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In diesem Themenheft gibt Geistlehrer Josef Erklärungen über die Kräfte der Gestirne und ihre Bedeutung für das Leben auf dieser Erde. Der Ursprung allen Wachsens und Gedeihens liegt im Geistigen, das heisst, für alles Leben muss zuerst der geistige Kern vorhanden sein. Für die materielle Verdichtung, für den Aufbau der Materie, also für alles Wachstum, bedarf es dann unendlich vielseitiger Odkräfte, die einerseits aus der Erde selbst kommen, andererseits von den Planeten her in unterschiedlicher Art auf die Erde einströmen.
Auch für das Schicksal und das Leben des Menschen spielen die odischen Kräfte der Gestirne eine grosse Rolle. Steht ein Geistwesen vor seiner Wiedergeburt, wird es von der Gotteswelt in eine genau berechnete Bahn geführt. So wirkt bei seiner Geburt eine ganz bestimmte Strahlung von Sternen und Planeten auf den Betreffenden ein und zeichnet sein Wesen. Diese Kräfte tragen ihn sozusagen ins Erdenleben und werden zeit seines Lebens mehr oder weniger ihren Einfluss auf ihn ausüben.
Das Themenheft enthält auch verschiedene Fragebeantwortungen. So geht Geistlehrer Josef beispielsweise näher auf die Frage ein, ob es für ein Kind von Nachteil ist, wenn seine Geburt vor dem natürlichen Termin künstlich eingeleitet wird. In einem weiteren Fragenkomplex beantwortet Josef die Frage nach dem Leben auf anderen Planeten.
Josef, 29. April 1961
Die Geisterwelt Gottes ist sehr bemüht um den Aufstieg ihrer Geschwister. Sie versucht auf verschiedene Weise, deren Entwicklung zu fördern. So werden beispielsweise Wesen von unterschiedlichem Temperament zusammengeführt, damit sie voneinander lernen können. Ihre Lehrer und Betreuer sind dann auch dafür besorgt, sie auf ihr neues Erdendasein vorzubereiten und sie in die Bahnen zu führen, die für ihr Leben auf Erden am günstigsten sind.
Josef: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, in den letzten Malen erklärte ich euch von Wesen, die ins neue Erdenleben geführt werden. Ich berichtete von solchen, die sich freiwillig führen lassen, und von solchen, die mit sanfter Gewalt geführt werden müssen. Nun möchte ich von Wesenheiten sprechen, die gleichgültig einer Reinkarnation gegenüberstehen, die überhaupt in ihrer ganzen Wesensart gleichgültig sind, so wie es unter euch so viele gleichgültige Menschen gibt, die sich nicht anstrengen zu einer besonderen Leistung, geschweige dass sie sich im Glauben an Gott stärken würden. Sie sind ihrem ganzen Wesen nach träge und gleichgültig. Die Geisterwelt Gottes begegnet unendlich vielen solcher Wesenheiten, und auch diese müssen betreut werden, sie müssen geführt werden, damit es zu einem Erfolg kommt. Mit welch unerhört grosser Mühe und Liebe sich die Geister Gottes dieser Wesenheiten annehmen, habe ich euch im Laufe der Zeit immer wieder erklärt.
Ehe ich aber von dieser Betreuung und Führung spreche, möchte ich euch auch einen Einblick geben in das Dasein von Wesen, die das Gegenteil sind: die voller Energie und Tatendrang sind. Denn die Geistwesen werden, wenn sie von der Erde abscheiden und zu uns kommen, genau eingestuft. Jedes Wesen wird, wie ich euch im Lauf der Jahre erklärt habe, in seine Welt geführt, wo es hingehört, je nach seinen Leistungen in seinem Erdenleben. Innerhalb dieser Sphären gibt es aber viele Stufen, und so kann ein Wesen in einer solchen Sphäre entweder in die unterste Stufe kommen, wo sein Leben nicht so angenehm ist, oder es kann in derselben Sphäre in eine höhere Stufe gelangen, wo das Leben ganz angenehm ist – doch sind sie alle zusammen an eine bestimmte Sphäre gebunden. Dass diese Geister einer Sphäre einander beizustehen haben, sollte euch bereits klar sein. Darüber wachen die Engel Gottes. Denn so wie sie euch behilflich sind und euch beistehen, so helfen sie auch diesen jenseitigen Wesen. Man hilft, wo nur möglich; man hilft in Liebe, womöglich auch mit Strenge, und vielleicht muss sogar jene sanfte Gewalt angewendet werden.
Wenn ich nun von diesen etwas draufgängerischen, energievollen Wesen sprechen möchte, dann muss ich mich doch auch auf Menschen beziehen, die so energisch sind. Ihre Energie, ihr Draufgängertum ist – eben jetzt in ihrem menschlichen Leben – nicht immer harmonisch. Man kann von einem Erfolgsmenschen nicht immer sagen, dass er ein geistig hochstehender Mensch ist. So findet man also unter diesen energiegeladenen, kraftvollen Wesen in der jenseitigen Welt auch solche, die ihren eigenen Willen durchsetzen möchten. Sie sind voller Tatendrang, voller Kraft. Sie möchten etwas erreichen.
Wenn man im Jenseits angelangt ist und dort schon, sagen wir, die erste Zeit der Läuterung hinter sich hat, da hat man doch einen weiteren Blick, man weiss nun, um was es geht. Man weiss, man muss sich bemühen, um Schöneres, Besseres zu erreichen. Solchen tatkräftigen Wesen fehlt es nicht an Energie. Sie wollen mit ihrer Kraft dieses Schönere, Bessere erreichen. Selbstverständlich sind sie bereit, den Anforderungen gerecht zu werden. Sie sind bereit. Das will aber nicht heissen, dass das, was sie leisten, richtig ist. Engel Gottes wachen über sie. Sie mahnen sie, wenn sie falsch gehandelt haben, und sie geben ihnen Zuspruch und ein Lob, wenn ihr Handeln richtig war. Aber gerade bei jenen energiegeladenen Wesenheiten kommt es sehr, sehr oft vor, dass sie falsche Wege gehen. Sie möchten das Gute tun, aber sie tun das Falsche, weil sie nicht überlegen. Sie denken nicht, sondern sie stürzen sich auf eine Sache und bringen es in Erfüllung. Sie fragen gar nicht danach, ob damit der Geisterwelt Gottes gedient ist. Sie sind der Auffassung, weil sie rasch gehandelt haben, wäre es auch richtig.
Da muss es ein Eingreifen geben. Aber die Gotteswelt möchte doch diese Wesenheiten nicht bestrafen, weil sie in diesem grossen Eifer sind. Sie ist vielmehr darauf bedacht, diese Kräfte etwas einzuschränken. Und was tut sie nun? Ich erkläre euch das, damit ihr sehen könnt, welch grosse Vielfalt anzutreffen ist, wie individuell man den Einzelnen behandelt, wie man versucht, aus ihm das Beste herauszuholen, aus seiner Kraft, die er in sich trägt. Selbstverständlich wird beim einzelnen Wesen immer untersucht, ob es im guten Willen handelt oder ob es bösen Willens ist. Wesenheiten, die böswillig handeln, werden abgesondert. Es gibt auch welche, sie mögen in einer Beziehung von ihrer menschlichen Entwicklung her recht gute Erfolge erzielt haben und kommen also auch in diese Sphäre hinein – aber solche, die in ihrem Innersten böswillige Gefühle haben, werden mit ihresgleichen zusammengetan. Sie werden auch eine sorgfältige Behandlung finden, wenn sie gewillt sind, die Anordnungen Gottes zu befolgen, und wenn sie guten Glaubens sind.
Ich möchte aber nun von jenen andern sprechen, die so voller Tatkraft sind und manchmal die Grenzen des Erlaubten nicht erfassen können. Sie glauben nämlich, jetzt, da sie vom irdischen Leben zurückgekehrt sind, alles daransetzen zu müssen, um sozusagen den Himmel mit einem Schlage zu erobern. Sie fühlen sich so stark und so kräftig, und sie wollen alles tun. Die Geisterwelt Gottes schätzt diesen guten Willen und den Drang nach dem Guten, aber sie weiss auch, dass dieses nicht so hoch einzuschätzen ist. Zuerst müssen einmal diese Gefühle geregelt werden. Daher sucht man für ein solches Wesen einen Partner oder eine Partnerin, mit dem oder mit der zusammen es die gleiche Aufgabe erfüllen muss. Dabei gibt man dem Energievollen einen Partner, der sozusagen das Gegenteil ist, der energielos ist. Dieser Partner bildet also die Bremse. Gegenseitig müssen diese beiden Wesen versuchen, sich auszugleichen; sie müssen das Gleichgewicht finden. Derjenige, der zu viel an Kraft hat, sollte dem andern davon abgeben. Bei diesem Kraftabgeben gibt es nicht etwa ein Mass, das man dem andern übertragen könnte. Hier geht es um Gefühle, um die innersten Kräfte der Seele, die man nicht messen kann, nicht ausschütten kann in ein Mass, sondern das Streben muss harmonisch werden beim einen wie beim andern.
Die Geister Gottes wählen sorgfältig die Aufgaben aus, die zwei so Verschiedene zu erfüllen haben. Während nun der eine versucht, mit einem Schlage alles zu erobern, wird der andere damit nicht einverstanden sein. Ja man fängt an, miteinander zu sprechen, zu beraten. Während der eine vorwärtsdrängt, wird der andere ihn aufhalten. Und weil dieser sich nicht nach vorne getraut, wird das mit Tatkraft erfüllte Wesen ihn nachziehen, wird ihm erklären, dass es ihm entgegenkomme. Man versucht, zu einer Einigung zu kommen, ja man macht sozusagen Kompromisse. Dieses Miteinandergehen, Miteinander-die-Aufgabe-Erfüllen hat seine grossen Vorteile. Jedes der beiden wird viel schneller zum Ziel kommen, sofern die zwei Richtigen zusammengeführt werden.
Es gelingt aber nicht immer, dass die beiden Richtigen zusammenkommen. Es kann geschehen, dass sie in Streit kommen miteinander. Man hadert, man klagt bei den Engeln Gottes: “Ich komme nicht vorwärts mit diesem” – und dann trennt die Engelswelt diese beiden. Man sucht für jedes einen anderen, besser geeigneten Partner. Manchmal dauert es sehr lange, und es wird sehr viel gewechselt, bis man den richtigen Partner endlich gefunden hat, mit dem man sich versteht. In der ersten Zeit oder – ich möchte jetzt so sagen – in dieser Sphäre, von der ich jetzt spreche, ist bei jenen Wesenheiten, die noch auf der untersten Stufe stehen, die Möglichkeit gegenseitiger Uneinigkeit natürlich sehr, sehr gross. Da kommt es zu vielen, vielen Änderungen. Immer wieder klagt das eine: “Ich kann mit diesem nicht vorwärtskommen, ich kann ihn nicht ausstehen” und so weiter. Und da ist es nicht etwa so, dass ihnen gesagt wird: “Ihr müsst euch vertragen”, sondern man sucht jetzt in diesem Falle einen besseren, geeigneteren Partner für diesen geistigen Aufstieg.
