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Vom Leben und Wirken der kleinen Geistervölker – Ihre Tätigkeiten in der Natur, bei Mensch und Tier – Ein Besuch bei den Wichtlingen
Welt der Gnomen, Elfen und Feen
Beschreibung
Die Schöpfung Gottes ist in ihrer Vielfalt gewaltig und wunderbar. Zu dieser Vielfalt gehören auch – für des Menschen Auge zumeist unsichtbar – klein gewachsene Geistwesen, die sich im Aussehen und in der Eigenart von ihren grossen Geschwistern, den Geistern Gottes, unterscheiden. Beim Menschen sind sie bekannt unter den Namen “Elfen”, “Feen”, “Gnomen” und “Wichtlingen”. Sie erfüllen im Heilsplan, auf Erden und in der göttlichen Welt vielfältige Aufgaben.
Themenheft 1/2018: Die Welt der Gnomen, Elfen und Feen
Inhalt
Vom Leben und Wirken der kleinen Geistervölker
Lene, 20. Oktober 1965
Vom Leben und Wirken der kleinen Geistervölker
Die Schöpfung Gottes ist in ihrer Vielfalt gewaltig und wunderbar. Zu dieser Vielfalt gehören auch klein gewachsene Geistwesen, die sich im Aussehen und in der Eigenart von ihren grossen Geschwistern, den Geistern Gottes, unterscheiden. Beim Menschen sind sie bekannt unter den Namen “Elfen”, “Feen” und “Gnomen”. Geistlehrerin Lene unterrichtet in diesem Vortrag über das Leben dieser kleinen Geschöpfe, die entsprechend ihrem Wesen unterschiedliche Tätigkeiten verrichten.
Lene: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, bei euch in der Natur fallen die Blätter, aber die Früchte fangen an zu reifen, und eine kurze Zeit noch, dann wird ein Schlaf oder ein scheinbarer Schlaf über diese Natur kommen. Die odischen Kräfte werden in dieser Zeit nicht mehr so intensiv beansprucht. Das will nicht heissen, dass sie nicht dennoch die Erde durchdringen. Sie tun es aber nicht mehr in dem Masse, wie es beispielsweise im Frühling der Fall ist. Diese odischen Kräfte sammeln sich über der Erde und auch ein Stück tief in die Erde hinein; sie legen über die Erde einen Teppich, man könnte ihn einen Odteppich nennen. So ruht dann das Wachstum, und die odischen Kräfte sammeln sich und werden dann zur bestimmten Zeit, nach dem Rhythmus, wieder besonders gekräftigt sein.
So ist es ja auch die Sonne, die ihre wunderbaren odischen Kräfte allem Leben schenkt. Es ist die Erde selbst, die ihre odischen Kräfte besitzt und ausströmt. Diese vereinen sich mit den vielen andern Kräften, die für das Leben auf dieser Erde notwendig sind. Es ist das Wasser, seine odische Kraft, die sehr bedeutungsvoll ist für alles Leben. Es sind die Planeten, die ihrerseits ihre odischen Kräfte dem Leben dieser Erde zusenden. Man könnte diesen Odstrom, der von allen Seiten kommt, mit dem Blut vergleichen. Würde dieser Odstrom der Erde und ihrem Leben entzogen, dann würde es ein Sterben geben. Es ist so wie beim Menschen – wenn das Blut von ihm wegfliesst, dann muss er sterben. So ist es mit diesen odischen Kräften.
Diese odischen Kräfte, die von verschiedenen Seiten her auf die Erde zuströmen, sind immer wieder anders. Jeder Spender hat seine ihm eigene odische Kraft. Die Erde, wo die Menschen leben, wird auch nicht gleichmässig bestrahlt. Wo die Sonne viel intensiver scheint, herrscht eine ganz andere Strömung, und diese Odströmung formt in gewisser Beziehung auch den Menschen: Die Bewohner der südlichen Länder haben ein anderes Temperament als Menschen aus dem Norden. Sie haben also nicht dieselbe gesamthafte odische Strömung.
Nun will ich nicht im Einzelnen darauf eingehen, sondern ich möchte dazu noch bemerken, dass die Menschen sich teilweise an bestimmten Orten glücklicher fühlen als an andern. Die einen fühlen sich glücklicher in einem milden Klima, weil sie sagen, es wäre ihrer Gesundheit zuträglicher; andere ziehen die kalten Gegenden vor. Es ist also auch so, dass diese odischen Strömungen den Menschen formen und gestalten. In eurem Lande gibt es auch ganz verschiedene odische Strömungen, und diese können der Gesundheit des einen oder andern ganz besonders zuträglich sein. Das muss ich euch aber nicht im Einzelnen erklären, denn ihr kennt selbst eure bevorzugten Orte, Kurorte, wo Menschen Erholung finden. Und diese Erholung ist eben teilweise jener besonderen odischen Strömung zuzuschreiben. Auch wenn eine allgemeine, gleichmässige Verteilung dieser verschiedenen odischen Kräfte auf diese Erde einwirkt, so gibt es eben trotzdem gewisse Orte, die ganz besonders einer bestimmten Odkraft ausgesetzt sind, wo diese eine Odkraft eine intensivere Wirkung hat als alle andern.
Warum ich eigentlich diese Erklärung gebe, hat folgende Gründe: Ich hatte doch in der Woche unseres Zusammenseins [Meditationswoche 1965 in Braunwald] Gelegenheit, euch aufmerksam zu machen auf diese verschiedenen irdischen Sphären oder auf bestimmte Umgebungen, wo sich jenseitige Wesen besonders gern aufhalten. Wir haben erlebt, dass es euch Freude macht und euch ganz besonders interessiert, wenn man euch auch Erklärungen über eine andere Geisteswelt gibt, und zwar über die Welt der Gnomen, Elfen und Feen. Ihr wisst verhältnismässig wenig über ihre Welt. Wir versuchen doch jeweils, euch immer Erklärungen zu geben, die für eure Seele von Nutzen sind – uns ist weniger daran gelegen, euer Wissen im Besonderen zu bereichern. Selbstverständlich wollen wir euch Einblick geben in diese andere Geisteswelt, und ihr sollt Bescheid erhalten über das Leben dort. So wollen wir auch annehmen, dass ihr es verdient habt, davon zu hören. Denn viele lieben es ganz besonders, über sie etwas zu hören.
Nun, die Gnomen, die Elfen und die Feen, sie sind also drei verschiedene Gruppen, und sie gehören auch verschiedenen Entwicklungsstufen an. Ich hatte euch ja erklärt, dass sie von den Geistern bei ihrem Fall aus dem Himmel mitgerissen, mitgezogen wurden [siehe die Ausführungen von Lene im Anschluss an diesen Vortrag, S. 11–12]. Dies ist aber nicht etwa so zu verstehen, dass alles Gnomenvolk, alle Feen, alle Elfen nun den Weg des Aufstiegs machen müssen; es ist nur ein Teil oder ein geringer Teil von ihnen, der einst den Himmel verlassen musste. Viele herrliche dieser Feen und Elfen und auch Gnomen leben in den hohen Stufen der Gotteswelt. Sie haben wohl ein anderes Aussehen, als ihr es euch vorstellt.
Ich möchte nun einmal etwas von den Gnomen erklären, die in der Nähe des Menschen wohnen. Dieses Gnomenvolk, so möchte ich es nennen, ist einerseits sehr hilfsbereit, anderseits ist es unter seinen Artgeschwistern sehr zänkisch. Diese Gnomen stellen sich auch in den Dienst des Menschen, und warum, werdet ihr noch hören. Zuerst möchte ich noch davon sprechen, wo diese Gnomen leben. Sie sind in den Wäldern zu finden, in den Scheunen und Ställen, in x-beliebigen Häusern, das heisst, das ist vielleicht zu viel gesagt. Sie suchen jene Häuser auf, wo Menschen wohnen, die ihnen gefallen. Sie halten sich niemals da auf, wo Menschen leben, die ihnen zuwider sind – das gibt es auch. Sie sind also in den Wäldern, sie sind bei den Tieren in den Ställen, sie sind auf dem freien Feld, sie sind auf den Bergen, sie befinden sich auf dem Wasser, in den Gärten, in den Sträuchern. Sie haben auch ihre Unterkunft, die sie sich selbst bauen, je nach dem Geschmack, den sie besitzen. Die einen sind anspruchsvoll, andere anspruchslos.
So üben sie bei den Menschen wie bei Tieren eine Tätigkeit aus, die ihnen von der höheren Geisteswelt aufgetragen worden ist. Denn, ich sagte es, das Gnomenvolk unter sich kann auch sehr zänkisch sein, und so müssen sie diese Untugenden auch ablegen. Sie müssen also auch auf dem Weg der Vollkommenheit aufsteigen. Die Zeit spielt für sie ja keine Rolle, oder sie haben keine Zeit. Sie wohnen da, wie ich es euch erklärte, aber weil sie in ihrer Eigenart verschieden sind und sich voneinander unterscheiden, suchen sie sich jene Plätze aus, wo sie sich wohlfühlen. Die einen wollen ihre Tätigkeit auf dem Wasser ausüben. Es ist aber nicht nur das irdische Wasser, das ihnen zusagt; denn sie sind ja Geistwesen, und so sind es ganz besonders die odischen Kräfte, die das Wasser ausströmt, die es ihnen angetan haben. Die Gnomen, die hier ihre Aufgaben suchen und finden, lieben eben diese Umgebung; sie kommen also mit dem Wasser und den Wellen geistiger Art in Berührung. Und sie können auf diesen Wassern auch den Menschen hilfreich beistehen.
Andere lieben es, in den Wäldern zu leben. Und dort haben sie ja wahrhaftig ein vielfältiges Leben. Vieles dringt auf sie ein, und mit vielem können sie sich unterhalten, denn das Waldesleben ist voll von geistigen Wesen; es ist ein intensives Leben dort. Die Gnomen finden dieses Leben über der Erde, sie finden es unter der Erde, soweit es ihnen zugänglich ist, da sie ja die Materie in einem gewissen Mass durchdringen können. Dieses ist ihre Welt, und dieses besondere Gnomenvolk liebt eben den Wald und alles Treiben und Leben hier. Ein Waldgnom möchte nicht gern aufs Wasser gehen. Bei euch Menschen – nur als Vergleich – ist es ja auch so: Was der eine liebt, verwirft der andere. Es ist also auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Es gibt Gnomen, die sehr die Tiere lieben, und ihre Aufgabe ist es besonders, kranken Tieren beizustehen. Sie können kranken Tieren Beistand leisten. So gibt es Gnomen, die ihre grosse Freude nur an den Tieren haben, so wie es Menschen gibt, die eine grosse Liebe zu den Tieren besitzen. Und diese Gnomen sind ebenso wenig von ihren Tieren abzubringen wie andere vom Wasser oder vom Walde. Ich sage es euch, um euch wirklich Einblick zu geben in das Leben dieser Wesen und in die Vielfalt ihrer Tätigkeit.
Wieder andere lieben es, im Garten zu leben. Und wenn es kalt wird, wenn es Winter wird und die odische Strömung ihnen nicht mehr passt, dann flüchten sie ins Haus des Menschen. Sie können sich im Keller aufhalten, im Estrich, sie können sich aber ebenso gut in den bequemsten Sessel des Hauses hineinsetzen. So kommt es ganz auf das einzelne Wesen an. Die einen sind sehr gewissenhaft, sehr fleissig. Andere überlassen die Arbeit viel lieber den andern; sie sind träge, bequem, sie regieren. So verschieden ist dieses Volk.
Nun können aber Gnomen, die sich bei Menschen wohlfühlen, ihnen auch zum Schutze sein. Sie versuchen beispielsweise, vom Hause Eindringlinge abzuhalten, die den Menschen Schaden zufügen könnten. Mit diesen Eindringlingen können Menschen gemeint sein. Ich habe aber von diesen Gnomen auch schon gehört, dass sie ihre Aufgaben bei Menschen dergestalt erfüllen und ihre Dankbarkeit dem Menschen so zum Ausdruck bringen, dass sie Mäuse oder Insekten und dergleichen aus den Kellern oder aus dem Dachstock vertreiben. Wenn sie sich an einem Ort zu Hause fühlen, dann fangen sie hier auch gleich an zu regieren. Und sie wollen niemals solches um sich haben, was ihnen nicht Freude bereitet oder worüber sie unwillig werden könnten.
