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Cover der Zeitschrift Geistige Welt, Heft 6/2020 zum Thema Das Abendmahl
Geistige Welt 6/2020
Das Abendmahl
Beschreibung

Am Vorabend seines Todes kam Christus mit seinen Jüngern zum letzten Abendmahl zusammen. Die Juden feierten damals ein besonderes Fest, den Gedenktag zur Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei und zum Auszug aus Ägypten. Für Christus war dieser gemeinsame Abend mit den Seinen aber voller Wehmut und Trauer; denn er wusste, dass seine Stunde gekommen war. Gegen Ende des Mahles stand er auf, nahm vom Brot und vom Wein, hob es gegen den Himmel und bat den Vater um den Segen. Die Vorträge dieses Themenheftes geben Auskunft über die äusseren Umstände dieses letzten Abendmahls und beleuchten seine geistige Bedeutung. Sie erklären, was Christi Segnung von Brot und Wein für die Menschheit bedeutet und was die Erfüllung seiner Bitte bewirkt, dieses Liebesmahl zu seinem Andenken in alle Zukunft zu bewahren.

Themenheft 6/2020: Das Abendmahl

Inhalt
Die irdische und die geistige Bedeutung des Abendmahls

Lene, 16. September 1962 (1. Abend der Meditationswoche 1962)

Die irdische und die geistige Bedeutung des Abendmahls

Vor seinen schwersten Stunden feierte Christus mit den Seinen das letzte Abendmahl. Gegen Ende des Mahles stand er auf, nahm vom Brote und vom Wein, hob es gegen Himmel und bat den Vater um den Segen. Geistlehrerin Lene erklärt in diesem Vortrag, was diese Segnung für den Menschen bedeutet.

Lene: Gott zum Gruss. Meine lieben Geschwister, ich freue mich sehr, dass ich zu euch sprechen darf. Ich begrüsse alle meine Freunde und ganz besonders jene, die von weit her gekommen sind. Wir freuen uns besonders über jene, die nicht die Möglichkeit haben, die Gottesdienste so regelmässig zu besuchen, dafür aber umso eifriger die Schriften lesen und hierhergekommen sind und die Wege nicht gescheut haben. Sie werden von uns einen besonderen Segen bekommen. Dieser Segen wird sie auf ihrem Lebensweg begleiten. Wenn sie mit ihrem Herzen und mit ihrer Seele mit uns verbunden sind, werden wir sie festhalten. Sie können von uns nur gewinnen.

Im Laufe dieser Meditationswoche werde ich versuchen, über verschiedene Dinge mit euch zu meditieren. Den heutigen Abend möchte ich dazu nutzen, über das geistige Abendmahl zu sprechen.

Wenn die Woche beendet ist, werdet ihr im Gedenken an Jesus Christus dieses Liebesmahl feiern; ihr werdet Brot und Wein zu euch nehmen, und es wird wiederum eine weitere Bereicherung für euch werden. So möchten wir, genau wie ihr diese Stunde mit einem Lied begonnen habt und sie wieder mit einem Lied beenden werdet, unserseits mit dem geistigen Abendmahl beginnen und mit dem wirklichen Liebesmahl, das ihr zur Erinnerung an den Erlöser feiert, die Woche beenden.

Wie üblich haben wir euch ein sogenanntes Losungswort gegeben, das für die ganze Woche oder vielmehr gesagt fürs ganze Leben von Geltung ist. Dieses Losungswort heisst: “Liebe Gott über alles. Liebe deinen Nächsten – aber Gott über alles.” (Mark. 12, 28–32.) Vieles ist in diesen Worten enthalten. Liebe den Nächsten will also bedeuten, dass man keine Grenzen setzt zwischen sich und diesem oder jenem – dass man jedem wohlwollend gesinnt ist, dass man ihn wahrhaftig liebt und versucht, ihn verstehen zu lernen. So also liebet einander, und liebet Gott über alles.

Nun zur Meditation. Jesus Christus hat damals in seiner schweren Stunde die Seinen zum Abendmahl aufgeboten, denn es war ein Erinnerungstag [zum Gedenken an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei und an den Auszug aus Ägypten], und es war üblich, diese Erinnerungstage zu feiern. An diesem Erinnerungstag gab es eben eine Mahlzeit. Die Jünger hatten schon vorher gefragt, wo sie nun miteinander das Abendmahl einnehmen würden. Und Christus hatte ihnen gesagt, wo es stattfinden sollte.

Es war üblich, dass zu diesem Mahle Lamm gegessen wurde und dass man Brot und Wein zu sich nahm. Ich sage es daher, weil es Menschen gibt, die behaupten: “Nein, das stimmt nicht. Nur Brot, Wein und Früchte wurden genommen.” Nein, sage ich dazu, das stimmt nicht, denn es war üblich; man hatte viel Lamm gegessen. Ihr müsst euch in jene Zeit zurückversetzen. Es gab damals nicht so wunderbares Gemüse wie heute, von dem man sich satt essen konnte. Es gab auch nicht so viele wunderschöne Früchte, wie sie heute die Menschen haben, denn erst mit der Zeit wurden diese Früchte veredelt. Doch eine wunderbare Frucht gab es damals schon: die Trauben.

Es war also üblich, dass man sich ein Lamm kaufte. Aber man ging nicht so in einen Laden, wie ihr es euch gewohnt seid, um ein bestimmtes Stück Fleisch zu kaufen, das euch gefällt. Nein, man kaufte sich ein ganzes Tier, was preislich besser zu erstehen war. Man gab dann jemandem das Tier, damit es geschlachtet und für dieses Mahl zubereitet werden konnte. Je nach der Anzahl Personen, die sich versammeln würden, wurde eben im Voraus die ungefähre Grösse des Tieres bestimmt. Blieb etwas übrig, verteilte man das Fleisch oder die Resten davon, vielleicht nahm man es mit, oder man gab es den Armen. Denn es muss gesagt werden, dass dieses Fleisch schnell gegessen werden musste, da dies doch wegen der Wärme erforderlich war.

Was hatten die Menschen damals zum Lamm gegessen? Brot hatten sie, und sie tranken süssen und herben Wein. Diese Brote findet man heute noch in Palästina – es ist nicht dasselbe Brot, wie ihr es kennt. Damals gab es flache Brote, kleinere und grössere, und es gibt sie heute noch. Es wurden verschiedene Brote hergestellt: Welche waren mehr oder weniger gesüsst, und es gab Brote, die gar nicht gesüsst waren. Zur Feier des Tages hatte man sich dementsprechend ein besonders gutes Brot backen lassen, nicht ein längliches Brot, wie ihr es kennt, sondern ein ganz flaches Brot, eine Art Fladen, gross und klein. Daher konnten sie dieses Brot brechen. Es brauchte dazu kein Messer; man hatte ja damals gar keine solchen Werkzeuge, wie ihr sie habt. Das Brot wurde einfach von Hand gebrochen. Darum gibt es teilweise unter gewissen fanatischen Menschen die Auffassung, man dürfe das Brot nicht schneiden, sondern man müsse es brechen. Es ist wohl nicht möglich, ein grosses Brot, wie ihr es kennt, zu brechen. Es geschieht jeweils ganz natürlich, so wie es gerade möglich ist. Schliesslich hat jedes Land, jedes Volk seine besonderen Sitten.

Da es ein besonderes Fest war, hatte man reichlich Brot gegessen und vom süssen oder herben Wein getrunken. Nur ausnahmsweise, zu einem besonderen Feste, bestellte man Wein, denn der grösste Teil der Menschen war ja so arm. Sie konnten sich solche guten Dinge nicht leisten. Ausnahmsweise – zur Erinnerung an ein besonderes Ereignis – hatte man Wein getrunken, Lammfleisch gegessen und Brot dazu genommen. Je nachdem, welche Leute solche Feste veranstaltet hatten und wie ihre materiellen Verhältnisse waren, wurden vielleicht noch Früchte dargeboten. Es ist zu betonen, dass im Orient eine viel grössere Gastfreundschaft gepflegt wurde. Man brachte eben mit, was man zu Hause in Vorrat gehabt hatte. War man bessergestellt, brachte man auch etwas mehr mit, um zur Bereicherung des Festes beizutragen.

Die Jünger sind mit Jesus Christus auch nicht an einem Tisch gesessen, wie ihr es vielleicht glaubt beziehungsweise wie ihr es euch vorstellt, da ihr gewohnt seid, am Tische zu sitzen. Erst viel später ist es so gekommen, dass man am Tische sass. Zur Zeit Christi sind die Menschen mehr gelegen. Das war auch zum grössten Teil bei den Vornehmeren der Fall. Da nun aber Jesus Christus mit den Seinen in einen bestellten Saal ging und diese Sitz- und Liegegelegenheiten eben vorhanden waren, war es möglich, in der Weise zu feiern. Ansonsten haben sie sich nur auf den Boden gesetzt und so gegessen und getrunken. Man war in Freude zusammen. Es wurden also nicht solche Ansprüche gestellt, wie ihr heute in dieser Beziehung Ansprüche an eure Mitmenschen stellt.

Als für Jesus Christus seine schwere Stunde nahte, feierte er dieses Liebesmahl mit den Seinen. Ich möchte betonen, dass es nicht etwa das erste Liebesmahl war, das er mit ihnen gefeiert hatte. Es war üblich, dass man bei vielen Gelegenheiten zusammenkam, um zu feiern, und man nahm einfach mit dem vorlieb, was man gerade hatte oder was der eine oder andere eben von zu Hause mitbringen konnte. Es gab nicht immer Lammfleisch. Wenn es nicht ein ganz besonderes Fest war, begnügte man sich mit Brot und Wein.