Dazu möchte ich erklären, dass man in diesen unteren Stufen nicht darauf achtet, ob der Partner ein weibliches oder ein männliches Wesen ist. Es können zwei männliche Wesen – also ein energiegeladenes, von Tatkraft überströmendes Wesen und ein energieloses Wesen – miteinander diesen Weg begehen und sich miteinander gut verstehen. Man belässt sie also. Die Hauptsache ist, dass es zu einem Erfolg kommt, dass derjenige, der zu viel an Kraft, zu viel an Unüberlegtheit in sich hat, davon ablegt und der andere, der zu wenig hat, eben vom andern etwas annimmt. In diesen untersten Stufen spielt es also nicht eine Rolle, ob männliche oder weibliche Wesen zusammen sind. Es können also auch zwei weibliche Wesen zusammen wunderbaren Erfolg haben, indem eben das eine das andere bremst und dieses seinerseits dem andern gibt.
Auf diese Weise versucht man, den Ausgleich zu finden. Und die geistige Welt hat in dieser Beziehung wunderbare Erfolge. So können zwei sehr lange zusammen sein. Selbstverständlich ist, dass eine gewisse gegenseitige Zuneigung, Sympathie vorhanden sein muss. Man muss den andern leiden können, ja man kann vielleicht etwas weiter gehen: Man muss eine Liebe für ihn spüren, dass eben der eine befähigt wird zu überwinden. Und so, auf diesem Wege der Liebe – wie ja überhaupt alles in der Schöpfung Gottes durch Liebe geht –, sollte es möglich werden, dass dieser Ausgleich geschaffen wird.
Wenn dann die Engelswelt genau geprüft und erkannt hat, dass derjenige, der zu viel hat, seine Gefühle nun etwas gebremst hat und ausgeglichener geworden ist, dann wird man ihm eine Aufgabe anbieten, die er selbstständig zu erfüllen hat. Bis dahin mussten beide miteinander versuchen, im gegenseitigen Verständnis ihre Aufgabe zur Ausführung zu bringen. Die Gotteswelt war nur dann mit ihnen zufrieden, wenn sie in wirklicher Harmonie alle Probleme, die an sie herangeschafft wurden, miteinander gelöst hatten. Diese Probleme mussten miteinander, in gegenseitiger Achtung, in vollem Verständnis füreinander, in Liebe gelöst werden – also alles in voller Harmonie. Ist dieses geschehen, dann werden sie getrennt, und die selbstständige Aufgabe beginnt. Dann überprüft die göttliche Welt wiederum die Leistungen des einen wie des andern. Derjenige, der zu viel an Energie und Kraft hatte, wird genauso überprüft wie der Energielose. Jedem wird ein Ziel gesetzt, und das muss genau erreicht werden. Der eine darf den Bogen nicht überspannen, und der andere darf in seiner Leistung nicht zurückliegen.
Man erklärt ihnen: “Kommt ihr zum Erfolg, dann werdet ihr auch eine Belohnung erhalten.” Ja, in diesen unteren Stufen versteht man diese Belohnung, die einem gegeben wird, schon. Sie wissen: “Es wird uns etwas geschenkt, was für uns wichtig, was für unser Fortkommen eine Notwendigkeit ist.” Sie wissen aber nicht, in welcher Art und Weise sie beschenkt werden. Wenn man bei euch Menschen vom Schenken spricht, seid ihr sofort geneigt, irdische Gegenstände zu sehen, das heisst die Möglichkeit, zu einem Besitz zu kommen. Wenn man aber im geistigen Reiche von Geschenken spricht – und ganz besonders bei diesen aufsteigenden Wesen –, dann wird wohl selten ein persönlicher Besitz gemeint sein. Indem sich diese Wesenheiten mit gutem Willen so angestrengt und ihre Aufgaben erfüllt haben, schaffen sie sich selbst ein besseres Aussehen. Das ist vielleicht schon der erste Verdienst, den sie sich selber erwerben. Aber man spricht von einer besonderen Belohnung; diese besondere Belohnung geht eben darauf hin, dass dem einen wie dem andern mehr Zeit gelassen wird für eine besondere Freude. Die Geister, ob sie in einer unteren oder in einer höheren Stufe sind, erhalten in gewissen Abständen freie Zeit, um es in euren Begriffen zu sagen. Sie kommen also in eine Spanne hinein, über die sie selbst verfügen können; sie können also in dieser gewissen Zeit eine Tätigkeit ausüben, die ihnen beliebt.
Während ihres ganzen Wirkens, ob in Gemeinschaft oder allein, spielt immer die Freiheit eine grosse Rolle. Aus der inneren Freiheit heraus sollen diese Wesenheiten ihre Aufgaben erfüllen. Die Geisterwelt Gottes steht nicht hinter ihnen und sagt: “Das darfst du nicht. Jetzt musst du dieses tun.” Nein, sie kennen ihre Aufgabe, die zur Hauptsache erfüllt werden muss. Die Wege, wie man diese Aufgabe erfüllt, die müssen sie selbst beschreiten. Sie können also selber entscheiden, auf welche Art und Weise sie ihre Aufgaben erfüllen möchten. Darin beruht oder besteht diese Freiheit. Es müssen nur jene in Gebanntheit leben, die im menschlichen Dasein schwerste Verbrechen verübt haben; solche werden in den Zwang gelegt und für gewisse Zeit ihrer Freiheit beraubt, nur für gewisse Zeit – genau wie ihr Menschen solche, die Verbrechen begehen, in das Gefängnis führt.
In dieser Freiheit und in dieser besonderen freien Zeit können die Wesenheiten ihren Liebhabereien nachgehen. Ganz bestimmt hat man nach einer gewissen Zeit in der Jenseitswelt das Verlangen nach einer bestimmten Tätigkeit oder vielleicht nach einer gewissen Freude. Diese Freude muss natürlich im Rahmen der Möglichkeiten dieser Sphäre sein, in der sie leben. Da bieten sich ihnen verschiedene Möglichkeiten. Sie können sich selbstständig irgendwo betätigen. Es gibt ja ein vielfältiges Schaffen in diesen Sphären. Sie können sich in eine geordnete Arbeitsgruppe begeben, und sie können sich freiwillig an jener Arbeit betätigen. Sie können diese Arbeit auch nur betrachten. Es gibt also so viele Möglichkeiten. Es gibt auch künstlerische Tätigkeiten, die ausgeübt werden; man kann also auch dorthin gehen, Zuhörer, Zuschauer sein. Man kann auch selber mitmachen. Denn ihr wisst: Auch wenn ein Geist noch in einer unteren Stufe ist, kann er sich in seinem früheren, menschlichen Leben künstlerisch betätigt haben, und er hat nun in der Jenseitswelt diesen Drang, sich auch wieder künstlerisch zu betätigen.
Der Geisterwelt Gottes geht es aber zuerst darum, das Notwendigste in Erfüllung zu bringen. Es werden also nicht in erster Linie die künstlerischen Fähigkeiten eines Geistes gefördert, sondern zuerst einmal muss er ein harmonisches Wesen erlangen. Hat er dann diese ausgeglichene Wesensart in sich, so vermag er dann auf seinem Gebiete, wo er ein Meister sein kann, viel mehr zu erreichen, als wenn er als gewaltsames Wesen sich irgendwo hinbegibt und sich hinein- oder aufdrängt. Denn dadurch schafft ein solches Wesen auch in der geistigen Welt Missstimmung und hindert die Geschwister an ihrem Aufstieg. Denn wenn in diesen Sphären diese Freiheit ist und man Zugang hat da oder dort, kann es doch sehr lästig und hinderlich werden, wenn da ein Besserwisser kommt. Und es ist genau so wie bei euch Menschen: Der Zugang ist eben frei, man kommt in Berührung mit solchen. Man kann ihnen vielleicht ausweichen, aber manchmal ist solch ein Ausweichen gar nicht möglich; man muss sich aus lauter Taktgefühl mit solchen abgeben. In den höheren Stufen ist es genauso. Das gewisse Taktgefühl erlaubt einem ein energisches Eingreifen nicht, denn man weiss: “Über uns stehen ja die Geister Gottes, und wenn sie es für notwendig finden, werden sie den Eindringling wohl wieder hinausbefördern.” Ein solcher wird aber sehr oft zugelassen, weil man eben auch die Wesen in den höheren Stufen auf ihre Duldsamkeit prüft.
Wenn ein Wesen aber seine Selbstständigkeit erreicht hat und für das Gelingen auch eine Belohnung erhalten hat, dann weiss es genau, was es tun darf und wo es unerwünscht ist. Es wird sich niemals aufdringlich benehmen. Denn durch den Weg, den es gemeinsam mit seinem Partner gemacht hat, hat es ja gelernt, seine Gefühle zu bändigen. Es wird also – wenn das seine Freude ist, sich in der Sphäre frei zu bewegen und überall hinzugehen und alles zu beobachten – genau wissen, dass es sich nicht in aufdringlicher Art und Weise benehmen darf. Es zeigt also mit seinem Auftreten, was es gelernt hat. Es bleibt nicht unbeobachtet; immer sind Engel da, und sie sehen, wie der Erfolg ist. Ich sagte ja: Ist es zu einem Erfolg gekommen, wird man dementsprechend dem einen und andern eine bessere und höhere Aufgabe geben. Und aus dieser Selbstständigkeit heraus zeigt es sich dann, wie weit diese Wesen gekommen sind, ob sie nun fähig sind, in eine höhere Stufe hineinzukommen.
So führt man sie von Stufe zu Stufe. Ist man aber an dem Punkt angelangt, wo die Gefühle ausgeglichen oder gebändigt worden sind, dann möchte man doch das Höchste erreichen. Und da macht man es ihnen klar: “Ihr habt jetzt so viel gewonnen. Ihr seid soundso lange in der Seelenwelt gewesen, und hier hat man euch beigebracht, was für ein neues Erdenleben notwendig ist.” Nun werden sie ausgerüstet mit allem Notwendigen, das es für das neue Erdenleben braucht. Dazu möchte ich aber im Besonderen betonen, dass es nun sehr, sehr darauf ankommt, wie man sich benommen hatte in dieser Läuterungszeit, wo man eben hingekommen war – war nun der eine oder andere einfach in ein Gemeinschaftshaus gesandt worden und musste dort in der Gemeinschaft mit andern seine Gefühle zügeln und jene Gemeinschaftsschulen besuchen, oder hat er eine besondere Belehrung empfangen, oder, wie in diesem Falle, den ich erklärte, wurde er mit einem andern zusammen in den Arbeitsprozess eingereiht und musste auf diesem Wege beweisen, was er fähig ist, aus sich herauszubringen. Ist man gehorsam durch diese Läuterungen gegangen, dann hat man durch seine Tätigkeit ja auch wieder Freundschaften angebahnt, man ist in näheren Kontakt mit der Engelswelt gekommen.
Wenn ich sage, man wird vorbereitet für das neue Erdenleben, dann heisst das, dass ein solches Wesen vorher noch gründlich unterrichtet wird darüber, was im Menschenleben von Notwendigkeit ist, was die Gotteswelt von einem Menschen überhaupt erwartet, wie er der Schöpfung Gottes gegenüberstehen soll. Es wird diesen Wesen also erklärt: “Die Stimme Gottes wird nur von weit, weit her hörbar sein für euch. Ihr werdet auch geführt werden, aber ihr werdet die Führer nicht sehen. Nur wenn ihr in einen besonderen Kontakt kommt, könnt ihr sie sehen und hören.”