Dann aber gibt es auch wieder eine Art von Gnomen, die sich bei kranken und einsamen Menschen aufhalten. Wo vielleicht ein einsames Haus von einem Menschen bewohnt wird, ist dieses Gnomenvolk oft auch hilfreich zur Hand. Es möchte auch an diesem kranken und einsamen Menschen einen Dienst tun. Freilich werdet ihr euch sagen: “Was nützt es? Diese Menschen ahnen ja nichts davon.” Ich könnte als Antwort ebenso gut sagen: Was nützt es euch, wenn ich von Geistern erzähle? Ihr könnt sie ja auch nicht sehen. Der Dienst der Gnomen hat aber einen Sinn, denn dieses kleine Geistervolk hat auch seine Aufgaben, die es erfüllen muss, und es sind ja Aufgaben im Rahmen des Möglichen. Sie müssen sich also auch für den Dienst am Nächsten einsetzen, so wie es die andern Geister auch tun müssen, indem sie Hand bieten, um die noch Zurückgebliebenen emporzubringen. Es geht also überall um das Heimführen in die Seligkeit, um das Erlernen der Dinge, die notwendig sind, um die Seligkeit zu erlangen.
Ich komme nun auf ein weiteres kleines Geistervolk zu sprechen, auf die Elfen. Sie sind anders geschaffen als die Gnomen, die nicht ein besonders schönes Aussehen haben. Die Gnomen tragen aber auch sehr bunte Kleider, und sie lieben das Bunte. Wiederum anders geschaffen sind die Feen; sie unterscheiden sich sowohl von den Elfen als auch von den Gnomen. Die Elfen ziehen ganz besonders die schönen Gärten vor. Sie würden sich bestimmt nicht in einem Stall aufhalten, denn sie wären – so meinen sie – nicht dazu geboren und zu vornehm. Denn sie sind wahrhaftig schön, für eure Begriffe schwer zu beschreiben: zartgliedrig, klein von Wuchs [Lene gibt mit ihren Fingern eine Grösse von etwa 15 Zentimetern an], doch edel alles, was an ihnen ist.
Dieses Elfenvolk hat auch seine Aufgaben. Auch sie ziehen ganz besondere Stätten vor, sie wollen auch eine ganz besondere Odströmung haben. Da, wo Blumen sind, die viele Düfte verbreiten, ist es ihnen am wohlsten. Sie lieben alle Blumen, die Blumen auf dem Felde, in den gepflegten Gärten, sie halten sich auch in den Treibhäusern auf. Sie lieben das Schöne, und sie behaupten, nur für das Schöne geboren zu sein. Diese Elfen musizieren; mit ihren kleinen Instrumenten, die sie haben, erfreuen sie manches Leben. Sie erfreuen damit die kleine Tierwelt. So spielen sie Musik in den Gärten, die sie sich ausgesucht haben. Sie haben da in diesen Gärten auch meistens ihre Wohnungen aufgebaut. Wenn dann die Jahreszeit wechselt, entfliehen sie der unangenehmen Atmosphäre und suchen sich jenen Platz auf, der für sie schön ist zum Leben, wo ihre duftigen, beschwingten Kleider zur Atmosphäre passen. So könnten sich diese Elfen im Schneetreiben nicht wohlfühlen, wogegen sich das Gnomenvolk darüber belustigt. Die Elfen sind zart. Sie erfreuen aber viel stilles Leben, das vom Menschen nicht gesehen wird.
Die Elfen bewohnen die Rosengärten, die Lilienfelder, und wie ich es schon erwähnt habe, sind ihnen auch die einfachen Blumen auf dem Felde sehr lieb, so wie die schönsten und kostbarsten Rosen oder andern teuren Blumen. Sie bilden ihre Wohnungen teils im Kelch der Blumen. Sie versuchen so, Blume an Blume herzurichten, um so eine Wohnung für sich zu gestalten. Sie unterhalten sich gegenseitig, sind sehr liebevoll und ganz besonders kinderliebend. Die Elfen, die die Kinder lieben, gehen auch sehr oft zu ihnen, zu ihren Spielplätzen, und halten sich dort auf. Sie gehen auch in die Zimmer, wenn Kinder krank sind; und hat man dort Blumen aufgestellt, so machen sie sich eine Wohnung in einem bunten Blumenstrauss. Sie haben bestimmt ihr kleines Instrument bei sich, um dem kranken Kinde Musik vorzuspielen. Nun, diese Musik kann vom Kinde wohl nur in seltenem Fall vernommen werden. Doch es gibt kleine Kinder, die mit ihrem Geiste noch so mit dem anderen Geistesleben verbunden sind, dass sie dieses schauen können. Das aber nur in seltenen Fällen. Aber diese Elfen erfüllen so beim kranken Kinde eine Aufgabe. Betrachtet man diese Elfen, so sieht man gegenüber den Gnomen einen grossen Unterschied. Sie sind ja auch ganz anders gebaut. Sie haben eine andere Wesensart und zum Teil also auch andere Interessen.
Von den Gnomen und Elfen unterscheiden sich die Feen; sie haben wiederum eine andere Aufgabe. Ihr sprecht ja von guten Feen und von bösen Feen. Die Feen leben auch in den Gärten bei den Menschen, auf den Feldern, auf den Bergen, auf dem Wasser. Sie können sich überall hinbegeben. Und diese Feen glauben oft, sie müssten eine Übersicht halten über dieses kleinere Volk, über das Gnomen- und Elfenvolk. Sie gehen oft zu ihnen und versuchen sie zurechtzuweisen, sie auf ihre Pflichten und ihre Arbeiten aufmerksam zu machen. Teils tun sie das mit Recht, teils ist es aber eine Voreiligkeit von ihnen.
Unter diesen Feen gibt es welche, die eine besonders grosse Güte und Liebe besitzen. Sie haben ihre Aufgabe auch in erster Linie in der Natur. Denn auch ihnen ist eine gewisse Aufsicht – ich sage eine gewisse Aufsicht – über das niedere Tierleben aufgetragen; sie sollen ihm auch einen Schutz bieten. So können die Feen Tiere auch vor Krankheiten schützen. Sie versuchen, ihr Leben zu schützen, wenn es notwendig wird, weil sie bedrängt werden von dieser und jener Seite und des Schutzes bedürfen. So wie in der Natur Geister aufgestellt sind, die nur zu beobachten haben, so ist es in ähnlichem Sinne mit diesen Feen. Ihnen kommen aber höhere Geister zu Hilfe, wenn es sein muss. Sie haben die Möglichkeit, sich mit den höheren Geistern in Verbindung zu setzen, denn diese besuchen nämlich auch dieses kleine Volk und diese Feen, so wie sie von Zeit zu Zeit die Städte durchstreifen und bei den Menschen Übersicht halten. Sie kontrollieren, oder sie werden gerufen von andern Geschwistern, damit sie sich ein Bild machen von der Tätigkeit oder von der Handlungsweise der Menschen. Sie kommen und halten Übersicht, weil sie ihrerseits wieder Bescheid weiterzugeben haben an die noch höhere Geisteswelt.
Ihr könnt also auch hier wieder sehen, wie wunderbar alles geordnet ist und wie das eine für das andere da ist und wie das eine dem andern den Beistand zu geben hat. So trifft man diese Feen überall. Unter ihnen gibt es hilfsbereite, und es gibt solche, die die Arbeit nicht lieben. Daran zeigt sich also ihr Entwicklungsgrad. Daraus ist wieder zu erkennen, dass auch diese Wesen eine Aufstiegsentwicklung durchmachen.
Nun möchte ich euch erzählen, auf welche Weise sich die hohen Geister des Himmels für dieses kleine Volk und seinen Aufstieg interessieren, wie sie Überblick halten über sein Tun. Zuvor aber möchte ich daran erinnern, wie es sich in dieser Beziehung bei den Menschen verhält: Die hohe Geisteswelt besucht die Menschen. Sie hält Überblick über sie und gibt da, wo ein Mensch nicht zur Gefälligkeit Gottes lebt, wo keine Fortschritte im Geistesleben gemacht werden, den Schutz- oder den Führergeistern Anweisungen, dass ein Karma eröffnet wird oder dass dieser Mensch eben bestraft werden muss. Oder die hohe Geisteswelt greift in seinen Lebensplan ein, ändert ihn, kürzt sein Leben, während anderswo, wo ein Leben sehr sinnvoll und nützlich zu sein scheint, dieses verlängert wird. Das führen die hohen Geister entweder selber aus, oder sie geben ihren unter ihnen stehenden Geschwistern Bescheid und die Aufgabe, diese Änderung vorzunehmen.
Dieses kleine Volk war einst die grosse Unterhaltung und die grosse Liebe der himmlischen Welt. Es wurde euch ja erklärt: Diese Wesen haben zur Freude der Engel Gottes auch ihre Aufgaben bis in die höchsten Ebenen, sie leben zur Freude der andern. Dieses kleine Volk ist sehr glücklich, wenn es seine höchste Stufe der Entwicklung eingenommen hat. Denn diese kleinen Wesen sind begehrt. Überall werden sie angefordert, ganz besonders dann, wenn man zur Freude beieinander ist, also auch zur Unterhaltung. Denn auch im Himmel gibt es sehr frohe Stunden. Und dass dieses kleine Volk zu diesen frohen Stunden viel beitragen kann, wird euch verständlich sein.
Nun, von Zeit zu Zeit müssen diese kleinen Völker, die in den Stufen, wo die Menschen leben, ihre Entwicklung durchschreiten, gesammelt werden. Dann geht die Kunde und verbreitet sich in den verschiedenen Sphären der Erde, die genau eingeteilt sind – ihr nennt sie Länder. So wird dann dieses kleine Volk von diesem und jenem bestimmten Land, nach euren Begriffen, zusammengerufen. Diese kleinen Wesen sind ja nicht so häufig anzutreffen, sie sind nicht so zahlreich wie die Menschen. Aber es ist auch ein ganz ordentlich grosses Volk. Auf Anweisung eines hohen Geistes werden sie an einen bestimmten Ort beordert. Nicht alle zusammen haben da zu erscheinen, denn es wird genau beurteilt, wer zu kommen hat. Denn man möchte doch nicht alle von ihren Aufgaben wegrufen. Aber dieses Zusammensein mit den hohen Geistern, mit den grossen Brüdern und Schwestern des Himmels, dauert ja – zeitlich berechnet – nicht so lange. Es geht vorher ein Gottesgeist zu diesem kleinen Volk und gibt ihm Bescheid, wer zu erscheinen hat. Auch bei diesem kleinen Volk ist jeweils ein Führer da, und diesem Führer wird die Mitteilung gemacht, und er gibt dann die Kunde weiter. Und mit dem Einverständnis des hohen Bruders entscheidet man, wer zurückzubleiben hat und wer erscheinen muss zu dieser grossen Zusammenkunft der kleinen Völker.
Dann werden sie von den Geistern des Himmels begrüsst. Man begrüsst sie auch mit viel Liebe, mit Überraschungen. Und diese kleinen Wesen freuen sich, denn die grossen Geschwister sind ihnen nicht fremd – sie sind ihnen nur nicht so nahe. Sie wissen, dass sie von Zeit zu Zeit erscheinen und Übersicht halten über ihr Tun.