Ihr wisst, dass Jesus Christus in jener Stunde, wo er mit den Seinen zusammen war, sie darum bat, man möge dieses Fest zu seinem Gedenken weiterhin feiern. Schliesslich, als sie gegessen hatten, stand er auf, nahm von dem Brote, das noch da war, und hob es gegen Himmel. Er segnete dieses Brot. Er brach dieses flache, kleine Brot, gab seinen Jüngern davon und sagte ihnen: “Dieses Brot ist das Sinnbild meines Leibes.” Denn dieses Brot, so wie er es gebrochen hatte, sollte bedeuten, dass auch sein Leib gebrochen werde. So gab er es den Seinen. Sie verstanden damals diese Worte nicht so richtig und hatten sich darüber verschiedene Gedanken gemacht. Ihr Denken war so einfach – es waren ja so einfache Menschen.

Und doch gab er diesem Brot, das er gegen Himmel hob und segnete, indem er den Vater bat: “Segne mir dieses Brot”, eine viel grössere Bedeutung, als man glaubt. Wenn nämlich Jesus zu diesem Brote greift, weiss er doch ganz genau, dass dieses Brot für alle Zeiten eine grosse Bedeutung für die Menschen haben wird. Mit dem Segen, den er auf dieses Brot erflehte, wollte er zugleich der Menschheit klarmachen: “Dieses Brot wird euch am Leben erhalten. Wenn ihr Brot habt, werdet ihr nicht hungern.”

Das ist jetzt im wörtlichen Sinne gemeint. “Wenn ihr gar nichts habt, aber Brot und vielleicht noch Wasser dazu, dann braucht ihr nicht hungers zu sterben. Ich werde den Vater bitten, dass er dieses Brot segnet, damit alle Brot haben können, die auf Erden leben.” Christus wollte dies so zum Ausdruck bringen.

Die Menschen sollten heute den Sinn dieser Segnungen besser erkennen. Einmal ist es gemeint in materieller Weise: Wenn der Mensch sein tägliches Brot bei sich hat, hat er zu leben. Im Vaterunser bittet er ja auch: “Gib uns heute unser tägliches Brot.” Das Brot ist wohl für die ganze Menschheit von grösster Bedeutung. So soll sich das Wachsen und Gedeihen entfalten, und die ganze Menschheit soll davon haben. Wenn nun an einem Orte Überfluss ist und am anderen Orte Menschen hungern, kann man dafür nicht Gott und die Geisterwelt Gottes verantwortlich machen. Die Menschen sollten in ihrer Liebe zum Mitmenschen zur Einsicht gelangen, dass sie die Güter der Erde besser verteilen müssen – dass also dieses Brot, das einst von Jesus Christus gesegnet wurde, einem jeden zugutekommt und dass keiner, wenn er dieses Brot hat, hungers sterben muss.

Nun betrachten wir die geistige Seite. Es gibt auch ein geistiges Brot. Christus sprach so viel von diesem lebendigen Brote. Damit wollte er sagen: “Ich bin das lebendige Brot.” So wie die Menschen, wenn sie Brot zum Essen haben, nicht hungers sterben müssen, so müssen sie dieses Symbol erfassen und erkennen, wenn Christus sagt: “Ich bin das Brot des Lebens; wenn du davon nimmst, wird es dich nie hungern, und du wirst nicht sterben” (Joh. 6, 35 und 48–51). Man muss dieses Symbol, dieses Sinnbild, eben richtig verstehen.

Christus sagte auch: “Ich bin das Licht, und ich bin der Weg – ich bin die Wahrheit” (Joh. 14, 6). Aus diesen Worten soll man erkennen, dass Jesus Christus das Brot des Lebens ist und dass er auch zugleich das Himmelsbrot ist. Wer also von diesem Himmelsbrote nimmt, wird nicht hungern. Und wenn es heisst: “Er wird den Tod nicht kosten” (vgl. Mat. 16, 28), so ist damit nicht gemeint, er wird den irdischen Tod nicht erleiden – also das Sterben –, sondern den Tod nicht kosten heisst: “Er wird in der Gemeinschaft mit mir verbleiben.” Der Tod war ja die Trennung von Gott. Er sollte nicht mehr in jenen Bereich kommen, wo dieser Tod herrscht, sondern er soll am Leben bleiben, denn er isst vom lebendigen Brot.

Wer von diesem lebendigen Brote nimmt, der hat ewiges Leben. Er steht in der Gemeinschaft mit ihm, dem König. Er gehört und bekennt sich zu seinem Reich. Er anerkennt Jesus Christus als den König der Geisterwelt Gottes. Christus steht über ihnen allen. Er steht zur rechten Seite Gottes – ihm will man angehören.

In der Meditation kann man wunderbar sagen: “Ja, Du bist mein Himmelsbrot, Du bist das Brot des Lebens – ich geniesse das Brot des Lebens, ich nehme vom Himmelsbrot.” Das heisst in symbolischer Sprache ausgedrückt: “Ich gehöre Dir, ich teile das Brot mit Dir, denn ich lebe mit Dir und gehöre Dir an. Ich bin Deinem Reiche verschrieben.” Dies soll einem die Gewissheit geben, dass man ins lebendige Reich eintritt – dass man den andern Tod nicht kosten wird, sondern dass es nur ein Hinübertreten oder ein Hinüberschweben gibt, ein Eingehen in die lebendige Welt, hin zu diesem lebendigen Brot.

Jene Menschen, die eine Verbundenheit mit Jesus Christus haben und mit Herz und Seele mit ihm verbunden sind, gehören doch in seine Gemeinschaft. Sie bekennen sich zu ihm, und er wird sich auch zu ihnen bekennen. Es ist so etwas Wunderbares, in dieser Gewissheit zu leben, von diesem lebendigen Brote zu geniessen – in der Verbundenheit zu leben, in dieser Ehrfurcht vor ihm zu sein und ihm so nahezutreten. Wenn man mit ihm dieses Brot geniesst und sich im Geiste sozusagen an seinen Tisch stellt, sagt man sich: “Ja, Du bist das Brot meines Lebens. Du gibst für mein Leben so viel Trost, Du zeigst mir den Weg ins Leben, Du bist meine Kraft, Du bist mein Licht, Du bist mein Weg.” Brot ist es – lebendiges Brot. Es wird einen nicht hungern. Nicht hungern heisst, man wird die Kraft besitzen, nie von ihm wegzugehen; man wird immer eine gewisse Sättigung in sich spüren. Angenehm muss es sein, im Gefühl zu leben, von diesem himmlischen Brote gesättigt zu werden. Ja, eine so grosse Bedeutung hatte das Brotbrechen Jesu Christi.

Wie ich erwähnte, hat man damals auch Wein getrunken. Von diesem Wein hat auch Christus genommen. Er liess seinen Becher füllen, hob ihn gegen Himmel, betete und segnete diesen Wein und verglich diesen Wein mit seinem Blute, das da am Kreuze fliessen werde. Er erinnerte wiederum in symbolischer, sinnbildlicher Art: “Wer von diesem Wein nimmt und trinkt, ist wahrhaftig mit mir verbunden.” Denn dieser Wein sollte das Sinnbild seines Blutes sein. Damit wollte er wiederum zum Ausdruck bringen: “Wer davon trinkt, wird leben.” Die Menschen von damals konnten dies nicht richtig verstehen; sie glaubten, er würde ihnen nun sein Blut zum Trinken darbieten. Diese Menschen waren so einfach in ihrem Denken und konnten diese symbolischen Vergleiche nicht verstehen. Auch heute noch gibt es gewisse Menschen, die nicht imstande sind, dieses Sinnbild richtig zu verstehen.

Als Christus diesen Wein gegen Himmel hob und Gott bat, er möge ihn segnen, verglich er ja diesen Wein mit seinem Blute. Christus brachte damit wiederum zum Ausdruck: “Seht, ich bitte den Vater, dass er euch dieses segnet und dass dieser Segen seine unendliche Entfaltung findet, damit die ganze Menschheit von diesem Segen aufnehmen kann; dass die Kraft Gottes dieses durchdringt und der Mensch davon nehmen kann.” Wenn er aber davon nimmt – sei es das Brot oder der Wein –, sollte er diese Entfaltung des Segens erkennen. Von Neuem soll er sich bewusst werden, dass er in das Reich Christi gehört – dass er sozusagen ein Bündnis geschlossen hat. Kommt man nun zum heiligen Abendmahl zusammen, will man Christus die Verbundenheit zum Ausdruck geben. Man will ihm sagen: “Ich gehöre zu Dir. Du hast darum gebeten, dass dieses Andenken bewahrt bleibe. So will ich es tun.”

Man sollte tiefer darüber nachdenken können und sich des Segens bewusst werden, den Christus über Brot und Wein ausgesprochen hatte. Denn durch Gottes Kraft gedeiht es, und durch Gottes Kraft wird es der Menschheit erhalten bleiben. Die Menschen werden von diesem Segen nehmen.

So kann sich mancher in trüber Stunde in die Stille begeben und für sich ein geistiges Abendmahl feiern. Du kannst dieses Himmelsbrot geniessen, und du kannst vom Wein nehmen. Und lebst du darin mit, wirst du erfüllt von Dankbarkeit, denn du siehst weit mehr als nur ein Stücklein Brot, das man dir zu kosten gibt, und du erlebst weit mehr als nur einen Schluck Wein. Es hat viel grössere Bedeutung.