Wenn es dann zur weiteren oder näheren Vorbereitung geht fürs neue Erdenleben – darüber habe ich auch schon gesprochen –, werden diese Wesen in einen Schlaf versetzt. Es gibt grosse, gewaltige Hallen, in die sie geführt werden, und da werden sie in diesen Schlaf hineingeleitet. Nun spielt vieles eine grosse Rolle. Wohin kommt dieses Wesen? Denn jedes hat seinen Anschluss an seine geistigen Lehrer und Betreuer. Diese Betreuer stehen [auch während seines Erdenlebens] im Kontakt mit dem Betreffenden. Daneben spielen noch viele weitere Einflüsse – äussere Einflüsse auf die Erde – eine grosse Rolle. Man führt dann dieses Geistwesen in eine Bahn hinein, die nun ihren Einfluss und ihre Kraft auf das betreffende Wesen ausübt. Ich könnte auch sagen: Gewisse Sterne, Planeten werden also beim Einzelwesen ihren Einfluss geltend machen.
Es kommt aber nicht von ungefähr, unter welchen Einfluss man das Einzelne setzt. Sondern da spielen eben die vergangene Tätigkeit, die man ausübte, das ganze Wesen auch eine Rolle. Man möchte dem Betreffenden nun eine Zugabe geben, damit er in seinem menschlichen Leben immer unter einem gewissen Einfluss steht. Dieser Einfluss sollte sich natürlich nur zum Guten entfalten können.
Nun ist es aber so, dass von unten her ständig sehr viele Wesenheiten im Aufstieg sind, die ein ganz unausgeglichenes Wesen haben, die sehr belastet sind, die in der Zeit der Läuterung nicht alles abgelegt haben und niemals gezügelt werden konnten. Ja es sind solche, die man sozusagen zwingen musste für das neue Leben, weil man darin grösseren Erfolg sah. Auch solche belasteten Wesen haben ja ihre göttlichen Begleiter, die es fügen, dass sie bei ihrer Einverleibung unter jene Bestrahlung, unter jene Kräfte kommen, die ihrerseits den Einfluss auf sie ausüben.
Es ist also sozusagen eine Begleitung oder ein Getragenwerden von jenen Kräften in das Erdenleben, und diese Kräfte werden zeit des Lebens mehr oder weniger ihren Einfluss auf dieses betreffende Menschenkind ausüben. Sie haben es in ihren Bann genommen, sie haben es in ihre Kraft eingehüllt, sie haben es getragen ins Erdenreich. Und diese Kräfte, von denen sie getragen wurden – und dies sind zum Teil eben diese äusseren, planetarischen Kräfte –, geben in ihrem menschlichen Leben diese Prägung. Und so können gewisse Menschen mit Recht diese Berechnungen anstellen und zu einem Resultat kommen. Aber da ist es eigentlich genau wie mit allem: Es gibt einen goldenen Weg, der das Richtige findet; und es gibt immer etwas an Übermass, wo man von diesem goldenen Weg, von diesem Gleichgewicht, weggeht und überschwänglich Dinge beurteilt. Das ist aber völlig falsch. Und darum gibt es bei diesen Auslegungen bei den Menschen auch manchmal ein grosses Durcheinander, Uneinigkeit und Disharmonie, weil es nicht auf dem richtigen Weg gemacht worden ist. Dieses aber eigentlich nur so am Rande erklärt.
Wenn ich von diesen ungleichen Geisterpaaren spreche, die miteinander diesen Weg gehen, können da auch weibliche und männliche Wesen gemeint sein, die zusammengeführt werden. Während der eine Teil einen Überfluss hat, mangelt es dem andern da oder dort, und es muss auch hier in der Erfüllung der Aufgaben zu einem gegenseitigen Ausgleich kommen. Kann man dann beieinander bleiben und hat gegenseitige Zuneigung und Verständnis füreinander, so ist dies wohl der schönste und schnellste Weg zum höheren Aufstieg. Durch diese Verschiedenheit ist man geneigt, noch grösseres Entgegenkommen zu zeigen. Denn hier kann sich auch die Liebe entfalten. Diese Liebe ist aber anderen Sinnes, als wenn zwei männliche oder zwei weibliche Wesen miteinander die Aufgabe erfüllen.
Sind nun zwei solche Wesenheiten zusammen, ist es aber nicht gesagt, dass sie jetzt – wie ihr vielleicht glaubt – als Dual bezeichnet werden könnten. Zwar kann die Möglichkeit bestehen, dass unter vielen, vielen Tausenden ein Paar sich auf diesem Wege finden kann. Aber gewöhnlich hat man sich seinen Weg zum besseren Du hart zu erkämpfen, bis es gefunden ist. Aber auch dieser jetzt beschriebene Weg der Läuterung ist ein wunderbarer Weg, und wenn zwei auf diese Weise ihrem Aufstieg entgegengehen, werden die Geister Gottes es ihnen klarmachen und sagen, dass nicht der jetzige Partner oder die Partnerin ihr Du ist, sondern dass dieses noch auf sie wartet. Und wenn dann zwei zusammen sich so gut verstehen und jedes weiss: “Mein wirkliches Dual ist noch von mir entfernt, aber mein jetziger Partner ist es, mit dem ich Harmonie und Vollkommenheit teilen kann”, da wird man noch viel energischer, und man strengt sich noch mehr an, gegenseitig einander entgegenzukommen, um das in Erfüllung zu bringen, was schlussendlich einem jeden das letzte und höchste Ziel ist: sich zu vereinen mit dem Dual.
Ich habe ja vorhin schon erklärt: Die Engel Gottes wachen über diese Wesenheiten und über ihre Aufgaben. Sie loben, wenn man sich gegenseitig gut versteht, und sie mahnen, wenn es nicht so ist – und sie trennen, wenn es nicht geht. So könnt ihr also die vielseitigen Wege sehen, die in der Geisteswelt offenstehen für die, die zurückkommen.
Nun aber möchte ich doch auch noch auf jene oberen Stufen derselben Sphäre hindeuten, von der ich jetzt eigentlich gesprochen habe. Auch hier geht man miteinander durch diese Läuterung und durch diese Aufgaben. In den schon höheren Stufen hat man gleich von allem Anfang an den ‘besseren Teil’ oder einen guten Partner gefunden. Man muss sich also nicht trennen, weil man sich nicht versteht, und man steht einander auch nicht so gegenüber, dass der eine den andern immer zurückhalten und ihm sagen muss: “Ich mag nicht, du bist zu energisch, ich will nicht”, und der andere weiss: “Es ist meine Aufgabe, ich muss meine Gefühle nun bändigen, ich muss nun hören, aber ich muss dem andern sagen: ‘Es ist aber auch nichts, wie du untätig bist. Du musst dich emporarbeiten, mir etwas entgegenkommen.’” Da, in den oberen Stufen, werden keine solchen Gespräche geführt. Denn auch wenn man im zurückgelegten Leben noch viele Fehler gemacht hatte, so ist man aber in seiner Wesensart nicht unharmonisch, nicht so unausgeglichen. Man kennt das Wohlwollen und das Verständnis; ja von allem Anfang an begegnet man sich mit Zuversicht, mit dem Willen, das zu erreichen, was einem auch vorgesetzt ist. Man hat gegenseitige Zuneigung, und man will für den andern, dass er so rasch wie möglich sein Ziel erreicht. Denn man weiss, man muss sich wieder trennen, und man weiss, es erwartet jeden eine viel schönere und edlere Arbeit, wenn man seine Aufgabe erfüllt hat. Auf diese Art und Weise lässt sich die geistige Arbeit wunderbar erfüllen.
Diese geistigen Arbeiten sind so vielseitig. Sie werden in der jenseitigen Welt erfüllt, beispielsweise bei den unseligen Geistern, bei den uneingereihten Geistern oder in den Werkstätten; diese Aufgaben können aber auch bei den Menschen sein oder irgendwo in der Natur. Es sind so viele Möglichkeiten, wo man gemeinsam seine Aufgabe erfüllen muss, wo man aber hart geprüft wird. Denn manchmal passt dem einen dieses, dem andern jenes nicht, und man darf seinen Unwillen nicht bekunden. Man muss seine Gefühle in Schach halten, man muss also auf Gleichheit hinwirken. Und hat das eine von etwas zu viel, so nimmt man ihm den Teil ab. Voller Liebe und Verständnis bespricht man sich miteinander. Es ist nicht so wie bei euch Menschen, wo es heisst: “Ich muss arbeiten, mein Brot verdienen; ich habe keine Zeit, mit dir zu reden.” Nein. Was ist die Zeit in der geistigen Welt? Man hat Zeit im Überfluss. Man bespricht sich, so lange man will, nur um sein Ziel zu erreichen. Was euch heute mangelt an Zeit, wird euch einmal mehr als genügend zur Verfügung stehen. Aber wehe dem, dem so viel Zeit zum Leiden zur Verfügung steht. Viel besser ist es, viel Zeit zu haben, um viel Schönes zu erleben, viel Edles zu bewirken, um gemeinsam in Glück und Freude zu wirken.
Ja, liebe Geschwister, so gab ich euch diese Stunde wiederum einen Einblick besonderer Art. Und immer wieder komme ich auf das Wiedergeborenwerden zurück, denn das ist ja die Notwendigkeit, das ist ja der Aufstieg und die Stufenleiter, durch die man schreiten muss, um die Höhen zu erreichen. Und wenn man von denen spricht, die auf einer höheren Stufe durch die Läuterung gehen, aber in harmonischer Art und Weise durch die Läuterung ziehen dürfen, so werden auch sie bestimmt wieder in ein menschliches Dasein zurückgehen. Denn aus den Tiefen steigen immer mehr und mehr Wesenheiten empor, und man kann diese geistig Schwachen doch nicht sich selbst überlassen. Es müssen erkenntnisvolle Wesenheiten unter der Menschheit leben können. Es müssen solche sein, die innerlich voll göttlicher Kraft und mit göttlichem Tun erfüllt sind, um diesen andern, diesen Schwachen, zu helfen und jenen, die vom Wege abgekommen sind, auf sanfte Weise zu erklären, welches das Richtige ist. Es ist nicht nur unter den Menschen ein Kampf des Rechts gegen das Unrecht. Ihr wisst, es gibt auch den unsichtbaren Kampf der Geister der niederen Geisterwelt, die alles daransetzt, die Entwicklung aufzuhalten. Und darum müssen die, die von den geistigen Höhen heruntersteigen, doch gewappnet sein mit allen guten Kräften. Sie müssen unter den besten Einflüssen geboren werden können, und diese Einflüsse müssen sie gewaltig und kraftvoll unterstützen durchs ganze menschliche Leben hindurch. Sie sind ihrerseits eine Stütze, und die Geisterwelt Gottes wird das Ihrige dazu tun, was ihr erlaubt ist, dem Menschen zu helfen.
So, liebe Freunde, habt ihr immer die Möglichkeit, vom einen zum andern Mal etwas zu erleben und etwas zu hören von dieser grossen, gewaltigen, für euch Menschen unsichtbaren Welt, die eine grosse Rolle spielt im Leben des Menschen. So möget ihr alle gesegnet sein. Gott zum Gruss.
Vortrag von Geistlehrer Josef vom 29.4.1961 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im grossen Saal des Musikkonservatoriums Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)
Josef, Fragebeantwortungen aus den Jahren 1949, 1950 und 1967
Lieber Josef, hat das Tierkreiszeichen einen Einfluss auf die Entwicklung des Menschen?