Nun, diese kleinen Völker sind auch in Familien eingeteilt. Und so wird dann ein Geist von einer Familie zur andern treten, sodass alle erfasst werden und man mit allen sprechen kann. Und so werden einerseits Anweisungen gegeben für ihren weiteren Aufstieg, es wird getadelt, es wird auch gelobt, und dies alles zum Zweck, dass diese kleinen Wesen sich anstrengen, ihre hohe Stufe wieder zurückzugewinnen. Sie haben stets grosse Freude, wenn sie so zusammengerufen werden. Denn es ist meistens so, dass die hohen Geister sie dann zurückbegleiten an jenen Ort, woher sie gekommen sind. Man möchte auch die Zurückgebliebenen noch begrüssen und ihre Tätigkeit betrachten. So führen dann diese hohen Geister diese kleinen Völker nach dem Zusammensein und der gemeinsamen Freude wieder an ihren Platz zurück.
Aber eigentlich beginnt die nähere Verbindung oder der nähere Kontakt erst dann, wenn dieser grosse Bruder die Familie zurückgeführt hat. Er verweilt eine Zeit bei diesen Kleinen und lässt sich ihre Tätigkeiten zeigen, die sie ausüben. Und da kann nun ein Geist Gottes dem Einzelnen viel näher kommen als bei der grossen Zusammenkunft. Aber diese grosse Zusammenkunft, die jeweils stattfindet, soll ihnen ein Hinweis dafür sein, dass es wieder dazu kommen muss, dass alle wieder vereint werden und unter diesen hohen Geschwistern leben. Es soll ihnen einen Ansporn dafür geben.
Ich sagte es: Sie werden auch mit Überraschungen begrüsst. Diese Überraschung besteht darin, dass diesen kleinen Völkern das gebracht wird, was sie besonders freut. Es sind Kleider, es sind Gegenstände, Musikinstrumente und dergleichen. Das sind die Überraschungen, die ausgeteilt werden an die Verdienstvollen. Und dann, wenn der grosse Bruder sein kleines Volk heimbegleitet hat, zieht man sich noch nicht in die einzelnen Häuser und Gärten zurück, sondern man findet sich noch zusammen. Man wählt einen schönen Platz aus, irgendwo, wo diese Kleinen ihre Aufgabe haben und wo man das Gefühl hat, es könnte da ganz besonders schön sein, beispielsweise in der Nähe eines Teiches, auch bei Schwänen und sonstigen Vögeln, wo viel Bäume sind und eine herrliche Atmosphäre. Da trifft man sich dann mit den andern, die zurückgeblieben sind; sie müssen auch erscheinen. Dann spricht dieser grosse Bruder mit jedem Einzelnen.
Nun, gerade bei diesem Gnomenvolk gibt es sehr oft viel zu tadeln. Darauf habe ich anfangs ja schon hingedeutet. Ihr sollt auch wissen, dass jedes, ob Gnom, ob Fee oder Elfe, seinen Namen hat. Nicht nur ihr Menschen habt eure Namen, mit denen man euch ruft. Dieses kleine Volk ahmt darin die Menschen nach; das heisst, sie hatten ja einstmals vor dem Geisterfall auch ihre Namen, aber diese gingen verloren, und da sie nun unter den Menschen zu leben haben, übernehmen sie von ihnen die Namen: Namen von Menschen, Namen von Tieren, von Städten, von Blumen, gerade das, was ihnen gefällt. Denn ihnen kommt es nicht so darauf an, wie man heisst, denn ihr wirklicher Name ist ihnen noch unbekannt. Diesen erhalten sie erst, wenn sie die hohe Stufe ihres Aufstiegs wieder eingenommen haben. Nun aber empfiehlt jeweils so ein hoher Engel: “Behaltet doch denselben Namen und wechselt ihn nicht ständig.”
Dieses Gnomenvolk, das dienstbar, aber auch zänkisch ist, ist auch schlau. Wenn sie ahnen – und dieses Ahnen liegt bei ihnen wie überhaupt bei diesem kleinen Volk –, es könnte Zeit werden, dass der grosse Bruder wieder erscheint, dann hat man manchmal auch ein schlechtes Gewissen. Diese Wesen haben auch ein Gewissen. Nun glauben sie, der hohe Bruder könnte sich doch niemals wieder an sie zurückerinnern. Sie wissen ja nicht, dass dieser hohe Geist auch das Lebensbuch dieses kleinen Wesens sieht und kennt.
So möchte ich nur ein Beispiel geben von einem solchen Gnomen, der es mit der Arbeit nicht so gewissenhaft nahm, der Bequemlichkeit liebte und auch sehr oft die andern zurechtwies, was ihm aber gar nicht zustand. Da fragte nun der hohe Bruder dieses kleine Wesen: “Wie heisst du?” Und es sagte: “Mein Name ist Hektor.” Und der hohe Geist fragte: “Seit wann trägst du diesen Namen?” Mit etwas Verlegenheit musste dann dieses Wesen zugeben, dass es ja diesen Namen noch nicht so lang trage. “Und warum?”, wollte der hohe Bruder wissen. Und wiederum wurde der Kleine verlegen und wollte mit der Antwort nicht herausrücken. Dann fragte der Bruder: “Ja wie hast du vorher geheissen, ehe du diesen neuen Namen Hektor angenommen hast?” Auch da war dieses Wesen verlegen und wollte mit der Antwort nicht herausrücken. Aber da man ja nicht so schweigsam ist unter diesem Gnomenvolk, hatte gleich ein anderer das Wort ergriffen und gesagt: “Vor Kurzem mussten wir ihn noch Mozart rufen.” Und der hohe Bruder sagte: “Nun sagtest du mir, du hiessest Hektor. Und wie ich höre, solltest du Mozart heissen. Und was für Namen hattest du sonst noch?”
Und dieses witzige Gnomenvolk war nicht schweigsam, und sie wussten genau, wie viele Namen er schon getragen hatte. Das eine Mal war es Rosentau, einmal Silbervogel, einmal der Name einer Stadt, dann wieder der Name eines Menschen, dann wieder der Name eines Tieres, einer Katze, eines Vogels, eines Pferdes. Gerade so, wie es ihnen gefällt, wechseln sie ihre Namen. Und dieser hohe Bruder sagte: “Beim letzten Mal, ich erinnere mich noch gut, hiessest du Florian. Seither hast du so viele Namen gehabt.” Und dann sagte dieser Geist Gottes: “Versuche doch wenigstens einen Namen zu behalten, damit ihr nicht immer in Streit kommt wegen eures Namens.” Denn eben, sie sind unter sich etwas streitsüchtig, diese Gnomen.
So muss man den einen tadeln in dieser Beziehung. Und da diese Kleinen nicht schweigsam sind und gerne von den Fehlern des andern sprechen, weiss einer auch etwas zu erzählen von seinem Nachbarn, der nicht arbeite und nur wichtigtue. Man sehe ihn ständig nur mit einem Eichenblatt an sein Revers geheftet, und er würde seine Aufgaben nicht erfüllen. Und der Geist Gottes stellte ihn zur Rede und fragte ihn: “Was tust denn du? Du hast doch auch eine Aufgabe.” Und er antwortete: “Ja, meine Aufgabe ist sehr vielseitig, denn ich bin im Walde, du weisst es ja, und ich habe dort viel zu tun.” Und vorwitzig meldete sich ein anderer Gnom zu Wort: “Und er kommt aus dem Wald und spielt sich auf als Eichenkönig, und wir sollen ihm gehorchen und vor ihm hin- und herlaufen.” So weiss jeder etwas zu klagen.
Nun, dieser Geist Gottes kennt dieses Volk genau. Im Stillen lächelt er, denn es ist ja etwas, was zu diesen Wesen gehört – etwas Schalkhaftigkeit ist ihnen angeboren. Denn früher, in der Himmelswelt, hatten sie ebenfalls mit ihren Streichen und ihrem Wirken den andern Freude bereitet und Belustigung hervorgerufen, so wie es euch gesagt wird, dass es im Himmel auch sehr freudig zugehen kann – man muss sich doch an etwas freuen und sich unterhalten können. Aber diese Art von Unterhaltung hat nun eben von ihrer Vollkommenheit verloren – darum jetzt die Unternehmungslust in dieser Art und Weise und auch dieses Hochangeben [Aufschneiden] zum Teil. Dann lässt sich der hohe Bruder eine Zeit lang von ihnen unterhalten und freut sich im Stillen.
Aber dann muss er doch ernsthaft werden und sie auf ihre Aufgabe aufmerksam machen. Er muss darauf hinweisen, dass ihr Leben notwendig sei und sie sich in den Dienst des höheren Lebens stellen müssten – und dieses sei eben der Mensch. Sie müssten den Menschen behilflich sein. Auch an der Tierwelt müssten sie ihren Dienst ausüben und wo immer es möglich sei, dass es zum Höheren diene. So spricht er ihnen zu. Und sie alle versprechen, dass sie zu seiner Zufriedenheit leben wollen und wenn er das nächste Mal komme, wäre ganz bestimmt nichts mehr auszusetzen.
So bitten sie dann aber den hohen Bruder, er möge doch noch etwas verweilen und mit ihnen durch ihr Arbeitsfeld ziehen. Der eine bittet, er möge ihn doch jetzt in das Zimmer begleiten, wo ein kranker Mensch sei. Ein anderer bittet, er möge in den Stall kommen, und anderswo fleht man, er möge im Walde zum Rechten sehen. Man hat so viele Klagen wieder und möchte diesen hohen Bruder nicht mehr ziehen lassen. Mit vielen Versprechungen muss er dann doch Abschied nehmen.
[Ende der Tonaufnahme. Ergänzung aus der Erstveröffentlichung in der Zeitschrift “Geistige Welt”.] Er muss jenen, die besondere Leistungen vollbringen, auch eine freudige Überraschung in Aussicht stellen. Denn unter diesem kleinen Volk wird auch viel Vorteilhaftes geleistet. Viele haben sich für Menschen und Tiere eingesetzt, während andere viele ulkige Spässe trieben. So geht die Entwicklung dieser Gnomen nur langsam vor sich.
Zwischen den Elfen und den sie zurückbegleitenden Engeln Gottes besteht ein ganz anderes Verhältnis. Die Geister Gottes müssen mit ihnen musizieren. Die Elfen laden den hohen Bruder oder die hohe Schwester an ihre – wie sie glauben – schönsten Plätze ein. Und da muss der hohe Bruder oder die hohe Schwester von der grossen Welt erzählen. Gemeint ist damit das Himmelreich. Es wird von der Seligkeit erzählt, in der man lebt, und was es da alles gibt; dass es viel grössere Blumen, viel grössere Sträucher und Blätter gibt. So bringt der himmlische Gast Neuigkeiten aus der hohen, grossen Welt und von seinen erhabenen Geschwistern. Und selbstverständlich lässt man auch hier diesen hohen Besuch nicht gerne wieder ziehen.
Bei den Elfen ist nicht so viel zu beanstanden wie bei dem Gnomenvolk. Wohl bedarf es auch hier manchmal des Tadels, aber im Grossen und Ganzen ist die Gotteswelt zufrieden mit ihnen; aber sie haben viele Aufgaben zu erfüllen, und ihr Aufstieg geht nur langsam voran.
So ist es mit den Feen: Die guten Feen, die dem Menschen nur Schönes bringen, ihn unterstützen und vor dem Bösen behüten, sie werden belohnt und ausgezeichnet. Man hat für sie Kleider und andere Geschenke mitgebracht. Jene aber, mit denen man nicht zufrieden ist, werden an gewisse Stätten gebannt, und man trägt ihnen in ihrem begrenzten Kreis Aufgaben auf, die sie zu erfüllen haben. Die hohen Geister suchen dafür solche Ebenen aus, wo für diese Feen genügend zu tun ist. Sie müssen sich im Fleiss üben. Sie werden von den Geistern des Himmels eher als sonst kontrolliert, denn sie sollen baldmöglichst wieder aus ihrer Verbannung befreit werden und einen kleinen Schritt in ihrem Aufstieg höherschreiten.
Liebe Geschwister, eigentlich sollte eine Meditation anders sein. Aber wir wollen euch doch diese Freude machen, und man kann auch über das, was ich euch an diesem Abend gesagt habe, meditieren. Man kann sich darüber seine Gedanken machen, wie herrlich es ist, dass solche kleine Wesen geschaffen wurden und dass sie im Bereich der Menschen zu leben haben. Ich habe versucht, euch die Antwort zu geben, warum sie im Bereich der Menschen leben und warum Gott sie geschaffen hat.