Jesus Christus hätte anstelle von Brot und Wein etwas anderes auswählen und dann darum bitten können: “Tut dies zu meinem Gedenken.” Nein, er wusste: Brot muss die Menschheit haben. Und so soll sie in diesem Brote an ihn erinnert werden: dass er das Himmelsbrot ist und dass er es ist, der zum Vater geht und für seine Geschwister Fürbitte leistet. Er ist das Brot des Himmels, und immer will er dieses Brot seinen Getreuen geben.

In der Meditation, in der Stille, erlebt man diese Herrlichkeit – die engste, tiefe Verbundenheit, die Zugehörigkeit zur göttlichen Familie. So kann man im Geiste von diesem Brote nehmen. Man kann erfüllt werden von Dankbarkeit, und man erlebt auch in den Segnungen diese Entfaltung, den reichen Segen, der überall ausgegossen wird. Wer in dieser Verbundenheit lebt und anderseits seine Sorgen hat, möchte ihm in dieser Himmelswelt so nahekommen. Ja, er kann mit allen Sorgen zu ihm gehen, er kann Dinge überdenken, die er einem Menschen nicht sagen würde. Ihn möchte er bitten: “Gib mir die Kraft, dass ich dieses oder jenes Übel überwinden kann. Gib mir Kraft zur Lösung dieses oder jenes Problems.” Und die Kraft wird gegeben, so gut es möglich ist.

Auch hier kommen diese Worte so wunderbar zum Ausdruck: “Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen” (Mat. 18, 20). Ja, dieses lebendige Brot steht allezeit jenen zur Verfügung. Dieses Himmelsbrot, das den Menschen erfrischt, ihn wieder wachruft, ihn erquickt, wird gegeben, wenn man sich in seinem Namen zusammenfindet. Und nicht nur wenn zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, kann es geschehen, sondern es geschieht auch, wenn man in seinem Namen ganz alleine ist und dieses erlebt.

Solche Worte wurden damals in der Weise gesprochen. Dies bezieht sich auch darauf, dass in jenem Lande, wo Jesus aufgewachsen war, die Geselligkeit sehr gepflegt wurde, und man nahm Anteil am Leid des andern. Man hatte sich wirklich für das Leid des Mitmenschen interessiert. Es war nicht so wie heute, wo die Menschen meist nur oberflächliches Interesse für die Not des andern zeigen und sonst keine Zeit haben. Früher hatte man Zeit füreinander. Die Menschen lebten so einfach in ihren Hütten und Wohnungen. Sie waren mit dem Zuhause nicht so beschäftigt, wie ihr es heute seid. Ihr überlegt, wie es gepflegt und gehegt werden soll. Jene Sorgen blieben ihnen erspart. Dafür hatten sie Zeit für die Sorgen des andern. Man konnte damals zu einem Gleichgesinnten hingehen und sagen: “Komm zu mir, und nimm Anteil an meinem Geschick.” Man tat sein Leid kund, und man betete miteinander. Solches taten die ersten Christen eben. Sie fanden sich in kleinerem oder grösserem Kreise zusammen und beteten im Namen des Erlösers.

Heute hat der Einzelne grösseren Gewinn, wenn er ganz alleine ist und mit sich selbst, mit allem Drum und Dran, fertigwird. Denn das Leben hat sich so gewandelt – die Menschen haben sich gewandelt. Die Anteilnahme geschieht nicht mehr in der Art wie damals. Man jagt der Arbeit nach. Darum ist es gut, wenn man sich alleine in die Stille aufmacht und auf diesem Wege die Verbindung zur andern Welt sucht und seine ganze Not klagt, was einen beschäftigt, bis man das Gefühl der Erleichterung hat: “Jetzt habe ich alles gesagt, jetzt wisst ihr alles”, und dann um Erleuchtung, um Hilfe bittet. Beistand braucht es. Es braucht vielleicht für den einen oder andern etwas Überwindung, alles für sich zu behalten. Manchmal wäre es viel besser, man würde mehr für sich behalten. Wahrhaftig ist es so.

Ihr könnt einen grossen Gewinn daraus ziehen, wenn ihr versucht, im Geiste das Abendmahl zu erleben. Denkt daran, was es heisst, Brot zu haben für alle Geschwister. Man tut gut, darum zu bitten, dass der Segen sich reichlich entfaltet. Und man tut gut, zu bitten, dass alle vom Brote nehmen können. Das schliesst nämlich auch ein, dass jene Wege geebnet werden, um jenen Hungernden Hilfe zu geben.

Ihr betet manchmal, Gott möge den Hungernden beistehen – ja, liebe Geschwister, entscheidend ist der Weg des Menschen selbst: Der Mensch selbst muss jenen andern von seinem Überfluss und von seinem Reichtum geben; er muss auf den Weg geführt werden, wo er geben kann. Er soll nicht zuerst nach dem irdischen Gewinn und Vorteil suchen, sondern er soll bereit sein, dem andern vom irdischen Brote zu geben. Dann würden es die Menschen wahrhaftig erfassen und erkennen: “Bin ich imstande, vom irdischen Brot zu geben, werde ich auch geistiges Brot gewinnen – das geistige Brot, das mich satt macht, das mir Kraft gibt.” Satt sein heisst auch: Lebensmut, Ausdauer, Lebensfreude. Durch das Himmelsbrot satt werden ist wohl etwas ganz Bedeutendes.

So, liebe Geschwister, wird euch der Weg gezeigt, wie man meditieren kann, welchen Genuss man aus der Meditation herausholt und wie herrlich es ist, immer wieder für sich selbst dieses geistige Abendmahl zu feiern. So wird einem klar: “Ich werde nie Hunger haben.” Mit nie Hunger haben ist nicht unbedingt gesagt, dass man nie nach irdischem Brote hungert. Nicht Hunger haben heisst: “Ich werde nie verlassen werden von der göttlichen Welt, denn ich bin dem Reich Christi verschrieben. Ich gehöre ihm.” Das göttliche Reich sorgt dafür, dass man im gewissen Sinne satt wird. Ist es nicht wunderbar, denken zu dürfen: “Ich bin satt – nicht vom irdischen Brot, vom geistigen Brot”?

Aber ihr werdet denken: “Ich bin gar nicht satt. Ich habe ja noch so viel zu erlernen.” Hier möchte ich sagen: Beim einen genügt ein Stücklein Brot. Er sagt: “Es ist so wunderbar – von diesem kleinen Stücklein Brot bin ich satt geworden.” Ein anderer will grosse Mengen davon haben und erst dann sagen, dass er satt ist.

Ja, das wissen wir schon. Es kommt ganz auf die Einstellung des Einzelnen an. Je nach dem Gemüte gibt man es zum Ausdruck. Der eine verlangt viel, während ein anderer schon dankbar für das wenige ist. Wohl ist es der schönste Weg, mit dem wenigen satt zu werden, denn damit verhält es sich ähnlich wie damals, als Christus den Seinen sagte: “Teilet die Brote und die Fische aus” (Mark. 6, 41). Und die wenigen Brote reichten, um satt zu werden.

So liegt im Segen Gottes eine Entfaltung – man kann satt werden. Dies muss richtig verstanden werden. Man kann sich glücklich schätzen, den Weg gefunden zu haben; man kann sich glücklich schätzen, glauben zu können. Denn der Glaube macht satt. Man soll nicht sagen: “Das allein genügt mir nicht, ich muss noch dieses wissen, ich muss noch jenes wissen und so weiter.” Das ist gut und recht, aber die Seele wird doch gesättigt vom Glauben, vom himmlischen Brot.

Denn in allem und über allem ist Jesus Christus mit den Menschen verbunden, verbunden durch seine heilige Geisterwelt. Seine heiligen Getreuen bringen auch das Brot. Sie breiten es aus, und davon kann man nehmen. Ja, der eine nimmt viel und glaubt, davon nicht satt zu werden. Er muss vieles hören, um seinen Weg zu finden, um sein Leben danach einzustellen. Bei einem andern braucht es nur ganz wenig, einen kleinen Stoss, und er hat den Weg gefunden. Dieses möchte ich eben in symbolischer Art mit dem geistigen Sattwerden vergleichen.

Ich weiss, ich sehe eure Gedanken: “Ich kann nie satt werden.” Doch, ihr könnt. Ihr müsst nur dafür sorgen, dass euch immer wieder zu bestimmten Zeiten von dieser Nahrung gegeben wird. Dann werdet ihr nie hungern. Ihr werdet nie verlassen werden, wenn ihr immer auf diesem Wege bleibt. Euch wird eben das Brot des Geistes gegeben, das ihr braucht. Dann werdet ihr stark nach innen und stark als Mensch nach aussen. Diese Erkenntnis ist manchem zum grossen Vorteil.

Ich werde im Laufe dieser Woche auf verschiedene Arten zu euch sprechen und versuchen, euch den Weg zu zeigen, wie man meditieren kann, wie man näher zu Gott kommt, wie man das Tor zur Geisteswelt auftut und wie man hineinschreitet und sie erlebt. Das sollt ihr diese Woche erleben.