Josef: Oh ja, denn dies hängt damit zusammen, dass jeder Strahl seine Bedeutung hat. Es sind Strahlen vorhanden, die die Menschen kennen und denen sie ihre Namen geben. Diese grossen, warmen Strahlen haben ihre Aufgabe, und sie sind massgebend mit ihren Einflüssen für die Menschen. Dies ganz besonders bei der Geburt. Unter welchen Strahlen ein Wesen das Licht erblickt, ist sehr massgebend. (1950)
Lieber Josef, du hast im letzten Vortrag und auch schon früher auf die Genauigkeit der Geburtsstunde hingewiesen. Nun sind ja diese Planetenkräfte von Fall zu Fall immer wieder von anderer Art. Kannst du etwas darüber sagen?
Josef: Vergesst nicht, dass, wenn der Lebensplan des Menschen bestimmt ist, es so sehr auf den Menschen selbst ankommt, was er mit dem macht, was man ihm auf den Weg gegeben hat. Das ist sehr wichtig. Es kommt ganz auf den Willen des Menschen an. Wenn gesagt wird, dass der Betreffende auf jene vorbestimmte Bahn geführt wird, so wird einmal von diesen Planeten oder von diesen geistigen Kräften, möchte ich sagen, eine ganz bestimmte Strahlung auf ihn einwirken. Sie wird sein ganzes Wesen zeichnen und somit auch sein Leben. Der Mensch selbst bleibt jedoch der Lenker seines Schicksals; er kann es abwenden, wenn er gut überlegt, wenn er klug ist. Vergesst nicht, dass es beim Menschen unabänderliche Schicksale gibt, die sich unbedingt erfüllen werden; aber der grösste Teil dieser Zeichnungen, dieser Schicksale sind so, dass der Mensch selbst es entweder verschärfen oder entschärfen kann.
Lieber Josef, kannst du mir vielleicht noch darlegen, wie es bei der hohen Geisterwelt ist, wenn sie einen solchen Plan jetzt zeichnet? Kommt er jetzt zur Ausführung, scheint mir das eine ungeheure Arbeit, diesen Zeitpunkt so zu finden, dass sich dann das alles so erfüllt. Sieht denn die hohe Geisterwelt das mit einem Blick, oder hat sie viel zu arbeiten?
Josef: Ja das ist so, ich möchte es euch so erklären: Ein Geistwesen, das nun zur Wiederverkörperung vorbereitet wird, lebt in einer Farbenschwingung. Es gibt eine Farbe, die am meisten zum Ausdruck kommt. Diese Farbe ist ein Weg zu einem Planeten. Es zeigt also schon das Schwingungsfeld an. Durch die Zeichnung, das gezeichnete Schicksal, wird der Anschluss an diese Einstrahlung oder Bestrahlung wirksam werden. Auf diesem Wege ist es möglich, und jene Geister, die solche Geistwesen zum Erdenleben vorbereiten, müssen die Kenntnis für diese Tätigkeit haben. Es sind nicht irgendwelche Geistwesen, die dazu auserwählt werden, sondern sie sind eingeweiht und haben ihr Amt erlernt. Es sind hohe Geister am Werk, es sind dies Lehrer und Meister, die führen. Es sind aber auch aufsteigende Geister, die mithelfen, diese Aufgabe auszuführen. Überwacht wird zudem alles von einem hohen Geist.
Jeder Mensch hat seine besondere Schwingung. Aus dieser Schwingung wird eine odische Kraft erzeugt beziehungsweise abgeleitet. Jede odische Kraft hat ihre Farbe, die von den Geistern Gottes auch gemessen werden kann, um es für eure Begriffe klar darzulegen. Es ist nicht allzu schwer, ein solches Wesen einzureihen, wohin es gehört und was für Kräfte ihren besonderen Einfluss auf es nehmen müssen.
Stellt euch doch vor, dass die Vergangenheit der aufsteigenden Geschwister einem hohen Geiste offenbar ist. Mit ihrer Vergangenheit meine ich ihr Verschulden. Somit trägt einer ja alles ganz offensichtlich auf sich, und der Geist Gottes kann ihn gut und leicht einreihen.
Lieber Josef, sind denn diese Meister, die damit zu tun haben, nur solche aus einem ganz bestimmten Chor, oder sind sie überall vertreten, in allen Chören der Engel?
Josef: Es ist dies ein bestimmter Chor, der die Führung hat, aber mitwirken tun viele aus den verschiedensten Aufstiegsstufen. Diese Vorbereitung wird ja nicht nur auf einer Höhe ausgeführt, sondern auf allen Stufen, wo die Entwicklung vorbereitet wird. Auf jeder Stufe werden die Vorbereitungen zu einem neuen Erdenleben getroffen. (Vorstandssitzung 8.2.1967)
Lieber Geist Josef, du hast einmal gesagt, dass die Geburtsstunde auf die Minute genau festgelegt sei. Nun macht aber die moderne Medizin immer mehr Gebrauch davon, dass sie eine Geburt zu einer bestimmten Zeit einleitet. Ist das nun ein Problem für die geistige Welt? Kann daraus für das Kind ein Nachteil entstehen?
Josef: Nein. Liebe Freunde, wenn auch die Geburt von einem Arzte beschleunigt werden muss, so ist dies im grossen Plane mit einbegriffen. Entweder wird dann diese Geburt doch noch hinausgeschoben, oder sie wird in günstige Zuströme geschoben. Nur schon Minuten können grosse Änderungen bringen. Es ist im geistigen Plane genau festgezeichnet, in welche Schwingung hinein ein Kind geboren werden muss, wo diese Einflüsse stark sind und wie sie die gewünschte Bedeutung und Durchschlagskraft gewinnen. Es wird geschoben oder zurückgehalten. (1950)
Lieber Josef, wo liegt der Grund für die andauernden Hemmungen in meinem Leben? Ist es durch eigenes Verschulden?
Josef: Lieber Freund, bei allen Menschen kommen von Zeit zu Zeit Einflüsse auf sie, die nicht immer gut sind, das heisst, ihre Arbeit, alles, was sie tun, wird ihnen erschwert. Das ist aber nicht das Resultat ihrer persönlichen Arbeit, sondern hier spielen andere Strahlen und Einflüsse der Sterne eine Rolle. Diese Wellen kommen von Zeit zu Zeit über die Menschen im Allgemeinen, und so ist es in dem Falle bei dir, dass jetzt eine Welle ist, die für dich einfach ungünstig ist und die noch etwas anhält. Die Zeit dieser Strömung geht wieder vorüber, und du wirst in jeder Beziehung wieder frisch und gut arbeiten können. Ich kann dir nur sagen: Es ist eine vorübergehende Sache, bei der du zuwarten musst, damit sich dieses Problem lösen wird, denn du stehst unter diesen etwas ungünstigen Einflüssen oder Zustrahlungen – es ist für mich schwierig, es euch verständlich darzulegen. Ich kann nur sagen, dass sich diese Wellen lösen werden und dass es wieder gut wird. Habe Geduld, es braucht noch etwas Zeit. Wie lange, kann ich nicht sagen, doch geht es nicht allzu lange. Sei ganz ruhig, wenn diese und jene Sache nicht so vorangeht, wie du es wünschest. Finde dich damit ab – die Kraft, die auf dich wirken kann, wird aber nachher umso stärker werden. (1949)
Josef, Fragebeantwortungen aus den Jahren 1951 bis 1953
Lieber Josef, weisst du, ob auf dem Planeten Mars, ähnlich wie hier auf der Erde, Tiere, Pflanzen und auch Menschen leben könnten?
Josef: Meine lieben Freunde, die Erde ist der einzige Ort, wo Menschen in dieser materiellen Gestalt leben. Auf den verschiedenen Planeten sind aber Geister, die in die verschiedensten Entwicklungsstufen eingeteilt sind. Allein diese Erde wurde geschaffen für den Menschen, und Christus lebte auf dieser Erde, um die Menschen zu erlösen. In der Weise – in materieller Form – gibt es nur auf dieser Erde Menschen.
Lieber Josef, kannst du mir sagen, ob die Wesen auf anderen Gestirnen weniger verdichtet sind als die Menschen auf dieser Erde?
Josef: Ja, liebe Freunde, nur die Menschen auf der Erde befinden sich in diesem schwerstofflichen Kleide. Die Wesen auf anderen Gestirnen wirken in ihrer geistigen Form, in ihrem geistigen Kleide, in ihren Farben – ihrer geistigen Entwicklung gemäss, so wie ich euch jeweils in meinen Erklärungen darlege.
So dürfen wir annehmen, dass alle Gestirne solche Sphären darstellen, von denen du jeweils sprichst?
Josef: Ja, liebe Seele, ja.
Lieber Josef, ich denke an die für unsere Begriffe unermesslichen Entfernungen in der Sternenwelt, die doch ein Geist mit transzendentaler Geschwindigkeit zurücklegen muss.
Josef: Liebe Freunde, diese Entfernungen erscheinen nur euch als eine solche Unendlichkeit, doch für das geistige Auge ist dem nicht so. Ich möchte sagen, die Verhältnisse sind ganz anders, und es geht in einer riesigen Schnelligkeit. Es ist alles so leicht. Alles ist in Schwingung und geht so rasch vor sich, wovon ihr euch keine Vorstellung machen könnt, denn ihr selbst spürt nur eure Schwere, euren schweren Körper. Diese Schwere werdet ihr der Erde wieder zurückgeben. Je leichter und schöner eure Seele ist, je schneller und schöner geht sie in die geistige Welt ein und wandert sie durch die Sphären. So wird sie eben als unbelastetes, helles, lichtes Wesen schneller durch diese Sphären ziehen, als wenn noch so viel Schweres und Düsteres an ihr haftet, was sie ständig in die Tiefe niederzieht. (1952)
Können die guten Geistwesen auch andere Planeten besuchen?
Josef: Ja, wenn es ihnen erlaubt ist, dorthin zu gehen. Denn im Allgemeinen haben sie in ihren Sphären zu leben, denen sie zugeteilt sind. Es kommt ganz auf die geistige Entwicklung an, ob ein Geistwesen an seine geistige Sphäre gebunden ist und nur seinen ihm zugewiesenen Platz zur Verfügung hat. Je nach der geistigen Entwicklung und seinen Aufgaben kann es durch diese verschiedenen Welten und Sphären gehen – eben dann, wenn es darin seine Aufgaben erfüllt. (1953)
Lieber Josef, kannst du nur mit der Erde in Beziehung treten oder auch andere Himmelskörper besuchen?
Josef: Ja, mein Freund, auch dieses kann ich tun. Denn wie könnte ich euch sonst jeweils so verschiedene Bilder und Erklärungen bringen von diesen verschiedenen Entwicklungen, von der ganzen Entwicklung? Doch ist es meine Aufgabe, in eure Welt zurückzukehren, um mitzuhelfen an diesem grossen Heilsplan, der erfüllt werden muss. Ich werde die Worte und den Trost bringen, der dazu dient, die Menschen vorwärtszubringen. Ich werde ihnen Trost und Liebe bringen, so gut ich nur kann. Ich werde die Menschen aufmuntern und ihnen den Weg zeigen, den sie zu gehen haben. Denn es ist diese irdische Welt, die im Besonderen geschaffen wurde, damit diese grossen Aufgaben erfüllt werden können. Auf der Erde geht die Entwicklung viel schneller vor sich als in der geistigen Welt. (1951)
Wenn du von Ebenen und Sphären sprichst, sind damit also teilweise auch die Gestirne gemeint?