So, liebe Geschwister, ist es doch wunderbar, die Schöpfung in ihrer ganzen Pracht und Herrlichkeit zu erkennen. Man braucht nicht nur vom Verwerflichen, Niederen zu sprechen, man soll sich nicht am Niederen festhalten. Sondern der Mensch sollte sich nur an das Gute, an das Schöne halten. Das Gute und Schöne soll für ihn der Wanderstab sein. Sein Denken sollte nur nach oben gerichtet sein, zum Edlen, zum Schönen – voller Hoffnung. Und wenn man das kann, geht man, gleich wie dieses kleine Volk, einen Schritt aufwärts. Wir sehen es aber, wie ihr immer wieder vergesst, wie jene kleinen Wesen – ihr vergesst die guten Vorsätze genauso wie sie, und ihr tut Dinge, die ihr nicht tun sollt, und ihr wisst es. Der Unterschied aber zwischen euch und diesen kleinen Wesen ist der: Ihr werdet ernst genommen, sehr ernst! Und bei diesem so kleinen Völklein hat man viel Nachsicht.
So, liebe Geschwister, möge Gottes Segen euch Kraft geben für euer Leben. Möget ihr gesunden, so ihr krank seid, an Leib und Seele. Gott zum Gruss.
Vortrag von Geistlehrerin Lene vom 20.10.1965 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung und Erstveröffentlichung in der Zeitschrift “Geistige Welt”)
Einen Monat zuvor, an der Meditationswoche in Braunwald, unterrichtete Geistlehrerin Lene zum ersten Mal Näheres über die kleinen Geistervölker. Im dritten Vortrag der Woche, am 21. September 1965, erklärte sie über die Entwicklung dieser kleinen Wesen:
Lene: Ihr habt euch schon gefragt oder werdet euch fragen: “Was sind denn diese Gnomen und Feen eigentlich für Wesen? Was für eine Entwicklung ist denn das?” Man hat schon von diesen Gnomen und Feen gehört, vielleicht etwas gesehen, von ihnen in Büchern gelesen. Gerade in den Märchen hört man so vieles über sie, und weil es in den Märchen steht, ist doch ein Funke Wahrheit dabei.
Bei diesen Gnomen und Feen ist es so wie bei euch Menschen: Ihre Entwicklung ist nicht bei allen dieselbe; sie können geistig verschieden entwickelt sein. Als Wesen bleiben sie jedoch so, wie sie geschaffen sind, Gnom oder Fee – es sei denn, es gibt auf Anweisung der höheren Geisteswelt ein ganz besonderes Eingreifen, sodass es zu einer weiteren oder, wie ihr meint, höheren Entwicklung kommt. [...]
Auch der höchste Himmel kennt diese kleinen Wesen. Diese Feen sind Lieblinge der himmlischen Boten – sie helfen an den Unterhaltungen mit. Man freut sich über diese niedlichen Geschöpfe. Ihr könnt sie euch nicht vorstellen, wie schön und wie eitel sie sind. Es gefällt ihnen, bewundert zu werden, doch ihre Eitelkeit wird ihnen nicht zum Verhängnis. Diese Feen tragen Botschaften aus; auch können sie wunderschön singen, spielen und tanzen. Bedenkt doch, wie niedlich sie sind, und bedenkt, wie mächtig und gross ihnen gegenüber Engel Gottes in ihrer Gestalt sein können; denn Engel aus den Chören Michaels sind mächtige, kräftige Wesen. Andere Engel wiederum sind sehr zartgliedrig. Es können Wesen sein, deren Aufgabe es ist, nur zu tanzen und Reigen zu spielen. Dafür braucht man keine mächtigen Wesen, sondern die Zartheit gibt ihnen einen so herrlichen Ausdruck, macht sie so schön. Doch der Himmel braucht – das müsst ihr wissen – die Vielgestaltigkeit der Wesen: Der Himmel braucht jene mächtigen, gross gebauten Engel Gottes, er braucht jene zarten Engelwesen, und er braucht jene kleinen Feen.
Nun möchte ich eine Frage beantworten. Diese Feen fand man einst in allen Stufen, oder besser erklärt: Allen Chören des Himmels waren solche Feen zugeteilt. Denn die Himmelswelt mit ihren Engeln ist ja eingeteilt, und Führergeister stehen als Leiter einem solchen Chore vor; sie bilden zusammen eine Einheit. Und jeder Chor hat eben auch diese Lieblingswesen, solche zarten Wesen, deren Aufgabe es ist, ihre Geschwister durch Spiel, Tanz und Gesang zu beglücken; ihnen beigegeben sind also diese Feen – und auch Gnomen.
Beim Abfall ist ein Teil von diesen Feen und Gnomen mitgerissen worden mit den andern, als sie Gott den Gehorsam verweigerten. Sie sind mitgezogen worden, denn sie waren ihren Führern zugetan und bejahten deren Meinungen. Doch diese Wesen konnten niemals so bestraft werden, denn Gott liess sie ja so schaffen. So sollten sie nicht durch diese Entwicklung gehen müssen wie die andern, sondern sie sollten ihre Entwicklung oder ihren Aufstieg als geistige Wesen in den unteren Sphären bei den Menschen durchstehen – sie sollten also dort ihre Entwicklung durchmachen. Und auch sie werden von den hohen Geistern von Stufe zu Stufe hinaufgeführt. Diese Wesen tragen aber nicht diese Schuldenlast wie die andern, und darum ist auch ihr Aufstiegsleben viel leichter.
Diese Gnomen und Feen sind sich nicht bewusst, wenn sie da in den unteren Sphären in der Nähe der Menschen zu leben haben, dass sie das höchste Glück nicht geniessen. Denn es ist gleich wie bei den andern aufsteigenden Geistwesen: Sie können das sehen und erkennen, was sich in ihrer Nähe abspielt, in ihrer Umgebung und vielleicht einige Stufen darüber. Aber dass ein in der Läuterung stehendes, aufsteigendes Geistwesen nun wissen soll, wie es in den höchsten Himmeln zugeht – nein, das weiss es nicht und verdient es auch nicht zu wissen. Man erklärt dem Wesen von einem hohen Glück, von einer Seligkeit und macht es neugierig, damit es strebsam wird. Aber es kann um das höchste Glück nicht ahnen, so wie ihr mit euren Begriffen und euren Gefühlen dieses höchste Glück auch nicht erfassen könnt, sodass für euch vieles – vielleicht sogar, was ich jetzt erzählt habe – märchenhaft klingt; aber es ist so.
Nun sind auch von diesen kleinen Wesen welche treu geblieben; sie mussten den Himmel nicht verlassen und nehmen ihren Platz in den höchsten Himmeln ein. Sie helfen viel an der fröhlichen Unterhaltung mit. Die höheren Wesen, sagen wir, ihre grösseren Geschwister, unterrichten sie, lernen mit ihnen. Sie helfen so an dieser Vielfalt mit, damit die Freude auch übertragen wird, sodass sich ein jeder freut, der in diesen hohen Himmeln wohnt.
Tätigkeiten und Aufgaben der Gnomen in der Natur, bei Mensch und Tier
Josef, 18. Februar 1967
Tätigkeiten und Aufgaben der Gnomen in der Natur, bei Mensch und Tier
Die Gnomen, die für Menschen unsichtbar in der irdischen Welt leben, unterscheiden sich in ihrer Lebensweise und in ihrer Eigenart genauso wie die Menschen. Auch sie stehen im Aufstieg und werden von der höheren Geisteswelt geführt. Sie erfüllen im Heilsplan vielfältige Aufgaben. Gnomen können Hüter und Beschützer von Tieren sein, sie können der Gotteswelt auch als Beobachter und Kundschafter dienen. Gnomen wohnen auch bei Menschen und helfen mit, ihr Haus und ihren Garten zu beschützen und sie vor Unheil zu bewahren. Und schon mancher kleine Gnom hat einem verstorbenen Menschen, der sich von der Erde nicht lösen konnte, Trost gegeben und den Weg gezeigt.
Josef: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, bald kommt für euch der Frühling, und die Sonne wird immer mehr ihre wärmeren Strahlen aussenden. Felder, Gärten und Wiesen werden von dieser Wärme durchdrungen, und recht bald schon werdet ihr die ersten Blumen sehen. Die geistige Welt, das heisst die Wächter, die auf dieser Erde ihre Aufgaben erfüllen, freuen sich ganz besonders, wenn wieder die Zeit kommt, wo neues Leben wieder hervordringen kann. So haben die Geister Gottes ihre Tätigkeit, die sie aufs Neue ausüben müssen mit diesem neuen Leben, das wieder kommen wird.
Nun, liebe Geschwister, ihr wisst darüber Bescheid, dass in der Natur so viele Wächter notwendig sind, dass auch sie ihre Aufgaben in der Ordnung Gottes erfüllen müssen. Ich möchte aber diese Stunde etwas ganz Besonderes erklären, das gewisse Freunde im Besonderen erfreuen wird. Und zwar möchte ich von diesem kleinen Geistervolk sprechen – dass man darüber spricht, gehört auch zur geistigen Lehre. Aber ich kann ja nur darüber sprechen, wenn ich weiss, dass bei euch das Verständnis dafür vorhanden ist und ihr in den geistigen Gesetzen so weit eingeweiht seid, um das zu verstehen.
Ihr wurdet schon darüber unterrichtet, dass es kleine Wesen gibt, die auch in diesem Erdenreiche ihre Aufgabe erfüllen und mit euch leben. Ich möchte sie für heute Abend das Gnomenvolk nennen. Denn dieses Gnomenvolk ist es, das seine grosse Freude daran hat, wenn wieder neues Leben in der Natur seinen Anfang nehmen kann; das Gnomenvolk ist es, das so sehnsüchtig auf dieses neue Leben wartet.
Ich möchte euch doch einiges über diese kleinen geistigen Völker berichten. Über manches seid ihr schon unterrichtet worden, doch möchte ich es euch deutlicher vor Augen führen. Es gibt solche kleinen Wesenheiten, die besonders die Nähe und das Eigentum des Menschen lieben. Dann aber gibt es dieses Volk, das sich in die Wälder verzieht; es lebt in den Wäldern mit den Bäumen, mit den Tieren. Dann wieder gibt es welche, die sich auf den Ährenfeldern zu Hause fühlen oder in den Parkanlagen, auf den Bergen, in den Höhlen, auf den Wassern. Es braucht dazu jeweils auch eine besondere Eigenart, und ihr könnt daraus sehen, dass sie nicht alle die gleichen Eigenschaften und Veranlagungen besitzen.
Wenn ich nun aber auf jene kleinen Geistwesen zurückkommen darf, die sich in der Nähe des Menschen aufhalten, so möchte ich doch auch zum Ausdruck bringen, dass dies alles von der göttlichen Welt sinnvoll überlegt und gestaltet wird. Man soll also nicht glauben, das wäre nur so eine Erzählung, es könnte nicht stimmen. Es gibt nämlich mediale Menschen, die im Geiste den Schatten dieses Lebens erfassen können und es bildlich wiederzugeben vermögen. Es ist aber wahrhaftig so: Diese kleinen Geistwesen sind unsichtbar für den Menschen; sie sind aber im geistigen Reiche vorhanden, und zwar haben sie auch ihre verschiedenen Entwicklungsstufen. Sie nehmen ihren Platz ein, wo ihr Menschen lebt, so wie ich es euch erklärte; von diesen kleinen Geistwesen gibt es aber auch welche, die in den höheren Stufen sind und hier ihre Dienste verrichten und der Engelwelt Gottes zur Verfügung stehen. Sie sind auch in den höchsten Ebenen, in der Nähe vom Hause Gottes, und sie beglücken und erfreuen dort die himmlische Welt. Also dieses geistige Leben zieht durch alle Entwicklungsstufen bis hinauf zur höchsten Ebene.