Nun, meine lieben Geschwister, habe ich euch für den ersten Abend den Weg gezeigt. Wenn ihr euch zur Ruhe begebt, denke mancher von euch an den Segen des Brotes, an den Segen des Weins und seine Entfaltung. So kann man meditieren und stark werden, weil man satt geworden ist vom himmlischen Brot – aber auch weil man es immer wieder aufs Neue begehrt. Immer wieder wird es da sein, immer wieder. Das ist das Wunderbare. Nie soll es verworfen werden, sonst könnte man wahrhaftig hungern, geistig und auch als Mensch.

Liebe Geschwister, ich gab euch den Weg frei, wo ihr eure Seele vom himmlischen Brot sättigen könnt. So wird die Geisterwelt Gottes euch beistehen. Der himmlische Vater wird mit Wohlgefallen auf euch blicken, weil ihr mit seinem Sohn verbunden seid, weil ihr sein Andenken bewahrt, weil ihr versteht, was die Segnungen von Brot und Wein bedeuten. Denn er hat darum gebeten, man möge es bewahren. Es wird euch immer den Segen geben, den ihr braucht in eurem Leben. Segen heisst Beistand, Hilfe in der Not. So walte der Segen Gottes über euch allen. Gott zum Gruss.

Vortrag von Geistlehrerin Lene vom 16.9.1962 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner anlässlich der Meditationswoche in Wildhaus (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Am Tische des Herrn

Lene und Josef, 27. September 1969 (7. Abend der Meditationswoche 1969)

Am Tische des Herrn

Christus bat darum: “Tut dies zu meinem Gedenken. Wenn ihr so zusammen seid und in diesem Gedenken das Liebesmahl einnehmt, dann bin ich mitten unter euch.” Diese Worte des Erlösers sind auch heute noch in ihrer ganzen Kraft wirksam. Wo das Andenken an ihn in Heiligkeit und Würde gefeiert wird, da ist auch seine heilige Geisterwelt zugegen.

Lene: Gott zum Gruss.

Himmlischer Vater, in Christi Namen sind die Deinen hier versammelt, um im Gedenken an ihn dieses Liebesmahl einzunehmen. Vater im Himmel, lass sie alle eins werden mit Dir und mit dem Erlöser der Menschheit. Gelobt und gepriesen seid Ihr in alle Ewigkeit. Amen.

Meine lieben Geschwister, zum Tisch des Herrn seid ihr hierhergekommen. Es freut uns, dass auch ihr euch zu einem solchen Feste besonders schmückt oder, in eurer Sprache gesprochen, dass auch ihr euch gut gewandet habt.

In Christi Namen seid ihr die ganze Woche hier versammelt gewesen. Im Gedenken an ihn wollt ihr dieses Liebesmahl zu euch nehmen. Liebe Geschwister, zu jener Zeit, als Christus die Seinen bat, sie möchten mit ihm das Liebesmahl einnehmen, waren um den König der Geisterwelt Gottes ganz einfache und bescheidene Menschen. Und diese bescheidenen Menschen verstanden die Sprache, die ihr Meister sprach, nicht immer.

Er nahm das Brot, hielt es empor und segnete es. Dann brach er das Brot und zerlegte es in kleine Teile. Diese legte er in die Schalen und gab sie dann seinen Aposteln. Sie nahmen dieses Brot und assen es. Als er ihnen aber sagte: “Das ist mein Leib”, da verstanden sie ihn nicht. Er nahm das Trinkgefäss, hielt es empor und segnete es. Als er den Seinen davon gab und sagte: “Nehmt davon, es ist mein Blut”, da murrten sie wider ihn. “Wir können doch nicht sein Fleisch essen, und wir können doch nicht sein Blut trinken”, sprachen sie. Er musste sie wieder beruhigen und ihnen sagen: “Wenn ihr das nicht zu euch nehmt, habt ihr nicht ewiges Leben in euch. Ihr seid dann nicht mit mir auf ewig verbunden.” So assen sie das Brot und nahmen vom Wein; sie waren sich jedoch gar nicht klar darüber, was der Meister meinte. Es ist ein Beweis dafür, dass es ihm einfach nicht möglich war, alles so zu erklären, um es ihnen verständlich zu machen. Denn so oft sprach er doch in Sinnbildern.

Wenn ihr, liebe Geschwister, euch heute hier versammelt habt zu seinem Gedenken, so möchtet ihr eins werden mit ihm. Ihr möchtet näher zu ihm kommen und sagen: “Ich weiss, was damit gemeint ist – mit diesem Brot und mit diesem Wein. Und wir möchten es so halten, wie Christus darum bat, dass man dies als Andenken bewahre.” Ihr möchtet dieses Andenken in euch bewahren; ihr wollt dieses Brot und diesen Wein zu euch nehmen. Versucht, euch im Geiste zurückzuversetzen; versucht, im Geiste diesen Hohepriester vor euch zu sehen und Brot und Wein von ihm entgegenzunehmen.

Ja, es ist doch wahrlich nur sinnbildlich gesprochen. Und so wie das Brot des Menschen Hauptnahrung ist – dass er sich durch dieses Brot am Leben erhalten kann –, sollte das doch dafür ein Beweis sein, dass es den Menschen lebendig erhält: körperlich und geistig. Christus meinte aber in erster Linie das geistige Leben. Er sprach dieselbe Sprache, die wir zu euch sprechen, denn er wollte auch ins Innere des Menschen eintreten, das Innere ansprechen und sagen: “Nicht vom irdischen Brote allein lebt der Mensch; es braucht zum Leben des Menschen geistige Nahrung. Geistige Nahrung braucht es, um dem ewigen Leben näherzukommen.” So sagte Christus, dass er das Brot des Lebens sei und in ihm dieses ewige Leben sei; dass sie durch ihn zum ewigen Leben erwacht seien.

So sollte der Sinn von diesem Brot verstanden werden – geistiges Brot wollte er ihnen geben. Er wollte die Seele des Menschen stärken, denn in seinem Innersten begehrt man auch nach einer Speise. Sie ist aber nicht menschlicher Art, sondern der Geist verlangt nach geistiger Nahrung. Und diese geistige Nahrung ist nicht zu vergleichen mit der menschlichen. Die Seele will angesprochen werden, die Seele will gekräftigt werden. Dem inneren Menschen soll der Weg für die Zukunft gezeigt werden – das ewige Leben soll ihm entgegengehen können. Denn sein Weg soll nicht so weit weg vom ewigen Leben liegen.

Christus wollte den Seinen sagen: “Ich bin das ewige Leben, denn ich habe euch erlöst. Ich will euch den Weg zurück zum Vater zeigen.” Er sprach dies, obwohl er zu jener Stunde, als er mit den Seinen dieses Liebesmahl einnahm, doch wohl nur ahnte, dass er seine Aufgabe erfüllen würde. Er war sich auch seiner menschlichen Schwächen bewusst, aber sein Wille war so stark. Er wollte den schwersten Weg auf sich nehmen und alles ertragen, um seine Aufgabe zu erfüllen. Schon längst vor der endgültigen Erfüllung seines Werkes konnte er so die Worte sprechen: “Ich bin der lebendige Quell. Ich bin das Brot des Lebens, das ihr braucht.” Auf diese Weise erklärte er es den Seinen, und sie verstanden ihn nicht.

Er sagte ihnen weiter: “Ich war, ehe die Propheten zu euch kamen – ich ward eher als die Propheten.” Auch dieses konnten sie nicht verstehen, und er konnte es ihnen nicht erklären; er versprach aber, dass man ihnen in Zukunft nähere Erklärungen darüber geben werde, denn er wusste, dass die Entwicklung der Menschen zuerst einen gewissen Stand erreichen müsste. Er wusste, es würde dann möglich werden, dass durch das Einfliessen der heiligen Geister diese Wahrheit gegeben werden kann. Er wusste, dass es auf diesem Wege geschehen muss, um den Menschen allmählich diese himmlische Wahrheit verkünden und den wahren Gehalt darlegen zu können.

So seid ihr hierhergekommen, um im Gedenken an den Erlöser das Liebesmahl einzunehmen. Ich möchte euch darauf aufmerksam machen, wie es einst bei den ersten Christen war, als sie dieses zu seinem Andenken ausübten. Es ging nicht in dieser Weise vor sich; sie hatten nicht die Möglichkeit, es so zu tun, wie es heute bei euch getan wird. In der ersten Zeit kamen jene Menschen in den Privatwohnungen ihrer Heiligen zusammen. Dort nahmen sie von Zeit zu Zeit dieses Liebesmahl zum Gedenken an Christus ein. Christus selbst hatte, ehe er das Brot emporhob und es teilte, mit den Seinen gespeist; sie hatten ein Mahl verzehrt. Erst nachher nahm er Brot und Wein und sprach die heiligen Worte dazu. Die Jünger ahnten doch vorher nichts von dem, was da vor sich gehen würde. Es war auch nicht das erste Mal, dass sie mit ihrem Meister gemeinsam zu einem Mahl zusammenkamen. Und so glaubten sie, dass es in der üblichen Art und Weise geschehen würde.

Ihr habt euch zur Feier dieser Stunde besonders gekleidet. Nun, diese einfachen Menschen von dazumal besassen nicht viele Kleider. Sie hatten bescheidene Gewänder. Was aber für sie von grosser Bedeutung war, war das Reinigen der Hände und der Füsse. Denn die Menschen von damals waren nicht so beschuht wie ihr. Stellt euch einmal diese grosse Hitze vor und diesen Staub. Wollte man zu einem Mahle gehen, dann war es wohl das Einfachste, was verlangt werden durfte, dass man mit gereinigten Händen und sauberen Füssen an das Mahl herantrat.