Josef: Ja. Sie sind dementsprechend eingeteilt. Die einen müssen ihre Läuterung dort vollbringen, wiederum andere bilden die schönsten Ebenen. Eigentlich ist es so, dass auch Ebenen, welche diese Schönheit nicht aufweisen, umgewandelt werden können, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. So werden diese Geistwesen zum grossen Teil in jene Welten geführt, für die sie gezeichnet sind. Sie werden diesen Ebenen so lange angehören, bis ihre Entwicklung an einem Punkte angelangt ist, wo sie wieder in schönere und herrlichere Welten eingehen dürfen.
Ein Geistwesen kann so weit auch andere Ebenen besuchen, wenn diese von derselben Stufe sind. Auch kann es in tiefer stehende Welten gehen, nicht aber in die oberen – also nur von seiner Stufe aus in die unteren. Nur wenn ein Engel Gottes erkennt, dass ein solcher Geist mit einer Aufgabe betraut werden könnte, hat er Gelegenheit, mit ihm durch höhere Sphären zu wandern. Das sind aber Ausnahmen.
Man sagt, dass in den höheren Sphären die äussere Form nicht mehr so zum Ausdruck komme. Du hast uns aber auch schon erklärt, dass es im Geistigen nichts Formloses gibt.
Josef: Da möchte ich dich fragen, wie du dir diese höheren Ebenen ohne Formen vorstellst. Denn gerade die Form bringt das Schöne mit zum Ausdruck. Die Formen in den höheren Sphären sind edler, die Farben leuchtender, ausdrucksvoller. Die Häuser sind schöner, figürlicher. Alles, was es dort gibt, ist viel ausdrucksvoller, viel edler, viel schöner und prächtiger in den Farben.
So verhält es sich in den höheren Ebenen. Wenn man von jenen Schönheiten spricht, sind damit auch jene Formen gemeint. Nur sind die Formen der höchsten Ebenen so fein, edel und schön, dass dieser und jener Geist findet, dass all diese Herrlichkeiten nicht mehr mit den Formen weniger erhabener Sphären zu vergleichen sind.
Ist es euch Geistern möglich, zu erkennen und zu sagen, wie die Gestirne sich gegenseitig beeinflussen, da sie unseres Wissens alle ihre bestimmten Bahnen gehen?
Josef: Wir sehen alles – im Grossen wie im Kleinen – von einem wunderbaren Hauch umgeben, wie ich es nennen möchte. So wie auch der Mensch für sich wieder von einem solch wunderbaren Hauch Gottes umgeben ist. Ein feiner, dünner Nebel liegt da. In diesem Hauch um euch sind eure Gedanken enthalten. Was man aufnimmt, bleibt, und immer Neues schichtet sich auf. Neue Eindrücke, neue Gedanken und Erlebnisse kommen immer wieder hinzu. Es ist Platz genug. Nichts vergeht. Jeder Gedanke, jedes Wort bleibt. Unaufhörlich kommt diese Kraft hinzu und wartet nur darauf, Neues festzuhalten.
So wirkt auch dieser Hauch bei den Himmelskörpern wie ein Magnet. Jeder Himmelskörper hat seinen bestimmten Hauch, seine bestimmte Kraft, und verbindet sich dadurch mit der Erde wie auch mit anderen Himmelskörpern und Sonnensystemen. Damit diese allseitige Verbindung aufrechterhalten bleibt, braucht es alle diese Fäden – diesen Hauch Gottes. Sie ergänzen sich auf verschiedene Weise, bilden ein Ganzes und halten sich gegenseitig fest.
Damit dieser ganze Aufbau wieder verändert oder gewandelt werden könnte, müsste Gott selbst eingreifen. Die Menschen versuchen so sehr, die Distanzen der Sterne in Lichtjahren zu berechnen. Doch sie kommen nie zum Ziel. Sie erkennen nicht, wie das alles in Wirklichkeit fest zusammengehalten wird von diesem Band oder Hauch. Er ist so fein und zart, aber so unzerreissbar und zäh.
Man spricht heute so viel von der Möglichkeit einer direkten Verbindung der Menschen zu unseren nächsten Himmelskörpern. Besteht dazu Aussicht, dass die Menschheit dies erreichen könnte?
Josef: Das kann ich euch nicht im Detail sagen. Wenn Gott es will, kann es sein, doch dann kommt es sehr auf die Entwicklung der ganzen Menschheit an. Die Erde hat ja an und für sich diesen besonderen Hauch, wie ich erwähnte, der auch jeden Menschen umschliesst. Auch ist der Mensch in so verdichteter Form, dass, wenn er aus diesem Bereich heraus in andere Verhältnisse hineinkäme, er dort nicht ohne Weiteres leben kann.
So müssten die Menschen so weit kommen, dass sie eine Möglichkeit finden, dieses Hindernis zwischen einer Welt zur andern zu überwinden [vgl. Mondlandung vom 20./21. Juli 1969]. Denn da der Hauch der andern Welten ganz anders ist, kann sich sein Körper dem Hauche eines anderen Gestirns nicht anpassen. Er könnte dort nicht leben. Er gehört in seinen Bereich. Hier kann er wirken und leben.
Ob der Mensch je Mittel und Wege finden wird, diese Schwierigkeiten zu überbrücken, kann ich jetzt gerade [1953] nicht erkennen. Ich kann nur diese verschiedenen Schwingungen und all das separat Gezeichnete von einer Welt zur andern erkennen. Wenn diese Schwingungen nicht zusammenpassen, nicht harmonieren, wird keine solche Verbindung stattfinden können. Der Mensch wird von den Schwingungen nicht mehr getragen werden, wenn er seinen Punkt verlässt.
Gemäss deinen Erklärungen könnte dann wohl auch das Gegenteil nicht geschehen: dass die von vielen so gefürchteten ausserirdischen Besuche auf der Erde stattfinden könnten.
Josef: Ja. Jene Wesen könnten doch nicht in ihrer Form hierher zur Erde dringen, sowenig wie der Mensch mit seinem irdischen Körper nicht ohne Weiteres aus dieser Welt herauskann. Nur wenn er seinen Körper ablegt, kann er es.
Etwas anderes ist es aber, wenn es Geistern erlaubt wird, sich zur Erde zu begeben. Dann müssen sie in gewissem Sinne auch das Kleid oder den Hauch der Erde um sich ziehen. (1953)
Josef, 16. März 1968, und Lene, 16. April 1975 (Ausschnitte)
Josef: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, im Bemühen um den technischen Fortschritt braucht es ganzen Einsatz, Ausdauer und Mut. Trotzdem gibt es Rückschläge und Fehlschläge, die auch zu Enttäuschungen führen können. Im Geistigen ist es auch so. Es braucht den ganzen Einsatz, es braucht Ausdauer und sehr oft auch Mut im Ringen um den geistigen Fortschritt, um den geistigen Aufstieg. [...]
Wenn nun die Menschen heute in ihrem technischen Fortschritt so eifrig sind und versuchen, den Weg zu den Planeten zu finden, so ist das wohl eine bedeutende Leistung. Das errungene Wissen sollte jedoch auch ins Geistige übertragen werden können. Auch dafür wird die Zeit kommen. Aber vorher wird es noch Enttäuschungen, Rückschläge und Stillstand geben. Denn es wird nicht so gehen, wie die Menschen glauben, es befehlen zu können. Der Fortschritt aber kann nicht aufgehalten werden. Es liegt in der Wissensgier des Menschen und in seinem Wissensdurst, dass er nach diesen Dingen forschen will. So wollen wir annehmen, dass er nicht nur seine Neugierde stillt und davon einige Errungenschaften zum Vorteil der Menschen errichtet, sondern dass dies auch im wahren Sinn für den Glauben des Menschen, für seinen geistigen Weg zu Gott einen Fortschritt bildet. Denn so eifrig suchen die Menschen nach dem Leben auf diesen Planeten. Wenn sie einmal zur Erkenntnis gekommen sind, dass es dort kein Leben in der Form wie das menschliche auf dieser Erde gibt, sollten sie sich auch damit beschäftigen, dass von diesen Planeten her eine Odströmung die Erde beeinflusst und alles Leben auf ihr. All diese Odströme, woher sie auch kommen mögen, müssen doch aufgebaut und von einem Orte aus gelenkt werden. So wollen wir hoffen, dass der Mensch auch zu dieser Einsicht kommt.
Wenn der Mensch, wie ich es betonte, sich etwas näher mit dem Leben in der Natur befasst, mit dem Gedeihen, mit dem Wachsen, so sollte er auch darüber Bescheid wissen, dass die notwendigen Kräfte zum Gedeihen und Leben vorhanden sein müssen, die einerseits aus der Erde selbst herausdringen, aber anderseits auch von den Planeten her kommen. Man sollte anfangen, sich mit diesen Strömen zu befassen. Dann könnte man erkennen, dass die materielle Verdichtung durch diese Strömungen zustande kommt und dass es auch im Geistigen ein Gedeihen, ein Wachsen gibt. Denn geistiges Leben ist vorhanden, und dieses geistige Leben ist eben feinstofflicher Art. Die Erde gibt die Kräfte zur Verdichtung, und sie selbst trägt das Ihrige zu dieser Verdichtung bei.
So sollte man dann erkennen und glauben können, dass es nach dem irdischen Tode – wenn der Leib der Erde zurückgegeben wird – ein Weiterleben gibt, dass man im Geiste, eben in dieser feinstofflichen Art, weiterlebt. Wenn heute davon gesprochen wird, mögen die einen es belächeln, andere spotten sogar darüber. Aber lasst sie nur spotten. Es wird die Zeit kommen, wo sie selbst zu dieser Erkenntnis gelangen werden. Aber diese Zeit liegt nicht vor der Tür, sie ist noch ziemlich weit entfernt. Zuerst muss der Mensch, der Herr ist in dieser Welt, der doch diese Mächte in seiner Hand hat, auch seinen Glauben an Gott haben – er muss sich wieder Gott zuwenden. [...]