Nun, jene, die mit euch leben und an euch eine Aufgabe erfüllen möchten, sind mit euch Menschen wahrlich verbunden. Es sind ganz besonders jene, die in der schönen Jahreszeit ihre Behausung in den Gärten und in der Nähe des Hauses haben. In diesen schönen, warmen Jahreszeiten ziehen sie es vor, ausserhalb der menschlichen Behausung zu leben. Denn sie haben sich ihre eigene Wohnung bereitet, und zwar in den Hecken und in den Blumenbeeten. Irgendwo verstohlen haben sie für sich die schönste Wohnung bereitet und sind glücklich und freuen sich mit dem Menschen.
Jetzt, da die Vorbereitungen getroffen werden, damit neues Leben keimen kann, ist ihr Interesse daran sehr gross. Denn dieses Gnomenvolk ist einerseits ein sehr neugieriges Volk, anderseits ist es auch sehr streitbar, wenn es darauf ankommt; ansonsten aber sind sie im Allgemeinen in ihrem Wesen gutmütig. Es gibt aber unter ihnen auch ganz verschiedene Charaktere, sie unterscheiden sich voneinander. Unter diesen Gnomenvölkern findet man solche, die in ihrem Wesen recht sesshaft sind, die also, wenn sie einmal ein Haus oder einen Garten entdeckt haben, das oder der ihnen zusagt, hier bleiben, solange dieses Haus oder dieser Garten besteht. Sie werden erst dann eine neue Behausung suchen, wenn das Haus abgebrochen oder der Garten aufgehoben wird.
Dann aber findet man unter diesem Gnomenvolk auch solche, die ständige Wanderer sind. Sie ziehen von einem Ort zum andern, wenn ich es nach euren Begriffen erklären darf. Sie sind heute da zu Gast, morgen dort, sie hausen bald im Walde, bald in den Bergen. Sie lieben die Abwechslung, und so ziehen sie fortwährend umher. Das ist also auch eine Eigenart des Gnomenvolkes. Dies möchte ich eben im Besonderen betonen, damit es keine Irrtümer gibt. Denn man kann der Auffassung sein oder gehört haben, dieses Gnomenvolk benehme sich nur auf die eine Art, es sei in seinem Wesen, nur so zu leben. Darum möchte ich es ganz deutlich erklären: Sie unterscheiden sich in ihrer Lebensweise genauso voneinander, wie dies bei euch Menschen der Fall ist; auch ihre Eigenarten und ihr Wesen sind so verschieden, wie ihr euch voneinander unterscheidet.
Nun sagte ich, dass sie sich sehr darauf freuen und warten, bis die Hecken wieder anfangen zu grünen; denn sie sehnen sich danach, wieder Wohnung darin zu nehmen. Und sie sind sehr neugierig und gehen immer Nachschau halten, wie lange es noch dauert. Auch nehmen sie jeweils Verbindung auf mit den Geistern Gottes, die in der Natur ihre Aufgaben zu erfüllen haben. Sie reden mit ihnen, fragen sie, wie lange es noch geht, bis es zu grünen beginnt, und ob wohl nicht ein Unwetter dem Wachstum einen Rückschlag geben könnte. So unterhalten sie sich mit diesen göttlichen Wächtern, die in der Natur ihre Aufgabe erfüllen.
In der kälteren Jahreszeit ziehen sich diese kleinen Wesen gerne zurück – und jetzt spreche ich von jenen Gruppen, die die Nähe und das Eigentum des Menschen lieben. Wenn es kälter wird, dann gehen sie und bewohnen die Keller; sie können aber auch die bequemsten Räume im Haus aufsuchen, wo es für sie am angenehmsten ist und ihnen die grösste Bequemlichkeit geboten wird. Es liegt also auch wieder im persönlichen Verlangen des Einzelnen, was er bevorzugt.
Unter diesen Wesen hat man sich zu Familien zusammengeschlossen, und in einer Familie ist einer da, der der Führende ist. Aber sie machen sich unabhängig voneinander, das heisst, sie bleiben zwar der Familie zugehörig, aber wenn es darum geht, eine Behausung, eine Wohnung zu gründen oder einen Platz in der Nähe der Menschen zu suchen, so tut es jeder nach seinem Wunsch, auf seine Art. So bleiben sie dann in der Nähe des Menschen, und diese ahnen nichts davon, dass vielleicht in einem bequemen Sessel ein solcher Gnom sich zurechtgelegt hat. Ich habe auch schon erlebt, dass aus einem Hause beispielsweise ein alter Stuhl entfernt wurde, den ein Gnom schon seit langer Zeit immer benutzt hatte; darüber war er sehr erbost, denn für ihn war das eine Bequemlichkeit – und den Unterschied zwischen etwas Modernem oder zwischen etwas Gutem und weniger Gutem kann er nicht beurteilen.
Auch möchte ich klarstellen, dass es diesem kleinen Geistesvolk nicht darum geht, in der kälteren Jahreszeit vor der Kälte in die Häuser zu fliehen; sondern es ist die Öde, es ist die Einsamkeit, die nun über die Natur gekommen ist – dieses lieben sie nicht. Denn sie lieben so sehr die Blumen und den Blätterwald, sie möchten so gerne in diesen Hecken ihre Wohnungen haben. Wenn nun alles geleert und leer ist, ist es nicht mehr wohnlich für sie; und so empfinden sie unwillkürlich diese Kälte – vielleicht auch nach menschlichen Begriffen gesagt – und fliehen davor. Und so nehmen sie dann ihren Platz ein in den Häusern der Menschen.
Auch sind sie sehr bemüht und darum besorgt, dass den Menschen, bei denen sie wohnen, Haus und Eigentum beschützt bleibt. So sorgen sie in gewissem Sinne für geistige Ordnung und wollen auch, dass diesen Menschen kein Unheil zustösst.
Es ist also nicht so, dass diese kleinen Wesen in der kalten Jahreszeit nichts anderes tun würden, als in den Wohnungen des Menschen zu schlafen. Sondern sie haben hier eine rege Betriebsamkeit, und sie sind darauf bedacht, dass diesen Leuten auch Gesundheit und Wohlergehen zugutekommt. Sie sind auch bereit, Vorsicht walten zu lassen, Umschau zu halten, dass diesen ihren Freunden kein Schaden zugeführt wird. So nehmen sie dann ständig Kontakt auf mit der Geisterwelt Gottes oder mit diesen Wächtern, die überall in der Natur zu finden sind und zu denen sie ja eine ganz besondere Beziehung haben. Bei diesen Wächtern erkundigen sie sich immer wieder, ob wohl nichts geschehen könnte, das ihren Freunden schaden würde. Denn sie betrachten den Menschen als ein höheres Wesen, sie wollen zu den Menschen aufblicken; denn der Mensch steht in der geistigen Entwicklung über ihnen. Auch wenn das Leben des Menschen nicht immer so ist, dass diese kleinsten Wesen vor ihnen Respekt haben könnten, so wissen sie doch, dass diese Menschen auch in einem gewissen Kampfe stehen und ihre Aufgaben in ihrem Leben zu erfüllen haben.
So können dann diese kleinen Wesen mit ihrer Fürsorge auch ihre Verdienste erwerben – es geht ihnen also nicht allein um die Bequemlichkeit und um das schöne Leben. Sie bekommen ja auch immer wieder Besuch von höheren Geistwesen und werden von diesen aufgefordert, um diese Menschen besorgt zu sein, damit ihnen kein Unglück zustosse; sie sollten nach ihren Kräften, die ihnen zur Verfügung stehen, sich bei den Menschen nützlich machen. Das geschieht auf vielerlei Art und Weise. Darauf möchte ich aber in dieser Stunde nicht eingehen. Es soll euch genügen, wenn ich sage, dass sie auf verschiedene Art und Weise versuchen, dafür zu sorgen, dass am Eigentum des Menschen nichts beschädigt wird und es den Menschen selbst wohlergeht, dass sie vor Krankheit und dergleichen beschützt werden. Diese Wesen erfüllen also auch am Menschen eine besondere Aufgabe, und durch ihre Tätigkeit, die von der höheren Geisteswelt ebenfalls kontrolliert wird, können sie sich Verdienste zulegen, die ihnen dann einmal von Nutzen sind. Denn auch sie werden von der Geisterwelt Gottes getadelt, wenn sie ihre Aufgaben nicht erfüllen. So geht es auch bei diesem kleinen Volk um seinen geistigen Aufstieg.
Nun, das sind jene, die bei den Menschen wohnen und versuchen, sie zu schützen – und die nur darauf warten, dass recht bald die Sonne wieder ihre warmen Strahlen aussendet, damit sie immer nachsehen können, ob nun die Hecke anfängt zu grünen, welche Blumen nun als erste aus der Erde hervorkommen. Das ist ihre Tätigkeit, und darin danken sie aber auch auf ihre Art dem Schöpfer und sind froh und glücklich darüber. Denn sie wissen, dass ihre Freude, die sie haben, auch die Freude vieler Menschen ist. Sie wissen aber auch um dieses keimende Leben; sie wissen, dass es in der Schöpfung Gottes eine Notwendigkeit ist für den Aufstieg, dass es immer wieder zu diesem neuen, keimenden Leben kommen muss. Und so freuen sie sich fortwährend mit den Menschen und mit all dem, was sich um sie abspielt.
Nun möchte ich aber auch von jenen Gnomen sprechen, die sich in den Wäldern aufhalten und sich mit den Tieren befassen. Sie verbleiben hier das ganze Jahr hindurch, ob Sommer oder Winter, in welchem Erdteil sie auch leben. Sie sind nicht etwa an die Kälte oder Hitze gebunden, wie der Mensch sie verspürt, sondern vielmehr an das, was auf dieser Erde zu leben hat, was der höheren geistigen Entwicklung entgegengeht. Die Bäume werden zu ihren Freunden, sie leben so in diesen Wäldern mit den Tieren, die da sind, und sie erfüllen in diesem Walde ihre Aufgabe. Und an diesem kleinen Gnomenvolk, das jetzt in seiner Eigenart so ist, dass es seine Wälder nicht verlassen will, zeigt sich wiederum, wie grundverschieden diese Wesen voneinander sind. Denn diese Gnomen hier im Wald können es nicht verstehen, dass man sich in der Nähe der Menschen glücklich fühlen kann und in ihren Wohnungen hausen soll; denn für sie ist die Natur das einzig Richtige. Aber auch sie haben da, wo sie leben, ihre grossen Aufgaben zu erfüllen. Und auch sie erhalten immer wieder Besuche von der Geisterwelt Gottes, denn sie sind nicht sich selbst überlassen, sie müssen von den höheren Geistwesen geführt werden. Das zeigt euch, dass auch diese kleinsten Geistwesen der Ordnung Gottes unterstellt sind und in dieser Ordnung Gottes ihre Aufgabe erfüllen müssen.
Wenn zu euch davon gesprochen wird, dass in der Natur geistige Wächter stehen, dann muss dies doch einen Grund haben und notwendig sein. Wächter braucht man ja nur, um etwas zu beschützen. Wenn sich in dieser Natur alles nach dem Willen und den Wünschen Gottes abspielen würde, brauchte es doch keine Wächter. Also muss doch von einer Seite her etwas getan werden, das den Bewohnern dieser Erde – seien es Menschen, seien es Tiere oder Pflanzen, was es auch ist, was da lebt – Schaden zufügen kann. Und so geht es eben darum, dafür zu sorgen, dass dieser Schaden diesem Leben nicht zugeführt wird. Dafür braucht es viele solche geistigen Wächter. Die Geisterwelt Gottes zieht dafür ja auch aufsteigende Geistwesen heran; auch sie haben in dieser Beziehung eine Aufgabe zu erfüllen in der göttlichen Natur. Aber es sind nicht nur die göttlichen Wesen und diese aufsteigenden Geistgeschwister, die dazu herangezogen werden; es sind eben auch diese kleinen geistigen Völker, die ihre Aufgaben in der Natur zu erfüllen haben. Auch sie haben Tiere zu beschützen. Und zwar schützen sie diese Tiere nicht etwa vor den Menschen, sondern sie haben sie vor bösen Geistern zu beschützen. Es können Tiere aller Art sein; es können wild lebende, wilde Tiere sein, es können Tiere sein, die in eurer Umgebung in der Natur leben – auch sie bedürfen des Schutzes.