Es war damals gar nicht selbstverständlich, dass jeder der Apostel Sandalen trug. Sie liefen auch baren Fusses umher. Es fällt euch schwer, an eine solche Zeit zurückzudenken, als das Leben so bescheiden war und so viele in Armut lebten. Aber es war üblich, seine Hände zu waschen und seine Füsse zu reinigen. Da der Speisesaal nicht immer gerade im selben Haus war, wo man sich stets versammelte, sondern einige Meter davon entfernt – und hatte man sich im Hause schon gereinigt –, so wurden die Füsse wieder aufs Neue beschmutzt. Daher stand gewöhnlich vor dem Eingang des Saales ein Gefäss mit Wasser. Darein tauchte man seine Füsse und konnte sie trocknen, wenn man wollte. Wenn nicht, tat Mutter Natur das Ihrige dazu.

So war es auch stets, wenn Christus ein Mahl mit den Jüngern hielt. Und so hat Christus noch einmal danach verlangt; er wollte [beim letzten Mahl] den Seinen die Füsse waschen, obwohl sie sie vorher längst gereinigt hatten. Auch das sollte ein Sinnbild sein. Er wollte sagen: “Der Herr ist nicht mehr als der Diener.” Auch das sollte für die ganze zukünftige Menschheit, so möchte ich sagen, zum Gesetz werden: Der Herr ist nicht mehr als der Diener.

Am Anfang der Woche durfte ich euch erklären, wie das im geistigen Reiche zu verstehen ist und wie der Diener im geistigen Reiche zu seinem Recht, zu seinem Ansehen kommt – dass es bei Gott wahrlich kein Ansehen der Person gibt. Christus wollte dies den Seinen auch zeigen. Das, was er vollbrachte, sollte nicht nur Gültigkeit für die Menschen von dazumal haben, sondern künftig seine weltweite Bedeutung finden. Es sollte den Menschen noch nach Tausenden von Jahren erklärt werden, warum Christus es tat und welche Bedeutung diese Handlung hat.

Es wird euch doch immer wieder erklärt: Man muss dem Nächsten Diener sein, man muss auch versuchen, sich erniedrigen zu können. Wer sich auf diese Art und Weise selbst erniedrigt, wird im Geiste emporgehoben.

Und nun, liebe Geschwister, zurück zur heiligen Handlung des Liebesmahls, wie es die ersten Christen begingen. So sie in grossen oder grösseren Privatwohnungen zusammenkamen, waren Arme und Reiche geladen. Ja, die Gesinnung war da das Hauptsächliche. Sie waren Christen geworden, und sie wollten – arm und reich – im Gedenken an Christus das Liebesmahl einnehmen. Wie es üblich war, nahm man zuerst eine Mahlzeit ein. Und die Armen, die da kamen, hatten oft nur weniges mitzubringen oder überhaupt nichts. Jeder wurde aufgefordert, etwas zum Essen mitzubringen, das man dann zu sich nahm. Wenn alle gespeist hatten, wollte man die heilige Handlung vollziehen, welche durch den Vorsteher der Gemeinde ausgeführt wurde. Wenn ihr das heilige Buch, das Neue Testament, kennt, dann wisst ihr aber auch, dass gerade diese Gemeinden im Besonderen von Paulus getadelt wurden, weil die Reichen von ihrem Reichtum brachten, es verzehrten und zu viel vom Guten zu sich nahmen und die Armen zuzuschauen hatten. Sie hatten nur wenig oder gar nichts. So mussten jene Menschen getadelt werden.

Als sich dann die christliche Gemeinschaft immer mehr entfaltete, wurde sie in eine Macht eingeschlossen, und der Geist Gottes konnte nicht mehr den Willen Gottes durchsagen. Der heilige Geist Gottes hatte keine Möglichkeit mehr, die Menschen zu tadeln, sie zu ermahnen und ihnen zu sagen, was recht und was unrecht ist und auf welche Weise es getan werden sollte. Es wurde einfach ganz anders gestaltet – in eine andere Form wurde alles eingekleidet. Auch das Liebesmahl wurde aus der wirklichen Art und Weise, wie es einst geschah, verdrängt.

Glücklicherweise hat sich dies wieder geändert. Ich darf sagen, dass es seit längerer Zeit wieder so vorgenommen wird, wie es einstmals war. Man lädt die Gläubigen zum Abendmahl in die Kirchen ein. Und auch wir haben die Gelegenheit, mit euch dieses heilige Liebesmahl einzunehmen. Wir stehen euch zu Diensten, gemeinsam mit den Heiligen des Himmels. Ich sage ausdrücklich “wir”, denn ihr wisst, und ich habe es euch erklärt, wie viele geistige Wesen sich vordrängen, um auch hier zu sein, um Anteil zu haben an dem, was euch beglückt. Und auf solche Art und Weise, liebe Geschwister, wird man ein Liebesmahl zu sich nehmen: in grosser Ehrfurcht – ein Liebesmahl, das eine hohe Würde in seiner Handlung trägt.

Ihr spürt die Heiligkeit dieser Handlung, und ihr seid im Verlangen nach der heiligen Kraft, die in dieser Handlung liegt. Ihr seid euch dessen gewiss, worum einst der Hohepriester der Menschheit, der König aller Geister, die Seinen bat: “Ehret dieses Andenken. Tut es mir zuliebe. Bewahrt es für die Zukunft.” Und wahrlich, seine Worte sind auch heute noch in ihrer ganzen Kraft wirksam.

Auch wenn sich in der Welt so vieles verändern wird, die Worte, die Christus sprach, haben ihren Bestand. Dieses Andenken wird bewahrt bis zur letzten Stunde, bis der letzte Geist aus der Tiefe zu den Höhen emporgestiegen ist. So wird nun diese Botschaft von Mund zu Mund weitergetragen. Dieses Andenken ist wahrlich heilig.

Ihr sollt im Geiste diese Worte vernehmen können, dieses Bitten von ihm. Ihr sollt ahnen und fühlen können, wie es für ihn dazumal war; es war keine frohe Stimmung. Betrübt waren sie alle und sehr traurig gestimmt, wusste doch Christus, was ihm bevorstand. In seinem Leid und in seinem Schmerz bat er darum: “Tut für die Zukunft etwas zu meinem Gedenken. Wenn ihr so zusammen seid und in diesem Gedenken das Liebesmahl einnehmt, dann bin ich auch bei euch.”

Es sind seine Worte, die hierhergetragen werden; es sind seine Worte, die in euer Innerstes hineingelegt werden. Und ihr seid euch doch im Klaren darüber, dass dies eine heilige Handlung ist und dass ihr dadurch noch mehr geheiligt werdet. Denn ihr tut, um was er gebeten hat.

So sollen doch jene Menschen, die diese geistige Einkehr halten, näher an das ewige Leben herankommen. Und wenn ich euch sage “näher an das ewige Leben”, so habt ihr ja das ewige Leben in euch, durch euren Glauben; aber der eine und andere steht noch etwas weiter entfernt von der Seligkeit, die das ewige Leben in sich hat. Der eine oder andere ist noch weit entfernt davon, bei seinem nächsten Hinübertreten in diese Seligkeit ewigen Lebens einzugehen. Ich meine es so: Beim einen liegt das ewige Leben nahe, beim anderen ist es etwas weiter entfernt.

Doch durch diese Erkenntnis, die ihr erworben habt, sollt ihr dieses ewige Leben niemals zurückstossen. Ihr sollt also in diesen Erkenntnissen leben, denn sie verpflichten euch zu einem edlen, erhabenen Leben. Ihr seid Gottes, und ihr seid als Menschen zum Mahle Gottes geladen. Könnt ihr euch vorstellen, dass auch euer Geist an einem himmlischen Mahle teilhaben kann? Dass er im Geiste durch die Heiligen des Himmels von dieser Welt weggeführt wird, dorthin, wo das ewige Leben wirksam ist? Dass euer Geist seinen Platz an einer göttlichen Tafel einnimmt und mit den Heiligen des Himmels ein Mahl zu sich nimmt? Dass euch dort die Heiligen des Himmels in einer Schale und in einem kostbaren Gefäss das näherbringen, was euch als Menschen hier heilig ist?

Nicht nur der äussere Mensch soll beglückt werden, auch der innere Mensch kann beglückt werden – auf doppelte Weise. Er nimmt dieses Liebesmahl zu sich im Gedenken an Christus, und sein Geist kann gehoben werden. Geister Gottes können sogar in dieser Stunde durch eure Reihen schreiten. Wenn ihr nun hier dieses Brot geniesst und diesen Wein zu euch nehmt, kann euch ein Geist Gottes noch die geistige Speise dazu darbieten. Als Menschen nehmt ihr die irdische Speise auf, und auch eurem Geiste kann eine hohe geistige Speise dazugegeben werden. Denn im Glauben lebt ihr; im Glauben an den Erlöser, im Glauben an Gott kommt ihr in ein wunderbares Licht, und das ewige Leben, das so viel Seligkeit und so viel Glanz in sich birgt, kommt in eure Nähe. Ja, ich möchte euch sagen, der Himmel neigt sich zu euch hernieder.