Jetzt komme ich auf das zurück, was ich vorhin andeutete. Ein Wachsen und Gedeihen kann es nur geben, wenn es aus dem Geistigen kommt. Der Kern des Wachsens liegt im Geistigen. Es muss zuerst der geistige Kern vorhanden sein. Dann gibt es ein Wachstum durch die Kraft, die aus der Erde strömt, durch diese Odkraft, die die Erde in sich hat und die dafür die bedeutungsvollste Kraft abgibt. Die Odkraft, die aus der Erde kommt, ist unendlich vielseitig, da sie zu allem Leben auf der Erde beitragen muss. Aber nicht nur von der Erde selbst strömt diese Kraft zum Wachsen und Gedeihen, sondern von den Planeten her strömt weitere Kraft, die für das Menschenauge unsichtbar ist. Diese odischen Ströme, die vielseitig sind und für jeden Planeten von seiner eigenen Art, dringen auf die Erde nieder und ermöglichen das Wachsen und Gedeihen – dass es reifen kann. Diese odischen Ströme vermitteln also die Kräfte, die zu dieser materiellen Verdichtung notwendig sind. (16.3.1968)
Lene: [...] Nun, liebe Geschwister, eigentlich sollte sich doch die Frühlingszeit freundlicher zeigen, als sie sich bei euch kundtut. Ihr vermögt mit euren Augen nur das für euch Sichtbare wahrzunehmen. Was in der Schöpfung für euer Auge unsichtbar, für euer Ohr unhörbar vor sich geht, das könnt ihr nicht wahrnehmen. So bei den Jahreszeiten, die sich ja immer wiederholen. Sie haben ihre geistigen Regenten, wenn ich es mit diesen Worten sagen darf; ich könnte auch andere Namen dafür nennen. Denn für diese Wandlung, die sich in der Natur vollzieht, braucht es das Einwirken höherer Kräfte, höherer Wesen. Darüber macht man sich auch keine besonderen Gedanken; man kennt ja den Zeitpunkt des Beginns von Frühling, Sommer, Herbst genau – und daran hält man sich. Dies mag seine Richtigkeit haben. Aber weitere Gedanken darüber, was in der Natur geschieht beziehungsweise geschehen muss, macht man sich nicht. Und von einem göttlichen Einwirken, von einem höheren Wirken spricht man nicht, sondern nur von dem, was man wissenschaftlich zu beweisen und zu ergründen weiss. Schliesslich ist jedoch diese Erde und alles, was da lebt und sich auf ihr bewegt, von oben gestaltet worden – dies alles ist auf Anweisung Gottes geschehen. Diese ganze Welt, alle Planeten, das ganze System sind durch Gottes Willen, durch Christus und seine Getreuen erschaffen worden. Ihr wisst es doch. Man macht sich aber darüber weiter keine Gedanken – viele sind ja vom göttlichen Wege abgekommen. Man fragt nicht: “Wie ist diese Erde wirklich entstanden? Wie sind die Menschen auf diese Erde gelangt?” Man macht sich keine Gedanken, man redet nicht darüber. Euch brauche ich keine weiteren Erklärungen zu geben; sie wurden euch längst gegeben.
Ich möchte es aber nicht unterlassen, euch auf die Jahreszeit aufmerksam zu machen, die ihr erlebt: Ihr vernehmt auch das Tosen [der Frühjahrsstürme] dieser Jahreszeit. Das Geistige, die geistigen Stürme, dies alles vermögt ihr nicht zu sehen; wohl aber das, was sich in der Natur abspielt – ihr vermögt das aufzunehmen, was für euch sichtbar und hörbar ist. Das ist aber nicht das Einzige, sondern das Wirksame ist das, was von der Geisteswelt her kommt. Es ist eine bestimmte Kraft, die ausgeströmt werden muss, um neues Leben ins Dasein zu rufen. Und gerade in dieser Zeit sind es – ich möchte es so sagen – drei Chöre der Engelschaften, die sich mit dieser Frühlingszeit, die ihr jetzt erlebt, besonders befassen. Das sind göttliche Baumeister: Es sind Engelwesen – man könnte sie auch Ingenieure nennen. Die einen gehören zu den Bereichen oder zu den Heerscharen, die ihre Aufgabe mit den Wassern erfüllen – es sind Wassergeister, wenn ich es in dieser Sprache aussprechen darf, und es gibt auch Luft- und Feuergeister. Diese drei haben in dieser Zeit eine ganz besondere Aufgabe. Und sie sind sehr, sehr wirksam.
Es ist vielleicht schwer für euch, euch etwas darunter vorzustellen, wenn von Wasser-, Feuer- und Luftgeistern gesprochen wird. Dieses ist so zu verstehen: Es sind geistige Wesen, die für eine ganz bestimmte Strömung oder in einer ganz bestimmten Strömung tätig sind, welche für das Leben des Menschen notwendig ist und ganz besonders notwendig für das kommende, neu vorbereitete Leben. Wird von einem Feuergeist gesprochen, muss man sich natürlich nicht ein Wesen in Flammen vorstellen, in einem Flammenmeer oder in einer Feuerflamme; dies ist nicht so gemeint. Ein Feuergeist ist ein Geist, der seine Aufgabe erfüllt in der Odströmung der Wärme, die genauestens abgestimmt werden muss mit den andern Strömen jener geistigen Wesen, die ihre Aufgabe mit dem Wasser und mit der Luft zu erfüllen haben. So haben diese Scharen von göttlichen Wesen ihre Aufgabe zu erfüllen. Schon während der Winterszeit, wenn die Natur schläft, haben sie ihre Vorbereitungen zu treffen; sie treffen wohl ihre Vorbereitungen, werden aber noch nicht aktiv.
Ihr habt euch auch schon Gedanken darüber gemacht: “Wie ist dies möglich? Woher kommt diese Kraft? Immer wieder – jedes Jahr aufs Neue – bringt der Baum seine Blätter hervor. Sie schlagen wieder aus, und dies ist auch so zu erleben mit den Sträuchern, mit den Blumen, mit allem, was in der Natur gedeiht.” Nun, auch diese Kraft muss gelenkt, muss zugeführt werden. Und diese Kraft kommt einmal in unterschiedlicher Weise von den Planeten. Sie wird von den erwähnten Geistwesen genau gelenkt: der Menge oder dem Mass entsprechend. Denn es muss doch alles in einer wunderbaren Ordnung sein. Die Luft ist für euch auf Erden so, dass ihr leben könnt, dass Leben erhalten bleibt. Dieses ist nicht einfach eine Selbstverständlichkeit. So ist es mit allem, was auf der Erde zum Leben bestimmt ist – zum Werden und zum Vergehen. Da spielen diese Kräfte teils in allen Jahreszeiten eine Rolle. Sie spielen aber nicht in allen Jahreszeiten dieselbe Rolle – nicht im selben Masse. Es sind auch nicht dieselben Geisterscharen, die diese Odströme der Erde zuführen.
Die Wurzeln, der Stamm eines Baumes oder die Äste, die Wurzeln einer Blume, eines Strauches oder was es auch sein mag, dies alles möchte ich vergleichen mit einem Leib, der dazu bestimmt ist, neues Leben zu gebären – bestimmt, dass es zu diesem neuen Leben kommt, denn von den Wurzeln aus dringt die Kraft durch den Stamm, durch die Äste des Baumes; diese breiten sich aus, als würde er seine Arme gegen oben öffnen und um das Licht, die Wärme der Sonne bitten, damit neues Leben erwache.
Wann wirklich menschliches Leben in einen Kindesleib eintritt, ist euch auch schon erklärt worden. Der Leib eines Kindleins ist in der Mutter bis vor seiner Geburt, und erst mit dem ersten Schrei ist es dann möglich, dass der Geist eintritt. Der Geist für das neue Leben kehrt also erst dann ein, so wie ich es euch erklärt habe.
Es wurde euch schon erklärt: “Alles, was lebt, ist beseelt – alles.” Nun, diese Beseelung tritt auch erst dann ein, wenn, sagen wir bei einem Blatt, dieses sich so weit entwickelt hat, dass es etwas Selbstständiges ist, dass es für sich selbstständig geworden ist – sozusagen unabhängig geworden ist von der Kraft, von der es herkommt. Es braucht nicht ein Blatt zu sein, es kann auch eine Blume [Blüte], ein Gräschen sein. Was es auch sein mag, ist es selbstständig geworden, dann tritt mit der geistigen Beseelung das Leben ein. Ehe es beseelt ist, ist es ja verbunden mit dem Leib – ich muss dieses Wort wählen – des irdischen Gewächses, sei es nun ein Baum, eine Blume. Was es auch sein mag, es ist verbunden mit ihm, wird genährt von diesem Leib, genauso wie das Kindlein seine Nahrung im Leibe der Mutter findet. Und es ist erst selbstständig, wenn es in das Dasein gelangt ist. Das sind geistige Gesetze, und diese gelten auch in der Natur. Sobald es zu einer Selbstständigkeit kommt, ist es beseelt [und wird zu eigenständigem Leben]. So wird neuem Leben immer wieder Gelegenheit gegeben einzukehren – es ist ein Kommen und ein Gehen. (16.4.1975)
Josef, Fragebeantwortung anlässlich der Vorstandssitzung vom 13. Februar 1974
Im Januar 1974 trat im deutschen und im Schweizer Fernsehen der junge Israeli Uri Geller (geb. 1946) auf, der mit seinen übersinnlichen Fähigkeiten grosse Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregte. Uri Geller vermochte beispielsweise defekte Uhren wieder in Gang zu bringen oder Metalllöffel zu verbiegen, ohne diese Gegenstände in die Hand zu nehmen. Diese Phänomene beziehungsweise die Fähigkeiten Uri Gellers warfen auch bei Freunden der Gemeinschaft Fragen auf. Geistlehrer Josef erklärte, dass dieser Mensch über eine ganz bestimmte mediale Kraft verfüge, die es ihm ermögliche, solche Phänomene hervorzubringen. Aber eine solche Kraft müsste für einen höheren Sinn eingesetzt werden, was bei Uri Geller leider nicht der Fall war. Dennoch zeigt dieses Beispiel das Zusammenspiel von Ursache und Wirkung von geistigen Kräften auf die irdische Materie und wie diese Kräfte auf die grobstoffliche Materie einwirken, damit solche Phänomene entstehen können.
Josef: Ja nun, liebe Geschwister, ich will versuchen, euch etwas zu erklären, und zwar will ich jetzt die Frage beantworten, die ihr stellen wolltet und von der ihr dachtet, es gehöre sich nicht.
Ihr hattet doch vor kurzer Zeit das Vergnügen oder die Freude, einen Menschen an eurem Bildschirm, wie ihr es nennt, zu sehen, der, wie behauptet oder gesagt wird, übernatürliche Kräfte hat. Und es muss euch doch ganz bestimmt interessieren, auf welche Art und Weise das zustande kommt, was ihr gesehen habt. Ein solcher Mensch wird doch vonseiten der Mitmenschen vielleicht als Schwindler hingestellt, und so scheint es uns ganz gut, wenn wir euch einige Erklärungen dazu geben. Diese Erklärungen bilden nämlich auch einen Teil der Geisteslehre.
Es ist so, dass dieser Mensch eine solche magnetische Kraft hat, dass sie auf grosse Entfernung wirksam werden kann, und zwar an Dingen, zu denen hin er persönlich keinen ‘Befehl’ ausgesandt hat und von denen er auch nicht weiss, was dort jetzt geschieht. Man sagt es ihm dann: “Da und dort ist das und das geschehen.” [Während der betreffenden Fernsehsendungen riefen viele Zuschauer ins Studio an und berichteten, dass bei ihnen zu Hause defekte Uhren wieder angefangen haben zu laufen oder sich Besteck verbogen hat.] Er selbst ist sozusagen in grosser Entfernung davon und unbeteiligt. Die Leute, die im engsten Kreise um ihn sind und sehen, was er hier vorführt, spüren dann der Sache nach und versuchen zu schauen, ob nicht in irgendeiner Weise ein Betrug stattfindet. Sie können aber selbst feststellen, dass es tatsächlich so ist, dass die Uhren wieder zum Laufen gekommen sind – und nicht nur in seiner unmittelbaren Nähe, sondern zugleich in weiten Entfernungen; auch anderswo sind solche Uhren wieder zum Laufen gekommen.
Wie ist solches möglich? Um es euch einigermassen begreiflich zu machen, müsste ich in meiner Erklärung eigentlich weit ausholen. Da heute etwas mehr Zeit als sonst zur Verfügung steht, versuche ich es doch zu tun.