Dabei möchte ich nicht unterlassen, zu sagen, dass diese Tiere, so sie nicht erlegt werden, doch auch krank werden können und dass diese Krankheit mitunter nicht geheilt werden kann, weil der körperliche Zerfall seinen natürlichen Lauf nimmt. Man soll also nicht auf eine fanatische Weise denken und annehmen, die Geistwesen hätten die Möglichkeit, jedes [auch körperliches] Übel zu verhindern. Ich spreche ja von geistigem Leben, von Leben, das für euer Auge nicht sichtbar ist. Und diese niederen Geistwesen, die sowohl aus dem Totenreich emporsteigen als auch aus den untersten Entwicklungsstufen stammen, sind auch Wesenheiten, die ihr ja mit eurem irdischen Auge nicht sehen könnt; aber sie sind da, sie sind in der unsichtbaren Welt vorhanden. So muss das Leben auf dieser Erde vor diesen düsteren Einflüssen geschützt werden. Und diese kleinen Geistwesen, sie haben nun die Möglichkeit, diese Tiere vor bösen Geistern zu beschützen.
Diese kleinen Wesen haben im Walde ihre Wohnungen. Je nach ihrem Belieben leben sie in Höhlen von Bäumen, oder sie leben teilweise in der Erde selbst, indem sie eine solche geistige Höhle ausgehoben haben; sie leben aber auch auf den Ästen. So findet jeder nach seinem Belieben seine Unterkunft. Und auch hier ist das Gesetz der Familie, auch sie sind in Familien eingeteilt; und dieser Familie steht auch ein Oberhaupt vor, dem die andern einigermassen den Gehorsam zu leisten haben. Denn auch hier ist es so, wie ich es betonte: Es sind mitunter zänkische Wesen dabei; es sind aber auch solche da, die recht gutmütig und friedfertig sind. Es ist also alles zu finden, genau wie bei euch Menschen.
Dieses kleine geistige Volk wird aber ebenfalls von der höheren Geisteswelt geführt und beobachtet, denn es muss ja im Heilsplane auch eine Aufgabe erfüllen. Wohl denkt ihr, die Geisterwelt Gottes hätte genügend andere Möglichkeiten, die Tiere zu beschützen. Freilich, aber ihr habt ja keine Vorstellung von der ungeheuren Arbeit, die auf dieser Erde mit allem, was hier lebt und vorwärtsstrebt, zu tun ist. Alles ist in einer wunderbaren Art und Weise geordnet, und es muss dafür gesorgt werden, dass alles nach dieser Ordnung geht. Davon ahnt der Mensch nur weniges.
Ihr wurdet schon in ähnlicher Weise darauf hingewiesen, dass diese kleinen Wesen die Möglichkeit haben, auf den Tieren zu reiten. Für die Tiere sind sie aber nicht zu sehen, denn auch die Tiere nehmen ja mit ihren irdischen Augen wahr. Es ist also nur im Geistigen zu sehen, wo Geist und Geist sich berühren. Wenn nun ein solcher Gnom ein Tier beschützen möchte, weil er sieht, dass ein niederer Geist sich in den Leib des Tieres schaffen könnte, kann nun dieser kleine Gnom auf die beschriebene Weise von diesem Tier Besitz nehmen. Ihm ist so viel Recht zugestanden, ihm ist die Möglichkeit gegeben, dass es einem niederen Geistwesen nicht gelingt, sich dieses Tieres zu bemächtigen. Es gibt aber auch Tiere, die nicht von solchen kleinen Wesen beschützt und behütet werden, die nur der Wachsamkeit der Geisterwelt Gottes unterstellt sind. Doch es gibt solche kleinen Wesenheiten, die in verschiedenen Umgebungen bei verschiedenen Tieren ihre Aufgaben erfüllen.
Das ist aber nicht so zu verstehen, dass nun alle Wälder voll wären von diesem Gnomenvolk. Nein, so ist es nicht, sie sind vereinzelt da und dort anzutreffen. Ebenso wenig soll man annehmen, dass in jedem Hause eines Menschen solche Gnomen vorhanden wären. Das ist nicht richtig. Man findet sie vereinzelt da und dort. Sie wählen sich ihre Behausung selbst aus. Und jene Gnomen, die nun die Menschen bevorzugen, wollen bei solchen Menschen sein, die im Frieden zusammenleben. Sie möchten nicht bei Menschen wohnen, wo nur Streit und Unfriede ist – dieses behagt ihnen nicht. Die Geisterwelt Gottes würde es ihnen auch verbieten, bei solchen Menschen Wohnung zu nehmen; denn sie sollen in einer einigermassen harmonischen Umgebung hausen können.
Die Geisterwelt Gottes hat also ihre Gesetze und ihre Ordnung, und es werden auch die Tiere auf der grossen Wildbahn wie beispielsweise in einem Walde behütet, beschützt. So können diese Gnomen Hüter und Beschützer der Natur sein. Es freut sie, ihre Aufgaben in dieser Weise zu erfüllen. Sie brauchen sich vor nichts zu ängstigen, was in diese irdische Materie gehüllt ist. Denn als Geist durchdringen sie diese irdische Materie, und die Engelwelt steht ihnen zur Verfügung. So wissen diese kleinen Wesen jeweils auch Bescheid zu geben über Einflüsse, die aus der düsteren Welt stammen: Sie können sich an solche düsteren Geistwesen heranmachen und auskundschaften, was diese im Schilde führen, und sie werden dann ihre Nachrichten der göttlichen Welt weiterleiten.
Auch in dieser Beziehung herrscht unter den Menschen einfach eine falsche Auffassung. Sie glauben, Gottes Auge könnte alles erfassen, alles sehen. Gottes Auge erfasst aber nur das, wohin er blickt. Denn die Ordnung, die er aufgestellt hat und die Gültigkeit hat für seine Geschöpfe, gilt auch für ihn. Darum hat er es ermöglicht, dass er so viele Geschöpfe beauftragen kann, für diese Ordnung besorgt zu sein. So viele Geistwesen in den verschiedensten Aufstiegsstufen können auf diese Weise ihre Arbeit erfüllen und ihre Beobachtungen machen; und alles, was sie beobachten, wird wieder weitergeleitet. So geschieht es auch mit euch Menschen und mit all dem, was sich auf dieser Welt abspielt.
Es ist für uns oft sehr schmerzlich, wenn wir erleben müssen, dass Menschen dies einfach nicht verstehen wollen, weil sie immer annehmen, die geistigen Gesetze müssten Gesetze ganz anderer Art sein – diese geistigen Gesetze, die im Geistigen gelten, wären zu menschlich, das geistige Reich müsste ganz anders sein. Dabei müssen wir immer wieder sagen: Das, was der Mensch aufgebaut hat, was der Mensch hat, hat er vom Geistigen übernommen; es war zuerst im Geistigen vorhanden, ehe es der Mensch verwirklichen konnte. Das gilt in jeder Beziehung. Man sollte glauben, dass der heutige Mensch, der nun in einem solchen technischen Fortschritt steht, es verstehen könnte, dass das, was er heute an modernen Errungenschaften besitzt und was ihm möglich ist zu erleben, doch im Geiste längst vorhanden war. Ich brauche da nicht weiter auf eure technische Entwicklung anzuspielen, sondern es soll euch als denkenden Menschen doch verständlich werden, dass all das im Geistigen schon längst vorhanden gewesen ist. Die Menschen haben es nur verdichtet und es in ihre Form, nach ihren Begriffen gewandelt, um es zu verstehen, um es zu erleben, zu fühlen. Wenn ich es auf diese Weise erkläre, glaube ich, dass ich etwas näher an eure Begriffe herankommen kann und dass ihr es besser versteht, wenn ich von dieser Ordnung und von diesen Gesetzen rede.
Darum erfüllt auch dieses kleine Gnomenvolk in der Schöpfung Gottes eine recht bedeutende Rolle. Ich sprach jetzt nur von jenen, die sich bei den Menschen aufhalten, und denen, die in den Wäldern sind. Es gibt aber auch welche – wie ich anfangs betonte –, die in den Bergen leben; sie haben ihre Wohnungen in den Felsen, in jenen Höhlen, und auch dort sind sie tätig im Heilsplane Gottes auf ihre Art. So können sie beispielsweise manchem Geistwesen den Weg bahnen, den Weg zeigen zu seinem Aufstieg oder Fortschritt. Es sind dies Geistwesen, verstorbene Menschen – so möchte ich sie nennen –, die noch an die Erde gebunden sind durch ihre Gedanken oder durch ein Erlebnis, das ihnen so zu schaffen machte, dass sie es auch nach dem irdischen Tode nicht aus ihrer Erinnerung herausbringen; und so werden sie dann davon angezogen und bleiben gebunden an gewisse irdische Gegenstände oder Orte, beispielsweise an diese Felsen, an diese Berge. Wie mancher Mensch ist schon in den Bergen abgestürzt, und wie manchen hatte man lange Monate oder Jahre nicht gefunden. Wie unruhig ist dann ein solcher Geist, wenn er in seiner persönlichen geistigen Entwicklung noch nicht so weit ist, zu erkennen, dass er diesen Ort verlassen und den Höhen zustreben muss. Wenn er um das Weiterleben nach dem Tode nicht Bescheid weiss, glaubt er, er lebe noch, und hofft immer noch auf Rettung; er kann es nicht verstehen, dass er wahrhaftig gestorben ist. Oder wenn er dann zu dieser Einsicht gekommen ist, ist er doch von einer Unruhe geplagt. Die Gründe dafür mögen verschieden sein: Man ist besorgt um die Angehörigen, weil sie den Leichnam nicht gefunden haben, oder man ist um andere familiäre Dinge besorgt. So finden solche Verstorbene keine Ruhe und glauben dann, an diesem Ort verweilen zu müssen. Sie glauben, Laute von sich geben, schreien und rufen zu müssen, um gehört zu werden, um Menschen auf sich aufmerksam zu machen. Menschen haben keine Ahnung vom grossen Schmerz, vom grossen Leiden solcher Verstorbenen, die auf diese Art und Weise ihr Leben lassen mussten und die – weil sie sich in ihrem menschlichen Leben nie mit höheren Dingen befasst haben – so an die Stätte ihres Sterbens gefesselt werden.
So konnte schon mancher kleine Gnom einem solchen irrenden Geiste einen Trost geben und ihm sagen, es sei sinnlos, in der Weise zu schreien; er solle sich führen lassen und bereit sein, diesen Ort zu verlassen; es sei nur ihnen, diesen Gnomen, erlaubt, in diesen Felsen und Höhlen zu leben, dies sei ihre Welt, er aber müsse diesen Ort verlassen. So hatte mit der Zeit mancher Verstorbene die tröstenden Worte eines solchen kleinen Gnomen aufgenommen. Und dementsprechend bemühen sich dann auch diese Gnomen, diese Nachricht andern zu überbringen. Sie versuchen dann, Menschen zu führen und zu inspirieren – so es in ihrer Macht und Möglichkeit liegt –, damit man den Verunglückten findet. Das alles geht ja auch wieder auf geistigem Weg. Es kann ein Mensch, der auf der Suche nach einem solchen Verschollenen ist, ganz plötzlich dazu inspiriert werden, welchen Weg er einzuschlagen hat. So sind es mitunter manchmal auch diese kleinen geistigen Völker, die ihm vorangehen und immer wieder sagen: “Komm, Bruder, hierher; hier führt der Weg zu dem, den du suchst.” Es ist dies eine geistige Führung, eine Führung von Geist zu Geist.