Liebe Geschwister, in dieser Woche durfte ich euch doch in wunderbarer Weise beglücken. Ich erwärmte eure Seelen und eure Herzen. Und wenn auch das eine Mal etwas Trauer über den einen oder über einige Menschen kam – wenn ihr eins werden wollt mit dem Göttlichen, dann verschmelzt euch mit der Wahrheit. Es gibt nur eine Wahrheit, und vergesst nie, dass Menschen imstande sind, so vieles auf ihre Art und Weise zu verändern, und ihm einen ganz anderen Sinn geben. Sucht wieder den wahren Sinn des geistigen Lebens, der geistigen Lehre, und Kummer und Sorgen werden nicht mehr Gewicht in euch haben. Krankheiten werden von euch genommen, so wie es einst war bei den Heiligen, die um Christus lebten. Tut das Eurige dazu, heiligt euch selbst. Werdet eins mit Gott, mit Christus – eins in der Liebe, die alles umfasst.

Liebe Geschwister, jedes von euch hat in sich irgendwelche Probleme, auch wenn ich euch noch so viel Trost spende und noch so viel Zuspruch gebe. Es wird euch Gelegenheit gegeben, ehe ihr die Stufen zum Altare Gottes hinauftretet, noch alles zu reinigen, was in euch ist und euch beschwert. Öffnet eure Seele, und lasst das göttliche Licht einströmen – dass dies göttliche Licht alles reinigt. Es kann gereinigt werden, durch euer inniges Bitten, durch eure Reue. Ihr sollt Gott bitten, er möge euch die Kraft geben, dass ihr nach seinem Wohlgefallen leben könnt. Werft die Last hinaus, die in eurem Innersten ist. Immer wieder muss ich es erwähnen: Es ist eine seelische Krankheit gewisser Menschen, die sich einstmals in irgendeiner Art und Weise belastet haben, wenn sie glauben, es wäre noch nicht in Ordnung gebracht. Wer sich mit uns geheiligt hat, dem sind seine Sünden vergeben. Jenem sind sie doppelt vergeben, der bereit ist, auch dem andern zu vergeben.

Heiligt in dieser Stunde euer Innerstes, damit euch keine Gedanken der Vergangenheit mehr belasten. Werdet frei im Geiste, sodass wir euch liebevoll umarmen und euch sagen können: Kommt zu uns. Bei uns findet ihr die Ruhe, die Seligkeit, den Trost. Wir bringen euch Erquickung. Fangt von vorne an, und haltet im Geiste das göttliche Licht fest, das euch reinigt. Strebt mit neuem Eifer, mit neuem Mut und neuer Kraft den Höhen zu. Wir eilen euch entgegen. Ihr seid mit uns heilig.

Nun, liebe Geschwister, möchte ich, dass eine kleine Stille über euch kommt und etwas Musik diese Stille überbrückt.

Vater im Himmel, nimm sie alle auf, und lass sie einig werden mit Dir. Josef: Himmlischer Vater, wir flehen Dich an, segne diesen Wein hier, Sinnbild vom Blute Jesu Christi, das vergossen worden ist zur Erlösung der Menschheit. Herr, segne diesen Wein, damit er jedem zum Heile werde, der davon nimmt. Vater im Himmel, segne dieses Brot, Sinnbild vom Leibe Jesu Christi, der am Kreuz gestorben ist zur Erlösung der Menschheit. Herr, segne dieses Brot, und lass es jedem zum Heile werden, der davon nimmt.

So bitte ich, euch von euren Plätzen zu erheben. Nehmt, esset und trinket alle davon.

Dank sei Dir, Vater im Himmel, für die Wohltaten, die Du den Deinen gegeben, und lass sie alle durch Deine Heiligen im Leben führen. Gelobt und gepriesen seist Du, o Gott, gelobt und gepriesen Christus der Erlöser, gelobt und gepriesen seine heilige Geisterwelt. Amen.

Liebe Geschwister, mit dieser Feier ist diese schöne Woche beendet. Möge Gottes Segen euch begleiten, möget ihr noch lange das Wunderbare in euch behalten. Möget ihr ein Segen werden, ein Segen für euch selbst und für die Umwelt. So sollt ihr behütet und beschützt sein und wohlbehalten jedes seinen Weg wieder nach Hause finden. Gott zum Gruss.

Vortrag von Geistlehrerin Lene unter Mitwirkung von Geistlehrer Josef vom 27.9.1969 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner im Saal der Park Hotels Waldhaus, Flims (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Die Seele hungert nach dem lebendigen Brot

Josef, 14. Dezember 1969

Die Seele hungert nach dem lebendigen Brot

Das lebendige Brot Christi ist das, was den Menschen am Leben erhält. Es bedeutet Hoffnung und Freude, Kraft und Zuversicht. Dieses lebendige Brot ist der Christenheit in Hülle und Fülle gegeben. Es liegt da, und man muss nur seine Hände ausbreiten, man muss nur willens sein, nach ihm zu greifen.

Josef: Gott zum Gruss.

Himmlischer Vater, in Christi Namen sind die Deinen hier versammelt, um Dich zu loben und zu preisen, um Dich zu bitten, Du mögest sie segnen und sie gesunden lassen an Leib und Seele.

Meine lieben Geschwister, die meisten von euch sind schon öfters hierhergekommen, um dieses Liebesmahl im Gedenken an Jesus Christus einzunehmen. Den meisten von euch haben wir die Hände gereicht, und wir haben sie im Leben geführt, sie behütet und beschützt, so es uns nur möglich war. Einer ordentlichen Anzahl von Freunden haben wir auch die Hände gereicht, als sie die Schwelle zur jenseitigen Welt überschritten. Wir haben sie hineingezogen, wir haben sie begrüsst, wir haben ihnen die neue Welt vorgestellt. Wir haben diese aber nicht als eine fremde Welt vorgestellt, sondern als eine Welt der Vertrautheit. Wir Geister Gottes sind zu den heimgekehrten Freunden hingetreten, wir haben uns ihnen vorgestellt und haben sie mit Freuden begrüsst und aufgenommen. So sind wir bereit, euch die Hände zu geben und euch im Leben zu führen, so gut es uns gelingt. Wer die Gesetze befolgt, wird auch den Segen des Himmels erhalten.

Liebe Geschwister, es verlangte euch, im Gedenken an den Erlöser hierherzukommen. Ihr wollt aus der Tiefe eurer Herzen und eurer Seelen diese innige Verbindung zu Christus sowie zur heiligen Geisterwelt zum Ausdruck bringen. Ihr wisst aber auch genau, dass der Himmel immer bereit ist zu geben. Wenn der Mensch bereit ist, selber zu geben, im tiefen Glauben zu sein und die Verbundenheit noch enger zu knüpfen, dann sind auch die Heiligen des Himmels bereit, das Ihrige zu tun, um ihre Freunde zu führen und auch ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.

Man kommt ja mit der leisen Hoffnung hierher, dass man im Leben von den Geistern Gottes geführt wird, dass man etwas Glück geschenkt bekommt und haben darf; man kommt mit dem leisen Gefühl, mit Sicherheit und göttlichem Schutz durchs Leben gehen zu dürfen. Das ist auch so, und wir versprechen es euch, dass wir euch diesen Schutz und diese Führung geben, so gut es nur möglich ist. Doch halte die Gesetze – das sagte schon Christus –, dann wird dir geholfen, dann wirst du geführt. Und so haben wir es mit euch: Haltet die Gesetze, und ihr seid der Hilfe von uns sicher.

Als Christus zum letzten Mal mit den Seinen zusammenkam, bat er sie darum, dieses Liebesmahl zu seinem Gedenken auch in Zukunft zu bewahren. In seinen Lehren erklärte er auch: Wenn alles vergehe und der Vergangenheit gewidmet sei, seine Worte aber werden nicht vergehen, sie werden Bestand haben (Mat. 24, 35). Und dies gilt auch für seine Bitte, dieses Liebesmahl, jenes Abendmahl, solle doch zu seinem Gedenken weiter Bestand haben.

Hier müssen wir aber unser tiefes Bedauern aussprechen, dass die Christenheit, wenn sie zu diesem Abendmahl, zu diesem Liebesmahl, hingeht, nicht in der wahren Gesinnung ist, keine tiefe Verbundenheit zur heiligen Geisteswelt noch zu Christus bekundet. Sondern das Feiern dieses Abendmahls ist eine Gewohnheit, eine Tradition geworden. Und wir möchten doch, dass es bei euch anders ist. Es soll nicht eine Gewohnheit, nicht eine Tradition sein, sondern ihr sollt wahrlich hungernd und dürstend zu dieser Stunde kommen. Es soll euch von innen heraus verlangen hierherzukommen, nicht aus Gewohnheit, sondern wahrlich aus einem inneren Hunger. Die Seele in euch soll hungern nach dieser heiligen Feier. Denn es ist doch diese innige Verbindung, die hergestellt wird von den Geistern Gottes zu euch. Und wie könnte es auch anders sein: Wenn ihr Freunde in dieser Gesinnung zusammenkommt und im Verlangen seid, mit dem Erlöser verbunden zu sein, dann ist er durch seine heilige Geisterwelt mit euch verbunden, so wie er es sagte: “Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen” (Mat. 18, 20). Sein Segen, sein Wort, seine heilige Kraft ist durch die Heiligen des Himmels mit euch verbunden.

Es ist so bedeutungsvoll, dass der Mensch mit einer inneren Andacht, mit einer Verbundenheit, mit einem heissen Hunger der Seele zum Tische des Herrn schreitet. Denn dann wird er auch gesegnet werden an Leib und Seele. Die Engel umgeben ihn, die Heiligen des Himmels sind in seinem Hause, gehen bei ihm ein und aus. Und wie könnte es auch anders sein, dass zu einer solchen Feier auch eure Angehörigen, die in der geistigen Welt sind, mit Wohlgefallen auf euch niederschauen oder sogar in eurer nächsten Nähe sind.