Nun, betrachtet einmal einen Laib Brot und überlegt einmal, wie dieser Laib Brot überhaupt zustande gekommen ist. Ihr wisst doch, dass es dazu Getreide gebraucht hat. Ihr wisst auch, dass dieses Getreide gewachsen ist, dass der Same dafür in die Erde gelegt wurde und es ein Wachsen, ein Gedeihen gab. Ehe es zu diesem Laib Brot gekommen ist, war doch einiges notwendig geworden, es hat einiges dazu gebraucht. Um überhaupt einen geniessbaren Laib Brot herzustellen, braucht es verschiedene Dinge: Es braucht also das Mehl, es braucht das Wasser, es braucht das Salz, es braucht gewisse Hefen dazu, um es aufzutreiben. Und das Allernotwendigste noch ist doch die Wärme – der Teig muss doch in den Backofen. Es braucht die Wärme, sei es durch Holz oder sei es elektrische Wärme. Und dann habt ihr von diesen verdichteten, verschieden zusammengelegten Kräften etwas Geniessbares, ihr habt einen Laib Brot vor euch. Dieser Laib Brot dient zu eurer Ernährung; es ist für euch notwendig, denn ohne Nahrung könnt ihr ja nicht leben.
Nun, all das, jeden einzelnen Bestandteil, ob nun das Mehl, das Wasser, das Salz oder die Hefe, muss man – wie soll ich das nennen? – in seinem kleinsten Samen, in seinem Wachstum betrachten. All dieses konnte ja nur gedeihen – und jetzt komme ich auf das eigentliche Thema – durch diese verschiedensten Strahlen, die notwendig sind für das gesamte Leben auf dieser Erde, für euch Menschen, für Tiere, für Pflanzen, für alles Leben. Es könnte nichts gedeihen, wenn nicht diese Strahlen die Kraft zum Gedeihen und zum Leben geben würden.
Woher kommen diese Strahlen? Sie sind so verschieden. Es gibt die grobstofflichen, verdichteten Strahlen. Die Erde besitzt an und für sich ihre besonderen Strahlenbündel, eine besondere, eben grobstoffliche Ausstrahlung. Diese ist unbedingt notwendig zum Wachsen und zum Gedeihen der Pflanzen und zum Leben des Menschen. Dazu kommen aber auch die Strahlen von den verschiedenen Planeten und Sternen. Die Sonne hat ihre ganz eigenen Strahlen, es haben die Sterne ihre ganz besonderen eigenen Strahlen, und der Mond hat seine Strahlen. Alles ist unendlich verschieden in seiner Strahlenkraft. Und sie alle werden gebraucht und sind notwendig für das Wachsen auf Erden.
Ist etwas gediehen, so hat es seine eigene Ausstrahlung. Jeder Mensch hat seine ihm eigene Ausstrahlung, die sich von der des andern unterscheidet; es gibt nicht zwei Menschen, die dieselbe Ausstrahlung haben. Auch die Pflanzen haben ihre besondere Ausstrahlung; sie haben sie bekommen durch das Wachstum und auch durch die Strahlenkraft, die auf sie zugekommen ist. Es hat das Wasser doch seine ganz besondere Strahlenkraft; es ist das Feuer, es ist, sagen wir, der Wald, es sind die Bäume, es ist die Wiese, es ist das Gras, es sind die Blumen – alles, alles hat seine ganz besondere Strahlenkraft. Und alles ist im Gesamthaften notwendig, voneinander abhängig für das Leben. Und gibt es einen Mangel an einer bestimmten Strahlenkraft, dann wird das Wachstum, das Gedeihen behindert. Es muss sozusagen alles ineinanderspielen, und alles muss vorhanden sein, damit es ein wirkliches gesundes Leben geben kann und keine Hungersnot auftritt.
Nun komme ich zum Menschen. Auch er nimmt von diesen Kräften auf. Er spricht auf ganz besondere Kräfte an – ich sage nun: ganz besondere. Nicht jeder spricht auf dasselbe an. Ich sage jetzt als Beispiel, nicht jeder spricht an auf die Kräfte, auf die Ausstrahlung des Mondes. Der eine ist sehr empfindlich dafür. Und ich glaube, dieses ist euch schon bekannt; ihr sprecht ja davon, dass es “mondsüchtige” Menschen gibt. Das hat wirklich seinen Grund. Solches sind Menschen, die mit ihrer eigenen Strahlenkraft eben ganz besonders auf die Strahlenkraft des Mondes reagieren.
Es ist für euch vielleicht schwer, das zu verstehen. Aber der Mensch selbst, sein irdischer Leib, hat so viele Ausstrahlungen und zieht seinerseits so viele Strahlen zu sich. Er braucht aber nicht von allen gleich viel; er zieht sozusagen von allem die Strahlenkraft zu sich heran, die für sein Leben notwendig ist. Er ist aber gezeichnet, ihr sprecht von der Sensibilität eines Menschen; sein ganzes Nervensystem, meinetwegen sein ganzer Körperbau spricht an auf ganz bestimmte Strahlen. Nicht jedermann ist gleich empfindlich. Dies gilt vor allem bei medialen Menschen. So besitzt nun dieser Mensch [Uri Geller], der jetzt so bewundert wurde, seinerseits seine ganz besondere magnetische Ausstrahlung. Und zwar verbindet sich seine eigene Ausstrahlung mit der Ausstrahlung in der Natur, mit diesen magnetischen Kräften in der Natur. Wie soll ich das euch erklären? Seine Anwesenheit wirft Strahlen hinaus, weithin, weithin, und er zieht sie wieder zu sich heran. So hat er beispielsweise seine Hände über diese Uhren gelegt, und sie fingen wieder an zu ticken. Es kamen auch Uhren wieder zum Ticken, die weit entfernt waren, mit denen er gar nicht in Berührung kam. Dieses ist eben möglich, weil für uns im Geistigen die räumliche Distanz absolut keine Rolle spielt. Also, es ist seine geistige Kraft, die überallhin gedrungen ist; mit seiner Willenskraft, dieses in Bewegung zu bringen, vermochte er auch diese weit entfernten Dinge, von denen er persönlich nichts wusste, in Bewegung zu bringen. Die Verbindung dorthin ist zustande gekommen. Und die magnetische Kraft an diesen Örtlichkeiten, wo, sagen wir, etwas gebogen wurde oder wo eine Uhr wieder zum Laufen gekommen ist, war dort in dieser Umgebung eben so stark vorhanden, dass es zu dieser Erscheinung kommen konnte; diese Strahlenkraft war also mit ihm verbunden.
Dazu ein oberflächlicher Vergleich: Bei einem Radio, das ihr irgendwohin stellen könnt, wisst ihr genau, dass ihr es auf verschiedene Weise drehen könnt und dann dementsprechend einen besseren oder schlechteren Empfang habt. Ihr könnt das Gerät aber auch einfach verschieben, dahin oder dorthin, und so die Stelle suchen, wo ihr einen besseren Empfang bekommt. Ja wieso denn? Wieso ist dies denn notwendig und ist man davon abhängig? Eben, das Gerät kommt in dieses Strahlengebiet hinein, wo dieser Empfang zustande kommt. Und so ist es mit jener magnetischen Strahlenkraft [bei Uri Geller] und mit jenen Gegenständen: Liegen diese Gegenstände an einem solchen Ort, wo es eine Verbindung gibt zu seiner eigenen Strahlenkraft, so ist es eben möglich, dass sich etwas in der Form verbiegt oder eine Uhr wieder zum Laufen kommt. Also spielt die räumliche Distanz keine Rolle. Eine Rolle spielt das magnetische Band, diese Kraft, die von ihm ausgeht und eben überall dort wirksam werden kann, wo etwas mit ihm verbunden ist. Deshalb ist es möglich, dass solches zustande kommen kann.
Auch in jenen Fällen, wo dieser Mensch feststellen konnte, was jemand [aus dem Publikum, für ihn nicht einsehbar] geschrieben oder gezeichnet hatte, ist es dasselbe: Er brauchte dafür eine ganz starke Konzentration; seine ganze Kraft hat sich mit der betreffenden Person verbunden. Er hatte ja auch darum gebeten, diese Person möchte ganz fest an das denken, was sie gezeichnet oder geschrieben hatte. Also dadurch dass diese Person nun selbst sich bemühte und sich bildlich das vorstellte, wurde diese Strahlenkraft verstärkt. Und so wurde es dann auf diesem Wege möglich, dass er fähig war, das Gezeichnete oder Geschriebene zu erfassen und zu erkennen. Dieser Mensch verfügt ja nicht nur über magnetische Kräfte, sondern er hat selbstverständlich auch mediale Kräfte; das ist klar. Er hat Kräfte, die er selbst nicht erkennt; und auch die damit verbundenen geistigen Gesetze erfasst er nicht richtig. Er weiss nur, dass er solche übernatürliche Fähigkeiten hat. Es ist auch ein gewisses Hellsehen; also auch auf diesem Wege wird es möglich, dass seinem Geiste etwas übermittelt wird und er es sehen kann oder dass er es einfach zeichnen kann, indem seine Hände geführt werden.
Das grösste Hindernis für diesen Menschen ist das negative Denken der Anwesenden. Das hindert ihn, Grösseres zu leisten. Das sind sozusagen Bremsen; mit ihrem negativen Denken beschneiden sie seine Kraft. Dieser Mensch vermöchte Höheres zu vollbringen, Wertvolleres zu leisten. Hätte er, sagen wir, Menschen um sich, die im Geistesglauben vertieft sind, die einige geistige Erkenntnisse haben und ihn in seinem Wirken unterstützen, vermöchte er wahrhaftig Wertvolleres zu erfüllen.
Nun ist dieses eben nicht so. Und auch er selbst erkennt seine Werte im höheren Sinne nicht, und das ist schade. So ist das Ganze, das er zuwege bringt, nur eine Show, wie ihr es nennt, und nützt im Grunde genommen nicht besonders viel. Anderseits kann es doch gewisse Menschen wachrütteln und aufmerksam machen, dass es eben kein Schwindel ist, sondern dass es eben doch etwas gibt, das so in dieser unsichtbaren Art und Weise wirksam wird. Es gibt gewissen – ich sage auch hier: gewissen – Menschen zu denken. Und daneben gibt es aber auch Menschen, die das einfach absolut nicht anerkennen wollen.
Was wir bedauern, ist nur, dass eben das Ganze, sagen wir, so materiell ausgewertet wird, auch wenn es sich, wie man sagt, um einen guten Menschen handelt, der nichts Böses damit will. Das ist selbstverständlich eine Grundbedingung, sonst würde ihm nämlich diese Kraft mit der Zeit genommen werden, oder er würde gehindert, solche Leistungen zu vollbringen. Zu bedauern ist es eben, dass er selbst von sich aus dieses nicht als eine ganz besondere Fähigkeit betrachtet, die man für höhere Dinge auswerten könnte.
Das ist eigentlich die Antwort in dieser Angelegenheit. Dieser Mann hat seine ganz besondere magnetische Kraft, die sich [mit den entsprechenden Kräften] im All verbindet, sodass er dieses zustande bringt.
Lieber Josef, dazu noch ein kleines Detail: In der Nähe von Bern hat ein Zuschauer ganz besonders reagiert, indem sich in seinen Händen gleich alles Essbesteck verbogen hat. Da muss dieser wohl auch eine besondere, entsprechende Ausstrahlung haben?
Josef: Ja, wo sich solches in der Weise auswirkt, sind diese Fähigkeiten vorhanden. Diese Fähigkeiten müsste man dann etwas unterstützen und etwas bilden. Es gibt doch noch viel, viel mehr Menschen, die solche Fähigkeiten tatsächlich haben.