Aber ich möchte dazu sagen: Was nützen wohl meine Worte, wenn Menschen es nicht annehmen wollen, wenn sie nicht glauben wollen, was ich sage? Wenn man sich aber mit der geistigen Lehre immer mehr befasst, sich immer mehr darin vertieft, dann wird man auch das Verständnis und einen Begriff dafür erhalten, sodass es zu einer Selbstverständlichkeit wird. Und wenn man sich immer intensiver mit diesem geistigen Leben befasst, kann es so weit kommen, dass man im Geiste Erlebtes ins Bewusstsein bringen kann.
Was ich euch erkläre, sind ja nur Ausschnitte aus der Tätigkeit dieses kleinen Volkes. Ihr Menschen belächelt oft diese kleinen geistigen Wesen. Einerseits freut ihr euch darüber, von ihnen zu hören, anderseits glaubt ihr, sie wären nur in komischen Rollen anzutreffen, sie hätten wohl nichts Bedeutendes in der Schöpfung Gottes zu erfüllen. Dabei muss es euch doch klar sein: In der Schöpfung Gottes lebt gar nichts Sinnloses. Was es auch ist, auch das geringste Sandkorn, alles hat einen Sinn. Alles, was auf dieser Erde ist, lebt, hat seine Bedeutung und hat seine Aufgabe zu erfüllen. Wie viel mehr gilt dies im Geistigen. Alles, was im Geiste lebt und im Geiste auch der höheren Entwicklung zustrebt, ist sinnvoll; jedes Wesen ist bedeutungsvoll und erfüllt auf seine Art und Weise seine Aufgabe. Und wenn die Entwicklung so weit fortgeschritten ist, muss das, was aufgestiegen ist, schon wieder dem andern die Hand bieten zu seinem weiteren Aufstieg. Denn es ist eine Kette; das eine ist an das andere gebunden. Sei es auf Erden, in der irdischen Materie, sei es im Geistigen, in der geistigen Materie: Alles ist eine Kette, ein Glied reiht sich an das andere. Und so muss alles der geistigen Höherentwicklung entgegengehen, und jedes muss auf seiner Ebene seinen Teil leisten zu seinem eigenen Aufstieg und zum Aufstieg der andern.
So erfüllen also auch diese kleinen Geistwesen in den Bergen ihre Aufgabe. Ich möchte nun noch darauf hinweisen, dass diese Gnomenwelt auch in den Feldern und Wiesen, in den Gärten und schönsten Parkanlagen zu finden ist. Ihre Tätigkeiten unterscheiden sich aber voneinander. Die Tätigkeit auf einem Ährenfeld ist eine ganz andere als die in einer prachtvoll gestalteten Parkanlage. Die Gnomen, die in diesen schönen Gärten wohnen, sind in ihrem Wesen weniger stark und weniger auf strenge Arbeit ausgerichtet als jene, die in den grossen Ährenfeldern ihre Behausung aufgebaut haben. Sie gehen vielmehr darauf aus, an den Menschen heranzukommen, ihn zu begrüssen. Wenn sie sehen, dass ein Mensch beispielsweise von Trauer erfüllt ist, versuchen sie, ihn auf andere Gedanken zu bringen. Sie möchten diesen Menschen fröhlicher sehen und versuchen – und dies gelingt ihnen oft auch –, seine Gedanken oder seine Augen auf etwas zu lenken, das ihn von seiner Traurigkeit oder von seinen Problemen abbringt. Sie tun also das Ihrige, um eine Ablenkung zu schaffen. Sie gehen ganz nahe an den Menschen heran – ja ihr müsst euch vorstellen, dass sich diese Geistwesen auf seine Schultern setzen können. Für den Menschen ist dies keine Last, er spürt es nicht. Es ist etwas Geistiges, das er ja nicht sehen und nicht fühlen kann; aber des Menschen Geist spürt es und sieht es. Und das Geistwesen, dieses kleine Geistlein, wenn ich es so nennen darf, hat seinen Einfluss auf den Menschen. Es kann ihn dazu bringen, seinen Kopf auf eine andere Seite zu drehen, damit er etwas sieht, das ihn ablenkt; es kann sogar seine Schritte da- oder dorthin lenken – es hat also einen Einfluss auf den Menschen.
Ihr selbst sagt manchmal, wenn ihr euch zerstreuen müsst, wenn ihr Probleme habt oder unruhig seid: “Ich muss hinaus in die Natur, ich muss Zerstreuung finden, ich muss Ablenkung haben.” Ja, das Auge des Menschen wird dann auf andere Dinge gelenkt, und er wird nicht mehr mit seiner ganzen Kraft den traurigen Dingen nachdenken; er lenkt sich ab. Ist dann glücklicherweise noch ein solches kleines Geistwesen da, das diesen Menschen beobachtet hat, dann wird es zu ihm hingehen. Es sieht ja an diesem Menschen eine Aufgabe – es wird eine Belohnung dafür bekommen, wenn es etwas leistet und erreicht. So versucht es also, diesen Menschen abzulenken. Auf diese Weise erfüllen auch diese Wesen, die sich ganz besonders in den Städten in den schönen Gärten aufhalten, ihre Aufgaben. Und selbstverständlich ist es so, dass sie auch zu den Kindern hingehen; sie spielen mit diesen Kindern, anderseits beschützen sie sie. Im Weiteren belustigen sie sich untereinander und lachen über die Menschen; sie machen sozusagen die Gebärden des Menschen nach und lachen ihn aus. Das liegt also auch im Wesen oder in der Eigenart des Gnomen – das nimmt man ihm nicht übel, denn er ist ein Wesen auf seine Art. Und Menschen vermögen ihn eben manchmal in dieser Art und Weise darzustellen, und diese Darstellung hat wohl auch seinen tieferen Grund.
Dieses alles musste ich euch einmal erklären, damit ihr auch in dieses Gebiet des geistigen Lebens Einblick erhaltet. Dabei möchte ich noch erwähnen, dass jene, die auf den Ährenfeldern ihre Wohnung haben, doch eine ganz andere Aufgabe haben. Ihnen liegt es nicht, auf die Schultern des Menschen zu steigen und ihm beispielsweise die Wangen oder die Haare zu streicheln. Die Gnomen auf den Feldern sind von einer anderen Wesensart. Sie haben vielmehr ein wachsames Auge, und zwar nicht nur auf diese düsteren Einflüsse aus der dunklen Geisterwelt, die in ihrer Böswilligkeit die Frucht dieser Felder vernichten könnte, sondern ihr wachsames Auge richtet sich auch auf das Ungeziefer, das in diesen Feldern ist. Diese Gnomen vermögen dieses Ungeziefer zu vertreiben. Sie sind sehr tätig in dieser Beziehung und schliessen untereinander – dies mag für euch vielleicht etwas belustigend sein zu hören – Wetten ab, wer am meisten von diesem Ungeziefer forttreibt. Also das ist auch wieder ein Gnomenvolk für sich, das wiederum seine besonderen Eigenarten hat und seine Aufgaben auf seine Art und Weise erfüllt.
Ich möchte nun noch von jenem Volk sprechen, das umherstreicht, einmal hier, einmal dort wohnt. Diese Gnomen können nirgends sesshaft sein – und doch erfüllen auch sie eine Aufgabe. Dieses Gnomenvolk mag in seiner Art etwas aufdringlich sein, denn diese Wesen gehen zu ihresgleichen, zu andern Gnomen, und hausen dort, ohne von ihnen eingeladen worden zu sein – und sie bleiben so lange in der Wohnung ihrer andern Geistgeschwister, wenn ich es so sagen darf, solange es ihnen beliebt. Denn von sich selbst glauben und behaupten sie, eine grosse Gastfreundschaft zu haben und zu pflegen – obwohl dies ja gar nicht so ist, denn sie wandern ständig umher und einher. Aber sie sind auch diejenigen, die Nachrichten von der Ordnung und vom geistigen Leben von da und dort zusammentragen und diese Nachrichten auf ihren Wanderungen der Geisterwelt Gottes überbringen. Sie unterrichten diese über welche Geschehen, die von der Gotteswelt nicht geduldet werden, das heisst, bei denen die Geister Gottes einzuschreiten haben. So hat auch dieses wandernde Gnomenvolk seine Aufgabe.
Ihr könnt also sehen, dass es auch in dieser Weise eine geistige Entwicklung, ein wunderbares geistiges Leben gibt, das von den Menschen aber kaum beachtet wird. Es sind nur bestimmte Menschen, die daran glauben. Die meisten stellen sich einfach vor, es wäre eine Phantasie. Es ist aber keine Phantasie, es ist wahrhaftig so: Es gibt solche kleine Geistwesen.
Wenn nun einzelne Freunde unter euch denken: “Ja, mein Lieber, du sprichst nur von den Gnomen; neben den Gnomen gibt es ja noch die Elfen”, so sage ich: Ich spreche jetzt nicht von den Elfen. Vielleicht ist es ein anderes Mal möglich, von ihnen zu berichten. Jetzt habe ich nur von diesem kleinen Geistervolk gesprochen, von diesem Gnomenvolk, von ihrem Wesen, von ihrem Wirken und von ihrem Streben nach oben – dass auch sie von der hohen Geisterwelt geführt und von den Geistern Gottes ernst genommen werden.
Das, was ich euch jetzt erklärt habe, spielt sich nur in jenen Stufen ab, wo ihr Menschen lebt. Denn die Gnomen, von denen ich sprach, sind solche, die sich mit eurer Welt zu befassen haben, mit euch Menschen oder mit der Materie, mit der ihr euch befasst. Neben diesen Gnomen gibt es ja noch ein Gnomenvolk, das auf einer höheren Ebene ist, das den Engeln Gottes zugewiesen ist und hier seine Aufgaben auf verschiedene Art und Weise erfüllt. Vielleicht habe ich ein anderes Mal die Möglichkeit – wenn es euer Wunsch ist –, über jene Gnomen der höheren Ebenen zu sprechen.
So wollte ich euch heute einmal einen Einblick geben in dieses geistige Leben und euch auf die kommende Frühlingszeit aufmerksam machen, in der wieder neues Leben einverleibt wird in diese irdische Materie. Ihr sollt euch darüber eure Gedanken machen, dass es wieder möglich ist, dass die Entwicklung auf diese Art und Weise weitergeht – wie unendlich viel keimendes Leben da noch wartet auf diese Einverleibung. Darüber sollt ihr doch nachdenken, und ihr werdet bestimmt eine Antwort darauf bekommen.
So, liebe Geschwister, führte ich euch in dieser Stunde einmal auf eine ganz besondere Art und Weise. Ich möchte euch allen den Segen Gottes überbringen. Dieser Segen Gottes soll euch euren Lebensweg beleuchten. Ihr sollt behütet und beschützt sein. Ihr sollt an der Hand geführt werden von jenen dienenden Geistwesen, damit ihr euer Ziel erreicht und die Gotteswelt mit euch zufrieden ist – und damit es euch dereinst zur grossen Freude sein wird, wenn ihr in die geistige Welt hinübertretet und alles das vor eurem Auge ist, was sich einst mit euch, mit eurem Geiste, mit euren irdischen Dingen befasst hat. Gott zum Gruss.
Vortrag von Geistlehrer Josef vom 18.2.1967 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im grossen Saal des Musikkonservatoriums Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)
Kunde von einem weiteren kleinen Geistervolk: den Wichtlingen
Lene, 17. November 1976 (Ausschnitt)
Kunde von einem weiteren kleinen Geistervolk: den Wichtlingen
Im Vortrag vom 17. November 1976 berichtete Lene von einem weiteren kleinen Volk, das die Vielfalt des Himmels bereichert und die Geister Gottes erfreut.
Lene: Ich habe das letzte Mal [anlässlich des Vortrags vom 20. Oktober 1976] von den Elfen und den Gnomen gesprochen. Es gibt aber auch eine Welt von solch kleinen Wesen, die weder zu den Gnomen noch zu den Elfen gehören: Wir nennen sie die Wichtlinge.