So sollt ihr stark bleiben im Glauben, denn dieser Glaube ist eine Quelle, die euch immer wieder Kraft fürs Leben gibt, die euch hilft, Probleme zu lösen, und euch auch gesund macht an Leib und Seele. Es ist für eure Augen etwas Unsichtbares, eine unsichtbare Kraft, aber sie dringt an euch heran. Mit euren Augen könnt ihr ja auch nicht in die andere Welt hineinschauen, aber trotzdem wisst ihr und seid euch sicher, dass es diese andere Welt gibt; ihr habt Glauben, und das ist wichtig und notwendig, das gibt euch den Halt im Leben.

Es gibt ja so viele Möglichkeiten, wie ich es euch erklären und darlegen kann, dass euer Leben vergänglich ist, dass aber die andere Welt ihre Tore weit offen hat. Das ewige Leben mit seiner Kraft, mit seiner Herrlichkeit strahlt auf euch nieder. Es ist so, wie ich es euch gestern gesagt habe: Der Himmel neigt sich hernieder und umarmt euch, liebe Geschwister.

Nun möchte ich euch auf ein Gleichnis aufmerksam machen, das Christus gegeben hat. Er sprach ja in seiner Lehre so vieles in Gleichnissen, und in einem davon erklärte er, dass sein Vater der Weingarten und er, Christus, in diesem Weingarten der Rebstock sei und dass die Menschen die Reben seien (Joh. 15, 1–8). Was wollte Christus mit den Worten sagen: “Der Vater ist der Weingarten”? Aus dem Vater kommt die Kraft, aus ihm kam auch Christus. Und aus Christus ist alles geworden, was da lebt. Christus gab allen Geschöpfen den Leib zum Leben, und Gott gab die Kraft dazu – von Gott kommt der lebendig machende Funke. Die Reben am Weinstock sollten die Menschen sein. Sie sollten ihm, dem Erlöser, dem König, anhangen; denn sie waren oder sie sind alle sein. Sein Eigentum sind sie. Und alles zusammen, Gott mit Christus und alles, was durch Gott und Christus geschaffen wurde, sollte eins sein, eins werden in allem Denken und Handeln.

Ich könnte es euch aber auch folgendermassen erklären: Ich könnte diese Erde mit den Menschen, die darauf wohnen, mit einem Garten Gottes oder mit dem Weingarten Gottes vergleichen. Und Christus ist in diesem Garten oder Weingarten Gottes der Meister, er ist der Herr. Er ist besorgt, dass es in diesem Garten ein Gedeihen und ein Wachsen gibt. Aber er vermag diesen Garten Gottes nicht allein zu bebauen und zu pflegen; er braucht seine Helfer, er braucht Arbeiter im Weingarten Gottes. Und wer sind diese Arbeiter im Weingarten Gottes? Ihr, liebe Geschwister. Ihr seid auserwählt dafür, Arbeiter im Weingarten Gottes zu sein. Denn ihr sollt auch eine Verantwortung dafür tragen, ihr sollt auch besorgt sein dafür, dass es in diesem grossen Garten Gottes ein Wachsen und Gedeihen gibt. Denn die heilige Geisterwelt Gottes ihrerseits ist euch behilflich. Ihr sollt aber für die Geisterwelt Gottes die grosse Hoffnung sein, ihr sollt die starken Säulen sein der grossen Kirche Christi.

Wenn ich euch das sage, dann habe ich doch wohl Grund dazu. Betrachtet einmal die Christenheit mit ihrer christlichen Lehre, die verbreitet wird. Betrachtet diese Lehren, sucht darin nach der Wahrheit, erkundigt euch danach, und hört, was wir euch zu sagen haben. Wie vieles geht da auseinander. Und wenn wir sagen, ihr seid unsere grosse Hoffnung in diesem Garten Gottes, könnt ihr doch wohl ahnen, was wir damit meinen: die grosse Hoffnung, dass diese Wahrheit ihre Verbreitung findet. Langsam nur wird es Wurzeln schlagen. Ihr seid unsere Hoffnung auf die Wahrheit, dass sie Verbreitung findet, wenn auch nur langsam. Ihr sollt die tragenden und starken Säulen sein der wahren Kirche Christi. Damit ist eine andere Kirche gemeint als die irdische Kirche der Menschen im üblichen Sinne. Denn in der wahren Kirche Christi, in der Kirche Gottes, wird die Wahrheit verkündet; hier wird das lebendige Brot ausgeteilt, so wie Christus es sagte: “Ich bin das lebendige Brot. Ich bin die Wahrheit. Ich bin die Quelle Gottes.” Wer dieses lebendige Brot geniesst, wird gesunden; er wird leben, obwohl er stürbe.

Wer oder was ist mit diesem lebendigen Brot gemeint? Es ist Christus, ihr wisst es. Christus als König mit seiner Macht, die er besitzt, die ihm der Vater gegeben hat. Es ist seine Herrlichkeit, die ihn umgibt, in die man eingehen kann, die Lebendigkeit. Es ist das lebendige Brot, das für den Einzelnen Hoffnung und Freude, Kraft und Zuversicht bringt. Es ist das, was ihn am Leben erhält. Ihr könnt es auslegen, wie ihr wollt: Ihr könnt es im geistigen Sinne betrachten, ihr könnt es auch auf euer Leben ausdehnen. Lebendiges Brot heisst: jene Kraft holen, die die Seele erhält. Denn wahrlich ist es so, dass nicht vom irdischen Brote allein der Mensch am Leben bleibt. Er braucht geistiges Brot, denn seine Seele hungert danach. Und wie erfreulich ist es für uns, zu sehen, wie da und dort eine Seele in diesem grossen Hunger nach dem lebendigen Brote greift und sich wieder sättigen kann. Von diesem lebendigen Brot kann ein jeder nehmen. Es ist keine Unmöglichkeit, nach ihm zu greifen. Dieses lebendige Brot ist der Christenheit, ja der ganzen Menschheit in Hülle und Fülle gegeben. Es liegt da, und man muss nur seine Hände ausbreiten und willens sein, danach zu greifen. Dieses lebendige Brot stärkt die Seele, es gibt dem inneren Menschen die Nahrung.

Überlegt, wie einsam das Leben, wie öde es um den Menschen wäre – und ist –, wenn er keine Erkenntnis vom Geistigen besitzt. Wie öde ist es in seinem Innern, wie leer in seinem Denken ohne dieses Wissen. Was weiss er auch zu reden? Nur über vergängliche, äussere Dinge kann er reden, nur über das, was der Welt Inhalt und Glanz gibt, was aber so vergänglich ist. Nur über diese Dinge kann er reden, aber dies gibt seinem Leben keinen Inhalt. Alles, was sich auf dieser Weltbühne abspielt, ist so schnell überholt und vergessen. Vergessen wird es, was man im irdischen Sinne erlebt hat. Und wiederum steht man vor der Leere, und wiederum weiss man nicht, was man sagen und erzählen muss, womit man den Nächsten unterhalten kann als mit diesen üblichen Dingen, die nur vorübergehend dem Menschen etwas Freude bringen, ihn etwas ablenken von anderen Dingen.

Wenn man aber geistig ausgerichtet ist, hat man keine Leere in der Seele. Man ist erfüllt, man ist stets voller Hoffnung, man ist voller Freude, man ist nie einsam. Man kann nicht einsam sein, wenn man mit dem geistigen, ewigen Leben im Bunde steht. Dann gibt es keine Einsamkeit, denn die Seele ist erfüllt, und das Denken des Menschen ist erfüllt; man ist und lebt in der Hoffnung und in der Freude auf die Zukunft. Man ist beglückt.

Das ist geistiges, wahres Leben. Das sind Ewigkeitswerte für den Menschen, das sind Dinge, die sehr bedeutungsvoll sind. Man kann nicht nach ihnen fassen, man kann sie nicht berühren, man kann sie nicht sehen, aber sie geben ein wonniges, inniges Erlebnis. Alle Einsamkeit wird überwunden. Es gibt für den geistig gehobenen Menschen keine Einsamkeit. Denn er lebt in der Ewigkeit. Aber da braucht es eben auch ein Sich-Einfühlen, ein Sich-Einleben. Man kann nicht von heute auf morgen diese irdische Einsamkeit überwinden. Es braucht seine Zeit. Man muss sich einleben. Man braucht die Freundschaft der geistigen Wesen. Man braucht die Freundschaft gleich gesinnter Freunde. Man möchte mit Menschen zusammen sein, an denen man eine Stütze hat im Denken und in der Gesinnung. Man möchte sicher sein, eins zu sein im Denken; man fühlt sich sicherer, man hat Freunde mit selber Gesinnung. Es macht einen stark, zu wissen, Freunde zu haben, die auch keine Einsamkeit kennen, die auch den Schritt in die Ewigkeit getan haben, die auch ihr geistiges Brot vom selben Orte holen. Es macht glücklich und zufrieden, zu wissen, dass man kein Sonderling ist. Es macht glücklich und zufrieden, zu wissen, mit Gott und seiner heiligen Geisterwelt im Bunde zu stehen.

Und wenn man zu solchen Erkenntnissen gekommen ist, dann darf man wohl sagen: “Mein Geist ist erleuchtet. Ich habe Erleuchtung gefunden. Ich bin eine Säule der wahren Kirche Gottes. Ich bin eine grosse Hoffnung für die heilige Geisterwelt. Ich bin eine tragende Säule der Kirche Gottes.” So beglückt kann die Seele des Menschen werden durch diese Verbindung. So freuen wir uns über alle, die mit uns einig geworden sind.