Lieber Josef, haben bei diesen Phänomenen überhaupt keine geistigen Wesen irgendwie mitgeholfen, zum Beispiel indem sie die Voraussetzungen schufen oder vielleicht die Strahlenkräfte bündelten?
Josef: Doch, doch, dieser Mensch ist ja medial. Aber ihr müsst immer bedenken: Wo Geld mit so etwas verdient wird, wo Geld im Spiel ist, da hat die gute Geisteswelt kein besonderes Interesse. Aber es sind ja um den Menschen auch Geistwesen, die nicht schlecht zu sein brauchen und die ihm Hilfe geben können; es können Geistwesen sein, die nicht in die Ordnung Gottes eingereiht sind, die aber keine bösen Geister sein müssen.
Was geschieht, wenn es diesem Menschen nur ums Geldverdienen geht und er sich nicht auf seine Kräfte einstellt?
Josef: Ja dann sind diese Kräfte weniger aktiv. Es ist eben gut, wenn er sich darauf einstellt; dann werden die Kräfte aktiver. Aber es sind ja auch Dinge geschehen, sagen wir, noch Stunden später, als er sich gar nicht mehr damit befasst hat. Diese Kräfte waren trotzdem wirksam [noch eine gewisse Zeit nach den Fernsehsendungen]. Es ist dies – wie soll ich das euch erklären? – etwa so, als strömten sie durch ein Rohr hindurch, oder es ist wie ein Zug, der auf den Schienen fährt. Die Kraft leitet das einfach noch weiter.
Lieber Josef, als wir diese Sendung sahen, hatten wir das Gefühl, dass sich dieser Uri Geller eigentlich fast etwas zu viel zugetraut hat. Er traute sich zu, sich in diesem Rummel konzentrieren zu können. Wir waren der Meinung, er hätte dafür doch sicher eine bestimmte Ruhe gebraucht.
Josef: Ja, darum sage ich: Er könnte viel mehr leisten und Höheres fertigbringen; aber er müsste schon mehr Ruhe haben und müsste Freunde um sich haben, die ihn in seinem Denken unterstützen. Aber das Ganze, was er tun will, müsste doch einen höheren Sinn haben. Freilich, einerseits regt er Menschen zum Überlegen und zum Denken an; aber andererseits, was hilft es?
Nun sind da auch vor allem Naturwissenschaftler dazugekommen und behaupten, das sei alles nur Schwindel. Sie haben sich geweigert, ihr materialistisches Weltbild etwas zu korrigieren. Es ist so weit gekommen, dass in einer Schweizer Zeitung ein Naturwissenschaftler aus Zürich eine hohe Summe ausgesetzt hat, wenn diese Phänomene vor ihm durchgeführt würden. Nun habe ich mir gedacht: Wenn nun dieser Uri Geller das vorführen und dann den Betrag einem gemeinnützigen Zweck stiften würde, wäre das für die geistige Welt dann nicht ein Anlass mitzuhelfen? Denn dann wären diese Leute endlich einmal überführt, möchte ich sagen, und sie könnten dann nicht mehr sagen, alles sei Schwindel.
Josef: Das ist für mich jetzt schwer zu beurteilen, aber wisst ihr, die geistige Welt sieht da die Menschen mit ihrer Gesinnung. Glaubt mir, auch wenn dieser junge Mann etwas zustande bringen würde, so hätten jene wiederum eine Ausrede. Sie glauben es einfach nicht.
Ich möchte euch auf Christus aufmerksam machen, auf seine Kraft. Er hatte Brot vermehrt; es ist ihm doch diese Kraft zugeführt worden, und durch die Kraft, die er selbst besass, hat er diese Brotvermehrung zustande gebracht. Er hat sogar Wasser in Wein umgewandelt. Dazu brauchte es doch auch geistige Kräfte. Es gibt ja im Grunde gar nichts, was man nicht wirklich beweisen könnte. Man kann alles beweisen, aber eben im Geiste. Wer jedoch nicht an die geistigen Gesetze glaubt, weil er das Geistige nicht sehen kann, der versteht es nicht. Sind diese Menschen dann selbst einmal Geist, dann sind sie mit diesen Dingen vertraut, dann wird es ihnen verständlich. Aber jetzt können sie es ja nicht berechnen, sie können es nicht fühlen, sie können es nicht ahnen; also ist es für sie einfach nichts.
Christus hat auch auf Entfernung hin zum Beispiel Krankenheilungen vollbracht. Es kamen Leute zu ihm, die ihn gebeten haben, er möge helfen, zu Hause sei ein Familienglied krank. Christus hat dies von Zeit zu Zeit getan. Und auch da bedurfte es der geistigen Kräfte, die mithelfen mussten. Wenn ein Mensch zum Beispiel kein Augenlicht mehr hatte, weil die zum Sehen notwendigen Organe nicht mehr vorhanden waren, so mussten doch diese zuerst geistig wieder verdichtet, aufgebaut werden. Alles musste wieder zustande gebracht werden; und dies geschah durch nichts anderes als eben durch die Kräfte, die zur Verfügung stehen – durch jene Kräfte, die doch auch, sagen wir, bei einem Kindlein wirksam werden, das im Mutterleibe heranwächst. Wie kommt es denn zustande? Die Mutter nimmt Nahrung zu sich, um leben zu können, und zugleich gibt sie in wunderbarer Weise von ihrer eigenen Kraft ihrem Kindlein ab, dass es zu dieser Verdichtung und zu diesem Leben kommt. Dies alles ist ja aus der Kraft des Wachstums entnommen. Es sind Kräfte, die dem Menschen gegeben sind. Und diese Kräfte können noch nicht gemessen und noch nicht gesehen werden. Vielleicht kommt einmal die Stunde und die Zeit dafür, wo solches doch auch berechnet werden kann.
Lieber Josef, dies wäre dann auch die Erklärung für Fernheilungen?
Josef: Ja, auch die Gemeinschaft betet doch an einem bestimmten Wochentag für ihre Kranken; und diese Kranken erwarten doch auch ihre Heilung, und sie bekommen sie auch. Dieses, was hier in der Gemeinschaft getan wird, wird doch im höheren Sinne getan. Man betet, man bittet um Heilung. Dazu braucht es auch diese Kräfte von diesem Ort hier zu den kranken Menschen hin.
Natürlich ist da die geistige Welt mit verbunden, aber sie braucht auch bestimmte Kräfte. Es braucht geistige Wärme; es braucht nicht nur die für euch wahrnehmbare, irdische Wärme, die beispielsweise durch Feuer oder durch eure Ölheizung erzeugt wird. Es gibt ja das Geistige, die geistige Wärme. Und die geistige Wärme ist mit notwendig zur Gesundung des Körpers, für das Wachstum in jeder Beziehung, zum Gedeihen in jeder Beziehung. Dies alles sind wunderbare feine Kräfte.
Du hast vorhin das Beispiel vom Radiogerät gebracht. Da sieht man ja, dass man für einen guten Empfang das Gerät in eine gewisse Richtung ausrichten muss. Wenn sich nun bei Uri Geller so ein Löffel verbogen hat, kann man dann auch annehmen, dass die Wirkung eben dann eingetroffen ist oder grösser war, wenn der Gegenstand irgendwie ausgerichtet war?
Josef: Ich glaube, die Gegenstände, die dieser Mann direkt bei sich hatte und berührte, sind durch seine Wärme, durch seinen Magnetismus gebrochen oder gebogen worden. Aber diese Kräfte oder dieser Magnetismus sind aktiv geworden, um auch in Entfernung, ohne die Berührung durch die Hände eines Menschen, etwas zu biegen oder zu brechen. Einfach: Die magnetische Kraft ist dann aktiv geworden; und dieses war möglich, weil es von ihm ausgegangen war in dieser Richtung. Nicht in jeder Wohnung und in jedem Haushalt hat sich nun ein Löffel oder was es sein mochte, verbogen. Die einen Zuschauer haben sich beklagt darüber, dass bei ihnen nichts geschehen ist. Es geschah bei ihnen einfach deshalb nichts, weil bei ihnen das magnetische Feld in dieser Richtung nicht vorhanden war. Hätten sie diesen Löffel vielleicht im Keller unten gehabt oder im obersten Stock, hätte es geschehen können.
Ja, das habe ich gedacht; beim entfernten Ort muss es in der Richtung übereinstimmen. Und wäre es dann eben so – wenn die Richtung nicht übereinstimmen würde, könnte dann die geistige Welt helfen, das zu bündeln, sodass es trotzdem zustande kommen könnte?
Josef: Sie würde helfen, eine Heilung für einen Menschen zustande zu bringen. Aber um einen Löffel zu biegen?
Ich denke jetzt nicht an höhere Geistwesen, sondern eben an solche, die noch nicht in der Ordnung Gottes sind.
Josef: Ja freilich. Aber die Geister, die helfen, müssen auch dieselbe magnetische Kraft besitzen. So wie jeder Mensch seine eigene Ausstrahlung hat, hat ja auch jeder Geist seine persönliche Ausstrahlung.
Lieber Josef, spielt es eine Rolle, wer in der Wohnung anwesend ist, ob sich hier ein Löffel verbiegt?
Josef: Mitunter kann das auch eine Rolle spielen. Es können auch vernichtende Kräfte da sein, die es eben verunmöglichen.
Jetzt möchte ich noch dieses Beispiel bringen: Eure Schwester [Medium Beatrice Brunner] ist doch auch – wie soll ich das sagen – mit gewissen magnetischen Kräften verbunden. Diese Kräfte müssen ja auch für uns vorhanden sein, damit wir wirksam werden können. Es ist euch früher schon immer gesagt worden, dass der Raum, wo wir zu euch hinkommen, vorher von uns sozusagen vorbereitet werden muss. In diesem Strahlennetz, diesem Strahlengebiet, braucht es eine gewisse Reinigung. Wir leiten gewisse Strahlen ab, um von uns den Weg zur Schwester hin zu bahnen. Und wenn ich vielleicht diese Worte aussprechen darf: Diese Leitung oder diese Verbindung zu ihr ist längst zustande gekommen, sie ist einfach da, ganz gleich, wo sie sich aufhält. Darum ist es für uns kein Hindernis: Die Schwester kann irgendwo in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land sein und gleich mit uns in Verbindung sein. Wir haben ja die Verbindung von ihr zu uns, ob sie nun in diesem Raum spricht oder anderswo in einer anderen Stadt. Aber wir lieben es sehr, wenn wir immer denselben Platz und denselben Ort haben, weil wir da – wenn ich diesen Ausdruck bringen darf – besser aufräumen, besser die Umgebung ordnen können. Wir haben dann doch gewisse Vorteile dadurch.
Vielleicht darf ich ganz besonders dich [den Gatten des Mediums] daran erinnern: In der Anfangszeit hiess es auch, das Medium soll stets denselben Stuhl haben [auf den sich niemand anders setzen sollte]. Dieser Stuhl ist immer noch derselbe, das ist auch gut, und das hat auch seine Gründe. Das wurde euch gesagt, ehe ihr überhaupt weitere Erkenntnisse hattet. Denn es ist wirklich für uns – nicht für den Menschen an und für sich, aber für uns – einfach von Vorteil, weil er überzogen ist sozusagen mit dieser ganz bestimmten Strahlenkraft.
Ausführungen von Geistlehrer Josef durch seine Mittlerin Beatrice Brunner an der Vorstandssitzung vom 13.2.1974 im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)