Ihr habt von unserer Welt ja keine Ahnung. Geistige Wesen, die im Aufstiege sind, können so etwas nicht erleben; denn diese besonderen Wesenheiten leben zu ihrer Freude in ihrer Welt, und sie sind auch für uns hohe Geistwesen zur Freude. Sie gehören ins geistige Leben, in die Vielfalt hinein. Man besucht diese Wesen also zur eigenen Freude. Sie fühlen sich dann geehrt ... Ja man holt sie sogar zu gewissen Festlichkeiten zu uns. Sie sind für uns vielleicht wie die Kleinkinder für euch, die die ersten Worte sprechen oder irgendwelche Dinge sagen, die euch belustigen, weil sie die Welt eigentlich nicht so richtig kennen. Was sie sagen, ist auch zu eurer Freude – so können wir uns gemeinsam an ihnen freuen. Es sind aber nicht etwa geistige Wesen von niederer geistiger Stufe; das hat mit dem nichts zu tun, sondern dieses Leben, dieses göttliche Leben, gehört auch in die Himmelswelt, in die Vielfalt hinein. Für die Engel Gottes, für die Besucher, ist es eigentlich immer eine besondere Belustigung oder eine besondere Freude, ihnen einen Besuch abzustatten oder mit ihnen in eine Beziehung zu kommen. Darum betone ich: Diese kleinen geistigen Wesen findet man nicht in den untersten Entwicklungsstufen, obwohl ihr gerne zu sagen pflegt: “Das sind niedere Wesen.” Sie haben mit der geistigen Entwicklung – ob hoch oder nieder – nichts zu tun, sondern sie gehören in die Vielfalt.
Mich verlangte auch einmal danach, in ein solches Paradies zu gehen, das beseelt ist von Wichtlingen, die Kräutlein sammeln. Um es nun in eurer Sprache zu sagen: Ihr Aussehen und ihr Auftreten sind auch dementsprechend. Sie sammeln diese Kräutlein ganz gewissenhaft. Es steht ihnen ein hohes Geistwesen als führendes Wesen vor, das ist selbstverständlich. Sie werden auch beauftragt, diese oder jene Kräutlein zu suchen. Es sind oft ganz, ganz winzige Kräutlein und Wurzeln, die sie zu suchen haben. Mit ihren kleinen Fingern können sie ganz sorgfältig diese Kräutlein und Wurzeln herausnehmen. Sie bewegen sich da und dort oder schwingen über die geistige Erde hinaus, um dann, ohne lange zu suchen, diese ganz bestimmten Kräutlein zu finden. Ich möchte sagen, sie sind darin geübt, indem sie das geistige Od der Ausströmung dieser geistigen Kräutlein wahrnehmen. So finden sie eben immer genau diese Wurzeln und Kräutlein. Vielleicht denkt ihr nun: “Warum muss man diese Wurzeln und Kräutlein suchen? Können sie nicht alle gesondert sein?” Nein, sie dürfen nicht gesondert sein, sie müssen miteinander sein, weil sich das geistige Od eben gemeinsam vermischen muss. Es ist notwendig, dass sie vom gemeinsamen Od durchdrungen werden, gezeichnet von einem ganz besonderen Od als Kräutchen oder als Wurzel. Das ist der Grund, warum sie beisammen sind.
Nun machte ich dort einen Besuch. Ich möchte im Folgenden nur von einem Pärchen sprechen, denn ich kann nicht von allen reden. Ich möchte von jenen beiden reden, die mir als Erste begegnet sind und die, wie mir schien, die Anführer dieses Kräuterparadieses waren, wenn ich es so bezeichnen darf. Natürlich grüssten sie auch mich und mein Gefolge, das bei mir war. Dann kam dieses Pärchen auf mich zu. Wenn ich euch nun schildere, wie dieses Pärchen aussah, brauche ich euch das Lachen nicht zu entlocken.
Es war ein weibliches und ein männliches Wesen – also ein Pärchen. Das weibliche Wesen begrüsste ich als das “Schönchen”. Ich begrüsste sie so und sagte ihr: “Du bist aber schön, du bist schön – ich sage dir, du bist ein Schönchen.” Über dieses Wort war sie enttäuscht. Ich fragte sie also nach ihrem Namen. Den wollte sie mir nicht gleich sagen. Sie erbat zuerst meinen Namen: Ich solle mich doch vorstellen. Nicht nur sie müsste zuerst sagen, wie sie heisse, sondern ich dürfte auch sagen, wie ich heisse. Darauf habe ich ihr geantwortet: “Ich heisse Lene.” Nun sagte sie mir: “Das glaube ich dir nicht!”, und fügte bei: “Du bist auch eine von denen, die nicht sagen wollen, wie sie heissen.” Ich sagte: “Das spielt doch keine Rolle. Man nennt mich so, und du kannst mich ruhig auch so nennen. Ich wette, du hast auch nicht einen so besonderen Namen.”
Zuerst muss ich aber noch sagen, wie sie aussah, dieses Schönchen, wie ich sie nannte. Sie hatte wirklich wunderschöne Haare, glänzend – wirklich wunderschön. Der Haarwuchs war jedoch zu üppig: Die Haare waren sozusagen so lang wie das Wesen selbst. Ich sehe sie noch vor mir: Schönes, glänzendes, wunderschönes Haar – aber vom Gesicht sah man nicht viel ... Sie zeichnete sich aus durch ihr wunderschönes Haar. Dann fragte ich: “Sag mir doch wenigstens deinen Namen.” Ihre Antwort war: “Venus” ... Wisst ihr, nicht nur ihr müsst darüber lachen, auch wir müssen lachen, denn auch wir können sehr, sehr fröhlich sein. Wir brauchen auch etwas zum Fröhlichsein.
Zu diesem Haar muss ich noch sagen: Die geistige Natur hat ihr dieses prachtvolle Haar geschenkt. All diese Wesen zeichnen sich ja durch irgendwelche Besonderheiten aus – doch hätte sie ihr Haar sicher auch auf eine andere Art und Weise besser herrichten oder hochstecken können. Aber wie sie mir eben dann später erzählte, habe sie etwas Ähnliches bei einem Engelwesen gesehen. Dieser Engel habe sein Haar offen getragen, und die Haare waren wohl etwas zu weit über das Antlitz gekommen. Nun glaubte dieses Schönchen, diese Venus, sie müsste jetzt eben diese Haare auch über das ganze Antlitz nehmen.
Nun, sie hatte auch eine grosse, übermässig grosse Tasche, worin diese Wurzeln und Kräuter waren. Man ist natürlich schon überrascht und hat seine Belustigung, wenn man so etwas erlebt. Liebe Geschwister, solches tut auch uns gut, denn wir sehen auf der anderen Seite so viel Leid beim Menschen, auch in der geistigen Welt. Es ist für uns erbauend, wieder einmal so etwas auf diese Weise zu erleben. Darum suchen wir hin und wieder diese oder jene himmlischen Welten auf.
Nun, diese Venus war ja nicht allein – sie hatte ihren Begleiter. Und wie der aussah! Auch er hatte eine übermässig grosse Tasche, und stellt euch vor: Er trug eine Brille; dies hatte er irgendwo gesehen. Er hatte sie aus den Wurzeln von Kräutern gemacht. Er tat dies, weil sie beide eben in diesem Kräuterparadies die führenden Wesen waren. Er glaubte, dass es zu ihm gehöre, eine solche Brille zu tragen. Eigentlich war es ja nur wie ein Kranz.
Dann fragte ich auch nach seinem Namen. Wisst ihr, diese Wesen machen ja immer die Menschen nach oder irgendetwas in dieser Art. So kommen nur ganz bedeutende Namen in Frage. So fragte ich ihn, wie ich ihn ansprechen dürfte und wie er heisse. Er antwortete, er wäre Goethe ... Gut, ich nahm es zur Kenntnis und hatte mich dann wieder verabschiedet. Wir hatten uns ebenso gefreut über diesen Besuch, wie auch sie ihre Freude hatten und stolz waren, sich vorstellen zu dürfen.
Dieser Besuch liegt nun schon lange zurück. Ich getraue mich heute, euch solches zu erzählen. Ich hatte euch beim letzten Mal gesagt: “Solltet ihr mich nicht verstehen, dann werde ich nie mehr etwas davon erzählen.” Ihr habt es aber verstanden, und so habe ich heute vielleicht etwas weit gegriffen.
Nun, später bin ich wieder einmal dorthin gegangen. Ich habe mich auch um jene Kräuter und Wurzeln gekümmert, die zum Heil für Menschen dienen sollten. Ich kam dort ins Gespräch mit einem Engel Gottes, und so habe ich mich nach Venus und Goethe erkundigt. Niemand wusste etwas von einem Goethe oder von einer Venus. Diese beiden hatten sich längst schon wieder andere bedeutende Namen zugelegt. Sie wechseln ihre Namen je nach Lust und Laune. Das ist das, was uns freut, weil wir unsere Ablenkung, unsere Belustigung an ihnen haben, wenn ich dieses so ausdrücken darf. So kommen dann eben nur die ganz bedeutendsten Namen von Menschen zum Zuge, die auf der Erde gelebt hatten.
Ich habe mich weiter erkundigt, wie es wohl um diese einstige Venus stehe, ob sie denn noch da wäre. Ja bestimmt wäre sie noch da, antwortete man mir, aber sie würde jetzt den Namen einer ägyptischen Königin tragen. Und er würde den Namen eines ganz bedeutenden Malers tragen. So wechseln sie ständig die Namen und fühlen sich glücklich. Sie sehen auch, dass die Besucher, die zu ihnen kommen, sich an ihnen erfreuen. Es ist so etwas Einfaches, das liegt in ihrer geistigen Natur. Es ist gottgewollt, dass diese kleinen Wesen ihr eigenes, ihr besonderes Leben haben. Sie leiden nicht etwa irgendwie darunter – im Gegenteil, sie sind sehr stolz auf sich. Sie fühlen sich sehr geehrt, wenn sie besucht werden. Sie leben also in ihrer eigenen Welt und sind glücklich. So freuen wir uns an ihnen.
Liebe Geschwister, ich habe euch heute einen Einblick in eine Welt gegeben, wo auch Geister Gottes sich unterhalten und belustigen. Wir können sehr fröhlich sein. Wir suchen im Besonderen jene Welten auf, wo wir diese Fröhlichkeit erleben, wenn wir es brauchen, weil wir selbst auch Enttäuschungen erleben – nicht mit unseren Geistgeschwistern, sondern mit Menschen, wo wir Hoffnung gehegt haben, Hoffnung, die zunichtegemacht wurde. Wir hatten alles darangesetzt, wurden aber enttäuscht, da unser Beistand nicht angenommen wurde. Solches enttäuscht uns. Wir sind nicht traurig darüber, aber es ist doch eine Enttäuschung da. So suchen wir diese Fröhlichkeit auf, damit wir mit neuer Freude, mit neuer Kraft wieder zu unseren Aufgaben hingehen und uns aufs Neue an unserer Tätigkeit freuen können. Das ist unsere Welt, das ist meine Welt – meine schöne Welt –, liebe Geschwister.
Ich muss aber abschliessend sagen: Ich hoffe, dass ich mit diesen Erzählungen nicht zu weit gegriffen habe. Es soll für euch etwas sein, das eure Seele hebt, damit ihr in euren Gefühlen froh gestimmt und glücklich werdet. Es ist ja unsere und meine Aufgabe, euch für diese kurze Zeit hier etwas von eurer Welt zu entrücken und euch in die Gotteswelt hineinzuziehen, in diese Welt, die für euch jetzt nicht sichtbar ist; eine Welt aber, die bereit ist, ihre Tore aufzutun, um euch aufzunehmen und diese Erlebnisse zu schenken, wie sie euch geschildert wurden.
So, liebe Geschwister, möge Gottes Segen euch begleiten, möget ihr behütet und beschützt werden. Gott zum Gruss.
Ausschnitt aus dem Vortrag von Geistlehrerin Lene vom 17.11.1976 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)
Heft 1/2018
25 Seiten, 21 × 29,7 cm