Und wenn Menschen auch gedemütigt und erniedrigt, ausgelacht werden, weil sie in diese Verbindung mit uns eingetreten sind, dann möchte ich ihnen sagen: Kümmert euch nicht. Denn für jede Demütigung, die ihr ertragt, werdet ihr im Himmel belohnt werden. Ihr werdet gehoben auf erhöhte Stufen, und jene andern, die euch einst gedemütigt oder ausgelacht haben, werden euch um Vergebung bitten müssen. Ihr werdet über ihnen sein, aber ihr werdet ihnen die Hände reichen, ihr werdet ihnen vergeben. Ihr werdet glückliche Wesen sein, denn die Geisterwelt Gottes wird sich mit euch beschäftigen. Sie wird euch einladen zum Tisch des Herrn, und sie wird euch an jene Stunden erinnern, an jene Jahre, die ihr in dieser geistigen Verbindung erlebt habt. Aber dann werden es Engel Gottes sein, die euch im Gedenken an Jesus Christus ein Liebesmahl geben. Ihr werdet die Engel Gottes dann sehen können, ihr werdet ihre Gäste sein, und sie werden davon sprechen und darüber reden, wie es einst zuging in eurem Leben. Sie werden euch den Kelch reichen, und ihr werdet aus demselben Kelche trinken wie die Heiligen des Himmels, und sie werden euch sagen: “Das ist der Lohn für euren Glauben, für das, was ihr getan.”

Ja, liebe Geschwister, versucht einmal im Geiste, euch vorzustellen und zu überlegen, wie es jenen andern ergeht, die nicht glauben können. Hat nicht Christus gesagt: “Wer mich nicht kennt, den will ich auch nicht kennen; den kenne ich auch nicht”? (Vgl. Mat. 25, 12; Luk. 13, 25–27.) Das will nicht heissen, dass einer fortgestossen wird. Aber es ist etwas anderes, es ist das: Ihr habt Christus im Leben erkannt, ihr seid mit ihm im Leben verbunden gewesen, und weil ihr mit ihm verbunden wart, begrüsst auch er euch. Er wird euch einladen, mit an den Tisch zu kommen. Und heute sollte es euch gar nicht mehr schwerfallen, zu erfassen, auf welche Art und Weise solches geschehen kann, denn euch wurde ja schon vor vielen Jahren gesagt: Alles, was ihr habt, ist im Geiste schon vorhanden. Und wenn ihr in eurer geistigen Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten seid, dass ihr vor Christus niederknien und ihn erblicken könnt, so könnt ihr es doch. Denn auch wenn er noch weit entfernt ist für euch, so ist er euch doch nahe, er ist doch unter euch. Denn ihr könnt ihn erleben, so wie ihr heute von eurer Kammer aus weit entfernte Dinge erleben könnt. So werdet ihr auch Christus erleben dürfen. Lebendig vor eurem Auge wird er sein, und ihr werdet es erleben. Dass ihr noch nicht vor ihm niederknien könnt, ist euch wohl begreiflich. Denn ihr vermöchtet sein Licht, diesen Glanz, nicht zu ertragen. Doch von Weitem wird es möglich sein, von Weitem ist euer geistig Auge fähig, es wahrzunehmen.

So, liebe Geschwister, freuet euch, diesen Glauben zu haben. Seid dankbar für diese Erkenntnisse. Aber seid standhaft, und lasst euch nicht irreführen. Mancher schon hat Treue geschworen und sie gebrochen. Schade, schade um ihn. Er ist um viele Erlebnisse ärmer geworden. So sollt ihr, liebe Geschwister, euch niemals ängstigen vor eurem Sterben, niemals. Wüsstet ihr, welche Herrlichkeit erlebt werden kann und auf den Gläubigen und Frommen wartet, ihr würdet euer Leben von euch werfen wollen. Ihr würdet die Stunde ersehnen, in der ihr diese Welt hinter euch lassen könnt. Doch ihr seid die Säulen, die grosse Hoffnung der wahren Kirche Gottes. Ihr habt Pflichten und Aufgaben, und es ist von Gott für euch so bestellt worden, dass ihr da lebt auf dieser Erde. Es ist des Himmels grosse Freude, auf euch herniederzublicken mit Wohlgefallen. Ihr könnt es verstehen, wenn ich es euch so sage. Denn wir sehen mit den geistigen Augen diese Menschen und ihren schwachen Glauben, ihren Unglauben und ihre Irrungen. So bleibt stark im Glauben, und wir sind euch nahe. Wir reichen euch die Hände im Leben, und wir reichen euch die Hände, ehe ihr noch die Schwelle ins geistige Reich übertretet. Wir ziehen euch hinüber, wir tragen euch hinüber, wir rufen euch wach. Wir rufen euch beim Namen, und wir stellen uns vor.

Nun, liebe Geschwister, Weihnachtszeit ist es. Ihr werdet an die Geburt des Herrn erinnert. Welche Freude, welch grosses Geschenk ist doch der Menschheit dadurch gegeben! Ja, das Wort Gottes ist Fleisch geworden, Christus ist Mensch geworden, und die Menschheit nahm ihn nicht an. Ihr aber sollt es tun, ihr sollt sein wie die Jünger von dazumal. Ihr sollt stark bleiben im Glauben und mit Christus verbunden sein. Seine Jünger sollt ihr sein. Und niemand von euch soll Verräter werden. Niemand von euch soll den Glauben verlieren und sich beeinflussen lassen von anderen Menschen. Seid stark und tapfer, und denkt daran, was ich euch in dieser Stunde mit in euer Leben hinausgebe: Du bist eine tragende Säule der Kirche Gottes. So hast du Pflichten und Aufgaben dafür.

Und nun, liebe Geschwister, Heil und Segen soll in dieser Stunde über euch kommen in der tiefen Verbindung mit Christus, dem Erlöser. Denn es hungert eure Seele nach ihm. Und in seinem Gedenken nehmt ihr nun dieses Liebesmahl, Brot und Wein, zu euch. Längst ist das, was auf diesem Tische bereitgestellt wurde, von den Heiligen des Himmels gesegnet worden. Und wenn ihr davon nehmt, dann denkt, es ist nicht nur irdisches Brot. Es ist das lebendige Brot, so wie Christus es gesagt hat. Denkt fest daran, und denkt: “Diese Lebendigkeit gibt mir die Kraft im Leben und hilft mir zu gesunden an Leib und Seele.” Denn wie manches unter euch ist doch da mit körperlichen, auch seelischen Beschwerden. Frei sollt ihr werden – so will es Christus. Stark sollt ihr sein im Glauben, und gesundet sollt ihr von dannen gehen. Im Geiste sollt ihr ihn vor euch sehen und spüren, wie er die Hände auf eure Schultern legt und euch sagen kann: “Gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen.” So soll es sein. Ihr sollt frei werden von euren Beschwerden, von euren Sorgen und Problemen. Das lebendige Brot hilft euch. Halte die Gesetze, und so wirst du gesunden an Leib und Seele.

Nun, liebe Geschwister, wollen wir eine Stille über euch kommen lassen, und es soll etwas Musik gespielt werden, damit ihr nachdenken und euch sammeln könnt.

Himmlischer Vater, in Christi Namen bitte ich Dich: Überschütte die Deinen mit der Gnade. Himmlischer Vater, segne diesen Wein hier, er ist das Sinnbild vom Blute Jesu Christi, der am Kreuz gestorben ist zur Erlösung der Menschheit. Herr, segne diesen Wein, damit er jedem zum Heil wird, der davon nimmt.

Himmlischer Vater, segne dieses Brot hier, Sinnbild vom Leibe Jesu Christi, der am Kreuz gestorben ist zur Erlösung der Menschheit. Herr, segne dieses Brot, und lass es jedem zum Heil werden, der davon nimmt.

So bitte ich, euch zu erheben, nehmet hin, esset und trinket davon.

Dank sei Dir, o Herr. Schütze die Deinen durch die Heiligen des Himmels. So rufen wir Dir alle zu: Heilig, heilig, heilig bist Du in alle Ewigkeit. Amen.

Nun, liebe Geschwister, diese heilige Feier ist beendet. Wir freuen uns auch darüber, euch heute noch einige Stunden gemütlich zusammen sehen zu dürfen. Denn so war es ja auch damals [bei den ersten Christen], wenn das Abendmahl, das Liebesmahl, gefeiert wurde; es wurde in ähnlicher Weise gefeiert. Es hatte aber nicht in dieser Form diese hohe Andacht. Man sass zusammen, plaudernd, im Gedenken an Christus – so wie es gewesen war, wenn er mit den Seinen zusammen war. Es ist nun eine heilige Handlung daraus geworden, und es ist gut so. Und so sollt ihr auch noch miteinander zusammen sein und euch freuen in diesen Stunden.

So möge der Segen Gottes in euch bleiben, und wir werden versuchen, euch immer beizustehen. Wir breiten immer die Hände aus nach euch.

Liebe Geschwister, ich ziehe mich nun in meine Welt zurück, bleibe aber in steter Verbundenheit mit euch. So segne euch Gott. Gott zum Gruss.

Abendmahlansprache von Geistlehrer Josef vom 14.12.1969 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Heft 6/2020
Preis USD 4.00
21 Seiten, 21 × 29,7 cm