um eines bitte ich: Es soll kein hier anwesender Mensch in einer gewissen Scheinheiligkeit seine Frömmigkeit zum Ausdruck bringen; dafür würde er schwer bestraft.

Nun, genug für heute. Gottes Segen ist mit euch, begleitet euch und dehnt sich aus über eure Familien. Und ihr alle, die ihr hier seid, ihr sollt von diesem Segen für Leib und Seele Nutzen haben. Gott zum Gruss.

Vortrag von Geistlehrerin Lene vom 26.9.1974 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner anlässlich der Meditationswoche 1974 in Flims Waldhaus (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Heft 3/2023
Preis USD 4.00
25 Seiten, 21 × 29,7 cm